Idiotie und Intriganz

Nicht die Politiker sind beschränkt, sondern die Beschränkten werden Politiker. (Günther Anders)

Ja, man kommt aus dem Staunen nicht heraus, wenn man liest, daß nun Ursula von der Leyen, die siebenfache Mutter und Verteidigungsministerin, als neue NATO-Generalsekretärin im Gespräch sei.

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Logik der Rettung

Jeder hat so seine Untoten. Für mich ist Rudolf Bahro einer: heute vor 20 Jahren starb er – in meinem Bewußtsein ist er so lebendig wie eh und je.

Das liegt im Grunde genommen an einem einzigen Buch, der „Logik der Rettung“, das ich – würde jemand danach fragen – ohne zu zögern, als das wichtigste Buch in meinem Leben bezeichnen würde, weil es eines der ganz wenigen Bücher ist, die direkt und unmittelbar mein Leben verändert haben. Wieder und wieder habe ich es durchgearbeitet und jede Lektüre ließ mich erschüttert zurück – das letzte Mal vielleicht vor 10,12 Jahren.

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Orbán von hinten

In der deutschen Presse und Politik wird das Urteil des EuGH, Ungarn und die Slowakei zu in Brüssel festgelegten Migrantenkontingenten zu zwingen, bejubelt. Von vorn, sozusagen, aus dem konfrontativen Blickwinkel.

Nimmt man eine andere Position ein, dann freilich entstehen gänzlich diverse Ansichten.

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Post von Viktor Orbán

Ich habe einen Brief von Viktor Orbán bekommen. Nun gut, nicht ich persönlich, sondern der Inhaber des Hauses. „Állítsuk meg Brüsszelt!“ steht in großen Lettern darüber: „Stoppt Brüssel!“

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Kognitive Störung Rot-Rot-Grün

Der große geniale Mao – den übrigens zahlreiche linke Politiker beider Schattierungen einst anhimmelten – kam auf die Idee, die Rattenplage im Lande zu lösen. Auf jede tote Ratte lobte er einen festen Gewinn aus. Die Kampagne zeitigte bald Erfolg. Schnell erkannten die schlauen, aber armen Bauern Chinas die unverhoffte Geldquelle und begannen mit der Rattenzucht.

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Blick in die Zukunft V

Nun ist es also so weit. Zum vorerst letzten Mal werde ich Hussain sehen. Über fast ein Jahr trafen wir uns mehrmals die Woche. Anfangs zusammen mit anderen, aber da der Kreis der Teilnehmer immer kleiner wurde, blieben nur wir zwei übrig, gelegentlich von Khaled oder Salim gestört.

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Unsichtbar macht straffrei

Ein Artikel in der heutigen „Zeit“ weckt Erinnerungen.

Schlecht bezahlt in Schwarzarbeit

Es geht um Schwarzarbeit unter „Flüchtlingen“. Nun werde sie zu einem systemischen Problem, logisch und folgerichtig, denn viele der Männer haben Schulden und brauchen Geld, mehr als die bescheidene Rundumversorgung des deutschen Staates beschaffen kann. Und da der Arbeitsmarkt aus den bekannten vielfältigen Gründen nur sehr wenigen offen steht, strömen Teile der Menge in die Löcher und Ritzen des Systems.

Im Artikel ist von krimineller „Arbeitsvermittlungen“ meist ebenfalls migrantischer Mitarbeiter der Asylzentren o.ä. die Rede. Ich erinnere mich an eine Gesprächsrunde, bei der ein anderer Weg zur Sprache kam.

Der junge Mann hatte massive Geldsorgen. Es ging nicht nur um Altschulden in Syrien, sondern auch um vergleichsweise hohe Ausgaben hier im Lande. Aus den Augenwinkeln bekam ich mit, wie er Freunde um Gaben bat. Kleine Euroscheine wechselten die Besitzer. Das sei so üblich, wurde mir berichtet, und die Ehre verlangte es, die Rückzahlung nicht zu vergessen. Fragte man nach, dann wurde schnell klar, daß es sich beim Empfänger um einen potentiellen „Vergesser“ handelte – kein Wunder, bei der unübersichtlichen Vielzahl der Darlehen. Offensichtlich fällt es Arabern trotzdem schwer, ein solches Ansinnen abzulehnen.

Jedenfalls kam er von einer Reise aus dem „Westen“ wieder und erzählte ganz ohne jegliches Schuldbewußtsein, daß er sich ein paar Euro dazuverdient habe. Ich fragte erstaunt nach dem Procedere. Der erfahrene Maurer hatte beim Hausbau geholfen. Wie das?

„Türkischmann auf Straße. Willst arbeiten? Zehn Euro.“ Zehn Euro die Stunde bot der Türke, um sein Einfamilienhaus zu renovieren und sprach dazu gezielt Asylanten auf der Straße an. Ich erläutere das Konzept „Schwarzarbeit“ und ernte erstaunte Blicke. „Illegal? Warum?“

Die Frage gibt mir die Gelegenheit zum wiederholten Male das Steuersystem zu erklären und die Arbeit von Zoll, Polizei und Bauaufsichtsbehörde. Ob es verstanden wurde, kann ich nicht sagen, daß es so nicht geht, wurde eingesehen und daß man seinen Aufenthalt riskiert oder zumindest verschlechtern kann, wohl auch. Es folgt das Versprechen, es nicht wieder zu tun.

Aber dann reibt er sich lachend die Hände – eine sehr typische arabische Geste – und sagt, daß die Behörden es gar nicht wissen konnten, denn der Türke sanierte sein Bad.

„Alles drin. Kann keiner sehen.“

Und unsichtbar macht straffrei.