Die Italianisierung Deutschlands

Scholz‘ rasanter Aufstieg in der Wählergunst signalisiert uns endgültig ein neues politisches Zeitalter in Deutschland.

De facto war die SPD vor ein paar Monaten tot, entbehrlich und redundant. Ihr Absinken in die Bedeutungslosigkeit wurde kaum noch von jemandem beklagt, man hatte sich damit abgefunden: die Zeiten warmsozialistischer Träume waren vorbei, die Partei ideologisch ausgehöhlt, innerlich erstarrt, nur noch von drittklassigem Personal repräsentiert und im übrigen kaum noch von anderen politischen „organisierten Zusammenschlüssen von Menschen, die innerhalb eines umfassenderen politischen Verbandes (eines Staates o. Ä.) danach streben, möglichst viel politische Mitsprache – (hieß früher: Macht) – zu erringen, um ihre eigenen sachlichen oder ideellen Ziele zu verwirklichen und/oder persönliche Vorteile zu erlangen“[1], zu unterscheiden.

Die relative Ununterscheidbarkeit und die populistische Übernahme von Forderungen anderer ebenfalls kaum noch zu unterscheidender Parteien, dürfte überhaupt der Hauptgrund dafür sein, daß auch fast alle maßgeblichen Politparteien in Deutschland derartige Achterbahnfahrten kennen – nur an den Rändern herrscht relative Stabilität auf niedrigem Niveau. Wenn sie dann noch aus ideologischen Gründen, die Kandidaten der zweiten Wahl aufstellen, vollkommen losgelöst von Zustimmungswerten und eigentlicher Kompetenz, damit also von vornherein signalisieren, daß ihnen Volkes Stimme wurscht ist, dann ist der perspektivische Niedergang konsequent und vollkommen nachvollziehbar. Die CDU drückte mit Laschet einen Mann durch, der sein Wesen schon im Namen trägt [2] und hinsichtlich Größe, Präsenz, Ausstrahlung, Charisma allen medientheoretischen Allgemeinplätzen widerspricht und zudem als Püppchen der Kanzlerin gilt. Die Grünen waren aufgrund ihrer „Gleichstellungspolitik“ dazu gezwungen, eine/n gebärfähigen Mensch:in zu wählen, selbst wenn diese/r Schwierigkeiten hat, zwei konsekutive Sätze fehlerfrei auszusprechen.

Aber da wir eine Verhältnisdemokratie haben, muß der Niedergang der einen zum scheinbaren Aufstieg der anderen führen. Nun ist es also die SPD, die davon profitieren wird, und das obwohl Scholz die Aura eines Zwiebelmettbrötchens besitzt. Nicht zum ersten Mal: Wir erinnern uns an den Hype um Martin Schulz, ein ähnlich erotisierender Typus wie Scholz und Laschet, den die SPD vor ein paar Jahren vom Europäischen Parlament weglotste, um einen Heilsbringer zu präsentieren. Die Pressemaschine reagierte euphorisch, Schulz schien der neue Messias zu sein, seine Werte stiegen ins Absurde – um dann genauso plötzlich, wie eine Corona-Kurve, wieder zu fallen. Die SPD hatte eine Sonderbegabung für schlechtes Timing nachgewiesen: hätten sie Schulz ein paar Monate später präsentiert, die Weltgeschichte wäre anders verlaufen und der Charismatiker aus Würselen wäre heute vielleicht „der mächtigste Mann der westlichen Welt“ und nicht Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung und bald vielleicht nur noch Präsident des Bundes Deutscher E-Radfahrer.

Wie dem auch sei, das Auf und Ab der Parteien in der Wählergunst stellt für die deutsche Demokratie eine ernsthafte Gefahr dar.

Zum einen wird damit die Idee der Repräsentation des Volkswillens torpediert, denn einen solchen gibt es nicht mehr. Nicht nur Politiker, sondern auch Wähler werden zunehmend Fähnchen im Wind. Strategische Überlegungen – also Halt Gebendes – spielen immer seltener eine Rolle, stattdessen wird immer stärker pragmatisch und situativ oder „aus dem Bauch“ entschieden. Auch im Wahlvolk ist die Geduld am Ende und ein Politiker und sogar eine Politikerin kann in der Gunst genauso schnell fallen, wie er/sie gestiegen ist – ob Bundeskanzler oder nicht.

Dies ist sogar wahrscheinlich, denn keine ad-hoc-Politik, der das theoretische Fundament fehlt, kann die hyperkomplexen und globalen Probleme lösen: Politik ist in unseren Zeiten a priori überfordert, die Probleme sind zu groß geworden, sie sind nicht mehr lösbar und schon gar nicht mit einer gespaltenen und fragmentierten Bevölkerung. Damit ist der Sieger von heute schon jetzt der Verlierer von morgen – Merkel war das letzte Relikt einer scheinbaren Kontinuität. Scheinbar deshalb, weil sie in ihrer anästhesierenden Erscheinung innerhalb ihrer unglaublichen 16 Jahre für komplett konträre Politiken steht, die nur der ewig gleiche Schnitt ihres Sakkos und die unerläßliche Raute inhaltlich zusammenhielt. Jeder kann sich selbst herausfischen, was davon noch typisch Partei, noch CDU-DNA gewesen sein soll.

Zum anderen sind die Zeiten starker und präsenter Parteien vorbei. Vielleicht hätte die CDU tatsächlich noch mal an den 40% gekratzt – wie manche Umfragen suggerieren -, hätte man sich auf Söder einigen können, aber der tendenzielle Verfall wäre damit wohl nur verzögert worden. Nein, die sogenannten „großen Parteien“, die einstigen „Volksparteien“ gehören bis auf weiteres – vorausgesetzt, die Deutschen fanatisieren sich nicht noch einmal – der Geschichte an. Sie werden vielleicht ihre aufgeblähten Apparate noch eine Weile behaupten, aber die Wählergunst wird für alle Parteien die Ziffern Zwei oder Drei in der Zehnerstelle immer unwahrscheinlicher machen, von absoluten Mehrheiten ganz zu schweigen.

Neue Parteien kommen hinzu – auch sie werden sich permanent mit der Fünfprozenthürde zu beschäftigen haben und wer weiß, diese wird möglicherweise bald sogar fallen, denn wenn politische Repräsentation fragmentiert, kann man weite Teile der Bevölkerung nicht länger mit artifiziellen Hürden ausschließen.

Damit ist die Epoche der „Großen Koalitionen“ an ein Ende gekommen. Wir werden uns an Dreier – und Vierer und perspektivisch wohl auch an Fünfer- oder Sechserkoalitionen gewöhnen müssen, Die politische zwei- und dreiteilige Fahnenlehre ist am Ende, das Allerlei hält Einzug.

Koalitionen zwischen zahlreichen Parteien haben freilich die Tendenz, instabil zu sein, denn zu divers sind die Interessen. In Zentralfragen wird es immer ein Parteichen und ein Führerlein geben, die ihre Macht als Zünglein an der Waage nutzen werden, um ihr eigenes Süppchen zu kochen – man verzeihe den Metaphernquark, aber er gibt als Meta-Metapher das Kommende recht gut wieder.

Das historische Vorbild dafür ist Italien. Dort hat es seit 1946 67 verschiedene Regierungen mit 30 verschiedenen Ministerpräsidenten gegeben (zum Vergleich: in D sind es acht) – Tendenz akzelerierend – und mancher Ministerpräsident stand gleich sieben jeweils neu gemischten Regierungen vor.

Aufstieg und Fall der „5 Stelle“ oder der „Lega Nord“, inklusive ihrer Galionsfiguren Beppe Grillo und Matteo Salvini zeigen die Volatilität solcher Politik an.

Populistische und Spaßparteien tun das Übrige. Es ist nicht auszuschließen, daß etwa „Die Partei“, hätte sie einen wirklich guten Komiker – wie Grillo einer war – an der Spitze und nicht einen habituellen Langweiler, wie es dieser Sonneborn ist (der sich im Übrigen ein Zusammengehen nur mit der „Linken“ denken kann), dann wäre zu befürchten, daß das politische System auch in Deutschland durch eine Quatsch-Partei zu sprengen ist. Es kommt alles – wie Schulz und Scholz, die zweieiigen SPD-Zwillinge zeigen – auf den Kairos an … oder passender ausgedrückt – um die alten Griechen nicht zu beleidigen –: auf den Zufall.

Zufall statt Kontinuität, das könnte die politische Zukunft auch Deutschlands werden. Der tragende Unterschied zu den Italienern, die es geschafft haben, sich mit einer kontinuierlichen Diskontinuität bis in die Moderne durchzuschlagen, ist, daß dies dem Wesen der Italiener entspricht, dem der Deutschen – also der schon länger hier Lebenden – diametral widerspricht.

Wohin das führt, steht in den Sternen – nur in welchen, das kann noch keiner wissen.  

[1] Wikipedia: Politische Partei
[2] Hier stimme ich Sloterdijk zu: “ Laschet ist zu klein, alle anderen haben auch irgendwelche Formatfehler. Wir wählen heute nicht zwischen erwiesenen Qualitäten, sondern zwischen Potenzialen. „

Das Problem mit der Briefwahl

Am Wochenende wird gewählt und dennoch ist die Wahl eigentlich schon fast entschieden, denn circa die Hälfte aller Stimmen sind bereits abgegeben – mittels Briefwahl.

Die massenhafte Briefwahl aber ist ein weiteres Symptom der schleichenden Erosion der Demokratie.

Sie ist selbstverständlich anfälliger für alle möglichen Formen der Manipulation und des Betruges.

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Hasnain Kazim: Mein Kalifat

„Demokratie? Ich bin hier, um die Demokratie zu verteidigen! Nicht, um sie zu praktizieren.“  (Der Kalif)

Hasnain Niels Kazim liebt seine deutsche Heimat! Das meint das Dorf Hollern-Twielenfleth und das Alte Land und das liegt irgendwo da oben. Er liebt die Landschaft, den Dialekt, die Leute, das Essen, alles. Aber er liebt auch Österreich, Wien und die Wiener, oder Pakistan, wo seine Familie herstammt, und überhaupt kann der Weitgereiste jeder Gegend, in der er gelebt hat, etwas abgewinnen, nur Sachsen nicht, denn dort gibt es Pegida. Von dort her wird – so empfindet er ganz aufrichtig – seine geliebte Heimat bedroht. Der sächsische Dialekt ist ihm ein Graus – man kann das verstehen –, die Teilnahme an einer Pegida-Demonstration war ihm Schlüsselerlebnis.

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Aus der Zeit gefallen – Nadolny

VesaasJüngerNadolny

Nadolny, der Erzähler, fällt gleich mit der Tür ins Haus. Schon der Titel seines Romans – „Die Entdeckung der Langsamkeit“ – ist programmatisch und sein erster Satz ringt alle Ambiguität nieder: „John Franklin war schon zehn Jahre alt und noch immer so langsam, daß er keinen Ball fangen konnte.“ Stattdessen hielt er stundenlang das Seil und blickte durch die Aktivitäten der anderen Kinder hindurch in eine andere Zeitdimension.

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Aus der Zeit gefallen – Jünger

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Es fällt dem Leser Vesaas‘ mitunter schwer, sich seinen Helden Matti als erwachsenen Mann vorzustellen, so „kindlich“ sind seine Gedankengänge, seine Handlungen, seine Sprache. Dieses Problem hat Ernst Jüngers Figur aus „Die Zwille“  nicht, denn Clamor Ebling ist gerade – zu Beginn der Handlung – Schüler eines Gymnasiums geworden. Sein Lebensweg wurde von einem Vormund umgelenkt, er wurde „verpflanzt“, aus seiner dörflichen Heimat, aus seinem Horizont herausgerissen und ins Stadtleben geworfen. Für Clamor beginnt eine Schreckenszeit, in der ihn die Angst regiert. Jünger macht aus dem Leid kein Hehl, immer wieder benennt er die Defizite des Jungen mit aller Klarheit – „das Tier“ Angst „lag immer auf der Lauer“:

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Aus der Zeit gefallen – Vesaas

VesaasJüngerNadolny

Johannes Møllehave hatte irgendwo geschrieben, er halte Tarjej Vesaas‘ Roman „Fuglane“ – „Die Vögel“ – für die wichtigste Lektüre seines Lebens und Ove Knausgård adelte den Roman als den besten norwegischen aller Zeiten. Der verdienstvolle Guggolz-Verlag, dem wir auch das wundersame „Straumeni“ verdanken, hatte letztes Jahr nun auch Vesaas dem deutschen Publikum in neuer Übersetzung ins Gedächtnis gerufen. Allerdings war Vesaas nie – wie im Feuilleton immer wieder betont wird – ein „wiederentdeckter“ oder „vergessener“ Autor, weder in Deutschland noch in Skandinavien. Erstens hatten Benziger und Hinstorff in den 60er Jahren hüben wie drüben Vesaas verlegt und zweitens war der Autor in der skandinavischen Literatur stetig präsent und diskutiert. Da wurde eigene Unkenntnis zu schnell verallgemeinert.

Das ist deswegen erwähnenswert, weil das unisono überschwengliche Urteil im Feuilleton dadurch relativiert wird und man sich folglich fragen muß, weshalb der fast 65 Jahre alte Roman nun Begeisterungsstürme provoziert.

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Über das Ziel dieses Buches

Sándor Márai: Das Kräuterbuch I

Vermutlich war es ein Fehler – wie die Diskussion zuletzt zeigte -, Teile des „Füves Könyv“ in loser Reihenfolge zu bringen. Daher der neue Entschluß: das Buch wird hier sukzessive Seite für Seite übersetzt werden, erstmals in die deutsche Sprache. Im ersten Teil gibt Márai das Ziel seines Buches bekannt, er folgt unmittelbar der „Zueignung“ und wird wiederum von „Über den Wert des Lebens“ fortgesetzt. Findet jemand übersetzerische oder andere Mängel, so bitte ich, dies mitzuteilen.

Über das Ziel dieses Buches

Leser, dieses Buch möchte ehrlich sein. Es wurde von einem Manne geschrieben, dessen Wissen bescheiden und endlich ist. Nichts anderes will dieses Buch, wie all die unzähligen Bücher, die in lang vergangener und noch halb vergangener Zeit über das Schicksal der Menschen in der Welt sprechen wollten.

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Faschismus-DNA – der Fall Bollnow

PDF: Faschismus DNA – Bollnow

Man kann nur spekulieren, was die Bollnow-Gesellschaft geritten hat, auf ihrer Jahrestagung Frau Dr. Bazinek zum Thema „Aufrechter Gang, aufrechte Haltung. Versuch einer Analyse von Bollnows Umgang mit Sprache“ referieren zu lassen. Der Vorfall scheint mir aber signifikant und lehrreich, da verallgemeinerbar – er ist ein gut verstecktes Beispiel für die allgemeine Vergiftung des geistigen und akademischen Gesprächs in unseren Zeiten.

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Zeitschriften – Reichtum für alle

Ich stehe etwas ratlos vor diesem Blatt. Es ist das erste einer angekündigten Reihe. Sibylle Berg hatte es in einem denkwürdigen Clip, mit einem gehörigem Schuß Morbidität und Melancholie angekündigt: „manchmal denke ich, es ist alles so am Arsch, daß nur noch helfen würde, alles wegzuballern und neu zu starten“.

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Warum ich nicht geimpft bin

Noch nicht – müßte es eigentlich heißen. Denn ich bin kein sogenannter Impfgegner. Ich glaube auch nicht, daß die Impfungen irgendein sinistres Geheimnis transportieren, daß sie uns Menschen irgendwann zu irgendetwas machen oder uns ausrotten soll, ja, ich vermute sogar, daß die Wahrscheinlichkeit negativer Spätfolgen vergleichsweise gering ist, und wenn es sie gibt, dann sind sie wohl ungewollt. Sollte es je einen Moment geben, in dem mir das Bewußtsein einer tatsächlichen, statistisch relevanten Gefahr durch „das Virus“ aufsteigt, dann werde ich mich ohne größere Bedenken unter die Nadel begeben.

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Wahre Inklusion

In der Zeitschrift „Die Erziehung. Monatsschrift für den Zusammenhang von Kultur und Erziehung in Wissenschaft und Leben“, sechster Jahrgang, aus dem Jahre 1931 las ich dieser Tage einen Artikel über „Die Widersprüche im Charakter und ihre pädagogische Bedeutung“.

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Textkritisch übersetzen

Fortsetzung von: Sándor Márai und die Russen und: Meditationen über das Fremde

Man kann die Frage ganz prinzipiell stellen: ab wann darf man einen Klassiker überhaupt kritisieren in Form des Weglassens, Korrigierens oder Übersetzens? Ein systemisches Problem des Lektorats ist es, daß der Autor den Lektoren oder Übersetzer in der Regel überragen sollte. Dem Lektor obliegt es, stilistische, sprachliche, grammatische und auch sachliche Fehler eines Textes ausfindig zu machen, selbstverständlich kann er auch seine Sicht zur Konstruktion eines Kunstwerkes äußern, aber der Autor sollte dennoch die Hoheit über sein Werk nie abgeben müssen. Solange er lebt, kann er seine Interessen und Ansichten vertreten – nach seinem Tode ist sein Text wehrlos.

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Meditationen über das Fremde


Diese Fremdheit dem Russen, dem Sowjetmenschen, dem Kommunisten, dem Slawen oder „dem Asiaten“ gegenüber schien Márai vollkommen überrumpelt zu haben, die Intensität der Auseinandersetzung deutet auf einen genuinen Schock hin. Es gelingt ihm noch nicht mal, den Fremden, den Anderen begrifflich zu fixieren, weswegen er immer wieder zwischen den Zuschreibungen wechselt und sich ständig fragt, welches der Attribute nun das dominante sei.

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Sándor Márai und die Russen

Niemand, der auch nur ein wenig Ahnung hat, wird bezweifeln, daß Sándor Márai ein großer Romanautor war – und wer es bezweifelt, hat keine Ahnung.

Weit weniger bekannt ist freilich, daß der Mann ein noch besserer Tagebuch- und Erinnerungsschreiber war und hier, in diesem Metier, gehört er zum Besten, was uns die Schriftkultur  zu bieten hat.

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Zeitschriften – Greenpeace Magazin

Seit vielen Jahren liegt diese Zeitschrift alle zwei Monate in unserem Briefkasten – ich habe sie meist nur nebenbei durchgeblättert, so wie man das in einem Wartezimmer etwa tut, die neueste Nummer habe ich mir nun zwecks Vorstellung, etwas genauer angeschaut.

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Zeit, „Neger“ zu sagen

Wozu braucht man eigentlich Philosophie, wenn man Annalena Baerbock hat?

Mit ihrer neuesten Volte – nämlich das Wort „Neger“ aus ihrem Munde zu „muten“ – hat sie ein bedeutsames philosophisches Problem aufgerissen und zugleich eine Lösung vorgeschlagen.

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Das Neue des Alten

„Ja, so geht es in der Welt. Kaum sieht es hell aus, da wird es wieder dunkel. Wir müssen nur dem Unseren treu bleiben, so wird es zu guter Letzt doch alles gut.“ Pastor Castbierg

Um Niemandes Zeit zu verschwenden, sage ich gleich vorweg: nachfolgend werde ich einen Roman, einen bedeutenden und hochaktuellen Klassiker besprechen, den es weder auf Deutsch noch auf Englisch zu lesen gibt – bisher!

Die Rede ist von Jakob Knudsens „Den gamle præst“ (Der alte Priester), ein Buch, das 1899 erschien und Knudsens Durchbruch in der dänischen Literatur brachte. Allerdings fast gänzlich aus Mißverständnis. Skandal schrien die Klerikalen und Jubel bekam Knudsen aus freidenkerischer und progressistischer Ecke. Gemeint war alles umgekehrt.

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