Gefährliche Toleranz

Mittlerweile wagen sich auch immer mehr Linke mit Islamkritik an die Öffentlichkeit. Das könnte daran liegen, daß uns speziell diese Religion tatsächlich vor besondere Schwierigkeiten stellt, sprich: es könnte was dran sein an der „Hetze“, der „Islamphobie“, dem „Rassismus“.

Man muß diese Autoren, die sich nun aus der sicheren Deckung der politischen Korrektheit herauswagen, in gewisser Weise besonders bewundern, denn in den Augen des linken Mainstreams verlassen sie die wohlige Wärme der Gutfühlatmosphäre und werden selber verabscheuungswürdige Rassisten.

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Das Schweigen der Landsmänner

Wesentlich interessanter – aus einer höheren, abstrakteren Perspektive – als die Messermorde, die Messerstechereien, Vergewaltigungen, Schlägereien, Raubtaten, ja selbst als die ge- und mißglückten Terrorfälle – sofern sie nicht apokalyptische oder systemrelevante Ausmaße annehmen – sind die Geschichten, die sich dahinter verbergen und die ganz offenbar immer nur dann ans Licht kommen, wenn solch ein Fall öffentlich aufgearbeitet werden muß.

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Mein dritter Muslim

Die dritte substantielle Begegnung mit Muslimen bescherte der Herbst 2015. Die Menschen kamen mit all ihrer Individualität. Es gab nationale oder ethnische oder kulturelle Eigenheiten, die man bestimmten Gruppen zuordnen konnte: den Eritreern, den Somaliern, den Afghanen, den Syrern. (Dieser Blog lebte die ersten Monate von Berichten und Erfahrungen mit jenen Menschen.)

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Mehr zum Thema

Die Besessenheit einiger rechter Portale, jede öffentlich gewordene Straftat eines Ausländers oder Migranten zu einem gruppentypischen ethnischen Problem zu machen, ist ein großer Fehler, der von der wahren Dimension der Migrationskrise, die vor allem im unaufhaltsamen Kulturwandel und Kulturverlust zu sehen ist, ablenkt. Menschen sterben und werden geboren – Kulturen verschwinden für immer und nehmen dabei nicht selten Millionen mit einer Kelle mit.

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Deutsch im Grundgesetz?

Deutsch ist, wessen Muttersprache Deutsch ist, wer seine wahrsten und tiefsten Gedanken in deutscher Sprache denkt, wer in dieser Sprache liebt. (Karl Jaspers)

Man mag darüber streiten, ob die deutsche Sprache ausdrücklich im Grundgesetz verankert gehört, wie die AfD gerade forderte, oder ob die bisherigen Regelungen genügen. Fakt ist, daß vor einigen Jahren ein gleichlautender Vorstoß der CDU wenig Aufregung erzeugte, während der sachlich und durchaus wohl überlegte Antrag der AfD von allen Fraktionen vehement abgelehnt wurde.

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Das Christophorus-Syndrom

Der Begriff der Globalisierung in seiner aktuellen Verwendung läßt unmißverständlich erkennen, daß wir in einem Prozeß der Abstände-Vernichtung verwickelt sind. Das führt dazu, daß wir durch Dinge, die in großer Ferne geschehen, wie aus nächster Nähe in Mitleidenschaft gezogen werden und daß der real ausgedehnte, trennende, diskrete und emanzipierende Raum zunehmend eliminiert wird. (Peter Sloterdijk)

„Den Kopf in den Sand stecken“ ist ein altes geflügeltes Wort. Es beschrieb den Zustand der Realitätsverweigerung anhand eines dem Strauß irrtümlich zugeschriebenen Verhaltens. Viel häufiger freilich tritt dieses Verhalten beim Menschen auf, gerade Kinder weigern sich oft instinktiv, die drohende Gefahr zu sehen.

bayerische Volkskunst um 1800

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