Intoleranztoleranz

Die Klappe zu halten, ist gar nicht so einfach. Jeden Tag werden wir Zeugen neuen Unsinns, neuer Lügen, Verdrehungen, Windungen, überall werden die Dinge von den Füßen auf den Kopf gestellt, uns aber das Gegenteil versichert.

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Argumentum ad lapidem

Eine schöne Legende berichtet, daß Samuel Johnson den Solipsismus Berkeleys, sein esse est percipi – Sein ist Wahrgenommenwerden –, also den Gedanken, es gebe keine materiellen Dinge, sondern immer nur Ideen und Vorstellungen von ihnen, mit einem beherzten Tritt gegen einen Stein widerlegte oder zu widerlegen glaubte.

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Der Weg aus der Rassismus-Falle

Zu den dramatischen Ereignissen in den USA wollte ich mich eigentlich nicht äußern. Die Sache ist zu komplex, um sie auf einem Blog abhandeln zu können. Bereits der auslösende Vorfall offenbart immer mehr Facetten, je mehr man sich informiert und das Problem „Rassismus“ ist ohnehin nahezu unlösbar. Erst ein kurzes Statement von Lewis Hamilton, dem Formel 1 Weltmeister hat mich getriggert, nun doch etwas zu sagen – ohne es auflösen zu wollen.

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Schönheit und Wahrheit

Devise muß stets sein: Gewinnen wollen – verlieren können. Gilt für`s Leben. Ellen Kositza

Dieser Tage schrieb ich, die um sich greifende Wertnivellierung thematisierend: „Wer fett ist, ist nur anders schön und wer doof ist, exzelliert eben in Doofheit, die ihm keiner nachmachen kann“. Möglicherweise haben sich einige Leser oder sogar Leserinnen vor den Kopf gestoßen gefühlt. Am gleichen Tag stellte Michael Klonovsky einen kongenialen Netzfund ein. Darüber kann man ein wenig meditieren.

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Die rechte Männerwelt

Joko und Klaas haben es mal wieder geschafft, das richtige Filmchen zur richtigen Zeit zum opportunen Thema im Fernsehen zu lancieren und medial die zu erwartenden Blumen geerntet. Ihr Beitrag über sexuelle Belästigung von Frauen leuchtet in eine kaum vorstellbare Welt hinein. Das sage ich als Mann, der sich vom Titel nicht repräsentiert fühlt – denn meine Welt ist diese „Männerwelt“ nicht, der ausgesprochene Verdacht gegen alle Männer ist eine Frechheit. Es ist auch weniger ein Männerding, wäre meine Vermutung, sondern eines der Moderne, des moralischen Verfalls gepaart mit neuer technischer Realität.

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Der Sherrock-Klub

„Es ist unvermeidlich, daß die Natur gegen sie arbeitet, und das sehr bald. Sie besitzt phantastisches Schachtalent, aber sie ist trotz allem eine Frau. Das liegt alles an den Un­voll­kommen­heiten der weiblichen Psyche. Keine Frau kann einen längeren Kampf durchhalten. Sie kämpft gegen die Gewohnheit von Jahrhunderten und Jahrhunderten, seit Anbeginn der Welt.“ Garri Kasparow

Die Presse hatte sich fast nicht mehr einbekommen. Zum ersten Mal gewann eine Frau bei der legendären Darts-Weltmeisterschaft ein, dann zwei Spiele gegen Männer. Ihre Siege wurden Weltnachrichten, jeder Pfeil wurde ein „Fanal für Frauenrechte“, wie Billie Jean King schrieb – die Presse nahm den Ton begeistert auf und verstärkte ihn hundertfach.

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Einsame Frauen

Vor Jahren schockierte mich eine Anwältin, deren beeindruckende Bücherwand ich befragte, mit dem Satz: „Wenn ich lese, will ich nicht nachdenken“. Ihre Sammlung bestand aus hunderten Krimis und Thrillern und sogenannten Bestsellern aller Art.

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Ich liebe die Eine

Eine bildhübsche Frau heiratet einen reichen Mann. Wenn ich sage „bildhübsch“, dann muß man sich eine Frau wie Scarlett Johansson oder Brigitte Bardot vorstellen, eine Schönheit also, die jedes Männerherz höher schlagen läßt, von jenem geheimen Zauber, den man nicht erklären, dem man nur erliegen kann. Sie hätte jeden haben können, jeden!

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(Konservatives) Denken und seine Fehler

In den Sommerferien genehmige ich mir gern ein Buch, das ich sonst nie gelesen hätte. Es ist wie beim Schatzsuchen – man hofft auf einen seltenen Fund … und wird doch meist enttäuscht.

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Gespräch mit einer Muslima

von Saxhida

Seidwalk: Heute betreten wir auf diesem Blog Neuland. Ein Experiment.
Eine jahrelange Leserin hinterließ gelegentlich Like-Spuren. Klickte man auf ihren Gravatar, so landete man auf einem Blog „Frauen und Islam“. Die Autorin „Saxhida“ behandelt dort kundig, sachlich und sanft Islamthemen unter besonderer Berücksichtigung der Frauen in dieser Religion in Deutschland. Ich schrieb sie an und fragte, ob sie nicht gelegentlich auf dieser Seite schreiben, ihre religiöse Welt vorstellen und eventuelle Fragen beantworten wolle.
Die erste Frage lautet: Warum zum Islam konvertieren? Was macht seine Faszination für junge Deutsche aus?

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Aufklärung und Sklaverei

Hampstead Heath im Frühjahr ist eine naturbunte belebende Oase im Großstadttrubel Londons. Der riesige Park im Norden der Stadt ist mehr als eine grüne Lunge, er beherbergt auch unerwartete Schätze. Plötzlich steht man vor einem opulenten Bau im klassizistischen Stil, der wie ein verzaubertes Schloß die Gegend überragt: Kenwood House.

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Stammtischparolen

Jeder kennt das: man liest unsere Presse und greift sich alle paar Minuten kopfschüttelnd an den Kopf. Es gehen einem ein paar Gedanken durch selbigen, aber ehe man sie ausgefaltet hat, liest man schon den nächsten Artikel – das Drama beginnt von vorn. Man muß nicht immer alles bis ins Kleinste ausdeuten. Manchmal – auch aus Selbstschutz – genügt das Stammtischniveau.

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Faß mich nicht an!

Geht es nur mir so? Zeitunglesen macht immer depressiver. Immer öfter erwische ich mich, wie ich traurig vor einer Nachricht sitze und nicht fassen kann, was ich da gerade las. Oft sind es nur Kleinigkeiten. Fast immer stellt sich ein Gefühl des Erstickens ein. Deutschland ist ein sehr enges Land geworden! Ein Land der Verbote, des Tabus, der Schranken. Nein, ich meine nicht die Schranken an den Grenzen, die sich eine Barley nicht mehr vorstellen kann, ich meine die Schranken in den Köpfen.

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Männersache

Gerade hatte ich eine kleine Diskussion mit meiner Frau. Hmm! Woher weiß ich eigentlich, daß es meine Frau ist? Das eine, das meine, bestätigt mir ihr Bekenntnis, mir lebenslang zu dienen und hörig zu sein – das habe ich schriftlich und notariell bestätigt. Das andere, daß sie eine Frau ist, kann man sehen und hören und so weiter.

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Greta Thunberg Superstar

Die meisten Menschen haben ein paar lebenslange Maximen, an die sie sich halten. Mein Großvater zum Beispiel, der sechs Jahre in russischer Kriegsgefangenschaft verbracht hatte und erst 1950 nach Hause – nein, das ist falsch, denn die Familie war inzwischen vertrieben worden –, also in die neue Heimat kam, die nie seine wahre Heimat wurde, mein Großvater lebte nach dem Motto: „Lieber den Magen verrenkt, als dem Wirt was geschenkt.“

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Das älteste Programm

Vor dem Fenster plustert sich der Star auf.

Er sitzt auf dem Starenkasten und pfeift sein Lied. In der Sonne weitet er seine Flügel aus, damit er von oben besser gesehen wird, imposanter, männlicher wirkt. Dann hebt er den Kopf, tiriliert und klappert, so daß sich am Hals alle Federn aufstellen und rhythmisch mitschwingen.

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Du brauchst keinen BH

Wir waren im Thermalbad in Harkány. Da lief eine junge Blonde in knappem Bikini an mir vorüber, mit einer klassischen Büste – vielleicht sogar ein bißchen mehr – fest und weiß wie Marmor! Ich dachte: Die braucht auch keinen Bikini, an der Form würde sich nichts ändern.

Hatte ich diesen Satz nicht gerade erst gelesen?

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Paradoxes Twerken

Wie alle Absolutismen verstrickt sich auch der fundamentalistische Feminismus und ideologische Moralismus schnell in Selbstwidersprüche. Man kann sie tagtäglich wahrnehmen. Schauen wir uns den letzten Skandal an.

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Dick Pics

Man kann über die Huffington Post sagen, was man will – meist nur sehr Verächtliches –, aber hin und wieder gelingt es ihr doch, Lebenswelten sichtbar zu machen, von deren Existenz meinereiner nie erfahren hätte.

Da gibt es zum Beispiel dick pics.

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Vielfalt am Berg

Outdoor-Hersteller entschuldigt sich für zu viele weiße Models“, tituliert die „Junge Freiheit“ einen heutigen Artikel. In einem Offenen Brief – den man hier einsehen kann – entschuldigt sich der Hauptgeschäftsführer eines kanadischen Unternehmens für die Abwesenheit ethnischer Vielfalt in der Werbung:
„The truth is that we haven’t represented the diversity of Canadians or of our 5 million members.“

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