Was ist deutsche Kultur?

Ein erbärmlicher Versuch

Der „Focus“ ist schon zu einem argen Wurschtblatt verkommen. Zusammen mit der Schwesterzeitung „Huffpost“, die mittlerweile zum Zentralorgan der Islamophilie mit klarem missionarischem Auftrag geworden ist. Propaganda! Ich scheue mich nicht, diesen Begriff zu verwenden. Vor allem wenn es konkret gegen die AfD und allgemein gegen Andersdenkende geht. Da wird jede Gelegenheit genutzt – mal mit dem Hammer, dann wieder etwas subtiler –, um exakt das zu tun, was man dieser Partei und ihren Anhängern vorwirft: zu hetzen und zu ängstigen.

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Hamburg, Sodom und Gomorrha

„Da ließ der HERR Schwefel und Feuer regnen vom Himmel herab auf Sodom und Gomorrha …“ (Gen. 19,24)

Hamburg brennt! Und ich behaupte, daß auch das ein fernes Ergebnis jener fatalen Fehlentscheidungen des Sommers 2015 ist.

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Linke Liebe und richtige Liebe

Der aufrüttelnde – „Geschlechterrollen wurden in linken Kreisen höchstens pro forma in Frage gestellt“ – und bemerkenswert ehrliche – „ich stellte ihnen meine Vagina zur Verfügung, damit sie an und in mir ruhen und rasten konnten nach dem erschöpfenden Kampf gegen Nazis, die imperialistische Weltverschwörung und all die Bösen da draußen“ – Beitrag einer linken Feministin – ist das schon eine Platitude? – führt mich down the memory lane, weckt Erinnerungen.

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Linkes Demokratieverständnis

Vom 16.9. bis 18.9. findet auf dem Rittergut in Schnellroda die Sommerakademie statt. Bei dieser teils akademischen, teils sozialen Veranstaltung des „Instituts für Staatspolitik“ werden Vorträge gehört, Diskussionsrunden veranstaltet, Bücher verkauft, Beziehungen geknüpft.

Man spricht über die „Lage 2016“, es werden Beiträge zur „Flüchtlingskrise“, zur Landwirtschaft, zum Brexit und TTIP, zu Rußland, zur US-Wahl, zu AfD und Pegida und zur Finanzkrise zu hören sein.

Der kleine Ort Schnellroda mit seinen 150 Einwohnern kennt derartige Termine und es hat ihn bisher noch nie aus dem Schlaf gerissen.

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Schöne Fassade

Eisenach und die Wartburg sind Geschwister im Geiste. Man ist überwältigt, schaut man auf diese massive und so geschichtsträchtige Burg. Der Rundgang wird – sofern man mit kritischem Blick betrachtet – zur Enttäuschung. Alles schön renoviert, blitzblank, übermalt und aufgehübscht … aber nichts echt und original. Selbst der beeindruckende Pallas mit den romanischen Rundbogenfenstern ist nachgebaut. Die Säulen sind moderne Steinmetzarbeit, lediglich ein paar Säulenfüße wirken echt und in der Vitrine liegen Kapitellreste.

Beeindruckende Mosaike, die das Leben der Heiligen Elisabeth beschreiben, stellen sich als spätromantischer Kitsch heraus. Moritz von Schwind ist präsenter als Ludwig der Springer, Walther von der Vogelweide oder selbst Luther. Sogar der sogenannte Sängerwettstreit wird mittlerweile von der Wissenschaft in Frage gestellt oder auf andere Burgen verlegt.

Ein Loch in der Wand wird als magerer Beweis für eine aufwendige Hypokauste vorgezeigt und schon die erste Nachfrage zeigt, wie wacklig diese These ist. Im Hof steht ein Zierbrunnen; er soll den größten Makel überdecken und weist doch erst darauf hin: Die Wartburg hatte keinen Brunnen, mühsam mußte das Wasser mit Eseln nach oben transportiert werden; sie war nie verteidigungsfähig, sie ist im Grunde genommen ein Lustschloß. Sie ist Fake.

Auch Eisenach gibt sich schön und aufgeputzt. Ein hübsches Städtchen mit bunten Giebeln, neu gemachten Straßen, Bach- und Lutherhaus, Theater, Flaniermeile alles pipapo. Man muß sich einen Moment Ruhe gönnen, um die Unstimmigkeiten zu bemerken.

An den Häuserwänden kleben Antifa-Kleber, in den Hinterstraßen waren Antifa-Poeten am Werk. Ein Schaufenster wurde mit „Nazi“ besprüht. Der Inhaber des Antikladens erklärt: er mache das Maul auf, wenn es ihm stinkt, schreibt in der Zeitung, was er denkt und erntet von den „Linksfaschisten“ –so nennt er sie – den Haß. Die Szene teilt sich auf in Dreadlock- und Kiffertypen und Kapuzenträger. Aber auch Glatzen und volltätowierte, durchtrainierte junge Männer mit Fraktur-Aufschriften auf schwarzen Hemden sind zu sehen. Mit düsterem Blick scannen sie sie Gegend ab und man ist froh, durchs Raster zu fallen.

Am auffälligsten aber die Gruppen dunkelhäutiger Menschen. Syrische Flüchtlinge bevölkern einen WLAN-Hotspot und surfen selbstvergessen im Internet. Ein pakistanisches Ehepaar streitet mit dem fünfjährigen Sohn auf Ausländisch, ob er das Handy haben darf. Immer wieder kommen lautstarke Gruppen stämmiger und übergewichtiger Männer und Frauen (mit Kinderwagen) vorbei und sprechen eine seltsame Sprache. Wäre es Rumänisch, ich hätte es ein wenig verstanden – so muß es Romani sein, die Sprache der Sinti und Roma, die man im Kosovo viel spricht. Die jungen Mädchen schauen mich provozierend an, als stellten sie die Frage: „Willst du?“ Junge Männer laufen beobachtend die Einkaufspassage auf und ab, als ob sie etwas kontrollieren. Fühlen sie sich bedroht? Gilt es einen Claim abzustecken? Ich werde nicht schlau daraus. Einer verschwindet in einer Haustür mitten im Zentrum – an der Klingelleiste stehen vier typische Romanamen. Google klärt später auf: Jeder Dritte Asylbewerber in Thüringen ist Kosovare.

Man ahnt – ohne es wirklich zu wissen: es gibt Spannungen in der Stadt. Hinter der schönen Fassade.

Werbetafel in Eisenach

Werbetafel in Eisenachs Flaniermeile