Roger Waters‘ (Juden?) Schweine

Das Gute am Extremismus ist: er frißt sich früher oder später selbst auf.

Wir sind gerade Zeugen, wie sich der Extremismus des radikalen Gutseins, der politischen Korrektheit immer öfter selbst zerstört, weil er in die eigenen unauflösbaren Paradoxien tappt. Aktuelles Beispiel ist das Trauerspiel um Roger Waters.

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Jugendgewalt – einst und jetzt

Vor 20 Jahren hatte ich das zweifelhafte Vergnügen, in einer Leipziger Straßenbahn von sechs Skinheads erbarmungslos zusammengeschlagen zu werden.

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Ungarndeutsche Tragödien

Die Ungarndeutschen können bis auf den heutigen Tag eine Kultur die ihrige nennen, deren Fäden tief in das Gewebe der ungarischen Kultur eingeflochten sind. Wenn wir diese Fäden herauszögen, so würde das gesamte Gewebe zerfallen. (Viktor Orbán)[1]

Wenn wir verreisen, bitten wir eine Nachbarin, eine ältere Frau, nach Haus und Katze zu schauen. Immer wieder kommen ihr im Gespräch deutsche Sätze, Wortgruppen, Vokabeln über die Lippen, über die sie selber erstaunt zu sein scheint. Seit Jahrzehnten hat sie kein Deutsch mehr gesprochen und doch war es einst ihre Muttersprache.

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Auf die Hündin gekommen

Frau Göring-Eckardt hat gelitten – „wie eine Hündin“. Das hat sie gesagt: „Ich habe an dem Morgen, an dem ich darüber nachgedacht habe, gelitten wie eine Hündin.“ Es geht um die Koalitionsverhandlungen, doch die sind nebensächlich. Die Hündin ist wichtiger! Das eine ist nur Politik, das andere Ontologie.

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Das Ungesagte

Wir haben Gäste aus Deutschland Ost, ganz weit Ost. Die bringen ein paar Geschichten mit aus einer Stadt, die gerade einen aufsehenerregenden Prozeß um den Mord an einer Rentnerin und mehrere Krawalle im Stadtzentrum zu verkraften hat.

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Ballaballa

Meine dänischen Freunde versorgen mich immer wieder mit dänischen Zeitschriften. Auf Heimaturlaub greifen sie nach allem, was sie kriegen können und ich bin dankbarer Abnehmer. Gerade liegt das „Ballerup Bladet“ vom 10. Oktober vor mir, ein Provinzblatt. Ballerup ist ein vergleichsweise gemütlicher Vorort Kopenhagens, halb Eigenheimsiedlung, halb proletarisch mit Plattenbauten.

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Was Barbie drunter hat

Großer Bahnhof wegen Hidschab-Barbie!

Sehen wir es doch mal von einer anderen Seite, von unten. Seit je ist das Entscheidende nicht, was Barbie anhat, sondern was sie drunter hat.

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Mit Linken leben

Denn das Gejammer über die „Gefahr“, die von den „Rechtspopulisten“ drohe, klingt immer hohler, je mehr sich herausstellt, daß diese gar nicht „rechtsextrem“ sind, sondern in den meisten Dingen extrem recht haben. (Mit Linken leben)

Man sollte Bücher von Personen, die man kennt oder mit denen man gar befreundet ist, aus einsichtigen Gründen – des Magens wegen – nie rezensieren. Dies ist eine erfahrungsgesättigte Maxime, deren Wahrheit sich bisher nur ein einziges Mal nicht bestätigt hat.

Bis auf den heutigen Tag!

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Sexualdimorphismus

Ab und an schaue ich das örtliche TV – um offen zu sein, sogar regelmäßig.

Dieser Tage ging es um zwei Versammlungen.

Das eine Mal traf man sich, um über die frühe Kindesentwicklung beim Neugeborenen zu debattieren (ab: 5:15)

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Nietzsche und Deleuze

(Fortsetzung und Grundlegung von „Das dritte Geschlecht„)

Im Sein gibt es Unterschiede, aber nichts Negatives.      (Gilles Deleuze)

Die gesamte Frage der Affirmation zielt ab auf das Philosophieren Nietzsches[1].

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Das dritte Geschlecht

Das dritte Geschlecht. — „Ein kleiner Mann ist eine Paradoxie, aber doch ein Mann, — aber die kleinen Weibchen scheinen mir, im Vergleich mit hochwüchsigen Frauen, von einem anderen Geschlechte zu sein“ — sagte ein alter Tanzmeister. Ein kleines Weib ist niemals schön — sagte der alte Aristoteles. (Nietzsche: Die fröhliche Wissenschaft)

Wir lesen in den Gazetten: „Das Bundesverfassungsgericht fordert, daß künftig ein drittes Geschlecht im Geburtenregister eingetragen werden kann. Intersexuellen Menschen, die weder männlich noch weiblich sind, solle damit ermöglicht werden ihre geschlechtliche Identität „positiv“ eintragen zu lassen, entschieden die Karlsruher Richter in einem am Mittwoch veröffentlichten Beschluß.“

Was auf den ersten Blick wie ein zu begrüßender Akt der Gerechtigkeit klingt, enthält eine ganze Reihe an inneren Problemen.

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Lenin – again

Man braucht keine Jahrestage, um sich Lenin zu nähern. Er ist und bleibt eine Zentralgestalt der jüngeren Geschichte. Ohne ihn hätte es die Russische Revolution vermutlich nicht gegeben – es wäre bei Aufständen geblieben –, keine kommunistische Partei, keinen Stalin, keine Sowjetunion, vielleicht keinen Weltkrieg, keinen Ostblock, keinen Kalten Krieg, keine deutsche Wiedervereinigung … Aber es schadet auch nicht, Jubiläen zu nutzen, sich die Geschichte präsent zu halten.

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Die verlorene Unschuld

Es gibt keine Macht und es gibt keine Majestät außer bei Allah dem Erhabenen und Allmächtigen! Wir sind Gottes Geschöpfe, und zu ihm kehren wir zurück. Niemand entgeht dem, was geschrieben steht. Und was einem Manne im Verborgenen bestimmt ist, das muß an ihm erfüllt werden.“ (Ali Baba und die 40 Räuber)

Wie sehr Deutschland sich in den letzten Jahren verändert hat, merkt man auch an den hysterischen Reaktionen in Sachen Islam. Hat man einmal den Fokus auf Islamisierung eingestellt, dann erscheint plötzlich jedes arabische Wort, jede „Alis Dönerbude“, jeder Koran im Schaufenster oder der Halbmond am nächtlichen Firmament als weiterer Schritt einer Invasion. Selbst die alten und klassischen Texte, die jahrhundertelang als unverfänglich galten, werden mit einemmal suspekt.

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Symbolträchtige Bilder

… liefern derzeit die Granden der Politik. Hinter verschlossenen Türen wird um jeden Zentimeter Machtgebiet und Einflußsphäre gekämpft. Zustandekommen soll eine Koalition aus inkommensurablen Größen. Was nach außen dringt, klingt nach Nullsprech – „konstruktive Gespräche“ und dergleichen – oder Kraftmeierei und Drohungen: die Schizophrenie der anderen und die eigene Pokerentschlossenheit.

Daneben gibt es Bilder von starker Symbolkraft. Zu sehen bekommen wir einen Balkon, auf dem die Mächtigen sich hin und wieder und in verschiedenen Konstellationen dem Volk zeigen.

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Wien, wie es leibt und lebt

Wir waren in Wien, nur ein paar Stunden. Die Stadt ist von der Migration schwer gezeichnet; schon an der Einfahrt warten als sichtbares Zeichen an jeder Haltestelle Frauen mit Kopftüchern. Am Prater Stern stehen große Gruppen ausländischer Jugendlicher und üben Multitasking: sie schauen auf ihre Displays und scannen zugleich aufmerksam die Umgebung und die Passanten. Keinen ihrer Blicke erhaschen die wenige Meter entfernt sitzenden Obdachlosen in eingenässten Hosen und langen grauen Bärten.

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