Wer ist Höcke?

… und wenn ja wie viele?

“Wer sein Buch aus dem Sommer liest, findet dort keine maßgeblichen Unterschiede zur NPD-Politik. Höcke spricht von einem Remigrations-Projekt, die NPD von einer Rückführungspolitik. Im Kern ist das dasselbe“ (Steffen Kailitz, Politologe)

Das hätte sich Popphilosoph Precht wohl nicht träumen lassen, daß seine Apologie der postmodernen Persönlichkeit, zumindest dem Titel nach, als Dividuum, als Teilbares, in vielen Identitäten lebendes Wesen, ausgerechnet von Björn Höcke verwirklicht werden könnte. Höckes öffentliches Bild, von den relevanten Medien ad nauseam verbreitet, ist so verheerend wie eindimensional und innerhalb dieses Rahmens ist an ein volles Höcke-Bild nicht zu denken.

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Die ganze Geschichte

„Trotz aller traumatischen Ereignisse, die das Imperium erschüttert hatten, war die Integration der Barbaren in philanthropischer oder religiöser Absicht weiterhin das dominierende Motiv der offiziellen Diskurse.“(Alessandro Barbero)[1]

Möglicherweise erntete Barbero mit seiner im leicht zugänglichen Ton geschriebenen Aufarbeitung der Schlacht von Adrianopel, die aufgrund der nicht mehr zu beherrschenden Migration der Anfang des Endes Westroms war, Kritik unter Fachgenossen oder aber er wollte seine These auf breitere Füße stellen …, jedenfalls ließ er im Jahr darauf eine dreifach umfängliche Studie veröffentlichen, in der der Katastrophenkurs weit in die historische Vergangenheit zurück und die folgenden Jahrzehnte weiter entwickelt wird. Schon im Ton wirkt es akademisch, zudem ist es mit extensivem Apparat versehen und strahlt Kennerschaft aus – aber auch ein wenig Langeweile, wie sich das für einen akademischen Text gehört.

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Lektüren März

Johannes Heinrichs: Gastfreundschaft der Kulturen. Der Weg zwischen Multikulti und neuem Nationalismus. Ibidem-Verlag Stuttgart 2017, 208 Seiten

Als 2015 die Migration scheinbar urplötzlich auf der Tagesordnung stand, da konnte der Philosoph Heinrichs ein 25 Jahre altes Manuskript aus der Schublade ziehen, neu auflegen und noch immer zeitgemäß klingen.

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Lektüren Januar

Immer wieder bekomme ich Feedback, daß Leser des Blogs die besprochenen Bücher tatsächlich kaufen und lesen. Das tut mir leid, das habe ich nicht gewollt … Da es nun einmal so ist, werde ich von nun an am Ende des Monats Beispiele aus meiner Leseliste nebst sehr kurzen Annotationen bekannt geben. Ausgenommen werden Privatissima und indizierte Literatur. Falls die Hauptkommentatoren es möchten, dann veröffentliche ich auch gerne deren Lektüren – das könnte, wie verschiedentlich schon unter Beweis gestellt,  manche Anregung beinhalten und zudem zum Lesen verführen.

Januar 2018

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Mit Linken leben

Denn das Gejammer über die „Gefahr“, die von den „Rechtspopulisten“ drohe, klingt immer hohler, je mehr sich herausstellt, daß diese gar nicht „rechtsextrem“ sind, sondern in den meisten Dingen extrem recht haben. (Mit Linken leben)

Man sollte Bücher von Personen, die man kennt oder mit denen man gar befreundet ist, aus einsichtigen Gründen – des Magens wegen – nie rezensieren. Dies ist eine erfahrungsgesättigte Maxime, deren Wahrheit sich bisher nur ein einziges Mal nicht bestätigt hat.

Bis auf den heutigen Tag!

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Ihre und unsere Wirklichkeit

Es gibt einen seltenen Schlag Mensch, vor dem alle anderen verstummen, wenn er zu reden beginnt. Man nennt das Charisma. Karen Blixen war so ein Mensch. Diese Frau war mehr als eine bedeutende Schriftstellerin und eine begnadete Beobachterin: sie war weise. Lauschen wir ihr!

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