Das Problem Mensch

Politik könnte so einfach sein: Ideen, Programme, Argumente, Mehrheiten, Beschlüsse, Gesetze … so könnte man ein Land zum Besseren verändern. Allein, es gibt den Menschen. An ihm muß immer wieder alles scheitern.

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Neue Stammtischparolen

Jeder kennt das: man liest unsere Presse und greift sich alle paar Minuten kopfschüttelnd an den Kopf. Es gehen einem ein paar Gedanken durch selbigen, aber ehe man sie ausgefaltet hat, liest man schon den nächsten Artikel – das Drama beginnt von vorn. Man muß nicht immer alles bis ins Kleinste ausdeuten. Manchmal – auch aus Selbstschutz – genügt das Stammtischniveau.

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Welthaltigkeit und großes Erzählen

„Wenn man an meinen Büchern die Tendenz des Autors erkennen könnte, hätte ich völlig versagt“. (Michael Köhlmeier)

Ellen Kositza schrieb im Heft 68 der „Sezession“: „Als man sich jüngst in netter Runde wieder in fröhlichem Kulturpessimismus erging, mußte an einer Stelle jäh Einhalt geboten werden: Es gäbe heute auch keine Erzähler mehr, klagte einer. Da irrte sich der Gast gewaltig.“

Zufälligerweise war ich bei dieser Szene dabei. Weiterlesen

Besetztes Gelände

Autobahnraststätte Göttlesbrunn, 10 Minuten hinter Wien in Richtung Ungarn. Wir parken zwischen zwei Fahrzeugen mit holländischem Kennzeichen. Vor einem sitzt eine Familie im Gras und kocht sich auf arabische Weise Tee. Die Frau mit Kopftuch. Auch der andere Holländer hat eine Frau mit Kopftuch und jetzt werde ich aufmerksam – tatsächlich, wir sind von Holländern umgeben, muslimischen Holländern. Noch ist Holland nicht verloren?

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Das Große im Kleinen

Im Mai hatte ich von einer jungen Frau berichtet, die in Wien, in einer Geburtsklinik erschrocken feststellen mußte, fast die einzige Schwangere zu sein, die kein Kopftuch trug. Daraufhin wählte sie eine katholische Geburtsklinik und brachte dort ihr Kind zur Welt. Allein, die Welt ist nicht mehr so …

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Leerstand

Ein Leser, der sich als ostdeutscher Handwerksmeister und Besitzer eines Handwerksbetriebes vorstellt, schreibt mir:

„Mir fällt auf, daß in Ungarn sehr viele und teils sehr schöne Immobilien in schöner Lage zu (nach deutschen Maßstäben) äußerst günstigen Preisen angeboten werden. Teilweise sind diese erst wenige Jahre alt oder neu erbaut. Dieses Phänomen kann ich mir als Außenstehender nur schwer erklären. Es entsteht fast der Eindruck, daß viele ungarische Bürger ihr Land ,fluchtartig‘ verlassen.

Können Sie diesen Eindruck bestätigen?

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Wien, wie es leibt und lebt

Wir waren in Wien, nur ein paar Stunden. Die Stadt ist von der Migration schwer gezeichnet; schon an der Einfahrt warten als sichtbares Zeichen an jeder Haltestelle Frauen mit Kopftüchern. Am Prater Stern stehen große Gruppen ausländischer Jugendlicher und üben Multitasking: sie schauen auf ihre Displays und scannen zugleich aufmerksam die Umgebung und die Passanten. Keinen ihrer Blicke erhaschen die wenige Meter entfernt sitzenden Obdachlosen in eingenässten Hosen und langen grauen Bärten.

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