Ballaballa

Meine dänischen Freunde versorgen mich immer wieder mit dänischen Zeitschriften. Auf Heimaturlaub greifen sie nach allem, was sie kriegen können und ich bin dankbarer Abnehmer. Gerade liegt das „Ballerup Bladet“ vom 10. Oktober vor mir, ein Provinzblatt. Ballerup ist ein vergleichsweise gemütlicher Vorort Kopenhagens, halb Eigenheimsiedlung, halb proletarisch mit Plattenbauten.

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Lenin – again

Man braucht keine Jahrestage, um sich Lenin zu nähern. Er ist und bleibt eine Zentralgestalt der jüngeren Geschichte. Ohne ihn hätte es die Russische Revolution vermutlich nicht gegeben – es wäre bei Aufständen geblieben –, keine kommunistische Partei, keinen Stalin, keine Sowjetunion, vielleicht keinen Weltkrieg, keinen Ostblock, keinen Kalten Krieg, keine deutsche Wiedervereinigung … Aber es schadet auch nicht, Jubiläen zu nutzen, sich die Geschichte präsent zu halten.

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Den Wald vor Bäumen

Ultimatives Argument eines Nachbarn, um alle Bedenken abzublocken. Seine und die von mir erwähnten. Jedes Mal wenn wir uns treffen, kommen wir auf Politik zu sprechen. Das geht nicht von mir, das geht von ihm aus. Dabei vertritt er eiserne Kanzlerinnenlogik: Flüchtlinge gut, braucht Deutschland, AfD schlecht, ganz böse … In diese Richtung.

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Die Erbärmlichkeit der Journalisten

„Oh Mann, wie doof kann man denn sein?“ – hätten vielleicht meine Fußballkumpel gesagt, wenn sie denn Jaques Schusters „Meinung“ in der „Welt“ gelesen hätten. Zum Glück sitzen sie stattdessen gerade in ihren Gärten, trinken Bier und lassen sich die Sonne auf den Bauch scheinen.

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Terror als Ausweg

Angesichts der Bilder (nur für Hartgesottene!), wie sich fünf junge Männer in Cambrils von der Polizei hinrichten lassen, indem sie sich verweigern, die Arme zu heben und ohne effektiv etwas ausrichten zu können – die Sprengstoffgürtel erweisen sich später als Attrappen –, darf man sich erneut fragen, welche Psycho-Logik hinter solch scheinbar absurden und aller menschlichen Natur widersprechenden Verhaltensweisen steckt. Ein Grund, ein starker, wenn auch nicht der einzige, dürfte sich im Religiösen verbergen. Daher noch einmal der Versuch, den „Terror als Ausweg“ zu beschreiben:

Euthanasie ist heutzutage ein Unwort geworden – die systematische Vernichtung „unwerten Lebens“ durch die Nationalsozialisten hat einen einst ehrenwerten Begriff entwertet.

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Das rechte Narrativ

Wenn es noch eines Beweises bedarf, daß in unserer linksverdrehten Öffentlichkeit ein rechtsverdrehtes Narrativ – also eine erklärende, sinnstiftende Erzählung – installiert werden soll, ob nun konzertiert oder durch individuellen Idealismus, dann lese man den heutigen Beitrag in der „Zeit“, die sich am Tag der Aufarbeitung der beängstigenden Ereignisse in Barcelona, Cambrils und Alcanar – mit allein drei toten und 13 verletzten Deutschen – veranlaßt sah, uns über in Deutschland steigende Gewalt gegen Muslime, über zunehmende Islamfeindlichkeit zu informieren.

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Hamburg, Sodom und Gomorrha

„Da ließ der HERR Schwefel und Feuer regnen vom Himmel herab auf Sodom und Gomorrha …“ (Gen. 19,24)

Hamburg brennt! Und ich behaupte, daß auch das ein fernes Ergebnis jener fatalen Fehlentscheidungen des Sommers 2015 ist.

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