Ein Wink aus der Zukunft

Wenn man sich Erdogans dreitägigen Deutschlandbesuch noch einmal vor Augen führt, nur gespeist aus den offiziellen Medienmitteilungen, dann kann es aus deutscher Sicht nur ein Wort, ein trumpeskes Wort geben: Desaster!

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Gute Wünsche, fromme Hoffnung

Seit zweieinhalb Jahren gibt es in Dänemark eine neue national-konservative und wirtschaftsliberale Partei, die „Nye Borgerlige“.

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Yücels Satire

Die Leute, die #DenizYücel und seinen feuchten Traum vom Germanozid großzügig als Satire verstehen wollen, drehen bei einem Kamelwitz in der politischen Faschingsrede von #Poggenburg das Empörungsgas auf… (Raskolnikow)

Plötzlich liest man überall, daß Deniz Yücels infamer Artikel über Deutschland und die Deutschen Satire gewesen sei und die Rechten mal wieder zu blöd seien, Satire als solche zu erkennen – wie A. Poggenburg gerade erst demonstriert hat.

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Die Geschichte der Sklaverei

Wer diese Geschichte schreibt, der betritt per se vermintes Gelände, denn er beschreibt die Geschichte des unvorstellbaren Leids, das Menschen Menschen zugefügt haben und noch immer zufügen. Schon aus diesem Grund ist es ideologisch hoch kontaminiertes Gebiet.

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Die Merkelpfeife

Man möchte nicht in Merkels Haut stecken. Die Zeiten sind nicht einfach – sie verlangen nach Entscheidungen und Bekenntnissen. Ein Horror für die habituelle Abduckerin und Aussitzerin.

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Das wahre Leben

Eigentlich wollte ich heute in aller Ruhe mein Buch zu Ende lesen. Doch gerade hat uns eine Besucherin verlassen … und ich muß erzählen.

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Erdogan gewinnt in Holland

Einen „Sieg der Vernunft“ nennt der „Spiegel“ den überraschenden Wahlsieg der „Liberalkonservativen“ oder „Rechtsliberalen“ in den Niederlanden. Und Peter Altmeier twittert: „Demokratie und Vernunft  stärker als Demagogie!“

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West-östlicher Divan

Ewig zieht sich der Abend hin. Wir sind eingeladen. Es wird türkisch gekocht. Dann sitzen wir am Tisch und plaudern. Wir, das sind acht Deutsche und ein Türke oder anders: drei Wessis und fünf Ossis. Ort der Handlung: Ungarn.

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Auch das gibt’s

Sitze neben einem Deutsch-Türken, Muslim, auf der Restaurant-Terrasse in einem ungarndeutschen Dorf, nur wenige Kilometer von jenem Schicksalsort Mohács entfernt, an dem die Türken 1526 den Ungarn die größte historische Niederlage zugefügt hatten. Anderthalb Jahrhunderte später wurden sie an gleichem Ort besiegt – es zogen Deutsche ins entvölkerte Land …

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Lehrstunde für Marxianer

(…) Um sowohl das Wesen der Beziehungen zwischen der türkischen Regierung und den geistlichen Gewalten der Türkei zu begreifen als auch die Schwierigkeiten, in die die erstere gegenwärtig verwickelt ist, wo es sich um das Protektorat über die christlichen Untertanen der Pforte handelt, um die Frage also, die den gegenwärtigen Wirren im Orient offenkundig zugrunde liegt, muß man einen Rückblick auf die frühere Geschichte und Entwicklung der Pforte werfen.

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Das tausendjährige Reich

„1956 ist auch für die Nachgeborenen eine unerschöpfliche Quelle geistiger, politischer und moralischer Kraft geblieben.“ Paul Lendvai

Zum 60. Jahrestag des „Ungarischen Volksaufstandes“

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Interne Integrationsgrenzen

Die europäischen Gesellschaften sind gespalten in Einwanderungsbefürworter und – gegner, in Autochhone und Zuwanderer usw. Daß die jeweiligen Einwanderergruppen aber auch in sich oft zerstritten sind, ist ein bislang wenig beachtetes Phänomen, birgt jedoch ebenfalls enormen Sprengstoff. So etwa, wenn die Elterngeneration ihre Kinder und Kindeskinder nicht mehr versteht. Am Beispiel der kurdisch-türkischen Kommune in Dänemark wurde das in einem aufsehenerregenden Artikel von Mustafa Kemal Topal in der Zeitschrift „Information“ gerade diskutiert – eine Spaltung, die bis durch die Familien geht:

Viele Einwanderer wollen gar keine Dänen werden

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Die Welt im August

"Die Welt" vom 11.8.2016

„Die Welt“ vom 11.8.2016

Dieser Screenshot zeigt den Mittelteil der „Welt“ online vom 11.8.2016, einem ganz normalen Tag der neuen Zeitrechnung, an dem nichts Besonderes passiert ist: kein Attentat, kein Bootsunglück, kein Putsch, keine Demonstration …

Die „meistgelesenen Artikel“ beschäftigen sich mit einer Scharia-Polizei in Hamburg, einer Studie über die Meinung der Deutschen zur Grenzschließung, die Provokation Erdogans in Richtung USA, den Tumult von 30 Bürgern mit Migrationshintergrund gegen eine legitime Polizeiaktion.

Darüber hinaus sinniert der Innenminister über Terrorabwehr und die Aberkennung der doppelten Staatsbürgerschaft, ereifert sich Buschkowsky über die Burka und spricht Wendt über Parallelgesellschaften, arabische Großfamilien und einen weiteren Fall von Zusammenrottung nach einem Routine-Polizeieinsatz.

Das sind auf einer halben Zeitungsseite sieben Artikel, die sich direkt oder indirekt mit ISLAM, ISLAMisierung, ISLAMismus, Terrorismus, Migration und Parallelgesellschaften beschäftigen.

Die letzten Reserven

Im Anschluß an das letzte terroristische Großereignis, die Todesfahrt eines französischen Bürgers muslimischen Glaubens und tunesischer Herkunft in Nizza, gab es eine Meldung, deren wahre Bedeutung offenbar nur wenigen aufgegangen ist. Man hat sie gebracht, auch in den deutschen Medien, aber man hat sie nicht kommentiert, wie das ansonsten üblich ist. Dabei beweist sie mehr als alles andere den wahren Zustand unserer europäischen Demokratien, zumindest den unseres westlichen Nachbarn; aber was derzeit in Frankreich und Belgien geschieht – daran kann kein Zweifel bestehen – wird die Zukunft aller Länder sein, die ähnliche Einwanderungsentwicklungen zulassen. Die tausendfachen in großer Selbstverständlichkeit vorgebrachten Allahu-Akbar-Rufe aufgebrachter Türken vor deutschen Rathäusern und Botschaften in Deutschland sind nur eines von vielen Indizien.

Berlin

Stuttgart

Bielefeld

Die Meldung lautet: „Frankreich ruft Bürger zum Reservedienst auf“. Gedient oder ungedient, mit militärischer Ausbildung oder ohne, „patriotische Bürger“ – das wäre in Deutschland schon fast unsagbar – sollten sich melden.

Was heißt das anderes, als daß der demokratische Rechtsstaat an seinen Reserven kratzt. Die Substanz der Wehrhaftigkeit ist weggespart, pazifiziert, gegendert, entmannt, verweichlicht, fortdiskutiert, ist aufgebraucht im Angesicht einer massiven und doch diffusen Bedrohung. Die Exekutive des Staates kann ihre Bürger nicht mehr schützen. Es genügen drei mittelgroße Attentate und die Leistungsgrenze ist erreicht.

Noch ist die Stimme leise, ein fernes Flüstern vielleicht, aber die Männer (und Frauen) auch dieses Landes sollten damit beginnen, sich die Frage zu stellen: Wie werde ich entscheiden, wenn das Vaterland ruft? In Frankreich ist es schon soweit.

Bringt es auf den Punkt: Zeller Zeitung

Bringt es auf den Punkt: Zeller Zeitung

Röhm – Kirow – Gülen

Es wäre jedoch zu oberflächlich, die mörderischen und selbstmörderischen Maßnahmen Stalins allein mit Herrschsucht, Grausamkeit, Rachsucht und anderen persönlichen Eigenschaften zu erklären. Stalin hat schon längst die Kontrolle über die eigene Politik verloren. Die Bürokratie insgesamt hat die Kontrolle über die eigenen Selbstverteidigungsreflexe übernommen. (Trotzki: Stalins Verbrechen)

Die Parallelen sind einfach zu auffällig, als daß man nicht ein wenig Geschichtsesoterik betreiben dürfte.

Wir sind soeben Zeuge eines seltsamen historischen Ereignisses geworden, das schnell mit dem Etikett „Putsch“ bedacht wurde. Teile der türkischen Armee versuchten strategische Punkte in Ankara und Istanbul zu besetzen unter dem Vorwand „die verfassungsmäßige Ordnung, die Demokratie und die Menschenrechte wiederherzustellen.“ Die Welt schaut live zu und wundert sich.

Was tatsächlich vorgefallen war, offenbart vielleicht die Geschichte und nicht die Gegenwart.

Im Sommer 1934 ließ Hitler in einer Nacht- und Nebelaktion die SA enthaupten, indem er ihr die Köpfe abschlug. Als Vorwand galt ein unmittelbar bevorstehender Putsch: der Röhm-Putsch. Ob es ihn tatsächlich gegeben hat, darüber streitet die Geschichtswissenschaft noch heute. Tatsächlich war die SA mit vier Millionen Mitgliedern ein ernstzunehmender Machtfaktor geworden und Ernst Röhms Vorstellungen von der „Nationalsozialistischen Revolution“ unterschieden sich deutlich von denen Hitlers. Röhm wollte nach der Machtkonsolidierung, die Hitler unvorstellbar schnell gelungen war, eine „zweite Revolution“, er wollte Hitler links überholen und den „sozialistischen“ Gründungsgedanken der Bewegung wiederbeleben. Es verdichteten sich Anzeichen einer Revolte gegen Hitler, aber Röhm war zu naiv und freute sich über die angesetzte Aussprache der SA-Führung mit dem Reichskanzler. Der jedoch hatte anderes im Sinne: Mit einem Schlag wurde die Führungsriege beseitigt, zumeist ermordet, die SA als politische Kraft kastriert.

Hitler war großzügig und zählte unter die unliebsamen Gegner auch politische Größen ganz anderer Observanz. Er nutzte den Röhm-„Putsch“ zum Rundumschlag – ihm fielen auch Kurt von Schleicher, Gregor Strasser und Edgar Julius Jung zum Opfer, um nur einige bedeutende Namen zu nennen.

In Moskau verfolgte man die Ereignisse genau und zog eventuell eigene Schlüsse. Zwar gab es keinen Putsch, doch war die kometenhafte Karriere Sergej Kirows Stalin wohl ein Dorn im Auge. Auf dem 17. Parteitag der KPdSU wurde die geheime Wahl zum Zentralkomitee eine Demütigung für Stalin: fast 300 Delegierte stimmten gegen ihn, wohingegen Kirow mit nur drei Gegenstimmen ein Traumergebnis einfuhr. Zehn Monate später war Kirow tot, im Leningrader Smolny niedergeschossen von einem eifersüchtigen Ehemann, dem Kirow wohl Hörner aufgesetzt hatte – Gerüchte, daß Stalin diesen Mord beauftragt hatte, starben nie aus. Am 1.12.1934 wurde die trotzkistisch-sinowjewsche Verschwörung geboren. Die Chance war jedenfalls zu gut, um nicht politisch instrumentalisiert zu werden. Mit großem Pomp trug Stalin höchstpersönlich den Sarg Kirows an die Kremlmauer um danach eine Säuberungsaktion unbekannten Ausmaßes, die sich über Jahre und in mehreren Wellen über das Land ergoß, zu inszenieren. Schnell wurde eine hanebüchene Geschichte um eine Verschwörung gebastelt; sie stand, wie Bruno Laqueur schrieb, am Anfang des „Großen Terror“, dem u.a. die gesamte leninsche Parteiführung und weite Teile der sowjetischen Armeeführung zum Opfer fielen.

In beiden klassischen „Putschen“ – man könnte den Reichstagsbrand vielleicht noch dazu zählen – folgte, wie Stalin-Biograph Robert Payne es nannte, das „Ritual des Terrors“. Trotzki hatte in mehreren luziden Analysen die bürokratische Verselbständigung des stalinistischen Terrors vorausgesagt und beschrieben, dem er 1940 im mexikanischen Exil selbst zum Opfer fiel.

Putsch hin oder her – es muß keinen gegeben haben, um sich seiner zu bedienen. Der Putsch in der Türkei enthält fast alle Ingredienzien für eine Verschwörungstheorie und es dauerte nur Stunden, bis die ersten Beobachter von einer Inszenierung sprachen. Dilettantisch vorbereitet und durchgeführt; die Angst und Unsicherheit der Soldaten konnte jeder am Bildschirm sehen; Erdogan nicht in seinem Hotel, als es bombardiert wurde; dafür aber schnell an der Telefonstrippe, die Massen zu mobilisieren; diese auch sofort zur Stelle …

Auch wenn die tatsächlichen Abläufe – wie fast immer, wenn es um Theaterputsche geht – vielleicht nie ergründet werden … es ist vor allem Erdogans Nachbereitung, die stutzig macht und Sorge bereiten sollte. Noch während Soldaten nach der Waffenniederlegung von Patrioten gelyncht wurden, weiß Erdogan schon, wer dahinter steckt: Fetullah Gülen, ein erzorthodoxer Islamist und das, obwohl sich die „Putschisten“ als Kemalisten und Säkularisten zu erkennen gaben. Gülen ist für Erdogan, was Trotzki für Stalin war.

Sogleich wurden 2700 Richter abgesetzt, es gab 6000 Verhaftungen ganz im Stile des NKWD und Nachfolgeorganisationen, die ihre Transportlisten auch nie trocken werden ließen. Erdogan spricht von einem „Gottesgeschenk“ und in der Tat sind sich die Analysten alle einig: Es gibt nur einen Gewinner und die Lage ist so eindeutig, daß man schlimme Gedanken hegen kann.

Aber das könnte zu kurz gedacht sein. Innerhalb von Stunden sind Konflikte mit den USA, Griechenland, Deutschland und Europa entstanden. Der schnelle Ruf nach Rache und Todesstrafe sollte aufmerksam registriert werden. Auch das Vokabular – von „Säuberung“ ist die Rede, von „Viren“ und „Metastasen“ – darf man nicht überhören. Das alles wäre weniger bedenklich, wenn wir nicht von einem Nato-Partner sprächen, von einem – wenn es nach Merkel geht – Bald-EU-Land, von einem Aktionär, an dessen Wohlwollen das politische Schicksal Europas hängt.

Kurz und gut: Wir wissen nun endgültig – und das ist die gute Nachricht –, sowohl im historischen Vergleich als euch in der Interpretation der Zeitgeschehnisse, wer dieser Mann ist: ein Despot, ein Diktator, ein Verbrecher, ein Islamist …, an dem es kein Attribut gibt, das ihn und das von ihm regierte Land prädestiniert, Mitglied der Europäischen Union zu werden. Diesen Wahnwitz kann man nun endlich beenden; eine Türkei in der EU wäre der letzte Sargnagel. Vielmehr sollte man sich Gedanken machen, wie man mit den Millionen Erdogan-Anhängern (und Erdogan-Gegnern) im eigenen Land umgehen will, die eine politische Macht sind und mithilfe der Islam-Verbände und einer eigenen Partei noch mehr Macht anstreben.

Fazit: Röhm-Kirow-Gülen ist nur ein Spiegelbild, die Parallele einer anderen Reihe.

Integrationsillusionen

Was wird nicht alles über „Integration“ geschwätzt! Was es wirklich bedeutet, ahnen die wenigsten. Mit ein paar Sprach- und Integrationskursen ist es nicht getan. Das sehe ich gerade wieder an Hussain, meinem Meisterschüler.

Nun ist er es, der mit dem Schicksal hadert. Dunkle Augenringe umrahmen erloschene Augen. Es dauert lange und benötigt viel Enthusiasmus, um sie wenigstens für ein paar Minuten wieder zum Leuchten zu bringen. Mit großen Hoffnungen und Begabungen ist er gekommen, aber nun droht auch er abzukippen.

Dabei ist er der einzige und letzte aller Syrer, der den geraden Weg bis hierher durchgehalten hat. Alle anderen haben den Kampf aufgegeben und irgendeine bequemere Lösung gesucht: Familiennachzug, zurück in die Türkei, Verlobung und Verheiratung, Wegzug nach Hagen, Mönchengladbach oder ins Ruhrgebiet, wo schon große arabische Kommunen bestehen und wo man in weitgefassten Familien- oder Freundeskreisen abtaucht. Diese Männer – meist Mittelalter, meist ungebildet, wie Salim, Mohammed, Muhannad, Schlasch, Walid … – werden sich wohl nie integrieren. Sie wählen das leichtere Leben jetzt und wissen noch nicht, daß sie es später schwer haben werden. Hussain geht den anderen Weg: Er stellt sich den augenblicklichen Problemen und hofft, es damit später besser zu haben. Die richtige Idee – wenn er es durchhält. Das System bestraft ihn dafür.

Als einziger wirklicher Kriegsflüchtling, als einziger, der tatsächlich die Sprache lernt und die Sitten weitestgehend annimmt, wartet er nach fast einem Jahr noch immer auf seine Anerkennung als Asylberechtigter. Locker könnte er den B1-Sprachtest bestehen, aber die Bürokratie zwingt ihn, die Mühle der Anfängerkurse abzuschrubben.

Im Moment sieht er gehetzt aus, obwohl er keine Termine hat. Es fehlt ihm der Schlaf, obwohl er 18 Stunden am Tag schlafen kann, er ist abgemagert, obwohl er sich vollfressen könnte.

Es ist die Einsamkeit! Tag für Tag allein in der Wohnung. Alle anderen Syrer haben das Haus verlassen, die zwei deutschen Mietparteien sind tätowierte prekäre Hartzer mit Lippenpiercing, Schnapsgesichtern und Schäferhund. Zwar gibt es einen Integrationskurs, in dem Hussain alle anderen überragt, aber auch dort findet er nicht seinesgleichen. Was hat er mit Eritreern und pubertierenden Irakern zu tun? Small Talk, schlechtes Deutsch, keine Anreize, keine Freunde. Zu Hause wartet die weiße Wand, ein paar Hausaufgaben, das Handy mit billigen Islamvideos und ewige Stunden des Nichtstuns. Er wünscht sich eine Frau … woher nehmen, wenn nicht – beim Imam bestellen?

Ich mache mir Sorgen. Wenn nicht bald etwas geschieht, könnte auch er eine Psychose wie Mohammed entwickeln. Wir überlegen, ihn wenigstens tage- oder stundenweise bei uns aufzunehmen. Vielleicht läßt er sich in eine Schulklasse integrieren? …

Integration ist ein tagtäglicher, stündlicher, permanenter Austausch, eine Einbeziehung auf ganz individueller und sozialer Ebene, ein Eintauchen ins pralle Leben! Wer soll das leisten können? Millionenfach!

Die Zeichen der Zeit

Im Großen wie im Kleinen: die Zeichen sind eindeutig. In Plauen sucht man verzweifelt Kinderwagen für migrantische Mütter und tatsächlich dürfte schon jede zweite junge Mutter in der heillos überalterten Stadt eine Frau in langem dunklen Mantel und peinlich genau bedecktem Haar sein, die den Blick zu anderen Menschen meidet.

Kreis-Journal Vogtland Mai 2016

Kreis-Journal Vogtland Mai 2016

In Schweden kippt das demographische Gleichgewicht: immer weniger Frauen stehen mehr Männer gegenüber.

Gerade hat der algerische Schriftsteller Boualem Sansal ein aufrüttelndes Buch geschrieben, dessen größter zu optimistischer Irrtum das Jahr 2084 sein dürfte – in ihm sieht er die westliche Kultur aufgrund der Zuwanderung und der Macht des Islam untergehen.

Erdogan, als Politiker, bezeichnet Verhütung als unislamisch und wünscht sich viel mehr Türken im In- und Ausland.

Die wahre Dynamik machen aber erst die Zahlen sichtbar. So wird laut statistischen Erhebungen die Bevölkerungszahl Dänemarks in den nächsten fünf Jahren um 159 000 Menschen wachsen, davon werden nur 9,3 %, knapp 15000, ethnische Dänen sein, für 70% des Bevölkerungswachstums werden nicht-westliche, vornehmlich muslimisch geprägte Einwanderer verantwortlich sein.

Der Zug ist bereits in voller Fahrt, wenige Meter vor der letzten Weiche; weder Schaffner, Notbremsen, Haltestellen oder Prellböcke werden ihn dann aufhalten können.

Je suis Erdogan!

„Wer sich solch einem Gegner ergibt, ergibt sich in Ehren.“ (Franz Fühmann: Das Nibelungenlied)

Alle auf ihn! Tyrann, Diktator, Irrer! Es kann einem wirklich angst und bange werden, wenn man die neuesten Entwicklungen in der Türkei verfolgt. Eine Hiobsbotschaft nach der anderen – Böhmermann, Redaktionen geschlossen, Gefängnis für Journalisten, der Ministerpräsident abgesäbelt, Grenzen dicht für Aleppo-Flüchtlinge … Seit dem dreckigen Deal mit der Kanzlerin scheint Erdogan die zweite Luft bekommen zu haben – noch nie war er so mächtig wie heute. Hieße Erdogan Putin, so würden Wirtschaftsembargos, mindestens, gefordert werden – aber Erdogan ist ein Verbündeter und soll mal die EU beglücken. Also die altbewährte Appeasement-Politik.

Und nun auch noch das: Erdogan pfeift auf die geforderte Änderung des Anti-Terror-Gesetzes, eine jener 72 ominösen Forderungen der EU, um die Visa-Erleichterung durchzusetzen. Und was für markige, undeutsche Worte: „Wir gehen unseren Weg, geh Du Deinen Weg“, „Einige Dich, mit wem Du willst.“ Und vor allem: „Steh aufrecht, beuge dich nicht.“

Das ist ein Mann! Das sind Lektionen! Das ist Charakter! Das ist es, was Höcke mit „Männlichkeit“ meinte, die uns mangelte. Das ist der Thymos, der Stolz, den Jongen forderte, das ist die vermißte „Wehrhaftigkeit“.

Die Türken nicht vor Wien, sondern vor Berlin und Brüssel – und diesmal werden sie sich nicht vertreiben lassen. Man kann diesen Mann nur ablehnen, aber seinen Stolz muß man bewundern.