Der Wahl-O-Mat

Testen Sie mit dem Wahl-O-Mat, welche Partei am besten zu Ihnen paßt.

Schauen Sie sich eines der folgenden Videos an. (Ignorieren Sie das Gerede.) Entscheiden Sie sich danach für eine Option!

A: Sie wollen sich einreihen und mitmachen – haben Sie noch etwas Geduld, Ihre Partei gibt es noch nicht.

B: Sie finden das gut. So haben Sie sich die Gesellschaft der Zukunft vorgestellt. Zu bunt gehören auch Schwarz und Weiß – Sie sind ein/e Grünen-Wähler/_In*innen.

C: Sie empfinden Mitleid mit diesen Geflüchteten und Getriebenen, denen man helfen muß? Sie finden, Deutschland ist sowieso Scheiße, glauben, ein guter Deutscher ist nur ein toter Deutscher und zitieren aus dem Grundgesetz – der Verfassung für die Bundesrepublik Deutschland – am liebsten § 1?  Dann wählen Sie Links!

D: Sie finden, der Demonstrationszug solle nicht neben, sondern auf der Passage ziehen? Sie sind für umfassende Gleichbehandlung aller und alles und meinen, das sei die deutsche Kultur schlechthin – darüber hinaus ist keine identifizierbar? Wählen Sie Rot!

E: Egal, was Sie empfinden, Sie glauben: Deutschland braucht Fachkräfte und einen starken Mittelstand, und hier laufen sie auf der Straße herum. Eventuelle Phantomschmerzen wird das gute Christiankind mit ein bißchen eloquenter Entschlossenheit schon lindnern. Die FDP ist Ihre Partei!

F: Sie sind Optimist, glauben an die Göttin und meinen „Wir schaffen das“. Oder Sie sind sogar Traditionalist und begrüßen die Gründung eines jeden neuen Trachtenvereins? Da helfen nur CDU und CSU!

G: Sie sehen nichts, es geht Sie nichts an – bleiben Sie Nichtwähler!

H: Sie reagieren mit Abneigungen von Angst über Mißbehagen bis Sorge und Zorn. Sie haben keine andere Wahl …!

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Deutsche Schizophrenie

Spätestens seit Junkers Brandrede zur Zukunft der EU sollte auch der Letzte begriffen haben, wohin der Hase läuft. Demnach sieht er die Zukunft der Europäischen Gemeinschaft in der Aufnahme Rumäniens und Bulgariens in den Schengenraum, also der  konsequenten Öffnung der Grenzen, der (Zwangs)Einführung des Euro in allen Mitgliedsstaaten außer Dänemark (was freilich in den Verträgen steht, bisher aber niemanden gestört hat) und die zügige Durchsetzung der Freihandelsabkommen. Junker gleicht einem Hochspringer, der gerade die 2,45 kläglich gerissen hat und im letzten Versuch 2,70 auflegen läßt.

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Links und Rechts

Als man mir kürzlich sagte: „Du unterscheidest immer so streng in links und rechts“, da stutzte ich verdutzt einen Moment und versuchte instinktiv den Vorwurf – der darin enthalten war – abzuleugnen. Aber es genügt, auf die Titelliste zu schauen, um zu sehen, daß ins Schwarze getroffen wurde.

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Dritte Zündstufe der AfD

Gerade herrscht Narrenfreiheit in der Auslegung der Ergebnisse des Kölner AfD-Parteitages, der Frauke Petry als Gesicht der Partei durch Alice Weidel und Alexander Gauland ersetzte. Da mach ich mit!

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Parteientektonik

Der irrationale Aufschwung einer im Grunde schon am Boden liegenden SPD durch das Postengeschacher Sigmar Gabriels zeigt, wie beweglich das Parteiengefüge geworden ist. Man sitzt auf einem Vulkan, unter uns das bewegliche Magma und keiner weiß, ob und welche neuen Krusten sich bilden werden. Daß man einen in „Europa“ verfilzten Schulz als „neuen“, unverbrauchten Mann darstellen kann, verrät uns einiges über die Psyche der erlösungshungrigen Deutschen. Jetzt bedürfte es einer großangelegten Studie der Frankfurter Schule, wie sie einst Erich Fromm und Adorno oder Wilhelm Reich lieferten, um die eigentümlichen Charaktertypen herauszuarbeiten …

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Die Angst vor den Deutschen

… kann man gut verstehen. Sie scheinen eine besondere Affinität zu haben, geführt zu werden. Allzu schnell scharen sie sich um Führerfiguren und allzu selten ist eine wirkliche Führergestalt darunter.

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