Die vierte Gewalt

Die eklatanten Mißstände in unserem Medienwesen zu beschreiben und zu erklären, sind zwei ganz verschiedene Dinge. Weder Moreno noch Meinhardt – aller Verdienste eingedenk – versuchten sich an systematischen Aufklärungen. Uwe Krüger kam dem in seinem verdienstvollen „Mainstream“ am nächsten, indem er die Prozesse innerhalb der Redaktionen unter die Lupe nahm, aber die Einbettung dieser Phänomene in die gesamtgesellschaftliche Atmosphäre hat auch er nicht gewagt. Hier müßte eine historische Analyse durchgeführt werden. Wenn es so etwas geben sollte, dann wohl unter der Aufmerksamkeitsschwelle der Öffentlichkeit.

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Sieg der Parodie

Spätestens seit BLM gibt es kaum noch einen Werbespot eines Global Players, der nicht divers ist und eine politisch korrekte Lehrmeinung verbreitet. Es muß nun immer ein PoC dabei sein, oft auch LGBT und ganz sicher wird auf die Frauenquote geachtet.

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Das stille Verschwinden

In einer Bibliothek fallen dauernd ein paar Überschüsse an: Doppelkäufe, Ausrangiertes, ungewollte Geschenke und dergleichen – manchmal habe ich auch kleinere Sammlungen übernommen oder geerbt, von denen nicht jedes Buch nützlich war. Was davon noch zu Gelde gemacht werden kann, biete ich auf zwei Plattformen an, eine davon ist Amazon.

Die haben mir nun zum zweiten Mal eine Mail geschickt über die Sperrung eines von mir angebotenen Buches.

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Mainstream

Bücher, die den Presse-Mainstream entzaubern, haben Bestsellerpotential. Dies allein schon ist ein Indikator des wachsenden Mißtrauens gegenüber Betreuungsmedien.

Hatte Juan Moreno letztes Jahr den Relotius-Skandal als Einzelfall auseinandergenommen, so beschrieb in diesem Jahr der preisgekrönte Ex-Journalist Birk Meinhardt seinen schmerzlichen Abschied von der „Süddeutschen Zeitung“ – er konnte Regulierung und Verengung des Meinungskorridors nicht mehr ertragen. Bei allen Verdiensten bleiben beide Versuche an der Oberfläche, das Systemische wird vermieden oder kommt nur gelegentlich zum Vorschein.

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Die linke Psyche

Für Menschen, die das differenzierte und ausgewälzte distinguierte Gespräch lieben und meist auch für notwendig erachten, ist Twitter ein Graus.

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Das Dilemma der AfD

Ganz persönlich: in der Führungsriege der AfD gibt es nur einen Politiker, den ich als komplett integer und als Sympathieträger empfinde: Alexander Gauland. Alle anderen sind mir auf die eine oder andere Art suspekt, haben sich durch Wort und Tat diskreditiert oder zeigen einen Habitus, der wenig vertrauenserweckend war. Die derzeitigen innerparteilichen Kämpfe bringen diese Eigenschaften verstärkt hervor.

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Wie man Vertrauen verliert

In meinem erweiterten Freundeskreis gibt es gleich zwei Abonnenten und bekennende Leser der „Süddeutschen Zeitung“. Es ist noch gar nicht lange her, da bekannte ich, just dieses Blatt kaum noch lesen zu können, so groß seien mittlerweile die Aversionen gegen ein stromlinienförmiges Propagandaorgan. Ich erntete beide Male entsetzte Blicke, die ein fundamentales Erstaunen signalisierten und beide Male vehemente Verteidigungen dieses Flaggschiffes des offenen Meinungsaustausches und der objektiven Information.

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Die tägliche Dosis

„Komm, wir schalten das Radio an“, sage ich zu meiner Frau, „mal hören, wie lange es dauert bis zur ersten Propagandasendung“. Es ist kurz nach 15 Uhr, wir haben soeben die deutsche Grenze – unkontrolliert – überfahren. Ich wähle den Deutschlandfunk, kann das allgemeine Gedudel nicht ertragen. Und – ungelogen – es dauert ganze drei Minuten bis wir auf diesen Satz stoßen: „Auch wenn es häufig zutrifft, Pop-Musik ist nicht zwingend progressiv und links.“

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Intoleranztoleranz

Die Klappe zu halten, ist gar nicht so einfach. Jeden Tag werden wir Zeugen neuen Unsinns, neuer Lügen, Verdrehungen, Windungen, überall werden die Dinge von den Füßen auf den Kopf gestellt, uns aber das Gegenteil versichert.

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Blind gegen sich selbst

Ich sage es gleich vorweg und entschuldige mich bei der Leserschaft: der Informationsgehalt der kommenden Zeilen ist gering, sie unterbieten den eigenen Anspruch, wenigstens ein bißchen anders, um die Ecke zu denken – sie sind reine Empörung!

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Das vernichtende Wort

Wenn ich Ungarn erzähle, daß ich mich hier viel freier fühle als in Deutschland, dann schauen sie mich meist verdutzt an, denken sich wohl im Stillen ihren Teil. Klar, die ungarische Gesellschaft ist keine freie mehr, zumindest nicht, wenn es um die Meinungsfreiheit geht. Aber die deutsche und westeuropäische, ja die ganze westliche, die „freie Welt“ ist es eben auch nicht mehr. Wir haben keinen Grund, mit dem Finger auf andere Leute zu zeigen.

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Argumentum ad lapidem

Eine schöne Legende berichtet, daß Samuel Johnson den Solipsismus Berkeleys, sein esse est percipi – Sein ist Wahrgenommenwerden –, also den Gedanken, es gebe keine materiellen Dinge, sondern immer nur Ideen und Vorstellungen von ihnen, mit einem beherzten Tritt gegen einen Stein widerlegte oder zu widerlegen glaubte.

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Die Peitsche zeigen!

Etwas Seltsames war vor einigen Tagen passiert. Unsere Katze hatte sich hinter den Schrank gepreßt und klagte jämmerlich. Zuerst fürchtete ich, sie habe sich verletzt oder ein anderes Tier wäre eingedrungen und sie versteckte sich, oder sie hatte sich eingeklemmt und kam nicht mehr heraus? Nichts von alledem. Es war das Gewitter, vor dem sie erschrocken war.

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Postmodernes Denken verstehen

Warum über Abduktion reden? Der Sinn dieser Beschäftigung wird nicht allen Lesern aufgegangen sein. Ich möchte daher einige ganz basale Schlußfolgerungen, nicht erschöpfend, in einfachen Worten ziehen.

Es ist vor allem im rechten Denkbereich Usus geworden, das sogenannte postmoderne Denken abzulehnen, lächerlich zu machen, als schuldig zu markieren für den Verlust unserer kritischen Denkweise und der Sicherheit der Werte.

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I can’t breathe

Has it ever occcured to you, Winston, that by the year 2050, at the very latest, not a single human being will be alive who could understand such a conversation as we are having now?

Mir verschlägt es regelmäßig die Luft, wenn ich morgens die Zeitungen durchblättere. Orwells Vision ist längst keine mehr, sie ist Realität.

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Die Rassismus-Lüge

Geschichte verläuft in Wellen, auch die Mikrogeschichte. Gab Corona bis vor wenigen Tagen noch verschiedensten Eigenbrötlern – die man nur allzu gern unter dem Label „rechts“ subsumierte – die mediale Oberhand, so hat der Hype um den fragwürdigen Tod eines mutmaßlich Kriminellen, der nebenbei phänotypisch „schwarz“ war, der Linken wieder einen Vorwand gegeben, die Themenhegemonie zu beanspruchen.

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Die Sache mit der Meinungsfreiheit

Wenn von rechter Seite ein Verlust der Meinungsfreiheit in unserem Land beklagt wird, dann wird von linker Seite fast schon im Reflex geantwortet, daß das Unsinn sei, denn eigentlich könne doch jeder seine Meinung sagen, niemand komme dafür ins Gefängnis und es gebe auch die entsprechenden Organe, in denen selbst die krudesten Theorien vertreten werden dürften, und schließlich sei – das ist das ultimative Totschlagargument – die soeben vorgetragene Klage, daß es keine Meinungsfreiheit mehr gebe, durch sie selbst, durch die Klage, ad absurdum geführt, denn in einer Meinungsdiktatur wäre sie nicht möglich gewesen.

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