Das Linsengericht Wahlerfolg

Im Nachgang der dänischen Folketingswahl werden nun die subtileren Zusammenhänge sichtbar. Daß Frauen linker wählen als Männer etwa, daß sie statistisch gesehen die Migration weniger problematisch sehen, ist scheinbar ein Internationalismus.

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Politische Kultur und nationale Identität

Die dänische Folketingswahl 2019 ist Geschichte. Und sie wird Geschichte machen. Unter Führung der Sozialdemokraten hat der linke Block wieder die Zügel übernommen. Er konnte das nur, weil die Sozialdemokratie unter Mette Frederiksen die straffe Einwanderungspolitik der „Dänischen Volkspartei“ in ihre eigene implementiert hat und weil einige ihrer potentiellen Koalitionspartner wie die „Radikale Venstre“ oder die „Sozialistisk Folkeparti“ für ihre Verhältnisse deutlich zulegen konnten.

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Die Lehre aus der EU-Wahl

… die gibt es nicht. Nur im Plural. Sie zu ziehen, soll hier nicht versucht werden – die Gazetten sind voll und manche Analyse durchaus treffend. Ich möchte hier nur auf ein paar einzelne Aspekte aus ganz persönlichem Interesse eingehen.

Wenn ich sage, es gibt nicht die, sondern viele Lehren, dann kann man daraus vielleicht doch eine Lehre ziehen: Vielfalt. Zu diesem Wort kann man das Synonym „Buntheit“ bilden – das tun unsere politischen Gegner ad nauseam – oder das Wort „Zersplitterung“. Das trifft es wohl eher.

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Neue ungarische Vignetten

Arztbesuch in Ungarn. Beim Spezialisten. Freie Sprechstunde von 17 bis 18 Uhr – wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Ich finde mich dreiviertel sechs ein und drehe sofort um. Der Warteraum übervoll, die Schlange bis auf die Straße. Eine einfache Rechnung: jeder Patient mindestens fünf Minuten, mal 30 … Komme kurz nach acht wieder und kurz vor neun endlich dran. Die anderen saßen dort, oft noch in Arbeitsklamotten, direkt nach der Arbeit, manche mit Kleinkindern. Ein fünfjähriger Junge ist nur noch mit Ballerspielen auf dem Handy seines Vaters ruhigzustellen. Vollkommen emotionslos knallt er einen Soldaten nach dem anderen ab. Die Behandlung kostet 8000 Forint, auf die Hand. Eine Quittung – so sagt mir der Arzt und wird etwas rot dabei – könne er nicht ausstellen, da es keine Verträge zwischen den Kassen gebe. Er selbst dürfte den ganzen Tag bereits im Krankenhaus gearbeitet haben. Die Sonderschicht, die er zwei Mal pro Woche einlegt, dürfte sich aber lohnen. Wenn nur 25 Patienten jeweils 8000 (oder bei Nachbesuchen 5000) Forint bezahlen, dann verdient er in den vier Stunden mehr als 40% der normalen Menschen, die nach einer Monatsarbeit mit Mindestlohn nach Hause gehen: 149000 Forint (ca. 460 Euro).

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Das Problem Mensch

Politik könnte so einfach sein: Ideen, Programme, Argumente, Mehrheiten, Beschlüsse, Gesetze … so könnte man ein Land zum Besseren verändern. Allein, es gibt den Menschen. An ihm muß immer wieder alles scheitern.

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Der ewige Timmermans

Gerade macht Frans Timmermans‘, seines Zeichens „SPE-Spitzenkandidat bei der Europawahl 2019″ – „S“ steht für „Sozialdemokratisch“ und „Europa“ meint die EU – und Träger der Ehrenpalme Bulgariens, gerade macht sein kleiner faux pas genüßlich die Runde, worin er dem Islam eine 2000-jährige Zugehörigkeit zu Europa bescheinigt hatte.

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Eintritt in die Matrix

Zum Kotzen! Die Presse läuft Amok gegen Martin Sellner. Der Focus schreibt: „Identitären-Chef lud Attentäter von Christchurch zum Kaffee ein“. In der „Presse“ wollte er „auf ein Bier gehen“. „Das beweisen Mails, die der ZiB2 jetzt vorliegen“ usw.

Der Begriff „Lügenpresse“, den ich bisher nie benutzt habe, ist nun angebracht.

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