Too close for comfort

… so sagen die Briten, die Weltmeister im Drumherumreden, in ihrer bildreichen Sprache, wenn sie einer Gefahr, einer Unannehmlichkeit zu nahe gekommen sind.

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Mohammed in der Literatur II

Tralow

Johannes Tralow war insbesondere in der DDR ein Gigant. Überhaupt erlangte der Historische Roman, dessen Großmeister Tralow im Osten war, enorme Beliebtheit, nicht zuletzt deswegen, weil die geschichtliche Verkleidung einerseits ideale Möglichkeiten bot, „geheime Botschaften“ weiterzureichen, und andererseits die ungestillte Reiselust der Ostdeutschen zumindest in der Phantasie befriedigte. Gerade mit seiner „Osmanischen Tetralogie“ befriedigte Tralow das Bedürfnis nach Exotik, verführte allerdings auch zu einer beschönigenden Orient-Sicht. Ich kannte jedenfalls Geschichtsstudenten, die ihr Studium zum Großteil mit seinen historischen Romanen meisterten.

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Mohammed in der Literatur

Klabund

Erhört eure Gebete! (Barbusse: Jesus)

Die Geschichte des Propheten ist so schillernd wie nur möglich: Frauen, Liebe, Eifersucht, Intrigen, Mord und Totschlag, Exotik, Erotik, Farben und Düfte, grandiose Natur, Kriege und Schlachten und die großartigsten Charaktere. Hätte es ihn nicht gegeben, man hätte ihn literarisch erfinden müssen. Eine solche Gestalt muß die Literaten und Poeten en masse angezogen haben, die Regale müßten sich unter Mohammed-Romanen biegen.

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Den Koran lesen

I took up the Bible and began to read, but my head was too much disturbed with the tobacco to bear reading, at least that time; only having opened the book casually, the first words that occur’d to me where these: Call on me in the day of trouble, and I will deliver, and thou shalt glorify me. (Robinson Crusoe)
Ich fummelte wie ein Irrer in dem ganzen Klo rum. Und dabei kriegte ich dann dieses berühmte Buch oder Heft in die Klauen … Leute, das konnte wirklich kein Schwein lesen. Beim besten Willen nicht. (Die neuen Leiden des jungen W.)

Robinson Crusoe, so erzählt uns Daniel Defoe, überlebte 28 Jahre auf einer einsamen Insel und dabei hat ihm – entgegen allen Popularisierungen – vor allem eines geholfen: die Bibel. Der Zufall (oder Gott?) wollte es, daß in einer der angeschwemmten Kisten auch das Buch lag, mit dem der junge Seemann zuvor noch keine Bekanntschaft geschlossen hatte. Im zweiten Jahr, während einer schweren Krankheit und psychischen Anfechtung, schlägt er es nach einem offenbarenden Traum auf und es spricht zu ihm. So, denke ich, muß man ein solches Buch lesen. Ohne Vorwissen, Vorgaben, Voreingenommenheit.

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Ghettoisierung

Wenn man sich eine vernünftige Harmonie der Gesellschaft wünscht, dann läuft mit der Verteilung der Einwanderer etwas schief. Aber ich werde nichts Schlechtes über die ethnischen Mitbürger sagen, und wir werden niemanden aus unserer Kommune hinauswerfen. (Ib Terp, Sozialdemokrat und Bürgermeister von Brøndby)

Einwanderung und mangelnde Integrationsbereitschaft der und in die Gesellschaft führt zu Segregationen. Das ist in der Theorie alles bekannt, doch braucht es offenbar die Empirie, um die Menschen aufzurütteln.

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Silversterparty anno 2017

Selbst bekomme ich ja nichts mit, sitze friedlich am Lagerfeuer, trinke mein Bier und irgendwann gegen Mitternacht – wir bemerken das nur an den Frequenzen der Raketenwerfer – machen wir uns einen Spaß aus unglaubwürdig gewordenen Ritualen, lachen und schauen wieder in die Glut.

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Allahu Akbar – eine Klarstellung

Es scheint in der deutschen Presse und Öffentlichkeit ein Mißverständnis zu existieren, wenn es um die islamisch-arabische Phrase „Allahu Akbar“ geht. Zwischen ihr und dem Terror wird ein Kurzschluß herbeigeführt, der schlimme Folgen haben kann.

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