Das andere der Kulturen

Oh, East is East and West is West, and never the twain shall meet, Till Earth and Sky stand presently at God’s great Judgment Seat …

Einer, der es wissen mußte, war Rudyard Kipling (1865-1938) gewesen. In Indien geboren, im heutigen Pakistan gelebt, ein Weltreisender, der den Kontakt mit anderen Kulturen immer gesucht hatte. Man kennt ihn heutzutage fast nur noch wegen seiner Kinderbücher („Dschungelbuch“, „Kim“), zu Lebzeiten galt er als einer der Meister der Kurzgeschichten, für die er auch den Nobelpreis erhielt.

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Drei Wochen im Ballon

28.9. 2019

Das dreiwöchige intensive Studium der ungarischen Sprache in Budapest hatte noch einen interessanten Nebeneffekt. Das größte Problem überhaupt war es, bezahlbaren Wohnraum in der Stadt zu finden. Vielleicht ein Studentenheim oder eine billige Pension? Nichts dergleichen tat sich auf, bis dann ein guter Freund seine Budapester Zweitwohnung zu akzeptablen Konditionen anbot. Die Wohnung war perfekt, die Anbindung exzellent – nur einen Internetanschluß besaß sie nicht.

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Der Mensch als Demutsübung

Dieser Tage sah ich ein sich paarendes Libellengespann – vermutlich zwei Azurjungfernan der Regentonne Eier ablegen. Das war eine schlechte Entscheidung, denn der Trog trocknet in der Regel mehrfach im Jahr aus und wird noch öfter durch heftige Regengüsse gewaltsam überflutet.

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Greta Thunberg Superstar

Die meisten Menschen haben ein paar lebenslange Maximen, an die sie sich halten. Mein Großvater zum Beispiel, der sechs Jahre in russischer Kriegsgefangenschaft verbracht hatte und erst 1950 nach Hause – nein, das ist falsch, denn die Familie war inzwischen vertrieben worden –, also in die neue Heimat kam, die nie seine wahre Heimat wurde, mein Großvater lebte nach dem Motto: „Lieber den Magen verrenkt, als dem Wirt was geschenkt.“

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Intensität – ein Kryptodialog

Eine Buchbesprechung

Manche Bücher versteht man erst, wenn sich erschließt, was fehlt, was sie verschweigen, umso mehr, wenn es wissensgesättigte Werke sind, wenn man also davon ausgehen muß, daß der Autor tatsächlich meidet, was er kennt. Dies könnte der heimliche Dirigent sein. In Tristan Garcias philosophischem Bestseller sind es zwei absente Namen: Husserl und Heidegger.

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Heimat und Demenz

Dieser kleine Film, bei dem man nicht weiß, ob man darüber lachen oder weinen sollte, erinnert mich an eine kurze Phase meines Lebens, in der ich im örtlichen Altersheim half, alten Menschen das letzte Stück Leben ein wenig zu erleichtern.

„Die Zeit“: Demenz – ein Stückchen DDR hilft beim erinnern

Ein, zwei Mal die Woche hatte ich eine Gruppe zu betreuen und zu unterhalten. Was ich dabei lernte, war die Bedeutung des Begriffes „Heimat“.

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