Du, Ministerin!

Es ist nicht einfach, ein hämisches Grinsen zu vermeiden, wenn man manche Geschichte hört – man sollte es aber versuchen. Denn sie wissen (noch immer) nicht, was sie tun.

Da geht zum Beispiel Inger Støjberg, die „Taffe“ der dänischen Regierung, ihres Zeichens Ausländer- und Integrationsministerin, zusammen mit der Gleichstellungsministerin in einen islamischen Frauenverein und will ein bißchen aufklären. Gleichstellung und so. Die „Berlingske Tidende“ brachte die ganze Dramatik des Geschehens in einem Hinterzimmer in Bispebjerg, im nördlichen Kopenhagen, auf wunderbar naive Weise ans Tageslicht.

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Tag der deutschen Vielfalt

Laß die Einbildung schwinden, und es schwindet die Klage, daß man dir Böses getan. Mit der Unterdrückung der Klage: »Man hat mir Böses getan« ist das Böse selbst unterdrückt. (Mark Aurel)

Huch! Ist heute 3. Oktober? Hätte ich die Zeitung nicht aufgeschlagen, es wäre mir fast entgangen. So aber darf ich großartige Sätze wie diese lesen:

„Nicht länger zu ignorierende Teile der Gesellschaft wählen dort die AfD – ob aus Überzeugung oder Protest, ist erst einmal egal, denn das Signal, das sie senden, ist leider eindeutig: Sie stimmen und stemmen sich gegen unser Land, wie es ist, sein will, sein soll. Demokratisch, offen, im besten Falle wirklich plural.“ (Jana Hensel in „Zeit Online“)

Au Backe!

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Ein Wink aus der Zukunft

Wenn man sich Erdogans dreitägigen Deutschlandbesuch noch einmal vor Augen führt, nur gespeist aus den offiziellen Medienmitteilungen, dann kann es aus deutscher Sicht nur ein Wort, ein trumpeskes Wort geben: Desaster!

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Walser, Habermas, Höcke

„Man könnte so weit gehen und sagen, daß der ganze linksliberale Block aus undeutlichen Habermasianern besteht. Für diese große Mehrheit ist typisch, daß sie sich für eine verfolgte Minderheit hält und daß sie ihre fast nirgends angefochtene kulturelle Hegemonie im Stil von Notwehr gegen einen übermächtigen Gegner ausübt.“ Peter Sloterdijk

Vor 20 Jahren hielt Martin Walser seine legendäre Rede in der Frankfurter Paulskirche, deren Worte die deutsche Zivilgesellschaft bis heute ebenso erschüttern, wie die darin aufgezeigten und zu Bewußtsein gebrachten deutschen Idiosynkrasien. Stella Hindemith, eine Kulturwissenschaftlerin mit jüdischen Großeltern, hat dazu soeben einen aufschlußreichen und maßgebenden Artikel veröffentlicht, der den geistigen Zustand der „Eliten“ auf wunderbare Weise selbstkarikiert: „Im Umgang mit der deutschen Nazivergangenheit markierte Martin Walsers Rede in der Paulskirche eine Wende: Vor 20 Jahren verschob er die Grenzen des Sagbaren nach rechts.“

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Jargon der Weltoffenheit

Über dieses Buch hatte ich schon einiges Begeistertes gehört – der beste Garant, es besonders kritisch zu lesen. Doch diesmal verfängt es nicht, denn schnell wird deutlich, daß man es mit einem Meisterwerk zu tun hat und daß Böckelmann ein ganz eigenständiger und originärer Kopf ist.[1] Ihm gelingt es auf erhellende Art und Weise, die Paradoxien, Aporien und Dilemmata des linken Denkens, der linken Sprachspiele aufzuzeigen, die sich im Zuge der 68er „Revolution“ etabliert haben und unser Denken bis heute bestimmen und lähmen.

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Björn Höckes Selbstentzerrung

Höckes Gespräch mit dem Journalisten Sebastian Hennig überrascht vor allem durch seinen Ton. Mit den typischen Politiker-Bekenner-Büchern hat es wenig gemein; es legt eine Offenheit und Direktheit an den Tag, die man fast als unpolitisch oder gar antipolitisch bezeichnen kann, sofern man dem mittlerweile gängigen Politikbegriff anhängt. Höcke aber ist einer vom alten Stamm, der unter Politik nicht das Vertreten von Parteiinteressen versteht, sondern dem Volke zu nutzen und Schaden von ihm abzuwehren und dazu gehört es, die „Deutungshoheit des Establishments“ auch durch Ablehnung seiner Sprachregelungen zu brechen.

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Zur Ökonomie des Nazis

Angesichts der entlarvenden Reaktionen linker Politik und Presse auf die Feststellungen (!) Kretschmers und Maaßens, daß es keine Hetzjagden, Mobs und Pogrome in Chemnitz gegeben habe, erlaube ich mir, noch einmal den Artikel „Zur Ökonomie des Faschismus“ einzustellen, der seine Aktualität gerade wunderbar bestätigt bekommt. Die Linke braucht den Nazi, sie hängt von ihm ab, sie verteidigt ihn, sie pflegt ihn und wenn er im virtuellen Raum verschwindet, gerät sie sofort in Schnappatmung, in Panik. Ein glänzender Beweis dafür, daß am sinistren Ufer der Vernunft sich die Realität den eigenen ewigen Wahrheiten zu beugen hat.

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