Grenzwertig

Wenn man die frischen Bilder von der Grenze zum Gaza-Streifen sieht, dann kann einem das Herz bluten.

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Carossa: Rumänisches Tagebuch

Gerade mal drei Monate des Jahres 1916 umfaßt dieser schmale Band Tagebuch, Einquartierung in Frankreich, Verlegung nach Siebenbürgen, Märsche, Einquartierungen, wieder Märsche, wieder Einquartierungen, nur wenige Kampfhandlungen … Hans Carossa begleitet den Troß als Arzt, mit nahezu sezierendem Blick, scheinbar emotionslos zeichnet er das große Treiben auf, verliert den Blick für das individuelle, das menschliche Schicksal nicht, bestaunt, inmitten der herbstlich-winterlichen Kriegswirren die grandiose Natur, zeichnet akribisch eigene Träume auf, notiert am Wegesrand verwesende Leichname und zerfetzte Torsi, erinnert sich eindringlicher Poesie.
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Die Geschichte der Sklaverei

Wer diese Geschichte schreibt, der betritt per se vermintes Gelände, denn er beschreibt die Geschichte des unvorstellbaren Leids, das Menschen Menschen zugefügt haben und noch immer zufügen. Schon aus diesem Grund ist es ideologisch hoch kontaminiertes Gebiet.

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Ungarndeutsche Tragödien

Die Ungarndeutschen können bis auf den heutigen Tag eine Kultur die ihrige nennen, deren Fäden tief in das Gewebe der ungarischen Kultur eingeflochten sind. Wenn wir diese Fäden herauszögen, so würde das gesamte Gewebe zerfallen. (Viktor Orbán)[1]

Wenn wir verreisen, bitten wir eine Nachbarin, eine ältere Frau, nach Haus und Katze zu schauen. Immer wieder kommen ihr im Gespräch deutsche Sätze, Wortgruppen, Vokabeln über die Lippen, über die sie selber erstaunt zu sein scheint. Seit Jahrzehnten hat sie kein Deutsch mehr gesprochen und doch war es einst ihre Muttersprache.

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Lenin – again

Man braucht keine Jahrestage, um sich Lenin zu nähern. Er ist und bleibt eine Zentralgestalt der jüngeren Geschichte. Ohne ihn hätte es die Russische Revolution vermutlich nicht gegeben – es wäre bei Aufständen geblieben –, keine kommunistische Partei, keinen Stalin, keine Sowjetunion, vielleicht keinen Weltkrieg, keinen Ostblock, keinen Kalten Krieg, keine deutsche Wiedervereinigung … Aber es schadet auch nicht, Jubiläen zu nutzen, sich die Geschichte präsent zu halten.

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Szegediner Überraschungen

Ich wache mit Kopfschmerzen auf. Es war keine gute Nacht: zu laut, zu warm, die Matratze zu hart, zu viel roter Wein. Ohne Frühstück fahren wir die 20 km nach Szeged. Dort muß irgendwo ein Kaffee her!

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Hamburg, Sodom und Gomorrha

„Da ließ der HERR Schwefel und Feuer regnen vom Himmel herab auf Sodom und Gomorrha …“ (Gen. 19,24)

Hamburg brennt! Und ich behaupte, daß auch das ein fernes Ergebnis jener fatalen Fehlentscheidungen des Sommers 2015 ist.

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