Neues aus Weimar

Weimarer Impressionen

O Weimar! dir fiel ein besonder Los!
Wie Bethlehem in Juda, klein und groß.
Bald wegen Geist und Witz beruft dich weit
Europens Mund, bald wegen Albernheit.
Der stille Weise schaut und sieht geschwind,
Wie zwei Extreme nah verschwistert sind. Goethe

Die Stadt ist und bleibt ein Kraftort!

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Die Philosophie der Ahmadiyya

Im Herbst 2015 kam es in Weimar zu einem unverhofften und intensiven Gespräch mit Suleman Malik, dem Vorsitzenden der Erfurter Ahmadiyya-Gemeinde und im darauffolgenden Frühjahr konnte ich mit Said A. Arif, dem Imam der Berliner Moschee, sprechen und einen kurzen Mailwechsel führen. In den Beiträgen „Der friedliche Islam“ und „Friede und Islam in Sachsen?“ wurde über diese Begegnungen berichtet und die Zugriffszahlen beweisen, daß es ein Bedürfnis sowohl nach Aufklärung über den Islam als auch nach einer friedlichen Auslegung gibt. Beide empfahlen ein viel angepriesenen Buch, das Hauptwerk des Gründers dieser Glaubensrichtung – Mirza Ghulam Ahmad –  mit dem anspruchsvollen Titel: „Die Philosophie der Lehren des Islam“. Hier soll es auf Herz und Nieren geprüft werden; hält es einer kritischen Prüfung stand?

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Wer sind die Ahmadiyya?

In Erfurt soll eine Moschee entstehen. Eine Bürgerbewegung, von „EinProzent“ und der AfD unterstützt, errichtet ein Holzkreuz auf dem Gelände des geplanten Baus. Vertreter von Medien, Politik und Kirche reagieren mit Empörung. Thüringen24 schaltet sogar einen Live-Ticker. Bauherr ist die Ahmadiyya-Gemeinde. Der Focus schreibt: „Die Ahmadi lehnen Gewalt ab, erkennen den Rechtsstaat an und treten für die Trennung zwischen Staat und Religion ein.“ Weshalb also der Aufruhr? Die populistische Presse gibt einfache Antworten auf komplexe Fragen:

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Blick senken!

Die erste Bedingung für eine glückliche Gesellschaft ist die sexuelle Befreiung, die jedem gestattet, nach seiner Natur zu leben. (Hans Kirk)

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Maischbergers Muslime

Heute läuft „was ganz Besonderes“, meint Sandra Maischberger zu Beginn ihrer gestrigen Sendung. „Wir haben Publikum im Studio“, wir „wollen mit Ihnen reden, mit Ihnen debattieren und deswegen sind hier aus ganz Deutschland Menschen in Köln zusammengekommen. Wir haben sie zu uns gebeten und wir wollen streiten“.

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Ratzinger – Prophet oder Brandstifter?

Die Islamisierungsversuche im Westen sind nicht wegzureden. Und die damit verbundene Gefahr für die Identität Europas darf nicht aus falsch verstandener Rücksicht ignoriert werden. Die katholische Seite sieht das sehr klar und sagt es auch. Gerade die Regensburger Rede sollte einer bestimmten Blauäugigkeit entgegenwirken. (Georg Gänswein, Privatsekretär Benedikts XVI.)

Heute vor 10 Jahren hielt Papst Benedikt XVI. eine denkwürdige akademische Rede an der Uni Regensburg, die von kaum jemandem bemerkt worden wäre, wenn nicht wenige Tage später – die angsterregenden Erinnerungen an die tollwütigen Szenen nach der sogenannten Mohammed-Krise waren noch ganz frisch – erneut Teile der islamischen Welt am Aufruhr fast erstickt wären. Alles lief nach bereits eingefahrenen Ritualen ab: Massen strömten auf die Straßen, verlangten den Tod des Papstes und aller Christen, wollten am liebsten gleich das Abendland erobern, Fahnen brannten, Papst-Strohpuppen, Fatwas wurden ausgesprochen, Christen am falschen Ort zur falschen Zeit gelyncht … Die „Rushdie-Affäre“ galt als blueprint, seither wird das Programm nach Bedarf abgespult.

Auslöser war ein einziger Satz:

„Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, daß er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten“.

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Angst vorm Minarettchen

Mit diesen schnippischen Worten betitelt AfD-Versteher Lenz Jacobsen von der „Zeit“ seinen Versuch, die Ängste der Erfurter und Thüringer vor einem Zehnmeterturm  muslimischer Bauart zu ridikülisieren. Bauen will die Ahmadiyya-Gemeinde, vertreten durch Sulaiman Malik, eben jenem Missionar, mit dem ich im November in Weimar diskutierte. Die Frage „Was wollen die Ahmadiyya?“ wurde seither in mehreren Anläufen auf dieser Seite besprochen. Daß es intrinsische Gründe für Einspruch geben kann, sollte daraus deutlich geworden sein. Daß die Ahmadiyya andererseits eine der wünschenswerteren Formen des Islams vertreten – wenn es denn schon sein muß – ebenfalls.

Wir kennen die Argumente der AfD, wir sehen das Ringen und den vielfältigen Umgang von Höcke bis Meuthen, von Weidel bis Petry, und jeder kann sich dazu verhalten, wie ihm es für richtig erscheint. Ein Argument ist in der ganzen Diskussion freilich überhaupt noch nicht erörtert worden: die Frage der Sicherheit!

Wiederholen wir und schauen wir in die Geschichte. Der wesentliche Unterschied der Ahmadiyya zu sunnitischen und schiitischen Auffassungen ist die Annahme eines Mahdi. Es gibt im Islam sieben anerkannte Hauptpropheten („Rasul“; insgesamt gibt es 25): Adam, Noah, Abraham, Moses, Jesus, Mohammed und den Mahdi. Die ersten fünf sind biblischen Herkommens, also eine ausbaufähige Gemeinsamkeit mit der christlich geprägten Kultur, Mohammed ist der Prophet des Islam und zugleich das „Siegel der Propheten“, also der letzte – in der gegenwärtigen Zeit. Der Mahdi hingegen – es gibt hier ganz unterschiedliche Interpretationen, man muß abstrahieren – ist der Endzeitprophet, den vor allem die Schiiten sehnsüchtig erwarten, der allerdings auch von den meisten Sunniten anerkannt wird. Ähnlich dem Christentum, gibt es also ein Parusie-Problem. Wer ist der Erlöser? Wann kommt er?

Die Geschichte kennt im islamischen Kontext viele verschiedene Versuche, einen Erlöser zu installieren. Es ist aufschlußreich, sich die theologisch drei bedeutendsten anzuschauen.

Zwar sind die Jesiden im engsten Sinne keine Muslime – ihre Religion speist sich aus zoroastrischen, paganen, islamischen, nestorianischen und anderen Quellen – aber ihr Gründer, Scheich Adi, führt sich auf den omayyadischen Kalifen Marwan I. zurück. Die streng abgeschlossenen Jesiden – man kann nicht konvertieren und auch Heirat ist nur innerhalb der Gemeinde möglich – waren seit je ein Haßobjekt für Muslime. Aus zwei Gründen: die Religion kennt kein Heiliges Buch und der Koran unterscheidet streng zwischen Buchreligionen und Heiden, und sie haben mit Scheich Adi einen Mahdi-ähnlichen neuen Prophet. Daher werden gerade, schariakonform, männliche Jesiden vom IS in der Regel ermordet, weibliche als Sexsklaven mißbraucht.

Die Bahai anerkennen alle Heiligen Bücher und versuchen, vergleichbar den Ahmadiyya, eine ausgleichende, friedliche Interpretation. Früher sah man sie im Westen als „Sekte der Mohammedaner“ (Helfritz).  Ihr Gründer Mirza Ali Muhammed verstand sich ebenfalls als Empfänger göttlicher Offenbarungen und als Mahdi. Diese Gotteslästerung löste empörte und gewaltsame Ausbrüche der schiitischen Bevölkerung aus – der Bab wurde 1850 hingerichtet. Seither sind die Bahai in weiten Teilen der östlichen Welt – Iran, Indien, Pakistan – Verfolgung und Bedrohung ausgesetzt, viele wurden ermordet.

Das dritte historische Beispiel sind die Ahmadiyya selbst. Auch hier hat die Proklamierung eines Mahdi zu Gewalt, Unterdrückung und Totschlag geführt, vor allem in Pakistan, wo 97% der Bevölkerung Muslime sind.

Man sollte zur Kenntnis nehmen: der Mahdi-Gedanke löst bei den meisten Muslimen sofort Skepsis und starke Aversionen aus. Einige von ihnen werden bereit sein, Vertreter dieses Konzeptes auch zu bekämpfen. Noch sind die Ahmadiyya mit ca. 15 Mio Gläubigen in der Welt und 40 000 Bekennenden in Deutschland eine verschwindende Minderheit (unter 1%). Aber sie sind bei exponentiellem Wachstum nicht nur die am schnellsten wachsende Gemeinde, sondern sie praktizieren auch eine sehr intensive Missionsarbeit weltweit und sie erheben den Anspruch, den einzig wahren Islam zu lehren, der sie in historisch absehbarer Zeit zur einzigen und letzten Religion auf dem gesamten Erdball werden läßt (kolportiert werden 300 Jahre, von denen die ersten 120 vorbei sind). Ihr globaler Versuch der Missionierung ist augenfällig, die Osterweiterung in Deutschland folgt einem konzisen Plan, die gebetsmühlenartigen Formulierungen ihrer Vertreter weißen auf eine zentralistische Organisation hin, die Anweisungen von oben nach unten durchsetzt.

Die Hypothese: Sobald sie eine kritische Masse erreicht haben werden, sobald der Mainstream-Islam auf sie aufmerksam geworden ist, sobald er sich bedroht fühlt und sie ernst nimmt, werden sich radikale Kräfte finden, Personen und Einrichtungen physisch zu bekämpfen. Wer, bei aller Friedfertigkeit der Ahmadiyya, eine Verbreitung der Religion unterstützt, könnte innerislamische Machtkämpfe provozieren helfen – von den antiislamischen Impulsen in Teilen der deutschen Bevölkerung ganz zu schweigen.

Auch wenn die Einwohner von Erfurt-Marbach diese mögliche Gefahr noch gar nicht zu sehen scheinen, so zeigen sie doch einen gesunden Skeptizismus und Egoismus, den man nicht lächerlich machen, den man stattdessen ernst nehmen sollte.

Friede und Islam in Sachsen?

Die Ahmadiyya Teil II

Die Ahmadiyya sind in der Stadt. Die friedlichen Muslime, wie sie sich nennen. Seit einigen Monaten touren sie durch den noch islamisch-jungfräulichen Osten, verteilen Bücher und Broschüren, diskutieren, stellen ihren Islam vor, brechen eine Lanze für den „wahren, den friedlichen Glauben“.

Nicht alle nehmen ihnen das ab. Mancher spricht von Scheinheiligkeit, von „Wölfen in Schafspelzen“, von besonders gefährlichen Verführern. Als ich den großen Saal eine halbe Stunde vor Beginn des avisierten Vortrages betrete, sind die besten Plätze schon vergeben, bekannte Gesichter darunter, verschränkte Arme vor ausladenden Bäuchen, lange, skeptische, mürrische Gesichter.

Am Stand komme ich mit einem jungen Ahmadiyya-Muslim ins Gespräch. Vor wenigen Tagen hatte ich „Die Philosophie der Lehren des Islam“ des Ordensgründers Mizra Ghulam Ahmad gelesen – wir kommen schnell ins Fachsimpeln. Etwa über den Djihad, den die Ahmadiyya als Djihad der intellektuellen Argumentation verstehen wollen, oder über die Machtfrage: Friedlich sein ist einfach, solange man eine Minderheit ist – oder gibt es ein Beispiel dafür, daß just die Ahmadiyya auch dann tolerant blieben, wenn sie de facto an der Macht wären? Da fällt meinem Gegenüber ein Dorf in Pakistan ein, in welches sich die Gläubigen zurückgezogen hätten und friedlich mit Christen zusammen lebten. Ich warne ihn noch: das wird kein leichter Auftritt.

Dann beginnt der Abend. Es werden Koranverse rezitiert – in hartem, abgehacktem Arabisch, einer Fremdsprache für den Vortragenden. Der Imam Said A. Arif betritt die Bühne – es ist der junge Mann vom Stand. Der Vortrag lautet: „Der Islam – eine Bedrohung oder eine Quelle für den Frieden?“ Mich enttäuscht, daß der Imam keine eigenen Gedanken vorträgt, sondern eine Rede des fünften Kalifen. Darin wird auch das Beispiel mit dem pakistanischen Dorf erwähnt. Spätestens jetzt wird deutlich: Man denkt hier nicht selbst, man hält sich an feste Vorgaben, man hat seine Sätze auswendig gelernt – sie mögen noch so friedlich sein. Habe ich also mit einem Menschen oder mit einer Maske, mit einer Funktion gesprochen?

Dann gibt es eine Diskussion. Ich kenne meine Pappenheimer – plötzlich sind alle Koranexperten. Suren fliegen hin und her: „ergreift sie und tötet sie, wo immer ihr sie findet“ – die Antwort ist immer die gleiche: Kontext beachten. Fast schon routiniert geht der Imam mit diesen altbekannten Vorwürfen um. Schnell ist auf dem Tablet ein anderer Vortrag angeklickt, der eine Reihe friedliebender Verse bringt. Wieder wird nur repetiert und nicht selber gedacht. Aber die alten Herren geben nicht nach: Christenverfolgung, Erdogans Aufforderung zur Assimilierungsverweigerung, der ISIS …, für alles soll sich der Ahmadiyya verantworten. Islam ist Islam ist Islam! Du Muslim? Du verantwortlich!

Noch einer der Aktivisten im Ort meldet sich zu Wort. Was ist denn ein Ungläubiger? Muß man nicht Angst haben vor dem Islam? Und wie will die kleine Gemeinde die große Mehrheit überzeugen? Ungläubigkeit definiert der Imam als Relativ, im Verhältnis zu …: Jesus, Mohammed, Ahmad. Ändert das was? Vor ihrem, dem eigentlichen Islam, müsse man keine Angst haben. Ihre Moscheen stünden jedem allzeit offen. Und die Ahmadiyya seien zwar noch klein, aber schnell wachsend und bald könnten sie eine ernsthafte Größe werden. Niemanden beruhigt das hier. Ich fürchte, so einfach wird das nicht, denn sobald der Mainstream-Islam auf sie aufmerksam werden und sie ernst nehmen würde, dürften sie ein dankbares Freiwild abgeben (was sie in Pakistan oft schon sind). …

Im Nachgang schreibe ich dem Imam eine Mail, frage ihn nach dem Ahmadiyya-Schisma, stelle ihm vor allem die Frage: „Warum sollten sich Menschen im Westen überhaupt mit dem Islam beschäftigen?“ – Die Antwort, alles sehr freundlich, stilvoll und korrekt: „Wir sind der Überzeugung, daß der Sinn und Zweck für die Erschaffung des Menschen es ist, seinen Schöpfer zu erkennen, ihn zu erfahren und eine lebendige Beziehung mit ihm zu haben. Durch das Bewußtsein und die eigne Erfahrung, daß ein Gott existiert, können wir es schaffen, daß Habsucht, Herrschsucht und Machtsucht überwunden werden können. Denn wenn man den Schöpfer erkannt hat, dann würde man aus der Liebe zum Schöpfer heraus die Rechte der Schöpfung erfüllen und achten.“

Ich bin anderer Überzeugung und glaube auch nicht, daß die Gotteserfahrung jemals „Habsucht, Herrschsucht und Machtsucht“ – von einzelnen Individuen abgesehen – überwunden hat.

Trotzdem: War gut mit Ihnen gesprochen zu haben.

Lesen Sie dazu auch:

Die Philosophie der Lehren des Islam

Was wollen die Ahmadiyya?

Der friedliche Islam


Auf „Politically Incorrect“ wird zeitgleich eine Parallelveranstaltung beschrieben: Ahmadiyya – Propaganda in Augsburg

Unverhofft – Der friedliche Islam

Weimarer Impressionen I

Kurz vor der Rückfahrt fiel uns ein islamischer Infostand, der eine Liebesbotschaft verkündete, auf. Nichts wie hin! Wir wurden von einem sehr kultivierten Herrn angesprochen, dem man die indische Herkunft schon auf den ersten Blick ansah. Das Gespräch – es sollte eine intensive halbe Stunde werden – drehte sich sofort um die Zentralfragen dieser Religion: Scharia, Friedfertigkeit, Rolle des Propheten, Eroberungs- oder Verkündungsreligion, Trinität vs. sich-selbst-immunisierender Monotheismus usw. Herr Malik (Bild rechts), seit 20 Jahren in Erfurt lebend, vertritt die islamische Reformgemeinde Ahmadiyya Muslim Jamaat. Ihr Gründer Mirza Ghulam Ahmad verstand sich selbst als der Mahdi, als der von Mohammed angekündigte zweite Prophet, eine quasi-apokalyptische Gestalt, die die Endzeit/Offenbarungszeit einleite. Auch wenn er damit Anfangs in den bürgerlichen Schichten Erfolge feiern konnte, so dürfte er den meisten Muslimen als Ketzer, als Ungläubiger als kafir gelten. Die Gemeinde ist nichtsdestotrotz weltweit präsent und hat im pakistanisch-indischen Raum auch bedeutende Persönlichkeiten als Anhänger vorzuweisen. Wie auch immer: die Ahmadiyya sind ein lebender Beweis für die religiöse und ethnische Vielfalt des Islam – den Islam gibt es eben nicht.

Ahmadiyya

©seidwalk Die Ahmadiyya – Leben für alle. Haß für keinen.

Einig wurden wir uns dennoch nicht. Herr Malik versuchte nämlich, die historisch nicht wegzudiskutierenden Grausamkeiten der islamischen Bewegung vom mohammedanischen Beginn an, zu relativieren, und zwar mit dem Selbstverteidigungsargument. Daß Mohammed in seiner späten Phase auch ein Angriffskrieger war, wurde nicht recht akzeptiert. Auch mein Argument, daß sowohl die christliche als auch die buddhistische Lehre – und in letzterem Falle auch die Praxis – bei Angriffen das Ertragen und Überwinden des Gegners durch Sanftmut predigten, stieß auf kein Verständnis. Hamed Abdel-Samads Position erregte bei ihm nur Mitleid, obgleich beide Ansätze doch – wie ich betonte – zusammenarbeiten sollten, denn zumindest den gemeinsamen Gegner (den den gesamten Islam diskreditierenden Fundamentalismus und Extremismus) hat man doch.
Aber wir haben zumindest miteinander gesprochen, und zwar ruhig, kultiviert und argumentativ. Niemand wollte den anderen belehren oder überwinden. Niemand mußte sich verteidigen oder rechtfertigen. Diese erfreuliche Begegnung hat gezeigt, daß man auch bei gegenteiligen Positionen in Wesensfragen friedlich koexistieren, die Meinung des anderen einfach gelten lassen kann! Herrn Maliks aufopferungsreiche Arbeit – das Interesse der Weimarer Bürger hielt sich in Grenzen, das der Polizei hingegen war groß – ist aller Achtung wert und sollte unbedingt unterstützt werden.
Zum Abschluss schenkte er mir noch ein Buch von Mirza Ghulam Ahmad: „Die Philosophie der Lehren des Islam“, das ich zu gegebener Zeit an dieser Stelle vorstellen werde.
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