Sezession mit Briefmarken

Hin und wieder bekomme ich Post von der „Sezession“. Und manchmal fragt mich jemand, was denn Sezession überhaupt bedeute. Man braucht nur den Briefumschlag hinhalten und sagen: „Siehst du, das ist Sezession.“

Und vielleicht sieht der Gesprächspartner das kleine Detail, das den Unterschied macht.

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Welthaltigkeit und großes Erzählen

„Wenn man an meinen Büchern die Tendenz des Autors erkennen könnte, hätte ich völlig versagt“. (Michael Köhlmeier)

Ellen Kositza schrieb im Heft 68 der „Sezession“: „Als man sich jüngst in netter Runde wieder in fröhlichem Kulturpessimismus erging, mußte an einer Stelle jäh Einhalt geboten werden: Es gäbe heute auch keine Erzähler mehr, klagte einer. Da irrte sich der Gast gewaltig.“

Zufälligerweise war ich bei dieser Szene dabei. Weiterlesen

Kubik’s Coup

Es hat, wie geheimdienstliche Quellen uns zutragen, unter der Seidwalk-Leserschaft eine gewisse Irritation im Falle der neuerlichen Kubitschek-Affären gegeben. Was ist geschehen? Wie ist das Geschehen weltgeschichtlich einzuordnen und: Sind meine Einlagen noch sicher?

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Kubitschek & Kositza

Querfurt liegt bei Schnellroda – so muß man das heutzutage ausdrücken. Zwei von den paar Dutzend Einwohnern dieses Dorfes haben es auf die Weltkarte gehoben. Das ist nicht ihre „Schuld“, das haben skandalisierende Medien und linke Proteste geleistet. Sie haben die beiden – Götz Kubitschek und Ellen Kositza –, die bis vor wenigen Jahren nur ein paar Intellektuelle kannten, zu Stars und zu Teufeln gemacht.

Aber beides sind sie nicht oder doch nur wider Willen.

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Querfurt als Ausrede

Schon immer strahlen diese kleinen Städte im mitteldeutschen Raum, in Sachsen-Anhalt und in Thüringen etwas Besonderes aus: eine seltsame Ruhe, Gelassenheit, ja vielleicht sogar Mattigkeit. Träge liegen sie in der Sonne, selten rumpelt ein Auto über die Pflastersteine, hier und da huscht eine Katze über die Straße und an den Giebeln hängen die Schwalbennester. Menschen sieht man selten, nur der Bratendurft aus einem Fenster oder ein fernes Klavier läßt auf ihre Anwesenheit schließen.

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Die Grenzen der Toleranz

Mal wieder Neues aus Schnellroda.

„Und Nathanael sprach zu ihm: Was kann von Nazareth Gutes kommen? Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh es!“ (Joh. 1.46)

Nicht viel, wenn man Mariam Lau glaubt. Die hat sich diesmal Ellen Kositza vorgenommen, nachdem im August schon Kubitschek dran gewesen ist. Entstanden ist das Porträt einer geschlossenen Frau, verbiestert, verhärtet, verrannt. So zumindest lese ich den Artikel – es gab darüber Streit mit meiner Frau … man kann es offenbar anders sehen.

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Die Neue Rechte ist ein Konstrukt

Viel Lob bekam und viel Kontroverse initiierte Thomas Wagners – bekennender Linker – Buch „Die Angstmacher. 1968 und die Neuen Rechten“. Mittlerweile hat er es damit auch in fast alle großen Gazetten geschafft. Man goutiert seinen „Mut“, sich in die Höhlen der Löwen gewagt, den Aussätzigen und Gefährlichen zugehört und mit ihnen diskutiert zu haben und fragt sich, ob das nicht borderline sei. Wie einem Extremsportler schaut man ihm fasziniert zu, genießt den Nervenkitzel, weil man weiß, daß man selber nie den Schneid hätte …

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