Silversterparty anno 2017

Selbst bekomme ich ja nichts mit, sitze friedlich am Lagerfeuer, trinke mein Bier und irgendwann gegen Mitternacht – wir bemerken das nur an den Frequenzen der Raketenwerfer – machen wir uns einen Spaß aus unglaubwürdig gewordenen Ritualen, lachen und schauen wieder in die Glut.

Andere nehmen das ernster.

Zum Beispiel das ältere Ehepaar von nebenan. Die waren abends beim Italiener „schön essen“ und wollten auf dem Nachhauseweg den „Tunnel“, den zentralen Postplatz überqueren, wie sie es seit Jahr und Tag taten. Doch diesmal zwingt sie eine „wilde Horde Araber“, die zu durchdringen sie nicht wagten, zu einem Umweg. Es fielen später die Worte „das ist nicht mehr mein Plauen“ – aber was ist schon mein, was ist schon dein?

Oder die junge Frau aus Wien. Vor drei Jahren berichtete sie begeistert von den Feierlichkeiten auf dem Schwedenplatz. Dort tanzten die Wiener Wiener Walzer, den Donauwalzer,  elegant, stilvoll, beschwingt, voller Lebensfreude. Dahin wollte sie mit ihrem Partner auch in diesem Jahr, wollte diese helle Stunde der wienerischen Kultur und Tradition erneut erleben. Aber dazu kam es nicht … siehe oben.

So sah Silvester in Wien aus

So sah einst Silvester in Wien aus

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