Sieg der Parodie

Spätestens seit BLM gibt es kaum noch einen Werbespot eines Global Players, der nicht divers ist und eine politisch korrekte Lehrmeinung verbreitet. Es muß nun immer ein PoC dabei sein, oft auch LGBT und ganz sicher wird auf die Frauenquote geachtet.

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*innen

Nur mal so im Vorbeifahren: Las diesen Satz im Parteiorgan „Frankfurter Rundschau“ über „Rassistische Polizeigewalt“:

„Trotz der Polizeiaktion harrten rund 50 Demonstrierende weiter aus. Sie riefen den Polizist*innen Begriffe wie „Mörder“ zu und forderten sie auf, ihren Dienst zu quittieren.“

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Intoleranztoleranz

Die Klappe zu halten, ist gar nicht so einfach. Jeden Tag werden wir Zeugen neuen Unsinns, neuer Lügen, Verdrehungen, Windungen, überall werden die Dinge von den Füßen auf den Kopf gestellt, uns aber das Gegenteil versichert.

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Die Empörungsmaschine

Zufällig stolpere ich über einen Denkautomatismus, der vielen sogenannten Verschwörungstheorien zugrunde liegt. Gänzlich zufällig ist er nun nicht, denn ich war an diesem Tag bereits vorgewärmt, las nämlich auf dem Twitter-Konto von Ellen Kositza folgendes:

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Argumentum ad lapidem

Eine schöne Legende berichtet, daß Samuel Johnson den Solipsismus Berkeleys, sein esse est percipi – Sein ist Wahrgenommenwerden –, also den Gedanken, es gebe keine materiellen Dinge, sondern immer nur Ideen und Vorstellungen von ihnen, mit einem beherzten Tritt gegen einen Stein widerlegte oder zu widerlegen glaubte.

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Postmodernes Denken verstehen

Warum über Abduktion reden? Der Sinn dieser Beschäftigung wird nicht allen Lesern aufgegangen sein. Ich möchte daher einige ganz basale Schlußfolgerungen, nicht erschöpfend, in einfachen Worten ziehen.

Es ist vor allem im rechten Denkbereich Usus geworden, das sogenannte postmoderne Denken abzulehnen, lächerlich zu machen, als schuldig zu markieren für den Verlust unserer kritischen Denkweise und der Sicherheit der Werte.

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Die Abduktion – Charles Sanders Peirce

Die Abduktion bei Charles Sanders Peirce und Umberto Eco

„Es gab keine Intrige“, sagte William, „und ich habe sie aus Versehen aufgedeckt.“ Der Name der Rose

Eine Schwierigkeit, den akzelerierenden Ereignissen einen Sinn zu verleihen, liegt oft im Mangel an empirischen Daten, deren ideologieinduzierte Verarbeitung – meist statistisch – und das Fehlen entsprechender Denkmethoden, insbesondere dann, wenn Induktion und Deduktion aus obigen Gründen an ihre Grenzen geraten. In den Corona-Zeiten fällt das Herumstochern im Unwissen besonders auf, was viele Menschen nicht davon abhält, eine „feste Meinung zu haben“. Semiotik und detektivisches Denken feiern eine Renaissance, aber ihre amateurhafte Handhabung noch mehr. Es fehlt den meisten Theoretikern das erkenntnistechnische Handwerkszeug.

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Die Sache mit der Meinungsfreiheit

Wenn von rechter Seite ein Verlust der Meinungsfreiheit in unserem Land beklagt wird, dann wird von linker Seite fast schon im Reflex geantwortet, daß das Unsinn sei, denn eigentlich könne doch jeder seine Meinung sagen, niemand komme dafür ins Gefängnis und es gebe auch die entsprechenden Organe, in denen selbst die krudesten Theorien vertreten werden dürften, und schließlich sei – das ist das ultimative Totschlagargument – die soeben vorgetragene Klage, daß es keine Meinungsfreiheit mehr gebe, durch sie selbst, durch die Klage, ad absurdum geführt, denn in einer Meinungsdiktatur wäre sie nicht möglich gewesen.

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Das Fremde enträtseln

Das Fremde erkennt man daran, daß es einem fremd ist. Man muß es enträtseln, wenn man es verstehen will. Manchmal hilft uns dabei unsere Presse, aber manchmal eben auch nicht. Wie etwa in dem mysteriösen Fall, den „Die Welt“ dieser Tage aufgedeckt hatte – allerdings waren Leser dieses Blogs darüber bereits früher informiert.

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Die alte Leidkultur

An Salvör hatte er ein furchtbares Unrecht getan, das nie wieder gutgemacht werden konnte. Dieses war etwas Unerhörtes in seiner Familie; all seine Väter waren geradlinige, pflichttreue Menschen gewesen. Aber er konnte nicht mehr; dies hier war bestimmt, es mußte so sein. (Kristmann Gudmundsson: Morgen des Lebens)

Haldor war der charismatischen Salvör versprochen, eine Frau, zu der er aufblicken konnte. Aber dann lief ihm die kleine Maria über den Weg, die ihn anhimmelte und seine Lüste befriedigte. Als er sie zur Frau nimmt, weiß er, daß er nun ein Leben lang gegen die gekränkte Salvör wird kämpfen müssen und ihr irgendwann unterliegen wird.

Derart gestrickt sind die archetypischen Konstellationen der klassischen nordischen Literatur, die zu lesen noch immer lohnt, denn sie gibt uns Einblick in eine Seelenverfassung, die uns heute so fremd wie anziehend vorkommt. Der Isländer Kristmann Gudmundsson war neben Hamsun, dem Großmeister, Johan Falkberget, Gunnar Gunnarson, Olav Gulvaag und einigen anderen ein Virtuose darin.

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Don’t mention Calcutta!

Hach, was habe ich gelacht – oder doch geweint? – als ich heute diesen Artikel las. Dort gibt es „generelle Erkenntnisse der Migrationssoziologie“ zu lesen, von unglaublichem Neuheitswert.

unbedingt lesenswert: Artikel aus © Welt.de

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Das entscheidende Tor

Die Rede vom entscheidenden Tor hat mich immer verunsichert und nie richtig überzeugt. Nehmen wir an, eine Mannschaft liegt mit Null zu Eins im Rückstand, ihr gelingt der Ausgleich und in der Nachspielzeit schießt sie das zweite Tor. Mit großer Selbstverständlichkeit wird der Reporter vom „entscheidenden Tor“ sprechen, wenn nicht schreien. Dabei wäre dieses Tor nicht entscheidend gewesen, hätte es das erste Tor – also den Ausgleich – nicht gegeben. Damit das zweite Tor überhaupt entscheidend sein konnte, bedurfte es des ersten Tores, das damit entscheidend für das zweite Tor und letztlich für den Sieg war. Umgekehrt hätte es aber nicht für das zweite Tor entscheidend sein können, wenn dieses nicht gefallen wäre, womit das zweite Tor entscheidend dafür ist, daß das erste entscheidend sein konnte. Und von vorn.

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Viro-Logisches IV

Das Corona-Virus hält uns in Atem, die Menge der Informationen, die Geschwindigkeit ihrer Veränderungen überfordert uns alle; selbst sogenannte Experten verlieren den Überblick, es geistern Zahlen und Theorien im Netz umher. Nachfolgend ein paar lose, freie Gedanken, allein aus dem fehleranfälligen Denken geboren und ohne jegliche Expertise.

Das tatsächlich Beängstigende an der Epidemie ist, daß sie uns vor Augen führt, was für schwache Kämpfer unsere westlichen Demokratien sind. Sie wirkten von außen unantastbar, unschlagbar, ihr innerer Lebensstil ebenso wie die geistige Oberflächlichkeit zeugten von einer unvorstellbar arroganten Selbstgewißheit. Und nun hat man das Gefühl: es gab einen Schlag und der ganze Koloß wankt. Ein zweiter würde ihn vielleicht zu Fall bringen. Das tatsächlich Beängstigende der Epidemie ist also, daß wir einen zweiten Schlag, ein zweites Problem, eine weitere Krise – ob natürlich oder menschengemacht – nicht verkraften würden. Wir leben in einer Gesellschaft und wir sind selbst ohne Resilienz. Wer kann, sollte beten.

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An der Grenze

Puh, das war knapp! Hals über Kopf haben wir Deutschland verlassen, um wieder nach Ungarn zu kommen. Überall machten die Länder dicht, auch die Ungarn hatten begonnen, an den Übergängen zu kontrollieren, jeden Moment konnte gänzlich Schluß sein.

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Viro-Logisches

Das Corona-Virus hält uns in Atem, die Menge der Informationen, die Geschwindigkeit ihrer Veränderungen überfordert uns alle; selbst sogenannte Experten verlieren den Überblick, es geistern Zahlen und Theorien im Netz umher. Nachfolgend ein paar lose, freie Gedanken, allein aus dem fehleranfälligen Denken geboren und ohne jegliche Expertise.

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Wir erschießen sie (nicht)

Soll ich mal was verraten? Ich fand den Witz dieser linken Tussi auf der Strategiekonferenz in Kassel eigentlich ganz lustig. Sie sprach dort von einer Zeit „nach der Revolution, wenn wir ein Prozent der Reichen erschossen haben“. Aber noch besser fand ich Riexingers Reaktion, der darauf erwiderte: „Wir erschießen sie nicht, wir setzen sie für nützliche Arbeit ein.“ Genau mein Humor.

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Multikulti im Sandkasten

„Nicht ‚Rassismus‘ ist ein ‚strukturelles Problem‘, sondern der ‚Multikulturalismus‘. ‚Rassismus‘ ist die Hypothese der Multikulturalisten, warum ihr Projekt nicht funktioniert.“  (Martin Lichtmesz)

Die alltäglichen Schwierigkeiten des Zusammenlebens in einer bunten, multikulturellen Gesellschaft kann man vielleicht am besten auf einem großstädtischen Kinderspielplatz erleben.

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