Grenzen der Freiheit

Georges Perec hatte bekanntlich einen Roman geschrieben, in dem er auf den Buchstaben „E“ komplett verzichtete – das hätte er mal auf Ungarisch probieren sollen – aber dazu später.

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Vom Knüppel zur automatischen Fabrik

Jürgen Kuczynskis Werk glaubte ich eigentlich zu kennen aber im Verdi-Buchladen in Berlin fällt mir ein Buch in die Hand, das meiner langjährigen Aufmerksamkeit bisher entgangen war. „Vom Knüppel zur automatischen Fabrik“ wurde im Kinderbuchverlag der DDR herausgegeben und wandte sich 1960, als es zum ersten Male erschien, an die Jugend und vielleicht auch den Arbeiter, der noch nicht am Marxismus-Leninismus geleckt hatte. Nun bringt es ein „Verlag zur Förderung der wissenschaftlichen Weltanschauung“ neu heraus, im Reclam-Format zum unschlagbaren Preis von sechs Euro.

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Berlin in Bildern

Wir waren ein paar Tage in Berlin – ich will darüber nicht viele Worte verlieren, der letztjährige Eindruck hat sich nur bestätigt. Daher nur einige Bilder, aufgenommen mit der Spiegelreflexlosen Samsung I9105P Galaxy S II 8 Megapixel. Der Schwerpunkt der Aufnahmen war der Kontrast zu Budapest: es wurden also nur Dinge photographiert, die ich in der Innenstadt von Budapest nicht gesehen haben.

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Die Wende von innen

Fortsetzung von „Meine Wende

Um zu begreifen, was sich im Oktober und November 1989 so überstürzt abspielte, müßte man eine lange Geschichte erzählen und vielleicht würde es auch dann noch nicht zu verstehen sein, eine Geschichte, die weit über mein Leben hinausragte. Begann sie 1961 mit dem Mauerbau oder noch früher vielleicht? 1949 mit der Gründung der BRD und dann der DDR? Nein, man wird wohl noch weiter zurückgehen müssen, würde vom Krieg und vom Stalinismus zu erzählen haben und, wer weiß, möglicherweise sogar von der kommunistischen Idee als solcher?

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Meine Wende

Vor einigen Jahren schrieb ich ein Erinnerungsbuch. In ihm wollte ich eine ganz normale Kindheit – so auch der Untertitel – in der DDR beschreiben, eine Kindheit, wie sie wohl die meisten Menschen dieser Generation erfahren haben: weder im Opfer- noch im Tätermodus. Na klar, wir waren indoktriniert, man hat uns eine starke Identifikation mit diesem kleinen Land verordnet, wir sahen die Welt aus dieser Perspektive und es dauerte lange, sich eine Draufsicht zu erkämpfen. Daß Vieles im Argen lag, war den allermeisten bewußt. Man hatte vor allem zwei Möglichkeiten der Referenz: den Westen mit seinen materiellen Erfolgen und den weiteren partiellen Freiheiten oder aber die „Klassiker“, die weit ausgearbeitete Theorie, wie der Sozialismus zu sein habe. In beiden Hinsichten hatte die DDR versagt.
Nachfolgend ein kleiner Ausschnitt aus besagtem Erinnerungsbuch – das noch immer in der Schublade liegt. Es beschreibt die Wendezeit aus der Sicht eines jungen, naiven Studenten.

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Mitteldeutsche Begegnungen III

Am Tag darauf geht es nach Jena. Ein kurzer Zwischenstopp wird in Sömmerda gemacht. Ich kenne diese Stadt aus früherer Lebensphase ganz gut. Ihr Herzstück war das Büromaschinenwerk, das zum gigantischen Robotron-Kombinat gehörte. Zur Wendezeit arbeiteten hier 13000 Menschen. Jeden Morgen und jeden Abend wälzten sich vier- und fünfspurige Fahrradkolonnen durch die Stadt, ein riesiges Neubaugebiet wurde extra für die Arbeiter gebaut. Nach der Wende wurde das Werk von der Treuhand abgewickelt, die altehrwürdige Stadt erlebte schweren Blutverlust.

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Mitteldeutsche Begegnungen II

Von Sondershausen ging es nach Weißensee. Zu diesem kleinen, verschlafenen Ort habe ich eine besondere Beziehung. Zehn Jahre lang nahm ich dort an einer archäologischen Grabung teil, verbrachte viele Wochen und Monate auf der Runneburg.

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