Stilleben

 

 

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Luther der Deutsche

Diesmal habe ich lange überlegt, welches der dutzenden Bücher über Luther, die anläßlich des 500. Jahrestages des Thesenanschlages die Buchläden fluteten, ich – in langer persönlicher Tradition, denn der Reformationstag ist seit eh und je Lutherlektüretag – lesen sollte. Die Wahl fiel schließlich auf Heimo Schwilks Erzählbiographie und sie hat sich als Glücksgriff sondergleichen herausgestellt.

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Ein Tag in Serbien

Heute geht es nach Serbien. Von Mórahalom fährt man zehn Minuten bis zur Grenze, nach Röszke. Röszke – klingt der Name noch? Genau! Vor exakt zwei Jahren war Röszke Weltpolitik, stand das kleine verschlafene Nest an der ungarisch-serbischen Grenze im Zentrum der Aufmerksamkeit. Ganze Horden von Journalisten kamen und berichteten.

Als plötzlich jeden Tag tausende Menschen über die Grenze in die EU strömten, entstanden auf ungarischer Seite große Erstaufnahmelager. Dort wurden die Migranten zum ersten Mal erfaßt. Auch Ungarn war mit der Situation überfordert, die humanitären und sanitären Bedingungen sollen katastrophal gewesen sein.

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Was ist deutsche Kultur?

Ein erbärmlicher Versuch

Der „Focus“ ist schon zu einem argen Wurschtblatt verkommen. Zusammen mit der Schwesterzeitung „Huffpost“, die mittlerweile zum Zentralorgan der Islamophilie mit klarem missionarischem Auftrag geworden ist. Propaganda! Ich scheue mich nicht, diesen Begriff zu verwenden. Vor allem wenn es konkret gegen die AfD und allgemein gegen Andersdenkende geht. Da wird jede Gelegenheit genutzt – mal mit dem Hammer, dann wieder etwas subtiler –, um exakt das zu tun, was man dieser Partei und ihren Anhängern vorwirft: zu hetzen und zu ängstigen.

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Das Weingut

Die Deutschstunden mit dem Weingutsbesitzer sind besonders instruktiv. Ein kultivierter Mann mit Charakter und Würde. Sein Deutsch ist gut genug, um auch über komplexere Themen zu sprechen.

Natürlich kommt die Rede immer wieder auf den Wein. Nach der politischen Wende wurde das große Staatsgut in Nemesnádudvar abgewickelt. Teile der Weinanbauflächen wurden verkauft, der Großteil jedoch platt gemacht. Ungarn hatte den Osten beliefert, aber der Osten wollte keinen ungarischen Wein mehr. Heute ist die einstige Fabrik an der Hauptstraße eine Ruine.

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Die Welt von gestern

Kurt Droffe, geschätzter Leser und Kommentator dieses Blogs, empfahl vor einigen Monaten eine mehrbändige Reisebeschreibung durch Mittel- und Südosteuropa. Ein junger Engländer, noch keine 20 Jahre alt, durchwanderte 1934 entlang der großen Flüsse Rhein und Donau den halben Kontinent und beschreibt diese unglaubliche Reise ein halbes Jahrhundert später.

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Toleranz und brauner Dreck

Kommt eine Bekannte zu mir und berichtet aufgebracht von einem Gespräch mit der neuen Chefin. Eigentlich eine interessante Frau, voller Energie und neuer Ideen. Schon nach wenigen Tagen, ohne überhaupt nur Einblick in die Abläufe zu haben, will sie alles ändern. Die Belegschaft des deutsch-ungarischen Joint Ventures teilt sich sofort in zwei Lager.

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