Wen hat Messi vergewaltigt?

Liebe Leser! Dies wird mein letzter Artikel sein. Ich erkläre gleich, warum. Doch zuvor:

Das Ritual: Vergewaltigung ist ein schreckliches und abscheuliches Verbrechen und gehört, dort wo es stattgefunden hat, nach Recht und Gesetz bestraft. Verharmlosung gilt nicht.

© Focus – Das Nachrichtenmagazin

Und ich sage noch mehr! Hiermit rufe ich jeden Deutschen auf, Position nicht nur gegen Rassismus, sondern auch gegen sexuelle Gewalt aller Art zu beziehen.

Der Anlaß: Nachdem nun der „Spiegel“ sensationelle Enthüllungen im Kasus Ronaldo serviert, fragt sich die ganze Welt: Wen hat Messi vergewaltigt? Oder wer? Es ist, bei seiner Berühmtheit und Gehaltsliste, nur eine Frage der Zeit, bis das erste Opfer der messianischen Lust sich zeigt, die Einschläge kommen näher

Die Lehre: Seitdem diese Webseite Ende 2015 das Licht der Welt erhellt, haben sich die Zugriffszahlen rasant erhöht. Mehrere dutzend Leser aus aller Herren und Damen Länder greifen auf die Artikel zu, manche begehen nachweislich binge-reading, auf zweifelhaften Webseiten werden Links gesetzt, entsprechend suspekte Magazine und Verlage drucken Beiträge ab, diverse Nachfragen verschiedener Mediengruppen, für diese zu arbeiten, treffen ein. Mit einem Wort: Es besteht die Gefahr, berühmt zu werden, einen verantwortungsvollen Posten angeboten zu bekommen oder vielleicht sogar echtes Geld zu verdienen.

Damit steigt das Risiko exorbitant, früher jemanden vergewaltigt zu haben oder dies in Zukunft zu tun. Da ich einer solchen Anschuldigung vollkommen hilflos gegenüberstehen würde, gilt es vorausschauend zu handeln, den Anfängen, dem Kriechen aus dem Schoß – fruchtbar oder nicht – zu wehren. Dies läßt sich nur durch Anonymität gewährleisten. Ich verzichte hiermit freiwillig auf eine weitere Blogger-Karriere.

4 Gedanken zu “Wen hat Messi vergewaltigt?

  1. Pérégrinateur schreibt:

    „Damit steigt das Risiko exorbitant, früher jemanden vergewaltigt zu haben oder dies in Zukunft zu tun.“

    … oder dies in Zukunft irgendwann getan haben zu werden.

    Vielleicht sogar auf so perfide und traumatisierende Weise, dass dem beklagenswerten Opfer auch noch jede klare Erinnerung an den unvergesslichen Vorfall genommen wurde, wodurch diese schon durch den bloßen Blick auf den neuesten kümmerlichen Kontostand oder das eigene unzureichende Feminismus- oder Bekanntheits-Ranking leicht getrübt werden kann. Es sei denn natürlich, ein geübter und oneirologisch ausgebildeter Traumadiagnostiker und ein Haltungsjournalist mit großer Blase nähmen sich zusammen des Opfers an, dann wird alles wieder klar.

    Wichtig ist vor allem – die Belehrung darüber durfte ich schon mehrfach erfahren – die Angaben des prä­sum­tiven Opfers (Verflixt, man wird sie einfach nicht los, diese inzwischen völlig obsoleten Adjektive!) keinesfalls zu bezweifeln, da jeder Zweifel es erneut traumatisieren würde. Nach meiner Erfahrung wird dieses zweites Trauma schon gesetzt, wenn man gar nicht gegenüber dem Opfer selbst, sondern ferne von ihm nur allein gegenüber einem Sympathisanten von ihm zweifelt. Ganz offensichtlich findet dabei eine überschnelle Kommunikation statt, wie sie wohl nur emotional Intelligente zustandbringen können: Der Sympathisant hört das Unsagbare, fährt darüber zusammen, der Schrecken fährt zum Opfer, dieses wird verletzt und traurig, der Sympathisant erspürt es und ist darob empört.

    Man müsste dringend untersuchen, ob die unglaublich schnelle Übertragung hin und dann wieder zurück nicht vielleicht auf dem EPR-Effekt beruht. DIe Physik sollte sich endlich den bisher aus arroganter Sturheit unbeachteten Wirklichkeitsbereichen öffnen, in die nur Theologie, Tiefenpsychologie und die anderen, auf das Wesentliche ausgehenden Fächer Einblick verschaffen können.

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  2. gurriguh schreibt:

    Wenn es finanziell einer kleinen Aufheiterung bedarf,wäre doch so ein Konzept wie bei M.Klonovsky („Klingelbeutel“/ „Monatskollekte unter dunkeldeutschen Betschwestern“ ) bzw. Danisch-mäßig oder á la achgut.com überlegenswert – ohne die Gefahr, echtes Geld verdienen zu müssen. …berühmt sind Sie schon, da hilft auch keine Satire.

    Seidwalk: Im Ernst? Da kann einem ja bange werden! Also wird wirklich langsam Zeit?

    gurriguh: Ja. – Letztens empfahl ich einem Kollegen Ihr Blog – „kenn ich schon, von X aus Y …“ . Naja, es gibt Schlimmeres, mal ehrlich…

    Seidwalk: Mal ehrlich, es gibt Schlimmeres. Danke für die Unterstützung!

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  3. „Rechter Blogger vergewaltigt …“ kommt fast an den V-Mann-Gruß heran. Mein eigenes „fauxelle“-Fastverstummen ist nicht Folge einer Vergewaltigung (oh, das wär ’ne Geschichte!), sondern anderer Publikationsorte und der Größe der Ereignismenge multipliziert mit der Zahl der anderen Blogger und Twitterer. 2016 war jede kleinste rechte Wahr- und linke Schauderhaftigkeit erwähnenswert, heute schwemmen sie mich vor sich her.

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  4. Till Schneider schreibt:

    Wie jetzt?! Das ist wieder Satire, möchte ich doch hoffen. Mir sitzt noch die Selbstabschaffung von „Altermannblog“ im Kreuz, daher meine stark erhöhte Sensibilität und Unsicherheit …

    … die Selbstabschaffung von „Altermannblog“ war nur maasbedingt, aber eine messibedingte? Bitte nicht …

    Seidwalk: Zuletzt hatte ich das blinde Verstehen genossen … und Maas und Messi ist auch nicht schlecht.

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