Die Wahrheit ist Nazi?

Die Frage, ob dem menschlichen Denken gegenständliche Wahrheit zukomme, ist keine Frage der Theorie, sondern eine praktische Frage. In der Praxis muß der Mensch die Wahrheit, d. h. die Wirklichkeit und Macht, die Diesseitigkeit seines Denkens beweisen. (Marx: Zweite Feuerbachthese)

Es geht um die Wahrheit. Und darum, wie diese in unseren Medien repräsentiert wird. Die Ereignisse der Frankfurter Buchmesse bieten sich an, wie selten etwas, denn sie sind so gut dokumentiert, daß auch der Außenstehende, der nicht vor Ort war, die Begebenheiten fast vollständig rekapitulieren kann.

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Zweierlei Maß

Plötzlich kennen alle Charlottesville, ein kleines Städtchen mit 40000 Einwohnern irgendwo in Virginia. Glaubt man bundesdeutschen Medien, dann ist das gerade die Hauptstadt der Empörung. Ein paar Rechte und Linke haben sich geprügelt, irgendein Typ ist ausgerastet und fuhr in eine Menschengruppe, eine Frau tot, andere verletzt, zurücklassend.

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So geht Heidegger!

Ganz prinzipiell meine ich nämlich, daß man nicht nur die Erlaubnis, sondern sogar die Pflicht hat, zu den Gedanken eines Denkers Stellung zu nehmen, ohne Rücksicht auf den spezifisch persönlichen Hintergrund seiner Gedanken. (K.E. Løgstrup)
Hier erkennt man die gegenwärtige Tendenz, damalige Denker nazistischer zu machen, als sie waren. Je weiter man sich von dieser Zeit entfernt, desto nazistischer scheinen sie zu werden. (Hans Hauge)

Man mache den Test: Man erwähne den Namen Heidegger im Gespräch mit einem Nicht-Heideggerianer und man wird mit hoher Wahrscheinlichkeit gleich zu Beginn das Zauberwort „Nazi“ zu hören bekommen. Und meist ist das Thema damit beendet.

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Sieferles Sieg

Die hiesige Leserschaft teilt sich, soweit das zu sehen ist, in zwei Teile. Jene, die ähnliche Gedankengänge haben und sich mit einem gewissen Aufwand auf den gleichen Kanälen informieren, und dann die, denen entweder die Zeit oder der Überblick dafür fehlt. Für die letzteren ist diese Seite eine Informationsquelle, die anderen wollen vermutlich Argumente und Diskussionsstoff, an dem sie sich reiben können.

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Homo Phobienensis

Einer der Gründe, weshalb ich den deutschen Fußball nicht verfolge, ist das unsägliche Kommentariat. Jeder, der „Match of the Day“ kennt oder die Reporterlegenden Jonathan Pearce, Martin Tyler, Clive Tyldesley, John Motson, Guy Mowbrey, Jon Champion, Peter Drury oder Tony Gubba und deren Stimmbreite, Sprachwitz und Spielintelligenz zu schätzen gelernt hat, kann sich nur angewidert vom deutschen Reporter- und Expertentum, mit Ausnahmen natürlich, abwenden.

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Rechtsschwenk Marsch! Warum?

Wenn man glaubt, der Tiefpunkt einer Debatte sei erreicht, dann gibt es meist noch einen, der auch das letzte Halteseil kappt und den Flug in die Hölle antritt.

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