Die Verbotskultur

Irgendwann werden wir uns wohl ein neues Auto zulegen müssen. Der 20 Jahre alte Golf fährt noch immer zuverlässig, jedoch unter gelegentlichem Stöhnen und Ächzen. Aber ein Auto, bei dem ich das Fenster nicht mehr eigenständig hoch und runter kurbeln kann, kommt für mich nicht in Frage.

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Vegetarismus – Pro und Contra I

Antwort auf die Kritiken zu „Warum ich kein Vegetarier bin

Ernährungsfragen polarisieren, allein schon, weil sie mit Gewohnheiten und Traditionen, letztlich also auch Identität, zu tun haben. Wenn einem das Problematische der eigenen gewohnten Ernährung bewußt gemacht wird, reagiert der Mensch in der Regel mit Ablehnung. In heutigen Zeiten steht ihm zudem das bewährte Mittel der ideologischen Vorhaltung zur Verfügung. So kommt es, daß auch Ernährungsfragen entlang des politisch-ideologischen Risses diskutiert werden. Es gibt eine gewisse Tendenz: als Rechter hat man nicht nur Masseneinwanderung abzulehnen, sondern auch menschengemachten Klimawandel, Impfpflicht, Fleischverzicht, Evolution, sechs Mio., Bienensterben, Dekonstruktion, Dieselverzicht etc. … tut man es nicht, gilt man als links. Umgekehrt funktioniert das genauso. So hält die Idiotie durch Ideologie Einzug in alle Lager.

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Klassiker des Vegetarismus

Der Artikel „Warum ich kein Vegetarier bin“ wurde für eine Zeitschrift geschrieben. Dort wurde mir mitgeteilt, daß momentan „der Impuls fehle“, das ins Heft zu bringen. Das schien mir einleuchtend, bin ich mir doch der Unzulänglichkeit des Artikels bewußt. Es ist ein denkerischer Weg – ich bin noch nicht am Ende.

Die Zeitschrift unterlegt ihre Artikel mit signifikanten Randzitaten. Hiermit präsentiere ich in willkürlicher Reihenfolge die von mir vorgeschlagenen Zitate.

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Die Angst vor dem Faschismus

In einem sehr lesens-, nachdenkens- und in vielerlei Hinsicht kritisierenswerten Interview sieht die „migrantische deutsche Denkerin“ und „Migrationsforscherin“ Naika Foroutan Deutschland auf dem Weg in eine „präfaschistische Phase“: „Europa rutscht gerade in eine Richtung, die keinen progressiven ,sinnstiftenden Endpunkt‘ mehr ansteuert wie Habermas mal den Treiber für gesellschaftliche Entwicklungen genannt hat: also den Blick auf gesellschaftliche Errungenschaften, die Sinn erzeugen und als Treiber der Entwicklung Gesellschaften nach vorne bringen. Wir befinden uns vielmehr in einer Phase der Destruktion.”

Grund genug, aus der marxistischen Theorie heraus noch einmal die alte Frage zu beantworten: Droht ein neuer Faschismus?

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Schäm Dich, Deutschland!

Unter den zahlreichen Auswürfen der deutschen Presse zum Vogelschiß-gate sticht ein Artikel auf der berühmt-berüchtigten „HuffPost“ hervor, der mir keine Ruhe läßt.

Das Blatt hat mittlerweile ganz offen die journalistische Informationspflicht, die Unabhängigkeit und Sorgfaltspflicht verlassen und sich dem rituellen Anti-Trumpismus, dem zynischen AfD-Bashing und der ironiefreien Darstellung des muslimischen als des besseren Lebens verschrieben. Was dabei herauskommt ist schlimme Propaganda, Verdummung und jede Menge unfreiwilliger Humor. Und es ist ein Anzeigerblatt geworden, im doppelten Sinne: es denunziert und zeigt zugleich die geistige Verfassung der offiziellen intellektuellen Nation an.

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Ist Sterben noch modern?

I’m not planning to die. Ray Kurzweil

Schlägt man ein beliebiges Werk zur Spiel- oder Kulturgeschichte des Schachs auf, so wird man mit großer Wahrscheinlichkeit die Reiskornlegende finden; der Kundige kann sie schon nicht mehr hören, die Erzählung vom klugen Bauer/Wesir/Weisen/Zauberer, der den König/Sultan zu einer Schachpartie überredet/das Schachspiel erfand/einen Krieg damit abwendete und den Herrscher derart damit begeisterte, daß dieser ihm einen hohen Lohn versprach. Der Weise mimt den Bescheidenen und erbittet sich lediglich ein Reis/Weizenkorn auf dem ersten der 64 Felder, zwei auf dem zweiten, vier auf dem dritten, acht auf dem vierten und so fort, immer die jeweils doppelte Menge des vorherigen Feldes. Der Machthaber wird anfangs von der Genügsamkeit des Weisen überrascht, muß aber bald feststellen, daß alles Korn der Welt nicht genügte, dem Wunsch nachzukommen, und wird durch dieses kathartische Erlebnis geheilt und ein besserer Mensch.

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Lenin – again

Man braucht keine Jahrestage, um sich Lenin zu nähern. Er ist und bleibt eine Zentralgestalt der jüngeren Geschichte. Ohne ihn hätte es die Russische Revolution vermutlich nicht gegeben – es wäre bei Aufständen geblieben –, keine kommunistische Partei, keinen Stalin, keine Sowjetunion, vielleicht keinen Weltkrieg, keinen Ostblock, keinen Kalten Krieg, keine deutsche Wiedervereinigung … Aber es schadet auch nicht, Jubiläen zu nutzen, sich die Geschichte präsent zu halten.

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