Warum gibt es „Populismus“?

 Die politische und ökonomische Elite will das Volk erziehen – aber die Elite muß selbst erzogen werden

Von Ralf Pittelkow[1]

Wir leben in unruhigen Zeiten. Große Sprünge und Risse wurden in die einst sichere und selbstsichere Welt geschlagen, ausgerechnet als der Westen um die Jahrtausendwende auf dem Höhepunkt seiner Macht war.

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Uff, das war knapp!

War heute joggen im Park. Vor mir lief – drei-vierhundert Meter entfernt – eine junge Frau. Sie, 30 Jahre jünger, lief flüssig, geübt, mit federndem Schritt. Keine professionelle Sportlerin, aber eine, die vermutlich regelmäßig läuft.

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Die Frage der Menge

Kürzlich wurden öffentliche Äußerungen nach einem gesetzlichen Fleischverbot laut. Dieses könne man – ähnlich wie bei der Feinstaubbelastung durch Dieselfahrzeuge – gerichtlich durchsetzen. So argumentiert etwa die „Vegane Gesellschaft“: „Wer A sagt und gerichtliche Fahrverbote durchsetzt, muß auch B sagen und Fleischverbote durchsetzen“.

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Du brauchst keinen BH

Wir waren im Thermalbad in Harkány. Da lief eine junge Blonde in knappem Bikini an mir vorüber, mit einer klassischen Büste – vielleicht sogar ein bißchen mehr – fest und weiß wie Marmor! Ich dachte: Die braucht auch keinen Bikini, an der Form würde sich nichts ändern.

Hatte ich diesen Satz nicht gerade erst gelesen?

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Ein Brief an den Feind

Es dürfte im Umkreis dieses Blogs ein mehrfaches Interesse an Helmut Lethens neuem Buch „Die Staatsräte“ geben. Das Zeitsujet, die Jahre des Nationalsozialismus und ihre Verwindung, gehören seit je zum engeren Aufmerksamkeitsspektrum, Carl Schmitt, Ernst Jünger oder Gottfried Benn zählen zum spezifischen Kanon, aber es kommt nun ein dritter wesentlicher Punkt hinzu: Lethen, Jahrgang 39, 68er, emeritierter Professor, Literaturwissenschaftler, einst in KPD-Kreisen aktiv und noch immer bekennender Linker, ist mit Caroline Sommerfeld verheiratet, die seit zweieinhalb Jahren einen kometenhaften Aufstieg im Sezessions-Milieu feierte. Das führte zu Verunsicherungen, hüben wie drüben.

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Gibt es noch Meinungsfreiheit?

Auf jede Frage ohne Fragewort gibt es mindestens zwei Antworten: Ja und Nein. Meistens gibt es noch viele mehr, die sich im Bereich des „vielleicht“, „Ja, aber“, „Nein, aber“ bewegen. Den Riß in einer Gesellschaft – z.B. links/rechts – kann man dann letztgültig feststellen, wenn sie dazu tendiert, die Vielfalt der Antwortmöglichkeiten in der Mitte zu negieren und Ja/Nein-Antworten zu favorisieren.

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