Gibt es noch Meinungsfreiheit?

Auf jede Frage ohne Fragewort gibt es mindestens zwei Antworten: Ja und Nein. Meistens gibt es noch viele mehr, die sich im Bereich des „vielleicht“, „Ja, aber“, „Nein, aber“ bewegen. Den Riß in einer Gesellschaft – z.B. links/rechts – kann man dann letztgültig feststellen, wenn sie dazu tendiert, die Vielfalt der Antwortmöglichkeiten in der Mitte zu negieren und Ja/Nein-Antworten zu favorisieren.

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Monte Veritá

Die Suche nach dem alternativen, dem wirklichen Leben, ist so alt wie die menschliche Gesellschaft. Aber es gibt Phasen, in denen sie besonders prominent wird. Die Zeit um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert war so eine. In ihr nahm, wie Peter Michalzik in seinem Buch über den Monte Veritá annimmt, der moderne Individualismus seinen Anfang.

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Dekadenzgedöns

Allerdings giebt es Leute, ja, recht viele, die hierüber lächeln; weil sie unempfindlich gegen Geräusch sind: es sind jedoch eben die, welche auch unempfindlich gegen Gründe, gegen Gedanken, gegen Dichtungen und Kunstwerke, kurz, gegen geistige Eindrücke jeder Art sind. (Schopenhauer)

Den Grad der Dekadenz einer Gesellschaft, kann man an den großen historischen Parallelen erkennen – wie das David Engels etwa tut, Alessandro Barbero oder Alexander Demandt – aber auch an den ganz kleinen Details. Und ich behaupte:

Eine Gesellschaft, in der man zum Laubharken nicht mehr die Harke, sondern Laubbläser benutzt, ist wert unterzugehen.

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Frankfurter Gewaltspirale

Die Frankfurter Buchmesse hinterließ freilich noch einen bitteren Nachgeschmack. Am Sonntagmorgen, dem 14.10., berichtete zuerst wohl die NZZ von einem tätlichen Angriff auf den Verleger Kubitschek, seine Frau Kositza und einen Mitarbeiter. Alle drei wurden dabei verletzt.

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Jargon der Weltoffenheit

Über dieses Buch hatte ich schon einiges Begeistertes gehört – der beste Garant, es besonders kritisch zu lesen. Doch diesmal verfängt es nicht, denn schnell wird deutlich, daß man es mit einem Meisterwerk zu tun hat und daß Böckelmann ein ganz eigenständiger und originärer Kopf ist.[1] Ihm gelingt es auf erhellende Art und Weise, die Paradoxien, Aporien und Dilemmata des linken Denkens, der linken Sprachspiele aufzuzeigen, die sich im Zuge der 68er „Revolution“ etabliert haben und unser Denken bis heute bestimmen und lähmen.

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Gaulands Fiasko als Kasko

Wer wissen will, wie Politik eigentlich funktioniert oder doch funktionieren sollte, der muß bei Osho in die Schule gehen. Man studiere seine Bücher, man sehe sich die Audienzen an – Osho war der Prototyp des Ideals des Politikers.

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Die Welt nach Harry Potter

Vor 20 Jahren erschien der erste Band der Harry-Potter-Reihe. Zu Zeiten seines größten Hypes hatte auch ich mir die Mühe gemacht – und eine solche war es – zumindest die ersten Bände zu lesen. Es entstand eine kleine Rezension, man darf auch von Verriß sprechen, der, so will es mir scheinen, noch immer Bestand hat:

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