Der AfD-Schlüssel

Wenn es stimmt, was die Medien, Meinungsinstitute und Statistikbüros nun lautstark unters Volk bringen, dann ist endlich die Königsstrategie, das Antidot gegen das Gift der AfD gefunden. Nach dem Massaker von Hanau – eine Tat, die sich mehr und mehr als die eines schwer psychisch Kranken darstellt, die aber noch immer als „rechtsextremistisch motiviert“ verkauft wird –, nach dieser irrationalen Tat, die von den Massenmedien und Parteien unisono als eine Art aufgehender Saat des AfD-Giftes dargestellt wurde, sind, so wird uns vom statistisch-medialen Komplex versichert, die Umfragewerte für die AfD dramatisch gesunken und glauben, nach tagelangem medialem Konnex-Bombardement, 60 Prozent der Deutschen an eine Mitverantwortung der AfD.

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Grenzen der Freiheit

Georges Perec hatte bekanntlich einen Roman geschrieben, in dem er auf den Buchstaben „E“ komplett verzichtete – das hätte er mal auf Ungarisch probieren sollen – aber dazu später.

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Meine Wende

Vor einigen Jahren schrieb ich ein Erinnerungsbuch. In ihm wollte ich eine ganz normale Kindheit – so auch der Untertitel – in der DDR beschreiben, eine Kindheit, wie sie wohl die meisten Menschen dieser Generation erfahren haben: weder im Opfer- noch im Tätermodus. Na klar, wir waren indoktriniert, man hat uns eine starke Identifikation mit diesem kleinen Land verordnet, wir sahen die Welt aus dieser Perspektive und es dauerte lange, sich eine Draufsicht zu erkämpfen. Daß Vieles im Argen lag, war den allermeisten bewußt. Man hatte vor allem zwei Möglichkeiten der Referenz: den Westen mit seinen materiellen Erfolgen und den weiteren partiellen Freiheiten oder aber die „Klassiker“, die weit ausgearbeitete Theorie, wie der Sozialismus zu sein habe. In beiden Hinsichten hatte die DDR versagt.
Nachfolgend ein kleiner Ausschnitt aus besagtem Erinnerungsbuch – das noch immer in der Schublade liegt. Es beschreibt die Wendezeit aus der Sicht eines jungen, naiven Studenten.

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Eines Mannes würdig

Wenn es sich ermöglichen läßt, besuche ich gern Vorträge im Ort. Davon gibt es eine ganze Reihe – es existiert hier in dieser ungarischen Kleinstadt eine ausgesprochene Vortragskultur. Die Bibliothek, die alte Synagoge, der Kulturpalast oder Schulen dienen als Austragungsorte. Und meistens sind die Vorträge über Geschichte, Traditionen, Projekte, Bücher oder Reiseerlebnisse auch gut besucht.

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Misanthropieübungen zu Hause

„Wer mit vierzig nicht Misanthrop ist, hat die Menschen nie geliebt.“
Chamfort

Durch Plauen zu schlendern ist ein Trauermarsch. Es scheint in dieser Stadt nur noch Rentner, Versehrte, Sonderbegabte, Volltätowierte, sozial Schwache – um es politisch korrekt zu sagen – und Migranten zu geben.

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Die Erde brennt!

Gestern mußte ich wieder mal den Oberschlauen spielen. Meine Frau kam mit ganz besorgtem Gesicht ins Zimmer und klagt über das Abbrennen des Urwaldes in Brasilien. „Feuer neben Feuer neben Feuer“, „in zehn Jahren sei alles vorbei“

Wohl der Frau, die einen starken Mann an ihrer Seite weiß, der ihr die Ängste nimmt, an den sie sich anlehnen kann. Ich nahm sie tröstend in den Arm und sagte:

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