Das Merkel-Mysterium

Wer von uns hat die letzten Tage nicht gespannt nach Berlin und Brüssel geschaut, seinen Browser immer wieder erneuert, Live-Ticker mitgelesen … mit ein bißchen Vorfreude vielleicht gewartet, Vorfreude auf das Ende der Merkel.

Aber es kam nicht, wieder nicht. Es wird auch nicht kommen. Wir müssen etwas begreifen: Auf Merkel trifft zu, worüber sich die besten Köpfe der Menschheit den Kopf zerbrachen, wovon Weltreligionen leben.

Sie ist nicht von dieser Welt.

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Gastfreundschaft statt Multikulti

Das muß man erst mal können, angesichts der plötzlich mit aller Gewalt hereinbrechenden Migrationskrise, einen 25 Jahre alten Text aus dem Schubfach ziehen und ihn als Antwort auf hochaktuelle Fragen neu verlegen.

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Mein erster Muslim

Zum ersten Mal hatte ich 2005 mit einem leibhaftigen Muslim zu tun. In Florenz.

Dort weilte ich zwei Monate lang. Wohnte in der Via S. Guiseppe, gleich gegenüber der weltberühmten Basilica di Santa Croce. Ein Traum, so schien es zu Beginn. Aber der Schleier fiel bald. Auf der großen Piazza di Santa Croce trafen sich jeden Abend hunderte Menschen und feierten in allen Sprachen der Welt und sangen und tranken … an Schlaf war nicht zu denken.

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Zwanghafte Flucht

Unsere Zeit hat aufgehört zu reflektieren, zu analysieren, zu kommentieren und Fakten mit Ursachen. Gründen und dem genauen Hergang in Beziehung zu setzen. Diese Zeit lehnt Intelligenz ab und konzentriert sich stattdessen auf Leidenschaften, Pathos, Gefühle, Empfindungen und unmittelbare Eindrücke. (Michel Onfray)[1]

Es gibt Sätze, die sind so geläufig, daß man sie gar nicht mehr wahrnimmt, wenn man sie hört. Erst wenn man sie sich gezielt ins Bewußtsein ruft und darüber ein wenig nachdenkt, geht ihr wahrer Gehalt oder dessen Abwesenheit auf.

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Kopfkino

In Fürstenfeldbruck streiken Flüchtlinge für bessere Unterkunft und Verpflegung. Es kam zu ersten Ausschreitungen. Ob es auch in Libyen Streiks dieser Menschen gegeben hat?

Er warte „auf eine Ausgabe, wo der Dichter allein mit seinen strahlenden Versen die Stimmung in uns malt“ – lautete Hofmannsthals Kommentar auf die opulente, von Melchior Lechter in nie gesehener Pracht und Symbolik geschaffene, Erstausgabe des „Teppich des Lebens“ und weist auf das Dilemma aller verherrlichenden Ornamentik hin: indem sie schmückt und aufwendig glorifiziert, relativiert sie auch und zieht die Aufmerksamkeit vom Eigentlichen – auf das sie hinweisen will – ab.

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