Ist es Angst?

Nur eine Hypothese. In Deutschland herrscht die Angst – in der „freien Gesellschaft“. Die einen fürchten sich vor Rechten, die anderen vor Linken, jene vor zu vielen Fremden, diese wiederum vor zu großer Homogenität. Kriminelle Flüchtlinge, aggressive Antifa auf der einen Seite, Hetzjagden und Hooligans auf der anderen. Die einen haben Angst, privat ihre Meinung zu sagen, andere fürchten den Verfassungsschutz oder irgendein anderes Netzwerk …

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Deutsch oder nicht

Gespräch mit einer ungarischen Bekannten.

Deren Schwester lebt nebst Ehemann und zwei Kindern seit 15 Jahren in München. Beide arbeiten dort und haben sich im Schul- und Erziehungswesen weiterqualifiziert. Lehrer, Erzieher. Gute Jobs, Wohnung, die Kinder am Gymnasium, eines hat gerade Abitur gemacht.

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Du, Ministerin!

Es ist nicht einfach, ein hämisches Grinsen zu vermeiden, wenn man manche Geschichte hört – man sollte es aber versuchen. Denn sie wissen (noch immer) nicht, was sie tun.

Da geht zum Beispiel Inger Støjberg, die „Taffe“ der dänischen Regierung, ihres Zeichens Ausländer- und Integrationsministerin, zusammen mit der Gleichstellungsministerin in einen islamischen Frauenverein und will ein bißchen aufklären. Gleichstellung und so. Die „Berlingske Tidende“ brachte die ganze Dramatik des Geschehens in einem Hinterzimmer in Bispebjerg, im nördlichen Kopenhagen, auf wunderbar naive Weise ans Tageslicht.

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Besetztes Gelände

Autobahnraststätte Göttlesbrunn, 10 Minuten hinter Wien in Richtung Ungarn. Wir parken zwischen zwei Fahrzeugen mit holländischem Kennzeichen. Vor einem sitzt eine Familie im Gras und kocht sich auf arabische Weise Tee. Die Frau mit Kopftuch. Auch der andere Holländer hat eine Frau mit Kopftuch und jetzt werde ich aufmerksam – tatsächlich, wir sind von Holländern umgeben, muslimischen Holländern. Noch ist Holland nicht verloren?

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Ontologie des Tötens

Daß tausende Menschen auf die Straße gehen, wenn Migranten deutsche Bürger töten, hat einen tiefen Grund, den die meisten vermutlich nicht denken und erst recht nicht ausdrücken können, den sie aber – und darauf kommt es an – tief innerlich fühlen. Und solange dieses Gefühl noch funktioniert, hat das Volk in beiderlei Gestalt – als „der Mensch“ im Plural und als historisch-soziales Gefüge –  noch eine Seele.

Wenn Heinz seine Ulla absticht, dann liegt ontologisch ein anderer Fall vor, als wenn Ulla von Hussain[1] abgestochen wird.

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Das Schweigen der Landsmänner

Wesentlich interessanter – aus einer höheren, abstrakteren Perspektive – als die Messermorde, die Messerstechereien, Vergewaltigungen, Schlägereien, Raubtaten, ja selbst als die ge- und mißglückten Terrorfälle – sofern sie nicht apokalyptische oder systemrelevante Ausmaße annehmen – sind die Geschichten, die sich dahinter verbergen und die ganz offenbar immer nur dann ans Licht kommen, wenn solch ein Fall öffentlich aufgearbeitet werden muß.

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