Sieferles Sieg

Die hiesige Leserschaft teilt sich, soweit das zu sehen ist, in zwei Teile. Jene, die ähnliche Gedankengänge haben und sich mit einem gewissen Aufwand auf den gleichen Kanälen informieren, und dann die, denen entweder die Zeit oder der Überblick dafür fehlt. Für die letzteren ist diese Seite eine Informationsquelle, die anderen wollen vermutlich Argumente und Diskussionsstoff, an dem sie sich reiben können.

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Es hat sich was getan

Die Heimatstadt hat sich in den letzten Wochen deutlich verändert. Das ist auch der nationalen Presse nicht entgangen. Was im Großen geschieht und beschrieben wurde, läßt sich auch in den gesellschaftlichen Kapillargefäßen aufspüren – die Dissoziation hat begonnen:

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Homo Phobienensis

Einer der Gründe, weshalb ich den deutschen Fußball nicht verfolge, ist das unsägliche Kommentariat. Jeder, der „Match of the Day“ kennt oder die Reporterlegenden Jonathan Pearce, Martin Tyler, Clive Tyldesley, John Motson, Guy Mowbrey, Jon Champion, Peter Drury oder Tony Gubba und deren Stimmbreite, Sprachwitz und Spielintelligenz zu schätzen gelernt hat, kann sich nur angewidert vom deutschen Reporter- und Expertentum, mit Ausnahmen natürlich, abwenden.

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Türklingelpsychologie

(Warnung! Es gibt ihn nicht, den Deutschen, Italiener, Ungarn oder Rumänen. Trotzdem werden diese Begriffe hier der Anschaulichkeit halber genutzt – um deren Existenz zu beweisen.)

Mehrfach die Woche stehe ich vor einer verschlossenen Tür und will den Klingelknopf drücken. Anfangs wartete ich vergebens, mittlerweile kann ich das kleine handgeschriebene Schildchen darüber lesen und klopfe, statt zu klingeln.

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Europas eigenartiges Ende

“Day by day the continent of Europe is not only changing but is losing any possibility of a soft landing in response to such change. An entire political class have failed to appreciate that many of us who live in Europe love the Europe that was ours.” Douglas Murray

Es tut mir leid, Douglas Murray, daß ich Ihr herausragendes Buch „The strange death of Europe“ nicht – wie es verdient wäre – ausführlich bespreche. Mir fehlt, um ganz offen und ehrlich zu sein, mittlerweile die Kraft!

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Nur ein Gott

Europa, als demokratisches Projekt, ist erledigt. Psychisch erledigt. Die Idee ist pfutsch, niemand glaubt mehr daran.

Der beste Beweis dafür ist das überragende Wahlergebnis Macrons – ein politisches Chamäleon in einer Einjahrespartei – in Frankreich, aber auch die britische Unterhauswahl und selbst Merkels scheinbar irrationale Erholung oder, noch deutlicher, Schulz‘ kometenhafter Aufstieg und Fall, deuten in diese Richtung.

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