Segen der Vergeßlichkeit

„Auf einer endlosen Vergangenheitsbewältigung liegt kein Segen.“

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Dekadenzgedöns

Allerdings giebt es Leute, ja, recht viele, die hierüber lächeln; weil sie unempfindlich gegen Geräusch sind: es sind jedoch eben die, welche auch unempfindlich gegen Gründe, gegen Gedanken, gegen Dichtungen und Kunstwerke, kurz, gegen geistige Eindrücke jeder Art sind. (Schopenhauer)

Den Grad der Dekadenz einer Gesellschaft, kann man an den großen historischen Parallelen erkennen – wie das David Engels etwa tut, Alessandro Barbero oder Alexander Demandt – aber auch an den ganz kleinen Details. Und ich behaupte:

Eine Gesellschaft, in der man zum Laubharken nicht mehr die Harke, sondern Laubbläser benutzt, ist wert unterzugehen.

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Das Hitler-Gen

Zwar verstehe ich nicht viel von Politik und ich kenne auch Friedrich Merz nicht, doch bekümmert es mich zutiefst, wie meine Deutschen – mal wieder – nach dem starken Mann schreien. Das Land des klassischen Denkens und Schreibens, das Land Goethes, Kants und Hegels, das Land des Rationalismus und das Land des Erzskeptikers Nietzsche … bringt seit Generationen immer wieder die gleiche stromlinienförmige Begeisterung hervor, zeigt einen Untertanengeist, der vor diesem Volk grauen läßt.

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Ontologie des Tötens

Daß tausende Menschen auf die Straße gehen, wenn Migranten deutsche Bürger töten, hat einen tiefen Grund, den die meisten vermutlich nicht denken und erst recht nicht ausdrücken können, den sie aber – und darauf kommt es an – tief innerlich fühlen. Und solange dieses Gefühl noch funktioniert, hat das Volk in beiderlei Gestalt – als „der Mensch“ im Plural und als historisch-soziales Gefüge –  noch eine Seele.

Wenn Heinz seine Ulla absticht, dann liegt ontologisch ein anderer Fall vor, als wenn Ulla von Hussain[1] abgestochen wird.

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Das Schweigen der Landsmänner

Wesentlich interessanter – aus einer höheren, abstrakteren Perspektive – als die Messermorde, die Messerstechereien, Vergewaltigungen, Schlägereien, Raubtaten, ja selbst als die ge- und mißglückten Terrorfälle – sofern sie nicht apokalyptische oder systemrelevante Ausmaße annehmen – sind die Geschichten, die sich dahinter verbergen und die ganz offenbar immer nur dann ans Licht kommen, wenn solch ein Fall öffentlich aufgearbeitet werden muß.

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Zur Ökonomie des Nazis

Angesichts der entlarvenden Reaktionen linker Politik und Presse auf die Feststellungen (!) Kretschmers und Maaßens, daß es keine Hetzjagden, Mobs und Pogrome in Chemnitz gegeben habe, erlaube ich mir, noch einmal den Artikel „Zur Ökonomie des Faschismus“ einzustellen, der seine Aktualität gerade wunderbar bestätigt bekommt. Die Linke braucht den Nazi, sie hängt von ihm ab, sie verteidigt ihn, sie pflegt ihn und wenn er im virtuellen Raum verschwindet, gerät sie sofort in Schnappatmung, in Panik. Ein glänzender Beweis dafür, daß am sinistren Ufer der Vernunft sich die Realität den eigenen ewigen Wahrheiten zu beugen hat.

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