Stuhlweißenburg

Bevor man nach Székesfehérvár reist, sollte man eine halbe Stunde in Zungenübungen investieren und lernen, den Namen der Stadt akkurat auszusprechen. Jeder Akzent muß sitzen! Andernfalls riskiert man, von jedem Ungarn mit dem man spricht, eine phonetische Lektion zu erhalten. Im phonetischen Alphabet sieht das so aus:ˈseːkɛʃfɛheːrvaːr – die deutsche Transkription vielleicht so: ßeehkeschfäheehrvaahr.

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Pál Telekis historische Tat

„At the Conference table we shall place a chair for Count Paul Teleki. That empty chair will remind all who are there that the Hungarian nation had a Prime Minister who sacrificed himself for that very truth for which we too are fighting.“ Churchill

Vielleicht kann man Geschichte mit einem beweglichen Knoten vergleichen, der sich anhand des Zeitstrahls fortbewegt, in sich verschiedene Stränge vereint und immer neue aufnimmt, aber auch jederzeit geöffnet werden kann. Jeder historische Augenblick vereint dialektisch alle drei Elemente – Verstrickung, Bewegung, Lösung – in sich, aber es gibt Zeitpunkte, in denen ein Element für das Auge des historischen Betrachters dominant und sichtbar wird. Dort kann man viel über Geschichte lernen, über den Kairos und die Folgen, wenn er verpaßt wird, aber selbstverständlich auch über die Unmöglichkeit Geschichte im je eigenen Sinne erfolgreich schreiben zu können.

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Ein Flüchtling kreuzt seine Spur

Es gibt hier, im Süden Ungarns, eine kleine Quartalszeitschrift, die „Batschkaer Spuren”. Ein ungarndeutsches Magazin, von Ungarndeutschen für Ungarndeutsche, ein Traditionsblatt, das zwar keine lange Geschichte aufweisen kann, aber an der Aufarbeitung einer solchen und dem Kampf gegen das Vergessen arbeitet.

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