Offener Brief an Alan Posener

„Wenn man wirklich für Meinungsfreiheit ist, dann muß man auch für die Freiheit von Standpunkten eintreten, die man verachtet. Sonst ist man nicht für Meinungsfreiheit.“ (Noam Chomsky, zitiert in Baños: So beherrscht man die Welt)
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Sehr geehrter Herr Posener,

Sie haben meinen Artikel „Ich gebe zu Protokoll“, in dem ich auch Ihre Besprechung des Corpus Delicti – Pedro Baños Buch „So beherrscht man die Welt“ – aus offensichtlichen Gründen erwähne und bewerte, mit folgenden beiden Kommentaren bedacht:

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Die Erde brennt!

Gestern mußte ich wieder mal den Oberschlauen spielen. Meine Frau kam mit ganz besorgtem Gesicht ins Zimmer und klagt über das Abbrennen des Urwaldes in Brasilien. „Feuer neben Feuer neben Feuer“, „in zehn Jahren sei alles vorbei“

Wohl der Frau, die einen starken Mann an ihrer Seite weiß, der ihr die Ängste nimmt, an den sie sich anlehnen kann. Ich nahm sie tröstend in den Arm und sagte:

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Die Angst-Maschine

Ich saß heute im Garten, las ein Buch und beobachtete die Natur um mich herum. Die Katzen hatten die Hälfte ihres Futters verschmäht. Bald fanden sich Wespen ein und brauchten eine Stunde, die Schüssel sauber zu fressen. Mit Eifer durchbissen sie mit ihrem scharfen Mundwerkzeug die Fleischfasern und flogen mit ihrer Beute davon. Trafen sich mehrere Exemplare, dann gab es erbitterte Kämpfe, manchmal waren vier oder fünf Tiere in einander verknäult. Mit meinem Nahglas war ich unmittelbar dran.

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Leere Köpfe, tote Seelen

Es gibt Menschen, die sind jedwedem Höheren abhold. Nette Menschen, mitunter frohe, lustige Menschen, gute Menschen auch, mit denen man einträglich zusammen sein kann – solange man keine eminenten Themen anspricht.

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Lübcke- die andere Perspektive

„Gefragt, was unter den Menschen das Schönste sei, antwortete er: ‚Das freie Wort.’“ (Diogenes von Sinope, nach Diogenes Laertius)

Es ist ganz gewiß sehr viel wahrscheinlicher, im Lotto den Jackpot zu knacken. Und es ist statistisch exorbitant gefährlicher mit einem Löffel zu essen und am Verschlucken des selbigen zu ersticken, als CDU-Politiker zu sein und aus politischen Gründen getötet zu werden.

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Habermas: Autoritäre Persönlichkeit

Zum 90. Geburtstag

Das Theoretische hatte zwar etwas Verführerisches, aber nur, wenn es ambivalent, offen blieb, ein Motiv zum Denken. Karl Heinz Bohrer

Nein, es handelt sich beim Titel nicht um ein neues Buch aus Habermas‘ Feder, nicht um eine soziologische Studie – wie die gleichnamige seines Doktorvaters Adorno –, sondern um den Versuch, den Charakter des Meisterphilosophen der Bundesrepublik, eines „deutschen Voltaire“, näher zu deuten. Als Quelle dient uns das vielfältig unerschöpfliche und hier besprochene Buch Karl Heinz Bohrers: „Jetzt“.

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Das Problem Mensch

Politik könnte so einfach sein: Ideen, Programme, Argumente, Mehrheiten, Beschlüsse, Gesetze … so könnte man ein Land zum Besseren verändern. Allein, es gibt den Menschen. An ihm muß immer wieder alles scheitern.

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