Ein Wink aus der Zukunft

Wenn man sich Erdogans dreitägigen Deutschlandbesuch noch einmal vor Augen führt, nur gespeist aus den offiziellen Medienmitteilungen, dann kann es aus deutscher Sicht nur ein Wort, ein trumpeskes Wort geben: Desaster!

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Das Schweigen der Landsmänner

Wesentlich interessanter – aus einer höheren, abstrakteren Perspektive – als die Messermorde, die Messerstechereien, Vergewaltigungen, Schlägereien, Raubtaten, ja selbst als die ge- und mißglückten Terrorfälle – sofern sie nicht apokalyptische oder systemrelevante Ausmaße annehmen – sind die Geschichten, die sich dahinter verbergen und die ganz offenbar immer nur dann ans Licht kommen, wenn solch ein Fall öffentlich aufgearbeitet werden muß.

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Zur Ökonomie des Nazis

Angesichts der entlarvenden Reaktionen linker Politik und Presse auf die Feststellungen (!) Kretschmers und Maaßens, daß es keine Hetzjagden, Mobs und Pogrome in Chemnitz gegeben habe, erlaube ich mir, noch einmal den Artikel „Zur Ökonomie des Faschismus“ einzustellen, der seine Aktualität gerade wunderbar bestätigt bekommt. Die Linke braucht den Nazi, sie hängt von ihm ab, sie verteidigt ihn, sie pflegt ihn und wenn er im virtuellen Raum verschwindet, gerät sie sofort in Schnappatmung, in Panik. Ein glänzender Beweis dafür, daß am sinistren Ufer der Vernunft sich die Realität den eigenen ewigen Wahrheiten zu beugen hat.

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Letzte Heimat-Gedanken-Splitter

Özils Problem ist Charakterschwäche, Persönlichkeitsschwäche, Schwäche überhaupt. Ihm fehlt – nicht untypisch für diese Generation – ganz einfach der Wille. Er ist ein verfeinertes, verzärteltes Genie, dem es an Kraft fehlt, um wirklich groß zu sein. Um ein bedeutender Fußballer zu sein, muß man zuerst ein Mann sein. Weiterlesen

Neue Grenzen der Zivilreligion

Vielleicht eine Petitesse, aber eine signifikante, die beim täglichen Presserundgang ins Auge fiel.

Ein beliebtes Argument der Integrationsproblemwahrnehmungsverweigerer-fraktion ist die Frage: „Und wo tangiert es dich?“, „Wie hat es denn dein Leben verändert?“, „Geht es dir etwa schlechter?“ und dergleichen. Besonders häufig hört man solches in netten, gut gemähten und getrimmten Eigenheimsiedlungen, in denen die Gardinen wackeln und die Telefondrähte glühen, wenn sich doch ein Mal ein Dunkelhäutiger dahin verläuft.

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Wir sind im Fernsehen!

Das war Ende der 70er Jahre eine kleine Sensation, als bekannt wurde, daß die „Aktuelle Kamera“ in unserer kleinen Stadt drehen würde. Wir, die Straßenkinder – also die Kinder, die noch unbeschwert in großen Horden beiderlei Geschlechts stundenlang und ohne Aufsicht auf den Straßen spielten –, rannten dort hin und sahen zu: Kameras, Aufnahmewagen, Menschen mit Mikrophon, endlose Kabel … das war aufregend und abends kam alles im Fernsehen.

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Mehr zum Thema

Die Besessenheit einiger rechter Portale, jede öffentlich gewordene Straftat eines Ausländers oder Migranten zu einem gruppentypischen ethnischen Problem zu machen, ist ein großer Fehler, der von der wahren Dimension der Migrationskrise, die vor allem im unaufhaltsamen Kulturwandel und Kulturverlust zu sehen ist, ablenkt. Menschen sterben und werden geboren – Kulturen verschwinden für immer und nehmen dabei nicht selten Millionen mit einer Kelle mit.

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