Fundstücke LVIII

Martin Sellner bearbeitet Dynamit und zeigt einmal mehr sein Potential – Pflichtlektüre und Diskussionsstoff:

Die ethnische Wahl (gerade vor dem Hintergrund neuester Entwicklungen).

Angenehme Überraschung beim „Focus“ – ein ausführliches und unvoreingenommenes Interview mit Alexander Gauland.

Am meisten schmerzt mich der Verlust alter Freunde

An einen wirklichen Akt von Zivilcourage (und Militärcourage) erinnert man auf Sezession: der mutige Aufstand einiger französischer Generäle.

Komplett aus der Zeit gefallen:

Vielleicht hat das Leben keinen Sinn

In die gleiche Kerbe: Ulrich Tukur – nie gehört den Namen, hat aber ein paar vernünftige Ansichten und Mumm, sie der anderen Seite ins Gesicht zu otzen:

Der Mensch ist ein Auslaufmodell

Daß Deutschland ein valides Interesse an der Abhängigkeit der östlichen EU-Staaten hat und dieses auch finanziell absichert, als Geber erscheint, während es Nehmer ist, wurde hier mehrfach angedeutet. Marco Gallina holt historisch weiter aus, um die „knallharte Hegemonialpolitik“ und die ideologischen Scharaden aufzuzeigen.

Deutscher Opfermythos

Demographie ist nicht nur ethnisch, sondern auch bezüglich des Alters relevant. In der Süddeutschen Zeitung sieht man dem Politikwechsel in den USA freudig entgegen: die Baby Boomer werden bald von den Millennials abgelöst werden, mit Folgen:

 Jetzt kommen die Millennials

Zwei solide Beiträge zur Frage der Geschlechtervielfalt. Biologische Aufklärung:

Mann und Frau waren nie die Einzigen

Die Neudefinition des Geschlechts

Wenn man ein begnadeter Schriftsteller ist, dann sollte man schreiben, oder? J.D.Salinger verweigerte dies scheinbar. Ein Akt von zivilem Ungehorsam, oder nausée? Gefällt mir:

Hundert Jahre Einsamkeit

Offenbar gibt es wirkliche illegale Migration nach Deutschland, Menschen also, die gar nicht registriert sind. Die „Zeit“ stellt einen solchen Fall vor:

Die Unsichtbare

Während Deutschland – so könnte man meinen – unter einer Welle rechten Terrorismus leidet, stellt der BKA-Leiter Münch fest:

Die Gefährderzahl hat sich verfünffacht

Thorsten Hinz weist auf die gezielte und systemische Desinformation in weiten Teilen der Hauptmedien hin:

Lieber über Blutwurst diskutieren

Michel Houellebecq meint:

Donald Trump is a good president

Gregor Dotzauer (ist uns als Tellkamp-Forscher schon bekannt) meint, das sei dummes Zeug:

Donald Trump als nützlicher Idiot

Das Video:

So sieht Sprechen oder Singen „von innen“ aus:

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Auch in Plauen geht das Leben weiter.

Eine Studentin wird als Heldin gefeiert – sie verhinderte eine Vergewaltigung im Malzhaus; der Rest ist Schweigen.

Bei einer Schlägerei vor einer Disko in Plauen wurden drei Männer verletzt; der Rest ist Schweigen.

Aber es gibt natürlich auch böse Deutsche! Einer – vermutlich – läßt Katzen verschwinden …

Höchststrafe für zwei Nazi-Idioten: sie müssen „einen 800 Wörter langen Aufsatz schreiben“. Thema: Ausländerfeindlichkeit bei nichtkriminellen Migranten.

Ein anderer wurde ordnungsgemäß aus dem Verkehr gezogen, wegen Hakenkreuz am Fahrrad

Die Plauener deutsche Ü-50-Schönheitskönigin wird zur Ikone einer taffen Frau aufgebaut.

Was wirklich in so einer Stadt vor sich geht, beschreibt ein guter, wenn auch etwas verlogener Artikel über die Häuserbrände jener Häuser, in denen einige der „Plauener“ Roma leben. Der Täter stammte übrigens vermutlich aus dem Punk-Milieu.

Ein Gedanke zu “Fundstücke LVIII

  1. Péréginateur schreibt:

    Heute haben Sie eine besonders anregende Auswahl getroffen. Ich mag den klugen schwarzen Hund, diese betriebsnudeligen Optimisten-weil-sie-es-brauchen dagegen deprimieren mich zuverlässig.

    Zu Gauland:

    Ich wundere mich sehr darüber. Die Presse hat es geschafft, einen doch ganz offensichtlich bedächtigen und abwägenden, dazu noch gebildeten und ausdrucksfähigen Menschen, der vom Typus her an einen gesitteten konservativen englischen Junkers erinnert, vielen auch sonst eher Verständigen als den Inbegriff eines Hetzers und Nazis vorzustellen. Siehe da, der alte Stechlin ist also ein Naphta an der Spitze eines Fähnleins von Zerrüttmeister-Plombierern. Verrückt!

    Zu General Martinez:

    Es ist nicht sein erster offener Brief. Siehe https://www.officierunjour.net/editoriaux/lettre-ouverte-gal-martinez/ Erstaunlich, was sich bei der « grande muette » so tut!

    Zim Lebenssinnartikel von Antje Joel bei der Zeit:

    Er klingt mir ein bisschen zu jungmädchenhaftt, verhuscht und ist thematisch nur angerissen, andere würden ihn deshalb wohl anrührend nennen. Ein Text ihres Sohnes wäre vermutlich reifer und nüchterner, von Ulrich Horstmann oder Albert Caraco gar nicht zu reden.

    Woher kommt nur dieses so verbreitete, anscheinend unaustilgbare Bedürfnis nach Sinn? Dazu wurde doch schon vor Jahrhunderten:

    Life’s but a walking shadow …

    nein Jahrtausenden:

    … הבל הבלים אמר קהלת הבל הבלים הכל הבל

    alles Nötige gesagt. Viele sind bei solchen Ideologemen wie Sinn und Gott wohl sozusagen Ferromagnete mit Weißschen Bezirken, die ihnen eine nicht loszuwerdende Remanenz verschaffen.

    Zum Artikel des Löwen:

    Mir war seit meiner Schulzeit bewusst, dass wir Mitteleuropäer im Falle des Konfliktes zwischen den Supermächten die Opferlämmer gewesen wären. Man hätte ein bisschen Atomkrieg in unserer Region gespielt, und ehe die Supermächte einander selbst fatal an die Gurgel gegangen wären, hätten sie das Spiel wieder beendet. Wie kann man glauben, selbst sicherer zu sein, wenn man keine Atomwaffen besitzt? Aber genau so reagierte unsere atomhysterische Öffentlichkeit: Stecke ich den Kopf in den Sand, dann passiert mir auch nichts.

    Und man macht sich mit Erziehungsversuchen reihum keine Freunde. Die Welt mag keine bewaffneten Missionare, wie Robespierre mit Recht bemerkte, und noch nicht einmal nur großmäulige. Good fences make good neighbours.

    Zu den weiteren Geschlechtern:

    Wie kann ein Gericht entscheiden, es müsse personenstandsrechtlich ein weiteres Geschlecht zugelassen werden, ohne überhaupt angeben zu können, wie man dieses dann sachlich korrekt bezeichnen müsste? Und wenn der Differenzierungsnarzissmus durch solche Urteile erst einmal angeregt ist, wo hört das dann auf? Pronomen zumindest sollten einsilbig bleiben, aber die Inflation führt dann irgendwann zur Diskriminierung durch Doppelsilben. Muss dann demnächst in allen schon bestehenden Gesetzen, wo Mann und Weib vorkommen, auch noch Loretta von der Volksfront von Judäa eingefügt werden?
    Da hat der Bundestag aber zu tun.

    Was ist eigentlich der konkrete Vorteil eines Passeintrages, der weder auf männlich noch auf weiblich lautet? Wird man damit bei Weltreisen künftig freundlicher in Saudiarabien oder in Brasilien empfangen? Irgendwie hat dieser Schuss ins eigene Bein einen sehr deutschen Klang.

    Zu der stark angewachsenen Zahl von Gefährdern:

    Bismarck hatte unrecht, zumindest die deutsche Polizei ist anscheinend leider noch nicht saturiert.

    Zu Michel Houellebecq:

    Der Mann ist manchmal ein bisschen irre und er nervt allzu häufig mit seinem Jammerthema des sexuell zu kurz Gekommenseins, aber er ist ganz offenbar ein freier Mensch, niemandes Herr, niemandes Knecht.

    Zu Gregor Dotzauer alias Pater Refiluzius:

    Ach man denkt schon wieder nicht so wie die Geistlichkeit.

    Zum Übrigen:

    Man darf nicht verallgemeinern, nicht einmal bei Juristen, die zu Erziehungszwecken Aufsätze zum Thema „Ausländerfeindlichkeit bei [!] nichtkriminellen Migranten“ auferlegen. Früher war mancher Jurist ein guter Schriftsteller … Im übrigen sollten die Behörden endlich die Bundesstraße von Eisenach nach Naumburg beschlagnahmen, um den Anfängen zu wehren. Vermutlich rühren ja von dieser noch freilaufenden Straße alle unsere Probleme her.

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