Ein Wink aus der Zukunft

Wenn man sich Erdogans dreitägigen Deutschlandbesuch noch einmal vor Augen führt, nur gespeist aus den offiziellen Medienmitteilungen, dann kann es aus deutscher Sicht nur ein Wort, ein trumpeskes Wort geben: Desaster!

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Frauen in Plauen im Islam

„… daß Frauen niemals ihre vollen Rechte, natürliche Freiheit und vollständigen persönlichen Rechte genießen werden, als unter dem SCHUTZ des ISLAM. Der Islam hat eine Menge Rechte für Frauen festgelegt und eingesetzt. Dem entsprechend hat er auch bestimmte Pflichten benannt und festgelegt, die sie einhalten und erfüllen muß. All dies aus dem Grund, weil der Islam eine Göttliche Religion ist, im Gegensatz zu den von Menschen gemachten Gesetzen.“

Plauen ist aufgewühlt. In der örtlichen Moschee scheint salafistisches Gedankengut gepredigt zu werden. Vor kurzem wurde ein aktives IS-Mitglied verhaftet . Der Fall ging durch die nationale Presse.

Mit der Moschee hatte ich vor Jahren schon zu tun. Die von mir betreuten Syrer gingen dort – wie fast alle Sunniten der Stadt – zum Freitagsgebet.

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Die Flüchtlinge

Eine kleine Dampferfahrt auf der Donau. Mit an Bord eine ungarische Schulklasse, vielleicht sechste oder siebente Klasse. Ein Mädchen, das schon durch seine fortgeschrittene Entwicklung aus der Reihe fiel, wird interessant, als sie im rheinischen Dialekt irgendwas mit „geil“ ruft.

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Relativierungen

Von vier Millionen Muslimen in Deutschland kamen, trotz landesweiter Beschallung aus allen Rohren, 1000 um zum FriedensmarschNicht mit uns“ gegen den islamistischen Terrorismus zu demonstrieren.[1]

Von vierhundert Identitären in Deutschland kamen, trotz landesweiter Verunglimpfung aus allen Rohren, 1000 um  für eine „Zukunft in Europa“ und gegen die Masseneinwanderung zu demonstrieren.[2]

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Ghettoisierung

Wenn man sich eine vernünftige Harmonie der Gesellschaft wünscht, dann läuft mit der Verteilung der Einwanderer etwas schief. Aber ich werde nichts Schlechtes über die ethnischen Mitbürger sagen, und wir werden niemanden aus unserer Kommune hinauswerfen. (Ib Terp, Sozialdemokrat und Bürgermeister von Brøndby)

Einwanderung und mangelnde Integrationsbereitschaft der und in die Gesellschaft führt zu Segregationen. Das ist in der Theorie alles bekannt, doch braucht es offenbar die Empirie, um die Menschen aufzurütteln.

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Kriminalitätsstatistik

In Deutschland scheint es schwer, an belastbare Zahlen zu kommen. Deswegen lohnt ein Blick über die Landesgrenzen. In Dänemark etwa veröffentlicht das Institut „Danmarks Statistik“  regelmäßig die neuesten Trends, schön sauber nach Quartal getrennt.

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Sex and the Cities

Wer die Sexualität eines Menschen beschneidet, vergiftet nicht nur die Quelle seiner Triebe, er verstört zugleich auch die Klarheit seines Denkens, die Reinheit seines Fühlens und die Sensibilität seiner Sehnsucht. (Eugen Drewermann: Kleriker)

Daß die Massenzuwanderung junger Männer aus fremden patriarchalen Kulturen zu einer deutlichen Zunahme auch an sexueller Gewalt führen muß, wurde auf diesem Blog von Anfang an argumentativ begründet. Das Zerstören eines relativen demographischen Gleichgewichts führt zwangsläufig zu Spannungen. Wenn es sich dabei um ein geschlechtsspezifisches Ungleichgewicht handelt, kommt es folglich auch zu sexuellen Spannungen. Umso mehr, wenn es sich um ein schnell und drastisch herbeigeführtes Ungleichgewicht handelt, umso mehr, wenn es sich dabei um die Alterskohorten der unter 30-Jährigen handelt, umso mehr, wenn verschiedene kulturelle und religiöse Paradigmen aufeinanderstoßen und umso mehr, wenn ein patriarchalisches auf ein „freiheitliches“ Verständnis stößt …

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Warum Köln uns trifft

„Think but how vile a spectacle it were
To view thy present trespass in another.
Men´s faults do seldom to themselves appear
Their own transgressions partially they smother.“
(Shakespeare: The rape of Lucrece)

Seit Tagen tobt die Schlacht um die Deutungshoheit eines bislang einmaligen Ereignisses: der kollektive Angriff von mutmaßlich fremdländischen Männern auf hunderte Frauen an geschichtsträchtigem Ort in Köln. Sie wurden beraubt, belästigt, begrapscht, mehr noch, sie wurden im Wort- und übertragenen Sinne vergewaltigt. Diese Tat trifft die Öffentlichkeit in Deutschland ins Herz. De iure dürfte der linke Kolumnist Augstein mit seinem Zynismus recht behalten – es waren „minderschwere Straftaten“ – de facto aber könnte sich ein umfassender Paradigmenwechsel andeuten, gegen den die Mainstream-Medien sich mit Händen und Füßen wehren. Selbst ein Bataclan in Berlin hätte kaum solch eine Wirkung gezeitigt wie die Notzuchten von Köln.

Rubens: Tarquinius und Lucretia (© Wikipedia public domain)

Rubens: Tarquinius und Lucretia (© Wikipedia public domain)

Das Ereignis spricht ein archetypisches, tief in unserer Kollektivseele verwurzeltes Bild und Gefühl an und weil es überkulturell, also anthropologisch grundiert ist, können es auch Menschen aus anderen patriarchalischen Kulturkreisen – unbewußt oder willentlich – aktivieren, muß man es folglich mit einer „archetypischen Hermeneutik“ (Drewermann) befragen.

Schon in den Homerischen Gesängen wird vergewaltigt was das Zeug hält. Frauenraub – ein gängiger Euphemismus – findet in alle Richtungen statt: Kastor und Pollux vergewaltigen die Töchter des Leukipp, Hades „entführt“ Persephone und Zeus nimmt sich in vielerlei Gestalt jede Jungfrau, die ihm gerade zusagt. Auch die Trojanischen Krieger wußten um die Macht dieser Untat und „nahmen sich“ die Frauen ihrer besiegten Feinde, die erst dann endgültig besiegt waren, wenn die Weiber geschändet werden konnten.

Auch im Alten Testament wird fleißig entehrt – was eifrige Youtube-Milchbubis zu dem Dummjungenstreich verleitete, eine „Bibel“ (die Differenz zwischen AT und NT war wohl unbekannt) in einen Koran-Umschlag zu hüllen und somit naive Passanten zu schocken … ein viraler Hit (and Run), den deutsche Qualitätsmedien gerne weiter verbreiteten. Dabei ging es im Koran und bei Mohammed selbstverständlich auch nicht zivilisierter zu – hier schweigt des Sängers Höflichkeit – und wer will, kann Zwangsheiraten und Vielehen schon unter dieser Perspektive betrachten.

Peter Sloterdijk hatte verschiedentlich die Verbindung zwischen Vergewaltigung und Zivilisationsprozeß exemplifiziert. Als Rom unter Romulus immer weiter erstarkte, da Massen an Flüchtlingen, Vertriebenen und Desperados die Stadt als Neuanfang entdeckten, hatte man – so berichtet es Livius – ein massives Problem: Es fehlte an Weibern. Mit einem perfiden Trick lud Romulus die Sabiner (ein Nachbarvolk) ein und während man fleißig zechte, raubte man in einem gut orchestrierten Überraschungscoup die Jungfrauen – der berühmte Raub der Sabinerinnen. Diese Geschichte nimmt ein gutes Ende, denn als es zum Krieg kommt, stellen sich die Neurömerinnen – mittlerweile geschwängert und verheiratet – den eigenen Vätern und Brüdern entgegen. Geboren war der erste gesellschaftliche Vertrag.

Mehr noch aber meint Sloterdijk die Gründung der Republik: „Wer Rom erwähnt, sagt zugleich res publica, und wer von dieser spricht, sollte nicht versäumen, nach dem Geheimnis ihrer Anfänge zu fragen.“ Und diese Anfänge liegen mythologisch in einer Vergewaltigung. Tarquinius Superbus, ein junger etruskischer Königssohn, konnte den Reizen der bereits verheirateten Lukretia nicht widerstehen und bemächtigte sich ihrer. Diese konnte die Schmach nicht ertragen, aber bevor sie ins Schwert lief, alarmierte sie Familie und Volk, die den Prinzen vertrieben und damit die Herrschaft der Etrusker beendeten. „Aus der Konvulsion der Bürger erwächst eine folgenschwere Idee: Die Gemeinwesen-lenkung wird künftig allein von Römern ausgeübt werden, sie wird pragmatisch und profan erfolgen. Zwei Konsuln halten sich gegenseitig in Schach, ihre jährliche Neuwahl beugt jeder erneuten Verwechslung von Amt und Person vor.“ Incipit res publica nebst Gewaltenteilung und Urnengang.

Schon immer und überall haben Frauen auf diesen „trespass“, diesen Übergriff mit selbstzerstörerischen Tendenzen reagiert, zu groß die Scham, zu massiv der Eingriff, zu hilflos das Empfinden. Die voraussehbare Reaktion ist Teil des Macht-„Spiels“ und wird vom Täter sowohl gewußt als auch genossen. Vergewaltigungen haben unzählige Facetten – ihre komplette innere Logik zu verfolgen ist kaum möglich. Der Faktor der Macht ist freilich unübersehbar. Nicht selten ist es eine Kampfansage an den feindlichen Mann oder dessen Emanation, den patriarchalen Staat. Indem man die Frau des anderen Mannes „besitzt“, hat man diesen besiegt.

Wenn Männer beim Grenzübertritt von beblümten „Jungfrauen“ wie Befreier empfangen werden, wenn sie mehr noch in einer Kultur aufwachsen, in der sie Frauen nur als allmächtige und umhangene Mütter und Schwestern kennen, wenn sie ihren ersten Geschlechtskontakt idealtypisch erst in der Hochzeitsnacht mit einer oft ungewollten und unbekannten und unbefleckten Frau ausführen sollen, wenn sie zudem die Welt in Gläubige und Ungläubige zu teilen gelernt haben, wenn in dieser Welt unverhüllte und ungläubige Frauen als minderwertig gelten, wenn ferner auf Übergriffe weder von der Exekutive noch von den unmittelbar betroffenen Beschützern adäquate Gegenwehr zu erwarten ist …, dann ist das Bett bereitet worden für eine sozialpsychologisch begründbare gruppendynamische Enthemmung, umso mehr wenn sie orchestriert stattfindet.

Man muß kein Kenner der Mythen, Sagen und Heiligen Bücher sein, um das kulturübergreifende Urbild wahrzunehmen und als Erobererverhalten zu dechiffrieren. In der gesamtgesellschaftlichen Affektreaktion zeigt sich aber auch ein letzter Rest eines nationalen, europäischen, zivilisatorischen „Wir“-Gefühls. So ist das „ganze Land“ in der Tat „zivilisatorisch zurückgeworfen worden“, aber vielleicht ist es auch das Fanal für eine zivilisatorische Ermannung.

Literatur:
Drewermann, Eugen: Tiefenpsychologie und Exegese. Traum, Mythos, Märchen, Sage und Legende. 1993
Sloterdijk, Peter: Zorn und Zeit. 2006

Köln im Jahre I v. I.

Das Bemerkenswerte an den Übergriffen in Köln: Ein medial erzeugter Mythos wird bloßgestellt.

Man behauptete, Konflikte wären vermeidbar, ein gesellschaftlicher Gewinn gar vorstellbar, wenn es uns gelänge, die Flüchtlinge zu integrieren. Jetzt wird das Risiko dieser Kalkulation deutlich: Die Nacht von Köln zeigt den Mißerfolg bereits versuchter Integration (sollten es Nachkommen von Einwanderern gewesen sein) oder den Leichtsinn der Aussage (sollten es „Flüchtlinge“, Asylbewerber gewesen sein – worauf einiges hindeutet): Die Probleme beginnen eben schon vorher.

Deutschland im Jahre 1 vor der großen Integration.

Kölle alaaf

Ja, es wär ein Leichtes, jetzt mit erhobenem Finger kundzutun: „Seht ihr, ich habe es euch gesagt“. Aber, um ehrlich zu sein, solche Fälle wie in Köln interessieren mich weniger – nur als Statistik werden sie für eine Auslegung interessant.

Was mich aber bewegt – um es gelinde zu sagen – ist die Scheinheiligkeit und Verlogenheit und Mutlosigkeit der politischen und medialen Kaste. Da spricht die Ministerpräsidentin des Landes von „Männern“, die „Zeit“ von „Gruppen von Männern“, Claudia Roth sagt: „Hier geht es um Männergewalt“, da spricht auch Heiko Maas von „Frauen“ und die Ministerin für Emanzipation in NRW will das Problem „auf alle Gesellschaftsschichten“ ausweiten … und so allerorten, als ob es in diesem spezifischen Fall um einen Geschlechterkonflikt ginge. Nein! Ich bin auch ein Mann und lasse mich nicht subsumieren unter diesen „Generalverdacht“!

Nicht primär Männer als Männer haben diese Tat vollbracht und nicht Frauen als Frauen waren Opfer, und auch der Alkohol kann nicht als Entschuldigung dienen, sondern arabische Männer, nordafrikanische Männer waren es und unter den Frauen sind und wären auch keine Burkafrauen gewesen – es waren westliche, deutsche Frauen, mit und ohne Hintergründen. Dahinter steckt ein Konflikt der Kulturen, nicht der Geschlechter und diese Tatsache muß endlich ausgesprochen werden. Und ich bin nicht konform genug, nun auch noch Floskeln vom „Generalverdacht“ und ähnlichen Schwachsinn hinzuzufügen – das gehört einfach zur Logik der Sprache. (Wenn ich sage: „Die Eier sind faul“, dann weiß jeder, daß ich diese vor mir liegenden Eier meine und nicht alle Eier dieser Welt.) In diesem Vorfall spricht sich eine in arabischen und/oder muslimischen Kreisen weit verbreitete – nicht allgemeine – Verachtung der westlichen Werte und der europäischen, „ungläubigen“, „unsittlichen“ Frauen aus, die deswegen zum Freiwild erklärt werden und nicht etwa, weil die jungen Männer „zu viel Druck“ hätten. Youtube hat hunderte Zeugen dafür. Diese Mißachtung würde selbst eine Frau Merkel treffen, sobald sie ihrer Andersenschen Kaisertracht entkleidet wäre.

Daß es fremdländische Männer waren – und als Fremde begingen sie die Tat und dann erst als Männer (Männer begehen fast alle Taten und Vergewaltigungen sowieso – das ist nicht das Spezifische dieses Vorfalls; das Mann-Sein ist die notwendige, der Kulturkreis die hinreichende Bedingung), hätte man auch ohne die Zeugenaussagen ahnen können, eben weil diese Art der Kriminalität (z.B. in die Haare greifen, weil Frauenhaar durch Verschleierung zum Sexualobjekt wird) neu in einem Lande ist, das sich gerade vollkommen neu schminkt.

Und sehr wahrscheinlich hat die kollektive Enthemmung mit der „Flüchtlingskrise“ zu tun – weshalb sonst gerade jetzt solch ein Phänomen, warum ausgerechnet in Deutschland (und Schweden) und nicht in … Polen? – ganz gleich, ob die Täter genuine „Flüchtlinge“ waren. Über die Gründe kann man vorerst nur spekulieren: veränderte Mehrheitsverhältnisse, das zunehmende Massebewußtsein, könnte einer sein; das sensible Gespür für den schwachen und unentschiedenen Staat ein anderer; die wachsende Frustration und Radikalisierung ein dritter, die bewußte Herabwürdigung der Frauen als Machtindikator ein weiterer …

Vielleicht nicht politisch, aber sachlich korrekt wäre es, zu sagen: „Gruppen von Nordafrikanern“ oder „arabischsprachige Männer“ oder „Männer mit Migrationshintergrund“ … Traut euch!