Mitteldeutsche Begegnungen

Den Sommer nutzen wir seit Jahren, um ein paar deutsche Kraftorte zu besuchen. Meist ist Weimar dabei, es kann aber auch Dresden sein, Eisenach, Naumburg, Freyburg, Querfurt …,  irgendwas mit -furt, -hausen oder -burg am Ende und meist im thüringischen oder anhaltinischen Bereich gelegen. Es ist fast egal, welchen Ort man besucht, die lange deutsche Geschichte wird dort in dieser oder jener Form greifbar werden, man wird gerade in dieser Jahreszeit von Sonne und Sommer förmlich vereinnahmt, überall riecht es nach Erde, nach Ernte, nach Reife und fast überall steht man unter einem weiten, blauen Himmel und schaut aufs Land und empfängt die Erfahrung der Größe.

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Die Angst-Maschine

Ich saß heute im Garten, las ein Buch und beobachtete die Natur um mich herum. Die Katzen hatten die Hälfte ihres Futters verschmäht. Bald fanden sich Wespen ein und brauchten eine Stunde, die Schüssel sauber zu fressen. Mit Eifer durchbissen sie mit ihrem scharfen Mundwerkzeug die Fleischfasern und flogen mit ihrer Beute davon. Trafen sich mehrere Exemplare, dann gab es erbitterte Kämpfe, manchmal waren vier oder fünf Tiere in einander verknäult. Mit meinem Nahglas war ich unmittelbar dran.

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Das innere Werdeziel der Kellerassel

„Ich sammle Kellerasseln“ – mit diesem Eingangssatz fängt Fritsche seinen Leser sofort ein. Noch weiß man nicht, was der Titel „Pan vor den Toren“ bedeuten soll, aber schon sind alle Sinne gespannt.

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Was die Pfütze lehrt

„Wenn du am Wassergraben vorüberkommst, unvorbereitet und ohne Zeit zu besinnlichem Aufenthalt, so bleibe getrost stehen. Ich weiß, du hast Pflichten. In Wahrheit haben die Pflichten dich. Laß einmal die Dinge, die dich rufen, vergeblich auf dein Kommen warten. Denn hier ergeht ein höherer Ruf an dich.“

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Verschwörungstheorien

„Kein Gedanke ist so alt oder so absurd, daß er nicht unser Wissen verbessern könnte.“ Paul Feyerabend

Ich bin einem Verschwörungstheoretiker begegnet. Und das lief so ab.

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Männersache

Gerade hatte ich eine kleine Diskussion mit meiner Frau. Hmm! Woher weiß ich eigentlich, daß es meine Frau ist? Das eine, das meine, bestätigt mir ihr Bekenntnis, mir lebenslang zu dienen und hörig zu sein – das habe ich schriftlich und notariell bestätigt. Das andere, daß sie eine Frau ist, kann man sehen und hören und so weiter.

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