Neueste Stammtischparolen

 Man muß nicht immer alles bis ins Kleinste ausdeuten. Manchmal – auch aus Selbstschutz – genügt das Stammtischniveau.

Was haben Martin Schulz, Emmanuel Macron, Robert Habeck und Nigel Farage gemeinsam? Sie alle waren Lichtgestalten. Sie alle haben einen dramatischen Aufstieg und z.T. auch einen tragischen Abstieg hinter sich. Innerhalb kürzester Zeit, in Wochen oder Monaten, mitunter ohne jegliche politische Ankündigung wurden sie an die Spitze der Politik gespült.

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Müll in den Städten

„Als ich in diese Schule eintrat, wurde mir schwer ums Herz. Ich habe diese Mauern gesehen, voller Graffiti und voller Schmutz, alles ohne Liebe und ich habe verstanden: Gewalt erzeugt Gewalt. Ihr seht eine Welt, die vergewaltigt wurde. Wenn diese Mauern mit allerlei Schweinereien zugeschmiert sind, dann stimuliert das neue Schweinereien …“ (Tiziano Terzani: Vortrag vor Schülern in Pisa)

Das beklagt die „Welt“: „Und es wird immer schlimmer!“

Demnach sammelt sich in unseren Städten zunehmend unachtsam weggeworfener Müll. Gerade im Sommer verwandeln sich die Straßen und Parks über Nacht wie von Geisterhand in Müllhalden.

Was ist da los?

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Trump als Inkarnation

„Unglücklicherweise ist ‚postmodern‘ heute ein Passepartoutbegriff, mit dem man fast alles machen kann. Ich habe den Eindruck, daß ihn inzwischen jeder auf das anwendet, was ihm gerade gefällt.“ (Umberto Eco)

Die sogenannte philosophische Postmoderne investierte einen großen Teil ihrer Denkenergie darein, zu erklären, was sie selbst ist, was das Wort „postmodern“ eigentlich bedeuten soll. Ein kurzes Brainstorming, ein bißchen blättern in den alten Texten und ein erst flüchtiger Verdacht erhärtet sich. Sie ist nicht tot, die Postmoderne, sie ist gerade erst wieder auferstanden und hat sich reinkarniert.

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Bautzen ist überall

Die Vermutung darf man zumindest aussprechen. Denn was in Bautzen der Kornmarkt, sind in Plauen der Tunnel, der Klostermarkt und der Altmarkt …

Das Stadtbild vieler ostdeutscher Kleinstädte ähnelt sich. Zentrale Plätze wurden nach der Wende umgestaltet, nicht selten wurde alte Struktur entfernt, um Raum für den Fortschritt zu schaffen – in Form von Konsumpalästen, Einkaufspassagen, ganzen Kaufländern. In Plauen trägt das Schmuckstück den euphemistischen Namen „Stadt-Galerie“ und wird im Volksmund „UFO“ genannt.

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Tränen in Paris

Hurra, die Welt ist gerettet! „Die Zeitenwende von Paris!“ – in dieser hohen Tonlage schreiben die Gazetten.

Warum uns die „Klimarevolution“ nicht retten wird:

1. Sie müßte nun auch umgesetzt werden. Ein sichtbares Zeichen dieser Intention wäre etwa das Ende der Suche nach neuen fossilen Bodenschätzen – z.B. in der Arktis, wo Rußland, die USA, Kanada und klein Dänemark mit den Säbeln rasseln. Oder der Kampf ums Fracking …
Wahrscheinlicher ist: alle verfügbaren fossilen Brennstoffe werden – im Verhältnis zur Wirtschaftlichkeit – bis zum bitteren Ende abgebaut und verbrannt werden.

2. Die Lösung sollen neue, alternative Techniken sein. Das war die Lösung (und Ursache) der letzten 3000 Jahre. Neue Techniken schaffen neue Probleme, spätestens dann, wenn sie massenhaft zur Anwendung kommen. Zu dieser Erkenntnis könnte jeder kommen, ganz gleich, aus welcher Schule man stammt: Sie ist in der marxistischen Dialektik ebenso enthalten wie in Heideggers Fundamentalontologie, als auch im christlichen Gedanken, bei Laotse ebenso wie Konfuzius und bei Mohammed sowieso – vor allem aber in der Realität. Trotzdem wird sie nicht zu Handlungen führen, denn

3. Nur ein kompletter ökonomischer, gesellschaftlicher, ethischer und humaner Umbau könnte die Zerstörungsspirale stoppen. Der Grundumsatz an Energie und Material müßte um mehrere Potenzen gesenkt werden. Verkraftbar war die Menschenwelt zuletzt vor 200 Jahren – damals lebten eine Milliarde Menschen auf der Erde. Auf dieses Umsatzniveau müßten wir, statt Wachstum, nun mit sieben Milliarden Menschen herunter.

4. Die heute stattfindende Klimaerwärmung ist Resultat der Emissionen der letzten Jahrzehnte. CO2 und Methan benötigen Jahre und Jahrzehnte, um klimawirksam zu werden. Selbst wenn wir heute abrupt auf Null kämen, würde der Klimagaseffekt noch viele Jahre anhalten.

5. Klimaerwärmung ist nur eines der vielen unlösbaren Probleme der Menschheit. Hier ad hoc ein paar andere – jedes einzelne katastrophal:

Überbevölkerung, Überfischung, Zusammenbruch der Fischpopulationen/Meeresfauna, Übersäuerung der Meere, Plastikmüll, Zersetzung des Plastikmülls im Meer, Absinken des Grundwasserspiegels, Grundwasservergiftung, Oberflächenwasservergiftung, Müllhalden, Schwermetalle, Bergbau, Wassermangel, Versalzung, Wüstenbildung, verringerte Biodiversität auf allen Ebenen/Artensterben, Bienensterben, Atomwaffen, Biowaffen, Chemiewaffen, Endlagerung Atommüll, Entsorgung Batterien und Elektroschrott, Atomkraftwerke, im Meer versenkte Atomreaktoren, Smog, Ozonloch, Massentierhaltung, Gentechnik, Regenwaldvernichtung, Ausbreitung von Krankheiten durch Globalisierung, Antibiotikaresistenz bei Tier und Mensch, neue Erreger (z.B. Vogelgrippevirus), Neophyten, Korallenriffe, bereits steigender Meeresspiegel, Lichtverschmutzung, Lärmverschmutzung, Biotopvernichtung, Landversiegelung, Pestizide und Herbizide, Monokultur, Gletscher- Eis- und Schneeschmelze, Methanfreisetzung im ehemaligen Permafrost, Kriege usw.