Berlins Köln

Berlin hat nun sein Köln. Was am 21.3.2019 auf dem Alexanderplatz passierte, mag weniger drastisch als die Kölner Silvesternacht gewesen sein, ist aber ebenso signifikant. Es wurde ein Präzedenzfall geschaffen, der sich jederzeit wiederholen kann und vermutlich auch wiederholen wird. Wie damals steht auch heute die Presse, trotz jahrelanger Vorbereitungsmöglichkeit, ohnmächtig vor diesem Phänomen. Vor Schreck verbreitet man überall einen Einheitstext – besser keine eigene Meinung haben!

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Die Satanischen Verse

Vielleicht sehen sie auch, daß die Kontroverse um die Satanischen Verse im Grunde ein Streit um die Frage war, wer die Macht über die große Erzählung, die Geschichte des Islams, ausüben soll, und um die Meinung, daß diese Macht allen Gläubigen gleichermaßen zusteht. (Salman Rushdie)
Romanfiguren werden geschaffen, damit sie auf eigene Rechnung leben. (Umberto Eco)

Vor 30 Jahren wurde die Fatwa gegen Salman Rushdie, den Verfasser des bedeutenden Buches „Die Satanischen Verse“, verhängt.

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Einwanderung und Kulturzusammenstoß

Mitten in einer dänischen Lehrveranstaltung hielt ein muslimischer Student eine Brandrede für den türkischen islamistischen Präsidenten – die politisch Korrekten reagieren mit Anpassung.

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Warum gibt es „Populismus“?

 Die politische und ökonomische Elite will das Volk erziehen – aber die Elite muß selbst erzogen werden

Von Ralf Pittelkow[1]

Wir leben in unruhigen Zeiten. Große Sprünge und Risse wurden in die einst sichere und selbstsichere Welt geschlagen, ausgerechnet als der Westen um die Jahrtausendwende auf dem Höhepunkt seiner Macht war.

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Die Frage der Menge

Kürzlich wurden öffentliche Äußerungen nach einem gesetzlichen Fleischverbot laut. Dieses könne man – ähnlich wie bei der Feinstaubbelastung durch Dieselfahrzeuge – gerichtlich durchsetzen. So argumentiert etwa die „Vegane Gesellschaft“: „Wer A sagt und gerichtliche Fahrverbote durchsetzt, muß auch B sagen und Fleischverbote durchsetzen“.

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Gibt es noch Meinungsfreiheit?

Auf jede Frage ohne Fragewort gibt es mindestens zwei Antworten: Ja und Nein. Meistens gibt es noch viele mehr, die sich im Bereich des „vielleicht“, „Ja, aber“, „Nein, aber“ bewegen. Den Riß in einer Gesellschaft – z.B. links/rechts – kann man dann letztgültig feststellen, wenn sie dazu tendiert, die Vielfalt der Antwortmöglichkeiten in der Mitte zu negieren und Ja/Nein-Antworten zu favorisieren.

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Nachdenken über Seifenblasen

Auf dem Pécser Széchenyi Tér vor der einstigen Moschee, dem sehenswerten Dzsámi, wie die Ungarn sagen, steht ein Straßenkünstler und formt riesige Seifenblasen. Sie fliegen – man kann das an der Ausrichtung des Gotteshauses kontrollieren – Richtung Mekka. Eine kleine Schar Kinder hat sich eingefunden und hascht nach den Blasen, bringt sie zum Platzen.

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Spekulationen über Gewalt

Aus der Presse erfahren wir heute, daß die Zahl der Körperverletzungen unter Jugendlichen, die Gewalt im Allgemeinen, dramatisch zugenommen habe. Unter 14-jährige sollen demnach 16000 Körperverletzungen begangen haben – und zwar allein im letzten Jahr. Weiterlesen

Gefährliche Toleranz

Mittlerweile wagen sich auch immer mehr Linke mit Islamkritik an die Öffentlichkeit. Das könnte daran liegen, daß uns speziell diese Religion tatsächlich vor besondere Schwierigkeiten stellt, sprich: es könnte was dran sein an der „Hetze“, der „Islamphobie“, dem „Rassismus“.

Man muß diese Autoren, die sich nun aus der sicheren Deckung der politischen Korrektheit herauswagen, in gewisser Weise besonders bewundern, denn in den Augen des linken Mainstreams verlassen sie die wohlige Wärme der Gutfühlatmosphäre und werden selber verabscheuungswürdige Rassisten.

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Demokratiedefizite

Ein wichtiges Buch: „Die Zukunft der Demokratie

Acht bedeutende Denker, vier allgemein gehaltene und vier spezifische, an einem Beispiel exemplifizierende Beiträge erwarten den Leser. Die Lage ist ernst, die Stimmung kritisch, das Argumentationsniveau hoch.

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Was wollen die Ahmadiyya?

Am 13.11. wurde in Erfurt – unter großer medialer Aufmerksamkeit – der Grundstein für eine Moschee gelegt. Seit Jahren kämpfen Bürgerinitiativen und AfD dagegen an und seit Jahren wird das Projekt politisch und journalistisch unterstützt. Nicht zuletzt, weil es sich bei der Glaubensgemeinschaft um die Ahmadiyya handelt. Aber wer sind die Ahmadiyya und was zeichnet sie aus?

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Ungarn 1956

„1956 ist auch für die Nachgeborenen eine unerschöpfliche Quelle geistiger, politischer und moralischer Kraft geblieben.“ Paul Lendvai

Erst in Ungarn wird einem bewußt, was der Herbst 1956 wirklich war und was er den Ungarn bedeutet. Selten wird Engels‘ Diktum[1] von den „sich mannigfaltig durchkreuzenden“ Interessen, die stets zu einem von keinem Teilnehmer gewollten historischen Ergebnis führen, den „verschiedenen Ständen“, einer „höchst verworrenen Masse mit den verschiedenartigen, sich nach allen Richtungen, durchkreuzenden Bedürfnissen“, „bald in offenem, bald in verstecktem Kampfe“ sich befindend, so klassisch bestätigt wie in diesen verwirrenden Herbstwochen.

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Du, Ministerin!

Es ist nicht einfach, ein hämisches Grinsen zu vermeiden, wenn man manche Geschichte hört – man sollte es aber versuchen. Denn sie wissen (noch immer) nicht, was sie tun.

Da geht zum Beispiel Inger Støjberg, die „Taffe“ der dänischen Regierung, ihres Zeichens Ausländer- und Integrationsministerin, zusammen mit der Gleichstellungsministerin in einen islamischen Frauenverein und will ein bißchen aufklären. Gleichstellung und so. Die „Berlingske Tidende“ brachte die ganze Dramatik des Geschehens in einem Hinterzimmer in Bispebjerg, im nördlichen Kopenhagen, auf wunderbar naive Weise ans Tageslicht.

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Ein Wink aus der Zukunft

Wenn man sich Erdogans dreitägigen Deutschlandbesuch noch einmal vor Augen führt, nur gespeist aus den offiziellen Medienmitteilungen, dann kann es aus deutscher Sicht nur ein Wort, ein trumpeskes Wort geben: Desaster!

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Sommermärchen 2024

Nun wird alles gut! Deutschland bekommt sein nächstes Sommermärchen geschenkt. Wir wissen aus Erfahrung, daß dann alle Probleme gelöst sein werden, die unendliche Konjunktur um weitere 0,3 Prozent zulegen wird, die ausländischen Fachkräfte alle in Lohn und Brot kommen, Millionen türkischer Fans der deutschen Nationalmannschaft zujubeln werden und stundenlange nächtliche Halal-Autoparaden allerseits – diesel- und emissionsfrei natürlich – Glück vergasen werden.

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Walser, Habermas, Höcke

„Man könnte so weit gehen und sagen, daß der ganze linksliberale Block aus undeutlichen Habermasianern besteht. Für diese große Mehrheit ist typisch, daß sie sich für eine verfolgte Minderheit hält und daß sie ihre fast nirgends angefochtene kulturelle Hegemonie im Stil von Notwehr gegen einen übermächtigen Gegner ausübt.“ Peter Sloterdijk

Vor 20 Jahren hielt Martin Walser seine legendäre Rede in der Frankfurter Paulskirche, deren Worte die deutsche Zivilgesellschaft bis heute ebenso erschüttern, wie die darin aufgezeigten und zu Bewußtsein gebrachten deutschen Idiosynkrasien. Stella Hindemith, eine Kulturwissenschaftlerin mit jüdischen Großeltern, hat dazu soeben einen aufschlußreichen und maßgebenden Artikel veröffentlicht, der den geistigen Zustand der „Eliten“ auf wunderbare Weise selbstkarikiert: „Im Umgang mit der deutschen Nazivergangenheit markierte Martin Walsers Rede in der Paulskirche eine Wende: Vor 20 Jahren verschob er die Grenzen des Sagbaren nach rechts.“

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Besetztes Gelände

Autobahnraststätte Göttlesbrunn, 10 Minuten hinter Wien in Richtung Ungarn. Wir parken zwischen zwei Fahrzeugen mit holländischem Kennzeichen. Vor einem sitzt eine Familie im Gras und kocht sich auf arabische Weise Tee. Die Frau mit Kopftuch. Auch der andere Holländer hat eine Frau mit Kopftuch und jetzt werde ich aufmerksam – tatsächlich, wir sind von Holländern umgeben, muslimischen Holländern. Noch ist Holland nicht verloren?

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Das Schweigen der Landsmänner

Wesentlich interessanter – aus einer höheren, abstrakteren Perspektive – als die Messermorde, die Messerstechereien, Vergewaltigungen, Schlägereien, Raubtaten, ja selbst als die ge- und mißglückten Terrorfälle – sofern sie nicht apokalyptische oder systemrelevante Ausmaße annehmen – sind die Geschichten, die sich dahinter verbergen und die ganz offenbar immer nur dann ans Licht kommen, wenn solch ein Fall öffentlich aufgearbeitet werden muß.

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Den Koran lesen

I took up the Bible and began to read, but my head was too much disturbed with the tobacco to bear reading, at least that time; only having opened the book casually, the first words that occur’d to me where these: Call on me in the day of trouble, and I will deliver, and thou shalt glorify me. (Robinson Crusoe)
Ich fummelte wie ein Irrer in dem ganzen Klo rum. Und dabei kriegte ich dann dieses berühmte Buch oder Heft in die Klauen … Leute, das konnte wirklich kein Schwein lesen. Beim besten Willen nicht. (Die neuen Leiden des jungen W.)

Thilo Sarrazin hat den Koran gelesen, versichert uns die Kritik, seine Schlüsse gezogen, ein Buch daraus gemacht – und wird dafür medial gesteinigt, gevierteilt, verlacht und böser Absichten bezichtigt. Eine Leseempfehlung!

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