Den Terror sehen

Begriff und Konzept des Terrors werden – wie so viele Kategorien – in unseren Medien inflationär gebraucht.

Umso verwunderlicher ist es, daß dort, wo nach allen Definitionskünsten der Welt reiner Terror vorliegt, man auf den Begriff verzichtet. Das Attentat auf den Bundestagsabgeordneten und Bremer Parteivorsitzenden der AfD erfüllt – sofern politisch motiviert – nun alle Kriterien des Terrors.

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Schweinefarbene Menschen

Dieser Tage trafen wir uns mit den dänischen Freunden auf eine Tasse Kaffee. Während die Frauen Strickangelegenheiten diskutierten, plauderten die Männer ein wenig über dänische Politik. Es ging um die Neujahrsansprache der Königin und des Ministerpräsidenten. Dabei fiel der Satz – vom dänischen Gesprächspartner: „Die Dänen sind eigentlich nur Klone der Deutschen mit kleinen Abweichungen.“

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Welthaltigkeit und großes Erzählen

„Wenn man an meinen Büchern die Tendenz des Autors erkennen könnte, hätte ich völlig versagt“. (Michael Köhlmeier)

Ellen Kositza schrieb im Heft 68 der „Sezession“: „Als man sich jüngst in netter Runde wieder in fröhlichem Kulturpessimismus erging, mußte an einer Stelle jäh Einhalt geboten werden: Es gäbe heute auch keine Erzähler mehr, klagte einer. Da irrte sich der Gast gewaltig.“

Zufälligerweise war ich bei dieser Szene dabei. Weiterlesen

Weltgeschichtliche Betrachtungen

… auf der Autobahn (Achtung: Pauschalisierungen!)

Wir fahren drei Tage vor Weihnachten mit dem Auto von Südungarn über Wien nach Sachsen. Überall kann man gegenwärtige Weltgeschichte beobachten.

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Spekulationen über Gewalt

Aus der Presse erfahren wir heute, daß die Zahl der Körperverletzungen unter Jugendlichen, die Gewalt im Allgemeinen, dramatisch zugenommen habe. Unter 14-jährige sollen demnach 16000 Körperverletzungen begangen haben – und zwar allein im letzten Jahr. Weiterlesen

Kreativ und selbständig ausführen

Es sind oft die kleinen Details, die uns über einen Menschenschlag aufklären.

Gerade komme ich aus dem Schwimmbad einer kleinen ungarischen Stadt. Es hat den Charme der DDR-Volksschwimmhallen, das Wasser ist zwei, drei Grad zu kalt und an den Rohren bildet sich Rost. Sonntagmittag ist es aber fast leer und man kann ungestört seine Bahnen ziehen.

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Deutschland? Ein Gerücht!

Geschichte ist wie eine Bremsspur – wir werten Abdrücke aus. Und sie lebt von psychischen und geistigen Trägheitsmomenten. Schweife oder Nachbilder – um noch weitere Kopfkinobilder anzubieten – machen oft nach Jahren oder Jahrzehnten noch Eindruck, wenn das eigentliche Objekt des Staunens, das man zum Zeitpunkt seines rasanten Erscheinens vielleicht nicht mal wahrgenommen oder mittlerweile doch vergessen hatte, schon lange nicht mehr existiert.

So beschenken uns unsere Medien gerade mit Merkel-Nachbildern.

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