Mitteldeutsche Begegnungen II

Von Sondershausen ging es nach Weißensee. Zu diesem kleinen, verschlafenen Ort habe ich eine besondere Beziehung. Zehn Jahre lang nahm ich dort an einer archäologischen Grabung teil, verbrachte viele Wochen und Monate auf der Runneburg.

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Mitteldeutsche Begegnungen

Den Sommer nutzen wir seit Jahren, um ein paar deutsche Kraftorte zu besuchen. Meist ist Weimar dabei, es kann aber auch Dresden sein, Eisenach, Naumburg, Freyburg, Querfurt …,  irgendwas mit -furt, -hausen oder -burg am Ende und meist im thüringischen oder anhaltinischen Bereich gelegen. Es ist fast egal, welchen Ort man besucht, die lange deutsche Geschichte wird dort in dieser oder jener Form greifbar werden, man wird gerade in dieser Jahreszeit von Sonne und Sommer förmlich vereinnahmt, überall riecht es nach Erde, nach Ernte, nach Reife und fast überall steht man unter einem weiten, blauen Himmel und schaut aufs Land und empfängt die Erfahrung der Größe.

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Integrationsversagen Klopp

1. Mein alter Wasserballtrainer war ein integrer und fairer Mann. So sehr, daß ich ihn als Bürgen wählte, als ich in die Partei eintreten wollte. Er sagte voraus, daß ich ein guter und zuverlässiger Genosse sein werde – und hatte recht behalten, wenn auch vielleicht anders als gedacht. Von ihm habe ich einige wichtige Lehren fürs Leben erhalten.

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Ungarische Vignetten

Schwimmbad in der ungarischen Kleinstadt. In der Männerumkleide hüpft zwischen den sich umkleidenden Männern die vielleicht siebenjährige Tochter eines der Männer herum – nackt. Ganz normal hier. Weiterlesen

Noch eine ungarische Familie

Im Frühjahr werden wir säckeweise mit Topinambur und im Herbst freigiebig mit frischen Goji-Beeren versorgt. Die Geberin ist eine angeheiratete Hefner, ein häufiger Name in dieser Gegend und in der, aus der ich komme. Nach dem Krieg wurden die Ungarndeutschen vertrieben und eine größere Gruppe hat es just ins Vogtland verschlagen – eine (Frau Reitzenstein) war Lehrerin an meiner Schule (S. 34) – zwei Nachfahren dieser Menschen gehörten in der Jugend zu meinen besten Freunden …, aber erst jetzt wird diese Geschichte ein Thema.

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Wiedersehen im Widerstand

Weit zurück in der Geschichte dieses Blogs liegt dieser Artikel: Gut zu wissen.

Darin findet sich eine Liste exklusiver Namen, die sich im Herbst 2015 durch kritische Kommentare – damals Mangelware, Sensation und tapfer – in jenes Lager geschlagen hatten, in dem auch ich und wohl die Mehrheit der Leser gelandet war. Das war und ist mir noch immer wichtig, denn der Zweifel, man könne irren und die permanente Arbeit daran, diesen Zweifel zu nähren, bleibt.

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Déjà-vu in Dresden

Ich mache mir Sorgen! Um meine Gesundheit. Im „Focus“ muß ich hören, daß Dauer-déjà-vus Symptom ernsthafter psychischer Krankheiten sein können.

Zugegeben, wenn der Angstgenerator „Focus“ die Wahrheit sagte, dann müßte ich schon lange an zerfressener Leber, Bluthochdruck, Diabetes 1, 2 und 3, Alzheimer, Demenz und Parkinson im Gesamtpaket, Haarausfall und 27 Krebsarten – außer Prostata natürlich! – zugrunde gegangen sein.

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