Es hat sich was getan

Die Heimatstadt hat sich in den letzten Wochen deutlich verändert. Das ist auch der nationalen Presse nicht entgangen. Was im Großen geschieht und beschrieben wurde, läßt sich auch in den gesellschaftlichen Kapillargefäßen aufspüren – die Dissoziation hat begonnen:

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Mehr Heimatsplitter

Schwangere Frau geht in Wien in eine Geburtsabteilung um einen Termin zu vereinbaren. Im Warteraum sitzen drei Frauen europäischen Aussehens und circa 15 Kopftuchfrauen mit dicken Bäuchen. Sie wählt danach eine katholische Einrichtung. „Dort hängen überall Kreuze – die wirken, wie bei Dracula“.

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Müll in den Städten

„Als ich in diese Schule eintrat, wurde mir schwer ums Herz. Ich habe diese Mauern gesehen, voller Graffiti und voller Schmutz, alles ohne Liebe und ich habe verstanden: Gewalt erzeugt Gewalt. Ihr seht eine Welt, die vergewaltigt wurde. Wenn diese Mauern mit allerlei Schweinereien zugeschmiert sind, dann stimuliert das neue Schweinereien …“ (Tiziano Terzani: Vortrag vor Schülern in Pisa)

Das beklagt die „Welt“: „Und es wird immer schlimmer!“

Demnach sammelt sich in unseren Städten zunehmend unachtsam weggeworfener Müll. Gerade im Sommer verwandeln sich die Straßen und Parks über Nacht wie von Geisterhand in Müllhalden.

Was ist da los?

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Heimatsplitter, nicht verifiziert

Drei Kurzgeschichten aus dem Heimaturlaub.

Nachbar erzählt. Er besitzt in einer nahegelegenen Kleinstadt einen Supermarkt. Hat Millionen im Erholungsort investiert. Aber der Ort hat sich verändert. Das Zentrum wird von Einwandergruppen bestimmt. „Die klauen wie die Blöden“, sagt er, „und du kannst nichts machen.“

Gleicher Nachbar fragt erneut nach Hauspreisen und dem Leben in Ungarn. Viele seiner offensichtlich bemittelten Freunde haben sich schon längst ein Haus in Ungarn gebaut oder gekauft, „wenn hier alles mal den Bach runter geht“.

Heilpraktikerin berichtet von ägyptischer Migrantin. Ihr Sohn, verhaltensoriginell, empathischer junger Mann, hatte sich um die junge Frau gekümmert. Die Mama macht sich Sorgen, ob da nicht noch was anderes läuft. Die ägyptische Dame hat Anglistik studiert und langweilt sich in Deutschland. Also wird ihr über viele Umwege eine Lehrerstelle organisiert, wo sie Flüchtlingskinder unterrichten soll. Alle erwarten Freudensprünge, als sie ihr von dieser seltenen Möglichkeit erzählen. Doch die Frau reagiert empört: Nein, mit Kindern wolle sie nicht arbeiten, dazu habe sie keine Lust.

Frauenmangel

Im zentralen Einkaufstempel in Plauen werde ich plötzlich an alte Zeiten erinnert – an meine Armeezeit.

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Seelenfänger

Kurzer Heimatbesuch. Zwei Stunden bei Hussain sind fest eingeplant.

Es funktioniert noch immer zwischen uns. Küßchen links, Küßchen rechts, ein paar Floskeln, ein verschämtes Räuspern, eine Tasse schwarzer Tee – im arabischen Laden gekauft –, aber dann sind wir sofort wieder drin im Gespräch, im Eingemachten.

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