Kognitive Störung Rot-Rot-Grün

Der große geniale Mao – den übrigens zahlreiche linke Politiker beider Schattierungen einst anhimmelten – kam auf die Idee, die Rattenplage im Lande zu lösen. Auf jede tote Ratte lobte er einen festen Gewinn aus. Die Kampagne zeitigte bald Erfolg. Schnell erkannten die schlauen, aber armen Bauern Chinas die unverhoffte Geldquelle und begannen mit der Rattenzucht.

Der große geniale Mao – den übrigens zahlreiche grüne Politiker einst anhimmelten – errechnete den Verlust an Korn durch Spatzen. Viele viele Tonnen. Er wollte die Spatzenfrage lösen. Bald gab es in China keine Spatzen mehr – dafür wurde die Ernte durch Heuschrecken und Ungeziefer vernichtet, ihnen fehlte der Freßfeind Spatz.

Als man in der ägyptischen Wüste bei Nag Hammadi zahlreiche Papyrus-Kodizes mit antiken christlichen Schriften fand, da lobte die Regierung auf jedes gefundene Fragment einen Preis aus. Die Kampagne zeitigte bald Erfolg. Schnell erkannten die  schlauen, aber armen Bauern Ägyptens die unverhoffte Geldquelle und zerbrachen jeden gefundenen Papyrus in viele kleine Teile …

Einen Schildbürgerstreich dieser Art leistete sich gerade die brandenburgische Landesregierung (SPD/Linke), auf Antrag der Fraktion der Grünen: ein perfektes Beispiel gesinnungsethischen „Denkens“. Oder steckt ein sinistrer Plan dahinter?

Stolz präsentiert man: per Erlaß bekommen alle Ausländer, die Opfer einer „rechten Gewalttat“ geworden sind, das Bleiberecht, ganz unabhängig vom Stand ihres Verfahrens. Die Abschiebung von Ausländern soll zudem ausgesetzt werden, wenn sie Zeuge rechter Straftaten werden.

Die Idee klingt listig. Rechte Schläger wollen weniger Ausländer, bekommen aber mehr, wenn sie diese verhauen.

Opfer sein wird belohnt – es setzt der Prozeß des Operanten Konditionierens ein, unsere Linken sind in Wirklichkeit verkappte  Behavioristen.

Tatsächlich steckt hinter dieser Scheinlist eine noch ärgere List/Dummheit. Zu erwarten wird nämlich sein, daß

  1. die schlauen und armen Migranten die unverhoffte Einkommensquelle entdecken und sich anstrengen werden, Opfer „rechter Gewalt“ zu werden. Vor allem jene, die die Abschiebung zu gewärtigen haben.
  2. damit die Zahl der ausländerfeindlichen Gewalt statistisch steigen wird. Gut für die RotRoten, denn sie können weiterhin einen Popanz aufblasen und damit ihre Politik verteidigen, inklusive des „harten Vorgehens gegen Rechts“.
  3. man letztendlich mehr bleibeberechtigte Ausländer im Land hat, was der Herstellung der schönen neuen Welt gut tun wird.
  4. Brandenburg sein Tourismusproblem lösen können wird, denn es wird wieder attraktiv für abschiebegefährdete Ausländer, die sich nun bereitstellen werden „Opfer rechter Gewalt zu werden“; ein Opfertourismus ist zu erwarten.
  5. der Zusammenhalt von Teilen der Gesellschaft, zumindest der von Opfer und Zeuge, gefördert und zu einer symbiotischen Beziehung wird.

Auch eine Form der Integration.

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5 Gedanken zu “Kognitive Störung Rot-Rot-Grün

  1. „Die Abschiebung von Ausländern soll zudem ausgesetzt werden, wenn sie Zeuge rechter Straftaten werden.“

    Das könnte regelrechte Zeugenkartelle erzeugen: du beobachtest eine Straftat an mir, ich beobachte eine Straftat an dir, sind wir quitt und dürfen beide bleiben. Und den eklatanten Täterengpaß kann man, wie „Robert“ hinzufügte, durch Umdefinition des Gesetzes lösen. Wenn dann noch – wie in Österreich in der Ausarbeitungsphase – Gesinnungstäterschaft mit inkriminiert wird („Sympathisieren“), hat Brandenburg auch keinen Täterengpaß mehr, denn Gedanken, die eine rechte Straftat begünstigen könnten, kann man ungefähr jedem unterstellen, und bis das Gegenteil bewiesen ist, hat schon wieder der Nächste dadurch Bleiberecht erstritten.

    Ich hoffe nur, daß e i n e ultimative unbeabsichtigte Nebenfolge nicht eintreten wird: daß die „rechten Schläger“ ihre Tatkraft gleich so kräftig einsetzen, daß es danach weder Zeugen noch Bleibeberechtigte gibt.

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    • Pérégrinateur schreibt:

      Ich sehe, Sie denken an ein „Ach Mohammed, nur weil ich dir einen gültigen Asylgrund verschafft habe, brauchste doch nicht gleich zu bluten!“ oder Ähnliches. So eine Äußerung würde aber zumindest beim Tröster eine gewisse Verträglichkeit zu wenn auch nicht allgemeindeutscher, so doch Altberliner Mentalität durchaus glanzvoll bezeugen. Auch der Ede des übernommenen Musters hatte ja durchaus „nur wegen einer kleinen Meinungsverschiedenheit“ geblutet. Nihil novum sub sole.

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  2. Robert schreibt:

    Und ganz nebenbei wurde auch noch die Zählweise für die Statistik geändert. Zitat:

    „In Bezug auf die Statistik erklärte Woidke im Inforadio des rbb, in Brandenburg habe es hinsichtlich der Erhebung rechtsextremer Straftaten Änderungen gegeben. „Bei der Polizei wird jeder Übergriff, bei dem nicht erwiesen ist, dass er keine rechtsextreme Motivation hat, in die Statistik hineingezählt.“ “

    Jeder mit halbwegs klarem Verstand sieht, was daraus folgen muss.

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    • Pérégrinateur schreibt:

      Das Zitat ist sicher eine hübsche Fehlleistung, die aber vielleicht in der Sache gar nicht so dekouvrierend sein mag, wie Sie annehmen, sondern vielleicht nur dekouvrierend für die Ausdrucksfähigkeit Woidkes. Wie sagte Karl Kraus so schön: „Es genügt nicht, keinen Gedanken zu haben: man muss ihn auch ausdrücken können.“

      (Mir sind sonst keine Äußerungen von Woidke bekannt, man müsste zunächst mit solchen eichen, um die Fehlerklasse besser zu treffen.)

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  3. Pérégrinateur schreibt:

    Ich glaube, Sie irren sich – Bauchdenker begehen wohl nur Verdauungs-, aber niemals kognitiven Fehler. Wie auch.

    Es gab einst in einem Rekrutierungskader für die eher agitatorisch als naturgefühlig veranlagten Grünen, nämlich im KBW, auch viel Propaganda für das „Demokratische Kampuchea“. Zuvor meinte ein damaliges Parteimitglied der Hochschulorganisation der Partei auf Nachfrage, vorsichtig träumerisch: „Ich möchte ja noch nichts Definitives sagen, ehe das ZK die Generallinie dazu beschlossen hat, aber das ist sicher ein sehr, sehr interessantes Experiment.“

    Reisen ins Gelobte Land scheinen aber verabsäumt worden zu sein. Die Bhagwan-Jünger dagegen gingen sehr oft in den Ashram nach Puna, und das war ja auch nicht viel näher. Wenn es aber doch am Gelde gehangen haben sollte – heute wären die Flüge nach Pnom Penh sicher spottbillig. Wie schade.

    Dass man die Idealgesellschaft heute „dank der Globalisierung“ (oder was man so nennt) im eigenen Land verwirklichen kann, erkenne ich ja auch, aber das sollte einen zu allen Opfern bereiten Idealisten doch eigentlich gerade diesen leichten Weg verschmähen lassen. Ein Franziskus sollte immer Pestbeulen lutschen wollen, finde ich, und ein Geißler nie einhalten, eher er denn ein Liter eigen Blut verspritzt hat.

    Und sollten solche Lunarier nicht ohnehin auch dann noch erst auf die Verbesserung ihrer eigentlichen seelischen Heimat trachten? Megaphone für Demonstrationen könnte man ja stellen, mit störenden Ordnungskräften wäre nicht zu rechnen und nicht einmal mit lautem Widerspruch. Großaufgabe: Terrassierung der gesamten Oberfläche bis auf Niveauunterschiede von etwas über einem Meter zum Ausgleich der bis anhin noch nicht ausreichend diskriminierungsskandalbelehrten Natur, damit dann jeder auf gleicher Höhe sprechen kann. Erst mal fegen. Jeder bitte nur einen Besen mitnehmen …

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