Logik der Rettung

Jeder hat so seine Untoten. Für mich ist Rudolf Bahro einer: heute vor 20 Jahren starb er – in meinem Bewußtsein ist er so lebendig wie eh und je.

Das liegt im Grunde genommen an einem einzigen Buch, der „Logik der Rettung“, das ich – würde jemand danach fragen – ohne zu zögern, als das wichtigste Buch in meinem Leben bezeichnen würde, weil es eines der ganz wenigen Bücher ist, die direkt und unmittelbar mein Leben verändert haben. Wieder und wieder habe ich es durchgearbeitet und jede Lektüre ließ mich erschüttert zurück – das letzte Mal vielleicht vor 10,12 Jahren.

Wie fühlt es sich heute an? Berührt es noch immer?

Auch wenn Bahros Gesamtwerk recht umfänglich ist, so hat er doch nur zwei bleibende Werke geschrieben. Für einen kurzen historischen Moment wurde „Die Alternative. Zur Kritik des real existierenden Sozialismus“ weltbekannt – nur in der DDR, wo es verfaßt und die letztlich darin nach allen Regeln der marxistischen Kunst analysiert wurde, konnte man es nicht lesen.

Im Westen wurde es ein Bestseller, verkaufte sich zu Hunderttausenden und wurde selbst von den marxistischen Granden Herbert Marcuse, Ernest Mandel und anderen als der wesentlichste Beitrag des zeitgenössischen Marxismus kenntlich gemacht. Und als Bahro dafür acht Jahre nach Bautzen II ging, gab es weltweite Proteste, eine internationale Bahro-Konferenz vereinte 2000 Teilnehmer, Bahros Thesen zu diskutieren und zu kritisieren.

Bahro versuchte zu begreifen, warum der „real-existierende Sozialismus“ so weit von jenem Zustand entfernt war, den Marx und Engels als geschichtsnotwendig entworfen hatten? Statt einer Gesellschaft „worin die freie Entfaltung eines jeden die Bedingung für die freie Entfaltung aller ist“ (Marx), war in nur drei Jahrzehnten ein allmächtiger Bürokratieapparat entstanden, der Entfremdung und „Subalternität“ gesetzmäßig hervorbrachte.

Mit scharfem marxistischem und leninistischem Besteck deckte Bahro die Zwangsläufigkeit der falschen Entwicklungen auf: Was der Osten hervorgebracht hatte, war weder Kapitalismus noch Sozialismus, sondern Proto-Sozialismus. Das analytische Übel lag bereits in der theoretischen Wurzel, nämlich bei Marx, der die sogenannte „asiatische Produktionsweise“ mißverstanden hatte, und bei Lenin, der die marxistische Theorie nach den aktuell-politischen Bedürfnissen, die durch die gewaltsame Machtübernahme der Bolschewiki entstand, polittaktisch umbog.

Damit hatte Bahro gleich drei theoretische Ursünden auf sich geladen: Partei und Machtapparat kritisiert, die marxistisch-leninistische Sophistik gegen sie selbst gerichtet und die Klassiker gegen – eigentlich natürlich mit – den Strich gelesen. Gerade weil Bahro Kommunist war, war er der Nomenklatura so gefährlich. Die las zwar, wie die nationale Intelligenz, heimlich sein Buch und manch einer mag der empfohlenen Radikalreform insgeheim zugestimmt haben, aber nach außen war das nicht mehr vermittelbar. Dabei wollte Bahro den Sozialismus, den wahren Sozialismus, retten.

Blättert man die „Alternative“ heute durch, dann wird ihre Aktualität erschreckend deutlich! Das liegt nicht nur an Bahros luziden Argumentationen, sondern auch an der politischen Verknöcherung des bundesrepublikanischen Politsystems. Dieses Buch gilt es im konservativen Kontext neu zu entdecken!

Das Buch war auch in ganz anderer Art richtungsweisend. Bahro war darin davon ausgegangen, daß die materiellen Grundlagen für die kommunistische Umgestaltung auch in der DDR längst gegeben waren und daß das permanente Verschieben auf eine Zeit höherer Produktivität und größerer materieller Versorgung die „allgemeine Emanzipation“ nicht nur auf den Sanktnimmerleinstag verschiebt, sondern die Verträglichkeit eines endlichen natürlichen Systems übersteigt. Bahro war schon Ende der 70er und gänzlich ohne die westliche Denktradition, ein Grüner gewesen.

Es wundert daher nicht, daß er nach seiner vorzeitigen Haftentlassung – er nutzte die zwei Jahre Einzelhaft übrigens, um Französisch und Italienisch zu lernen, die Weltliteratur zu lesen und die Bibel zu studieren, und lamentierte später nie – zu den frühen Grünen fand. Eine kurze Zeit im Vorstand und der Fischer-Kurs, der die politische Teilhabe anstrebte, ließ ihn bald zweifeln. Bahro wollte das Ganze.

Sein Buch „Logik der Rettung“ ist denn auch das tiefgründigste und radikalste, das fundamentalste ernsthafte ökologische Denkexperiment, das je unternommen wurde.

Diese steile These muß bewiesen werden. Was Bahro von allen anderen ökologischen Ansätzen unterscheidet, ist der unbedingte Wille, an den Grund des Problems zu gelangen.

Worin wurzelt der menschliche Zerstörungsimpuls, wo findet die erste Entzweiung, der Austritt aus den ursächlichen, sich mehr oder weniger selbst regulierenden natürlichen Prozessen statt? Hat man dieses Moment ausfindig gemacht, dann – so meint Bahro – wäre der archimedische Punkt gefunden, an dem anzusetzen wäre und an dem angesetzt werden müßte, wollte man den exterministischen Energiefluß, den Menschen seit ewigen Zeiten, seit 250 Jahren aber in exponentieller Steigerung, hervorbringen, stoppen. Alles andere wäre nur Kosmetik und Selbstberuhigung.

Daraus ergibt sich zwangsläufig, was alles nicht hilft, die Apokalypse aufzuhalten: „politische Geschäftigkeit“, Bürgerinitiativen, Betroffenheit, Warnungen, abstrakte Analyse, Mülltrennung, technische Lösungen, Recycling, Windräder und Elektroautos etc., im Gegenteil, die sind in der Regel Akzeleratoren des Gesamtprozesses, der von Steigerungsraten ausgeht und den bereits existierenden Problemen neue Problemkomplexe aufsetzt.

Bahro begibt sich auf Tauchstation, um die „Logik der Selbstausrottung“ aufzuzeigen. Der Exterminismus wird vom Industriesystem gespeist und in der Tat glauben die meisten Rettungsansätze, die Lösungen auf dieser Ebene liefern zu können. Mittlerweile denkt man sogar daran, das Meer abzupumpen oder zu düngen, die höheren Sphären mit versprühten Mikropartikeln lichtundurchlässiger zu machen, ganze Kontinente mit Reflektoren zu überziehen oder CO2 ins Erdinnere zu pumpen.

Darunter jedoch verbirgt sich die Kapitaldynamik, einschließlich der Geld- und Zinspolitik; denken wir nur an Silvio Gesells Freigeld oder das Schwundgeld o.ä. Die Kapitaldynamik ruht auf der Europäischen Kosmologie mit ihren theologischen, epistemologischen und ontologischen Grundannahmen und dies wiederum auf dem Patriarchat, das im feministischen Versuch, die Frau dem Manne gleich zu machen und gleich zu stellen, nur verfestigt und nicht aufgelöst wird. Beide, Mann und Frau sind darin befangen; für Bahro ist der „Geschlechtsunterschied eines der kosmogonischen Urprinzipien“.

Schließlich landet er bei der tiefsten möglichen Schicht, der conditio humana. Der Mensch ist mit dem Patriarchat aus der zyklischen Verlaufsform der Vorgeschichte ausgebrochen, aber daß er das konnte, muß bereits in seinem Wesen begründet gewesen sein, im „ersten Sieg“, dem Sieg des Menschen über das Tier aufgrund seiner geistigen Überlegenheit.

Dort müsse angesetzt werden, im Bewußtsein. Geschichte ist für Bahro – hier übersteigt er Marx um eine Runde – Psychodynamik. Und hier ist auch der Ort, wo er einen Großteil seiner Leser, die ihm vielleicht in der Analyse noch gefolgt sind, verloren hat. Ein wesentlicher Weg ist nämlich die „Reise nach innen“, Spiritualität, und das meint das sich erschließen und öffnen der Weisheitslehren der Menschheit: allzu schnell wird das als „Esoterik“ verschrien. Bahro selbst weilte einige Wochen beim Bhagwan Shree Rajneesh, später Osho, was man ihm ankreidete. Seine Inspirationen nimmt er eklektisch aus verschiedenen Richtungen: Kundalini-Yoga, Sufismus, Buddhismus, Taoismus, Schamanismus oder die deutsche Mystik.

Tatsächlich wird es ohne einen fundamentalen Bewußtseinswandel nicht zu machen sein. Dieser muß letztlich zur Bereitschaft führen – die mit Überzeugung nicht zu erlangen ist, sondern die verinnerlicht werden müßte – seinen materiellen Grundumsatz um den Faktor 10 zu verringern (heute dürfte es zehn mal so viel sein), um dadurch an die eigenen Glücksreserven, in „der inneren Mitte“, zu gelangen. „Nur wer sich selbst genug ist, so daß ihm alles Notwendige zufließt, kann aufhören, Jäger zu sein.“

Den zweiten Teil seiner Leser verlor Bahro beim Versuch, die „Logik der Rettung“, also den Ausweg zu zeigen und politische Maßgaben – obwohl sein Buch transpolitisch ist – aufzuzeigen. Das ist ohne Frage der problematischere Teil, da er über eine akademische Ethik weit hinausgeht und konkrete gesellschaftliche Veränderungen fordert, die den Rahmen der parlamentarischen Demokratie sprengen. Fundamentalismus war demzufolge das Totschlagwort.

Um die ORDINE NUOVO zu errichten, bräuchte es einen „Fürst der ökologischen Wende“ und eine diesen tragenden „unsichtbare Kirche“, also eine lose Versammlung der Wissenden. Diese Denkfigur war gar nicht neu, denn schon in der „Alternative“ stellte sich Bahro einen neuen „Bund der Kommunisten“, einen „kollektiven Intellektuellen“ vor, der mit einer Art sanfter Gewalt die beste Einsicht politisch umzusetzen hat. Statt Leben in den Metropolen machte er sich für kleine regionale Kommunen stark und begann sogar, diese zu leben.

Als er dann noch die Chuzpe hatte, vom „grünen Adolf“ zu reden und die fundamentalökologischen Impulse des Nationalsozialismus zu erwähnen, die „miterlöst“ werden müßten, da war das Band zu den pawlowschen Grünen und Linken, die seine natürlichen Verbündeten hätten sein sollen, gerissen. Entsprechend schlechte Presse bekam das Buch. …

Heute lese ich es fast emotionslos – aber das liegt nicht an Bahro. In seinem Fragen, in seinen Analysen und Annahmen, sogar in seinen Lösungsvorschlägen hat er noch immer recht. All das hätte gesehen und gedacht und gemacht oder gelassen werden müssen. Vielleicht gab es 1989/90 tatsächlich ein schmales historisches Fenster, die apokalyptische Logik aufzuhalten.

Daß es diese Logik – im Sinne von Folgerichtigkeit – gibt, dazu braucht man den „Klimawandel“ nicht: ob Plastikverseuchung der Meere, ob Überfischung oder Arten- und Insektensterben, ob Atommüllagerung oder Bodenerosion, Überbevölkerung oder Ozeanerwärmung … wohin wir schauen, sind die katastrophalen Resultate des Anthropozäns unübersehbar. Statt „Kehre“ machen sich die klügsten Köpfe der Erde für Aussiedlung auf andere Planeten stark, ohne begreifen zu wollen, daß dieses gigantische ressourcenfressende Projekt der letzte Sargnagel wäre, ohne sehen zu wollen, daß unsere ganze biopsychosoziale Grundverfassung auf die Erde, terrestrisch ausgerichtet ist.

Die Entscheidungen sind mittlerweile gefallen. Damals, Ende der 80er Jahre, konnte man sich noch weich machen, öffnen, in der Hoffnung, der taoistische, der integrale, der versöhnliche Weg wäre noch begehbar. Heute erscheint das vollkommen absurd. Das historische Fenster wurde mit lautem Knall zugeschlagen, ohne daß Bahros Stimme – oder die Lewis Mumfords, James Lovelocks, Ken Wilbers, Jean Gebsers, Johannes Heinrichs und einiger anderer – in den Zirkeln der Macht auch nur gehört worden wäre.

Die Demokratie betrat den Pfad der totalen technischen Mobilmachung und des Universalismus, sie schützte den zügellosen Kapitalismus, die Technisierung, den Konsum, der nun auch nach Asien und Afrika getragen werden soll; die befreienden Impulse des Feminismus, die immerhin bis in die zweite Schicht hinabreichten, wurden von den eigenen Protagonistinnen in die selbstwidersprüchlichen Paradoxien geführt – sie wollten, ganz patriarchal gedacht, die Macht haben und sie haben die Macht, statt sie aufzuweichen, in weitere Kämpfe getrieben; und selbst der ökologische Gedanke, der einst auf Mitgefühl mit der lebenden Kreatur beruhte – neben den akuten Überlebensängsten – wurde in die wissenschaftliche und politische Verwaltung überführt. Die Ressource Mitleid hat sich als endlich erwiesen.

Heute wissen wir: Die Konflikte, die Kriege, die Katastrophen werden kommen und sie sind schon da! Wer jetzt noch weich ist, wird als erster leiden. Die Zeit sucht Härte. Wer jetzt noch vertraut, die Tür unverschlossen läßt, den wird man belehren. Neue Generationen, die Millennials, die digital natives, haben gar keine Möglichkeit mehr, Bahro zu verstehen, geschweige denn aus seinen Überlegungen – die so aktuell sind wie damals – Handlungskonsequenzen zu ziehen.

Bahros Programm war – wenn überhaupt möglich – die Rettung. Sein „Fehler“ war die anthropologische Utopie, aber er war nicht zu vermeiden. Heute wirkt es wie ein Schlüssel an der Haustür, der gegen Trojaner und Viren schützen soll. Es gibt keine „Logik der Rettung“ mehr.

Es gilt der alte weise Satz: Rette sich, wer kann.

Literatur:

Die Alternative. Zur Kritik des real existierenden Sozialismus. Köln 1979 und Berlin 1990 – obligatorisch!

Logik der Rettung. Wer kann die Apokalypse aufhalten? Ein Versuch über die Grundlagen ökologischer Politik Stuttgart 1987 und Berlin 1990 – muß man kennen!

Rückkehr. Die In-Weltkrise als Ursprung der Weltzerstörung. Frankfurt 1991. Enthält neben Gastbeiträgen Arbeiten im Umkreis der „Logik“ – fakultativ.

Rudolf Bahro: Denker Reformator Homo politicus. Berlin 2007 – Enthält neben Gastbeiträgen posthume Arbeiten und Vorlesungen in der Nachbereitung und Selbstkritik der „Logik“ – fakultativ

Bahro: From Red to Green. London 1984 – interessanter Interviewband.

Guntolf Herzberg/Kurt Seifert: Rudolf Bahro. Glaube an das Veränderbare. Eine Biographie. Berlin 2002 – sehr umfängliche, gut recherchierte, zurückhaltende und gut geschriebene Lebensgeschichte. Auch ein Blick in die deutsche Geschichte. Sehr empfehlenswert!

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6 Gedanken zu “Logik der Rettung

  1. Ulrich Christoph schreibt:

    Liest man Ihren Beitrag nebst Kommentar zu Bahro und den Kommentar Pérégrinateurs, klart unvermutet der trübe Dezemberhimmel auf und der Himmel wird blau. Es geht auch um die Intention, darum krame ich jetzt die „Logik der Rettung“ (fast hätte ich aus Versehen statt Rettung Intention geschrieben) aus dem Dachbodenregal hervor, um das Gedächtnis – fast emotionslos – aufzufrischen. Danke Ihnen beiden.

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  2. Pérégrinateur schreibt:

    Utopiealarm! Utopiealarm!

    Eine Gesellschaft „worin die freie Entfaltung eines jeden die Bedingung für die freie Entfaltung aller ist“, ist entweder eine bloße erhebende Leerformel – oder, wenn doch ernst gemeint, die ziemlich genaue Beschreibung einer Gesellschaft, die ihre Entscheidungen konsequent pareto-antioptimal trifft; der langsamste hält hierbei immer den ganzen Zug auf. Dieses oder letztes Jahr war etwas verloren eine Meldung in der Presse zu lesen, wonach eine amerikanische Universität an der Westküste (UCLA?, Stanford?) ihre Vorlesungen aus dem OpenCourseWare-Angebot zurücknimmt, weil es für Blinde nicht nutzbar und deswegen natürlich diskriminierend war. Es ist eine Entscheidung in exakt diesem Geiste.

    „Tatsächlich wird es ohne einen fundamentalen Bewußtseinswandel nicht zu machen sein. Dieser muß letztlich zur Bereitschaft führen – die mit Überzeugung nicht zu erlangen ist, sondern die verinnerlicht werden müßte – seinen materiellen Grundumsatz um mindestens eine Zehnerpotenz zu verringern (heute dürfte es zehn hoch zehn sein), um dadurch an die eigenen Glücksreserven, in ‚der inneren Mitte‘, zu gelangen.“ – Zehn Zehnerpotenzen, das ist fast das Verhältnis der Massenanteile von Siluzium zu Krypton in der Erdkruste, siehe
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_H%C3%A4ufigkeiten_chemischer_Elemente#Häufigkeiten_auf_der_Erde
    oder die dort gleich folgende Tabelle zur Zusammensetzung des menschlichen Körpers, bei der eine solch große Spanne nicht einmal zu finden ist. Wie sollte sich zudem der plötzliche Sprung in weniger als 50 Jahren um neun Zehnerpotenzen plausibel erklären lassen? Das entspräche dem Unterschied einer Weltpopulation von sieben Milliarden zu sieben Menschen.

    Ich glaube nicht an die geschichtliche Wirksamkeit von intentional betriebenem Bewusstseinswandel; hier ist ein Punkt, wo der klassische Marxismus für mich attraktiv ist, wenn auch durch seinen engen ökonomischen Determinismus viel zu reduktiv und durch seinen daraufgesetzten planlosen Willen, erst einmal die alte Gesellschaft zu zerstören, worauf sich dann das Notwendige schon finden werde, utopischer als alle der von Marx kritisierten Gesellschaftsutopien des 19. Jahrhunderts. Meist sind die willentlichen „Treiber“ der Gesellschaftsumwälzung realiter Getriebene. Sehr verbreitet darunter ist der Typus, der sich aus eigener Unzulänglichkeit oder metaphysischer Bedürftigkeit, die er mit überspannten gesellschaftlichen Erwartung kompensiert oder ausfüllt, zu Ideologien hingezogen fühlt, die den « Grand Soir » beschwören, nach dem dann von alleine alles besser werde. Sehr häufig angetroffen bei den verbiesterten K-Grüpplern an der Universität. Sie sind wie die Lotteriespieler, die anscheinend nicht um materielle Aussichten zu verbessern spielen, sondern nur, um ihrer wenn auch eitlen Hoffnung während unveränderter Lage Aufschwung zu verschaffen. Gabel, Messer, Schere, Licht / Sind für kleine Kinder nicht. / Gibt man diesen aber Macht / Haus und Staat zusammenkracht.

    Nichts gegen den Garten und die mäßigen Freuden der paradoxerweise verschrienen Epikureer, aber die evolutionären Konkurrenzverhältnisse auf jeder Ebene drängen die meisten unvermeidlich ins Große und Grenzenlose. Das fängt schon, vor jedem Patriarchat und ähnlichen vermeintlichen Gründen, in der Tierwelt an. Wieso waren die isothermen Säugetiere und Vögel so erfolgreich? Die Erde böte Platz für viel mehr poikilotherme Tiere mit ihrem viel kleineren Grundumsatz. Die isothermen fressen sie aber, während sie noch in ihrer Kältestarre verharren. Die starken, reichen, comme il faut gekleideten, in summa prassenden Jetzt-komm-ich-Kerle dürften die in allem unzulänglicheren anderen bei der Fortpflanzung gewöhnlich ausstechen. Schließlich will es das weibliche Geschlecht gewöhnlich auch mindestens zwei Grad wärmer als das männliche, und dazu bitte möglichst auch noch durchgehend solche Savannentemperaturen in der Wohn- und an der Arbeitsstätte – und schon beginnt man am in der Ressourcenverprassung angeblich wirksamen männlichen oder patriarchalen Prinzip zu zweifeln. Im Staatenkonflikt gewinnt gewöhnlich auch derjenige der Gegner, der die größten Ressourcen mobilisieren kann, das sind dann eben oft auch materielle. Das rezente Scheitern der USA im Nahen Osten ist wohl nur der begrenzten Substituierbarkeit menschlicher Ressourcen durch materielle zuzuschreiben, aber für zerstörerisch-niederhaltende und damit andere einschüchternde Attacken reicht es immer noch gut.

    Schon vor zwei Generationen verkündeten die Futurologen, Erdöl sei viel zu kostbar, um es schlichtweg zu verbrennen, vielmehr könne man daraus wichtigere Nahrungsmittel zu gewinnen. Leeres Geschwätz, vielmehr wird jede Ressource in jeder möglichen Verwendung so lange verbraucht, bis sie, selten geworden, prohibitiv teuer geworden ist. Wer es anders hielte, verschlechterte nur seine Konkurrenzbedingungen, wie etwa Deutschland mit dem Subventionsalptraum Energiewende, die übrigens noch nicht einmal den so teuflischen CO₂-Ausstoß verringert. Mit La Rochefoucauld zu reden: « C’est une grande folie de vouloir être sage tout seul. »

    Eine „unsichtbare Kirche“ haben wir übrigens heute schon in Gestalt der zur Predigt unfähigen Oberpriesterin und ihrer Nudging betreibenden PR-Experten mitsamt der Medien-Corona. Was lässt Sie glauben, dass die unsichtbare Kirche Bahros anders geriete? Absolute Macht korrumpiert absolut. Der taoistische Weg, das waren realiter Lebensmaximen für eine Ameise, die in einer Zeit streitender Reiche von keinem der Elefanten zerquetscht werden wollte. Es wird aber zu allen Zeiten nicht nur Ameisen, sondern auch große Tiere geben, die auf solche Regeln pfeifen werden.

    Leidlich heil durch die Zeiten kommen, mehr kann in dieser Welt gewöhnlich ein Einzelner oder ein Staat nicht erreichen. Steckt man die Ziele zu hoch, fällt man nur von der Leiter. Es gibt keine „Erlösung“, außer für die in Befolgung etwa schopenhauerischer Maximen erst gar nicht Geborenen. Hoffnung ist ein anthropologisches Grundübel. [Zitatquelle hierfür gerade nicht zur Hand …]

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    • Ich hätte mein ganzes riesiges Vermögen verwettet, daß diese Antwort aus exakt dieser Richtung kommt – deswegen habe ich mich sogleich der Kritik Bahros enthalten, da Utopieresistente (zu denen ich nicht zähle) ohnehin besser dafür geeignet sind. Danke!

      Sie haben in allem recht – aber Bahro auch, wenn er schreibt: „Wenn wir all das nicht wenigstens ernsthaft in Erwägung ziehen möchten, dann sagen wir, daß wir sterben wollen.“ (Bitte diesen Satz nicht zerpflücken – es geht um die Intention …)

      Ganz so klar ist die Sache mit der Gesellschaft „worin die freie Entfaltung eines jeden die Bedingung für die freie Entfaltung aller ist“ nun doch nicht. Bahro führt hin und wieder den Menschen Jesus an, um anzudeuten, daß dieser Menschenschlag anthropologisch möglich ist und er hätte sich noch viel mehr auf diverse buddhistische Gesellschaften und Kommunen berufen können, aber er scheitert an tieferer Einsicht in den Buddhismus, weil er Buddha selbst für eine patriarchale Figur hält (Buddha hatte anfänglich Frauen ausgeschlossen und später seine Prognose, daß seine Lehre 1000 Jahre überstehen würde halbiert, nachdem er sich doch hat breitschlagen lassen und Frauen in den Mönchsorden (getrennt natürlich) erlaubte). Jedenfalls hat der Buddhismus, solange man ihn als solchen bezeichnen kann, trotz kultureller Höchstleistungen über Jahrhunderte, keinen Exterminismus hervorgebracht – und das durch einen „fundamentalen Bewußtseinswandel“ und die entsprechenden Techniken, diesen zu interiorisieren. Er hat sich allerdings auch vom erobernden Islam in Indien wehrlos abschlachten lassen. Das Problem am Buddhismus ist sein „parasitärer Charakter“ – man müßte ihn mit einer „Subsistenzwirtschaft“ – mit diesem Konzept tingelte Bahro Anfang der 90er durchs Land und ich habe ihn selber noch erlebt – verknüpfen.

      „Leidlich heil durch die Zeiten kommen, mehr kann in dieser Welt gewöhnlich ein Einzelner oder ein Staat nicht erreichen.“ Das muß der ökologischen Verträglichkeit ja nicht widersprechen – man sollte beides zu verbinden versuchen.

      Das führt zur „unsichtbaren Kirche“ – man muß es doch wenigstens diskutieren können und nicht gleich am Wort scheitern. Den Begriff hat Bahro später selber abgelehnt, wegen der Mißverständnisse. Wie schon bei seinem „Bund der Kommunisten“ war wohl eine seelisch-geistige, ethische, in sich vielfältige aber in der Fundamentalfrage einige Großgemeinde, eine kritische Masse an Gleichgesinnten gemeint. Verabsolutierungen müßten natürlich durch strukturelle und bewegliche „politische“ Entscheidungen und Prozesse zu verhindern versucht werden, so wie das der Herrschaftsform Demokratie ja zeitweise ganz gut gelungen ist. Man könnte aber auch monarchistische oder priesterliche Komponenten mitdenken: der Lamaismus etwa scheint mit Ähnlichem – Auserwählung und lebenslange Schulung und Vorbereitung – ganz gut gefahren zu sein. Expertokratische Elemente wären auch bedenkenswert.

      Wenn man die Tiefenbohrung, wie Sie andeuten, noch weiter treiben wollte und auf die condition animale zurückgeht, dann müßte man nachweisen können, daß eines der großen Massensterben in der Geschichte des Lebens, tatsächlich durch ein bestimmtes Lebewesen in historisch sehr kurzer Zeit hervorgerufen worden war – soweit ich weiß, handelte es sich stets um rein physikalische Ursachen (wenn auch mit biologischen Synergieeffekten). Ansonsten tendiert die „Natur“ zum Ausgleich und zur Balance, zumindest in diesem kurzen Zeitfenster der letzten paar hundertmillionen Jahre. Unabhängig davon, wäre dieser Rekurs aufs Tier zwar interessant aber jenseits unserer Einflußmöglichkeiten.

      Die mathematische Absurdität ist dem schnellen Finger – habe das Ding gestern noch in aller Eile eingetippt – zu danken. Es ging um den Faktor 10 und der könnte sich in den letzten 30 Jahren – das ist aber nur ein Stilmittel, um Dringlichkeit zu simulieren – durchaus verzehnfacht (=100) oder auch nur verdoppelt haben, das spielt keine Rolle. Es ging auch Bahro nicht um die konkrete (intuierte) Zahl, sondern um die Dimension. Ist jetzt korrigiert.

      Wie sagte La Rochefoucauld: „Manchmal dient uns der Geist dazu, kühn Dummheiten zu begehen.“

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      • Pérégrinateur schreibt:

        Mit Anti-Utopismus diene ich gerne.

        Für nachweislich relativ schnelle Ausrottung hat meines Wissens oft die Ankunft von Neozoen gesorgt. Viele Beispiele in Australien. Selbst hierzulande sprechen sich inzwischen die amtlichen Naturschützer für die Beibehaltung (!) von Querbauwerken in manchen Bächen aus, um die Einwanderung amerikanischer Krebsarten in die noch nicht betroffenen oberen Einzugsgebiete zu verhindern, welche die spezifisch für den Europäischen Flusskrebs so fatale Krebspest einschleppen.

        Eine direkter Nachweis von Ausrottungsereignissen aus dem Fossilbericht ist leider kaum zu führen, dieser ist dazu nämlich zu anekdotisch ist (also kaum „Life“-Fossilien von Eierdiebstählen usw.), man hat meist nur den Vergleich vorher/nachher. Zufällige, vom Menschen durchaus unabhängige Seeverfrachtung kontinentaler Arten auf Vulkaninseln ist aber gut bekannt, die wirkt sich dann in solchen meist außer vielleicht an Vögeln faunaartenarmen Biotopen oft fatal aus.

        Man sollte übrigens auch immer an die Botanik und speziell an Neophyten denken. Auf einer Bahnfahrt diesen Frühsommer durch den Thüringer Wald habe ich mit großer Wonne gesehen – und als einziger im Abteil, denn die Jugend um mich herum starrte auch im wunderschönen Waldgebiet zwischen Pressig und Probstzella fix in ihre blickfangenden Geräte – dass dort noch durchweg Pestwurzwälder die Bäche begleiteten. In der Gegend meines gewöhnlichen Aufenthalts dagegen ist die Pestwurz schon sehr selten geworden, da mehr und mehr das Indische Springkraut dessen ökologische Nische erobert. Eine Verwandte von mir hat in ihrem Garten rund fünf Jahre lang gegen das Aussamen und verbliebene Wurzeln gekämpft, bis sie dieses arglos angepflanzte Kraut dann endlich wieder loswurde. Der Japanische Staudenknöterich bildet ebenfalls Wälder in alten Sandgruben und lässt so neben sich nichts hochkommen.

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        • Neophyten und Neozoen zählen hier natürlich nicht oder nur insofern, als sie lediglich regionale oder von mir aus auch kontinentale (Australien, Neuseeland) Ökosysteme veränderten.

          Als die ersten Europäer Neuseeland betraten, so liest man in Reisebeschreibungen, da konnten sie ihr Wort vor lauter Vogelgesang und Vogelgekreische nicht verstehen. Ein Freund war vor ein paar Jahren zum bird watching in NZ und genoß die himmlische Ruhe in den Wäldern – der Rest war Katzen- und Rattenarbeit. Die amerikanische Wandertaube verdeckte (und verdreckte) vor 200 Jahren den Himmel im biblischen Ausmaß – es gab Milliarden Tiere. Hundert Jahre später nannte man das letzte Tier „Anna“ – alle den Kugeln der Kolonisten (Neozoon) zum Opfer gefallen.

          Die Bsp. sind Legion, aber die Schwarzmeergrundel wird den Rhein nicht kaputt machen, auch wenn sie das „Gleichgewicht“ – das es natürlich immer nur im Moment gibt (das ist wie Zenons ruhender Pfeil) – der Fischwelt empfindlich stört. Über die Jahrhunderte würde „der Rhein“, ließe man ihn in Ruhe, damit umgehen können. Streng genommen sind wohl die meisten Arten Neos (irgendwann gewesen). Es geht nicht um den Fakt allein, es geht um die Geschwindigkeit!
          In England sahen wir vor 15 Jahren schon kein rotes Eichhörnchen mehr und die schwarze Nacktschnecke ist in kürzester Zeit durch die Lusitanische Wegschnecke aus Spanien vertrieben worden. Nicht umsonst setzt sich auch im Naturschutz immer mehr die Einsicht durch, jegliches Eingreifen und Regulieren zu unterlassen, auch wenn es anfangs mit schweren Verlusten (z.B. Borkenkäfer) verbunden ist: im Bayerischen Wald und im Harz macht man damit gute Erfahrungen.

          Kurz und gut: ich meinte die sogenannten 5 großen Extinktionen – die letzte am informativsten, durch (vermutlich) Meteoriteneinschlag verursacht – sie ließ 95% der Tierwelt verschwinden; danach gab es eine neue Lebensexplosion. Das sind höhere Ursachen – wird (besser: würde, wenn wir so lange durchhalten) uns auch irgendwann passieren.

          Nehmen wir an, der Supervulkan der Phlegräischen Felder explodierte oder der im Yellowstone Park – beide expandieren seit Jahren: Welche menschliche Gesellschaft würde eine solche Katastrophe als ganzes besser überstehen? Mein Tipp: die von Bahro anvisierte, regional und subsistenzwirtschaftlich organisierte … während die globalisierte wohl als ganzes in die Knie gehen würde, obgleich es nur irgendwo in der nordamerikanischen Pampa gerumst hat oder eine ohnehin runtergwirtschaftete Großstadt verglüht ist.

          Umberto Eco hatte das vor langer Zeit in einem seiner Essay-Bände („Über Gott und die Welt“?) einmal durchgespielt. Dort ließ er im eiskalten Winter ein Flugzeug in New York abstürzen, was zu großflächigen Bränden, Stromausfall und in nullkommanix zu Verteilungskämpfen, Anarchie und Chaos im ganzen Land führte. Die berühmte Firnis der Zivilisation …

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          • Pérégrinateur schreibt:

            Der erste Photosynthese betreibende Organismus war wohl ziemlich fatal für alle obligat anaeroben Organismen. Der tödliche Anreicherungsgrad des Stoffwechselgiftes Sauerstoff in der Atmosphäre hat allerdings wohl etwas gedauert, so dass er am Ende auch nur noch recht weitläufig verwandte Helfer gehabt haben dürfte.

            Dass unsere Gesellschaften immer weniger resilient werden, will ich gar nicht bestreiten. Mit der fortschreitenden Ökonomisierung aller Lebensbereiche und der Unternehmenskleinfiletierung und Aufgabenauslagerung geht die staatliche Gesamtverantwortung verloren und die der Versorungs-Unternehmen wird diffus. Ich stelle mir schon länger vor, was wohl ein dank der zunehmenden Instabilität des Stromnetzes unter Bedingungen des Einspeisungsvorranges immer wahrscheinlicherer großflächiger Stromausfall für Folgen haben wird? Das auf IP umgestellte Festnetz fällt gleich aus, nach einem Tag werden die Wohnungen kalt, weithin kein warmes Essen mehr, nur wenig darauf funktionieren die Handynetze nicht mehr, bald gibt es wegen Ausfalls der Tankstellenpumpen keine Lebensmittellieferungen und bald auch keine mobile Polizei mehr usw. usf. Wie lange wird dann der Kaltstart des Gesamtsystems wohl dauern? Am Ende wird natürlich A sagen, er habe sich darauf verlassen, dass B funktioniert und umgekehrt B über A. Der einzige Vorteile bei der Sache könnte sein, dass auch die mediale Nabenschnur zerrissen wird, da werden wohl einige selbst neu zu denken anfangen, Zeit und Anlass genug werden sie ja wohl haben. Wenn ich mir die heutigen, in zentralbeheizten Treibhäusern aufgezogenen Mimöschen anschaue – das wird ganz schön herb für sie! Man stelle sich nur vor – Wegfall des Menschenrechts auf minütlichen Handyempfang! DIe kriegsgestählte Generation war da noch von anderem Schlag.

            Welche der beiden Modellgesellschaften bei Katastrophen weniger Verluste erleiden wird? Eine Subsistenzgesellschaft erzwingt wohl immer eine relativ kleine Bevölkerungsdichte und dürfte auch keine großen Zentren haben. Zumindest bei nicht ganz großen Katastrophen bringt Zentralisierung aber auch Vorteile: Mit einer einzigen Notlieferkette kann man mehr Menschen erreichen, weil man keine Einzelhöfe abklappern muss, in welchen, ohne dass es sonst jemand erführe, wohl Banden von Coquillards „Die Füße im Feuer“ mit den überrraschten Bewohnern spielten. Bei großen Katastrophen mag sich die Selbstversorgergesellschaft als System besser stellen, aber vielleicht nur deshalb, weil sie eben überhaupt wenig systemhaft ist. Und was machen die Subsistenzler nach drei Jahren Missernten wegen eines fernen Vukanausbruchs? Werden sie wirklich die nötigen Reserven vorgehalten haben? Die wissenschaftlich-technische Zivilisation braucht vermutliche große städtische Zentren, ohne diese versinkt die Menschheit wohl in Dummheit und indolenter Leichtfertigkeit; womöglich kennen die Subsistenzler nach einiger Zeit nicht einmal mehr die Bedingungen ihrer Subsistenz. Andererseits hat ein zentralisierteres System, in dem am Ende nur die sympathischer wirkenden Sprechpuppen administrieren, dem Rette-sich-wer-kann gegenüber keinerlei Vorteil.

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