Bombenmeditation

“If you have sacrificed my nation to preserve the peace of the world, I will be the first to applaud you. But if not, gentlemen, God help your souls.“ Masaryk 1938

Neulich schrieb mir jemand – ein habituell unentschiedener, offener Mensch –, und endete mit der Frage: Schwere Waffen ja/nein? Die Antwort ließ er natürlich offen.

Aber exakt das ist die Antwort, die einzig vernünftige oder doch zumindest zwangsläufige, die man auf diese Frage geben kann: Ich weiß es nicht! Niemand weiß es! Und niemand kann es wissen! Die einzig konzise Antwort auf die Frage ist, die Antwort zu verweigern oder offen zu halten.

Ganz klar, wer so denkt, wird sofort angesprungen werden und zwar von beiden Seiten und beide Seiten werden dem so Denkenden unterstellen, der jeweils anderen Seite zuzugehören oder ihr zu helfen. Die Lager sind – man wagt diesen Satz fast nicht mehr auszusprechen, so banal und abgedroschen klingt er mittlerweile – unheilbar gespalten, tatsächlich kommt Jesu Forderung erst heute zum Tragen: „Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel“ (Matthäus 5:37)

Wer der Glaubensparole auch ins Politische folgt, will freilich Gott nicht dienen, sondern Gott spielen, Gott sein, denn er beansprucht, festes Wissen vom Kommenden zu haben. Die Frage, ob es gut, sinnvoll und hilfreich ist, schwere Waffen an die Ukraine zu senden, um deren Kampf gegen den russischen Aggressor zu unterstützen, gehört zu der Sorte, von der wir einfach nicht wissen können, wie sie richtig beantwortet werden soll. Das ergibt sich aus der lapidaren Tatsache, daß wir nicht wissen, welches Ergebnis dieser Krieg zeitigen und welche Rolle – direkt oder indirekt – das aktive Eingreifen des Westens dabei gespielt haben wird. Der Futur II ist die tragende, konstitutive Zeitform der Geschichtsschreibung.

Ich selbst stand lange auf der Seite der Skeptiker, jener, die meinten, man solle nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen. Die Überlegung war so einfach wie schlagend: Indem Deutschland einen Kriegsteilnehmer aktiv unterstützt, zuletzt mit „ausgesprochen effizienten Waffen, wie die Panzerhaubitze 2000, Mehrfachraketenwerfer und der Flugabwehrpanzer Gepard“ – wie Olaf Scholz gerade erst hervorhob – macht man sich selbst zum Teilnehmer und damit zum legitimen Ziel russischer Angriffe, denn natürlich hat Rußland aus der Kriegslogik heraus das Recht, diese Waffen schon vor ihrem Kampfeinsatz zu zerstören und damit auch deutsche Soldaten oder deutsche Infrastruktur. Die Folgen wären unabsehbar. Man muß den Russen dankbar sein, daß sie diese Karte bisher noch nicht gezogen haben. In gewisser Hinsicht hat sich Deutschland schon längst geschadet, denn es fällt als Vermittlungspartner aus – wie Harald Kujat bemerkt – „weil es durch seine Unterstützung der Ukraine bereits zu sehr in den Krieg involviert ist“.[1]

Der Kern dieses Arguments ist ein denkbar einfacher: Verhinderung der unkontrollierten Eskalation, des möglichen Untergangs aller, auch der Ukraine. Es enthält ein zynisches Argument – ich übersehe es nicht – insofern es die Ukraine „opfert“, einen verhältnismäßig kleinen Schaden in Kauf nimmt, um einen möglichen Totalschaden zu verhindern. Das hat auch nichts mit Pazifismus zu tun.

Dieser nämlich steht strukturell auf der anderen Seite, der der Ideologie. Der momentane Mainstream argumentiert nicht pragmatisch, sondern gesinnungsethisch. Demnach gelte es, das Prinzip zu verteidigen, „die Freiheit“, die man mit der Ukraine identifiziert gegen die Diktatur. Vertreter dieser Linie entblöden sich nicht, „lieber den  Atomtod sterben zu wollen, als die Freiheit des Westens aufzugeben“. Solche Sätze sagen sich wunderschön, wenn man am Schreibtisch sitzt und davon ausgeht, daß man sowieso nicht den Atomtod sterben wird. Sie sind auch insofern idiotisch, weil alle Freiheit im Atomtod endet – danach gibt es nichts mehr zu verteidigen, am wenigsten die sogenannte „Freiheit des Westens“.

FireShot Capture 743 - (10) Liane Bednarz on Twitter_ _Liebe eher Linke, die Ihr überwiegend_ - twitter.com

Diejenigen, die die Apokalypse – von der Biden heute sprach – überstehen, werden danach ihr blankes Leben zu verteidigen haben und man wünschte sich fast, diese Großfressen dann heulend und zähneklappernd zu sehen. Gesinnung führt – wenn man sie auf die Spitze treibt – immer in die Aporie, wie diese Beispiele zeigen.

Trotzdem ist das noch immer im Wesentlichen deutsche Regierungspolitik. Selbst systemimmanente Pragmatiker wie Wagenknecht, Precht oder Kretschmer haben einen schweren Stand mit ihren Appellen an die Diplomatie, die doch über Jahrhunderte als das Nonplusultra der Politikfähigkeit galt. Nein, Putin ist Hitler, ist das Böse, ist nicht mehr politikwürdig! Der Vergleich hinkt weniger, als wir denken:

Was wir heute erleben, ist in Vielem eine Kopie des „Peace for our time“ – auch damals stand der „demokratische Westen“ vor folgenschweren Entscheidungen, wollte Appeasement und hat den totalen Krieg bekommen. Die Geschichtswissenschaft ist sich heute einig, daß es sich um einen kolossalen historischen Fehler gehandelt habe. Aber sie unterläßt zu fragen, ob die Alternative – nämlich die frühzeitige Aggression gegen Hitler – nicht zu ebensolcher oder vielleicht noch größerer Katastrophe geführt haben könnte? Wir wissen es nicht und werden es nie wissen können.

Im Moment sehe ich meine Skepsis bezüglich der Waffenlieferungen erschüttert. Die militärischen Erfolge der Ukraine scheinen den Militaristen Recht zu geben. Ohne diese wären jene Erfolge kaum vorstellbar. Die Ukraine kommt – äußerlich betrachtet – wieder zu ihrem Recht; die Russen erhalten eine lehrreiche Lektion.

Leider ist es nicht so einfach. Zum einen kommt „die spröde Logik der zumutbaren Hilfeleistung ins Spiel“, wie es Sloterdijk dieser Tage ansprach. „Über das Mögliche hinaus besteht keine Pflicht zu handeln“. Gerade aber die ukrainische Regierung fordert immer und immer mehr und plädiert jetzt sogar für den Präventivschlag. Zum anderen hat Putin durch den hinterfotzigen Trick der Referenden in der Ostukraine sich eine ebenso scheinheilige Legitimation erarbeitet, Atomwaffen einzusetzen. Je mehr er in die Defensive gerät, umso gefährlicher ist er. Man kennt das Phänomen schon aus der Tierpsychologie.

Doch stellt uns die Atombombe vor ganz neue Probleme, auch Denkprobleme. Sloterdijk hatte schon 1983 in seinem Erstling[2] im Angesicht der atomaren Waffen für eine „Bombenmeditation“ plädiert. Meditation meint hier das Ende des rationalen, auch des taktisch-strategischen Denkens, denn die Bombe in Aktion denken, das ist wie ein Koan, wie ein logisches Paradox, es ist wie die Singularität der radikalen Futuristen: die Bombe in Aktion hat keine Vergangenheit und keine Zukunft mehr.

Indem sie die traditionelle Militärlogik der Zerstörung des Anderen unterläuft und auf die Selbstauslöschung zuläuft, sind menschliche Handlungen nicht mehr rational abschätzbar, international nicht, national nicht, auch intern und in kleinen Kreisen nicht, noch nicht mal je individuell, innerpsychisch. Ich bezweifle, daß ein Mann, der in Staatsreden Iwan Iljin zitiert, für sloterdijksche Finessen zugängig ist, aber auch Putin sollte wissen, daß dieser Befehl der ultimative sein wird, im Sinne von: vollkommen ergebnisoffen, eine neue Ära einleitend[3], eine Singularität, den gesamten Prozeß der Menschwerdung in Frage stellend.

Was wollte der Westen denn machen? Wie will er reagieren? Auch der Westen und seine Befehlshaber ständen vor den gleichen Paradoxa. Wir hätten das obige Problem nur ins Unendliche potenziert.

Wieder gäbe es zwei Fraktionen. Die einen würden sagen: Wir müssen diese eine Bombe aushalten, um unser aller Leben willen; die anderen würden um „der Freiheit“ oder „der Gerechtigkeit“ willen den Gegenschlag befürworten und damit das endgültige Ende. Aber auch intern kann der Befehl die größten Irrationalitäten auslösen, denn der Befehlshaber – wir sind schließlich nicht bei James Bond – drückt nicht selbst, sondern nur einen symbolischen Knopf und diejenigen, die dann funktionierend in der Spur laufen sollen, sind auch denkende und fühlende Menschen, haben eigene Entscheidungen zu treffen usw.

Kurz – ich will nicht in Phantasien schwelgen: ein solcher Entscheid würde das Projekt Geschichte – als rational beschreib- und erklärbare Abfolge von Geschehnissen – beenden, zumindest für diesen einen Augenblick.

Auf unsere Ausgangsfrage zurückkommend. Schwere Waffen ja/nein?

Ja, natürlich!, wenn wir wüßten, was daraus folgt, und nein, natürlich nicht!, wenn wir wüßten, was daraus folgt. Und das gilt auch für alle anderen Fragen[4]. Geschichte ist und bleibt unverfügbar.

Am Ende wird es immer falsch gewesen sein, weil wir das Richtige gar nicht wahrnehmen können.

[1] Gespräch mit Harald Kujat in: Preußische Allgemeine Zeitung Nr. 40
[2] Kritik der zynischen Vernunft. S. 252ff.
[3] Der Unterschied zu den Abwürfen über Hiroshima und Nagasaki ist ein doppelter: Wir wissen heute um die Wirkung und langjährigen Folgen dieser Waffen, die damaligen Piloten hatten eine Erstbegegnung und: die USA mußten damals keine Reaktion fürchten, weder eine atomare noch überhaupt eine – sie warfen die Bomben auf längst entkräftete und wehrlose Menschen und einen Staat vor der Kapitulation. Die Bombe heute zu werfen ist daher präzedenzlos.
[4] Wie etwa die, nach dem russischen Gas, nach Nord Stream 2 oder die nach Sinn und Unsinn der Covid-Spritze.

5 Gedanken zu “Bombenmeditation

  1. Konservativer schreibt:

    Gibt es noch investigativen Journalismus?

    Ja!

    Gute Beispiele für investigativen Journalismus sind, meiner Meinung nach, die beiden Beiträge von Tahir Chaudhry, die ich erst kürzlich im Netz entdeckt habe.
    Hochinformativ, erhellend, dazu gut gemacht:

    Teil 1:

    Teil 2:

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  2. Bahroschüler schreibt:

    „Zum anderen hat Putin durch den hinterfotzigen Trick der Referenden in der Ostukraine sich eine ebenso scheinheilige Legitimation erarbeitet, Atomwaffen einzusetzen.“

    Wie kommen Sie zu dem Wort „ebenso“? Wenn überhaupt ein Pränentivschlag gefordert wurde, dann ein konventioneller auf Lager mit taktischen Atomwaffen nahe der Front. Solche Ungenauigkeiten sind dem Thema nicht entsprechend.

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  3. Nordlicht schreibt:

    Eine spontane Reaktion auf den russischen Angriff ist: Natürlich muss man dem Angegriffenen, dem Opfer, helfen -mit allen Mitteln. Nein, nicht mit allen, nur mit denen, die uns nicht wirklich weh tun: Mit Waffen.

    Allerdings ist die Ukraine nicht ein unschuldiges Opfer, sondern hat seit 2014 Benzin ins Feuer der Konflikte mit der russischsprachigen Minderheit im Osten gegossen. Und der Machtübernahme der westlich geneigen Regierung 2014 ging ein von westlichen Ländern inszenierter (- zumindest massiv unterstützer) Pusch mit Absetzung des demokratisch gewählten Präsidenten voraus.

    Das ist die Vorgeschichte, die mich hindert, ein glühender Ukraine-Fan und Russland-Hasser zu sein. (Dass der Konflikt mit den beiden Präsidenten personalisiert wird, ist der Propaganda beider Seiten geschuldet. Das schadet nur, denn weder gibt es in Kiew noch in Moskau fundamental andere Entscheidungen, wenn Herr S. und/oder Herrn P. durch andere ersetzt würden.)

    Mit Waffenlieferungen kann man dem angegriffenen Land helfen, aber man kann nicht die Machtverhältnisse umdrehen. Frankreich wurde nicht dadurch von der deutschen Wehmacht befreit, in dem die USA Waffen lieferten, sondern indem sie dort kämpften. Entsprechendes gilt für die Ukraine. Sie konnte sich bisher relativ gut halten, weil Russland in der Unterzahl angriff. Mit der Teilmobilmachung und der Zuführung von 300.000 russischen Soldaten wird sich das ändern. Die Ukraine hat keine Chance, die russische Armee zu vertreiben.

    Damit stellt sich die Frage nach den Kriegszielen und der Strategie dorthin. Es ist nutzlos zu sagen, dass Ukraine das Minsker Abkommen hätte unterzeichnen sollen; eine so gute Situation wird keine Kiewer Regierung mehr erzielen können. Statt zwei Provinzen mit Sonderstatus innerhalb des ukrainischen States zu halten haben sie nun 4 Provinzen verloren.

    Um Russland diese wieder abzunehmen, müsste die NATO mit massiver US-Stärke einmarschieren, mit mindestens 400.000 Soldaten und vorher Bombenteppichen- wie die Angreifer das im 2. Irak-Krieg vorgeführt haben. Russland hat angekündigt, daß man die neuen Grenzen mit allen militärischen Mitteln verteidigen werde. Dazu gehören nukleare Gefechtsfeldwaffen, das könnte einen globalen Atomkrieg mit großen Atombomben auslösen.

    Ironisch gesagt: US-Politiker sind dafür, dass die Ukraine die sogenannten Westlichen Werte bis zum letzten Ukrainer verteidigen. Die ukrainischen Truppenreserven werden bald erschöpft sein. Dann könnten die USA sich schulterzuckend abwenden, die Europäer sind wirtschaftlich ruiniert und auf Jahrzehnte von den USA abhängig und der Weltpolizist wendet sich dem Kampf gegen den Bösewicht VR China zu.

    Also Waffen liefern? Ja, aber nur in Zusammenhang mit einem realistischen Kriegsziel und der Bereitschaft in Kiew, zu verhandeln UND Kompromisse Richtung Minsker Abkommen anzukündigen, als Minimum. Was Selenskij und seine westlichen Fans anstreben, ist Illusion. Waffenlieferungen verlängern nur das Töten.

    Der Angreifer wird siegen, so oder so. Das ist das Gesetz der großen Zahl. Die USA haben auch im Irak und in Afghanistan gesiegt. Und davon nichts gehabt; mit den Kollateralschaden „Völkerwanderung“ müssen wir zurecht kommen. Die Leute fliehen von dort nicht wegen kriegerischer Gewalt, sondern wegen der Sanktionen der USA+Vasallen mit Aushungern der Länder.

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  4. flosafraca schreibt:

    Ich kommentiere hier sehr selten, lese aber fast alle Texte und habe mich bisher immer an der Rationalität derer erfreut.

    Insofern kann ich diese Irrung des Autors nicht ganz verstehen. Nein, mit schweren Waffen werden wir diesen Konflikt niemals befrieden, mit Atomwaffen schon. Warum mit Atomwaffen? Weil dann ratzfatz Ende Gelände ist. Dann kämpft nämlich niemand mehr. Europa muss sich dann über Energie auch keine Sorgen mehr machen, über wirtschaftliche Probleme, über vieles mehr nicht mehr.

    Es wäre der Gipfel der Irrationalität, aber ehrlich gesagt, traue ich das unseren Politikern in dieser Form genau so zu. Sie wollen es auf die Spitze treiben, egal aus welchem Grund, sie werden es wohl schaffen. Deswegen auch der langsam medial verbreitete Slogan nach Atomkrieg. Wissen die eigentlich noch was sie da verbreiten?
    Sind die irre geworden?

    Ich halte Putin nicht für irre, sondern eher für eiskalt rational. Insofern hat man mit ihm immer ein Verhandlungsfenster, auch wenn es dafür Angebote benötigt. Angebote sind aber nicht immer mehr Eskalation, denn das beantwortet er mit gleicher Münze, sondern Zugeständnisse und sei es auch nur die russischen Sicherheitsbedürfnisse zu respektieren. Diese Verhandlungsposition gab es schon voriges Jahr im Herbst, nur wurde sie vom kollektiven Westen, insbesondere der USA noch nicht mal beantwortet.
    Wenn es denn Verhandlungen geben sollte muss man auf diesen Ausgangspunkt zurück. Die Ukraine ist eh nur ein Puzzlestück auf einem viel größeren Spielfeld.
    Dass dort seit 2014 ein faktischer Bürgerkrieg herrscht, mit Tausenden Toten im Donbass, wird sehr gerne im Westen ausgeblendet, ist aber im Osten der Ukraine, weil es meist ethnische Russen betraf, sehr präsent.

    Nein, mit noch mehr schweren Waffen wird man das Leid dort nur verlängern, mit den Russen kann man ins Gespräch kommen, wenn man denn will, denn deren Agieren ist, Fortsetzung der Diplomatie mit Mitteln des Krieges, während es bei dem Westen das Ende der Diplomatie ist (las ich Anfangs des Krieges, Quelle leider entfallen). Und falls es das dann dennoch nicht ist, wobei ich das in Bezug auf den 9. April 2022 bezweifele, wo ein Verhandlungsergebnis zwischen der Ukraine und Russland feststand, dieses aber vom Westen sofort hintertrieben wurde, dann ist es zumindest einen Versuch wert. Einen Versuch der möglicherweise unschuldige Menschenleben rettet.

    Sorry das es so lang wurde. Mich fuchst das teilweise sehr….

    Seidwalk: Ich rechne es Ihrer gut wahrnehmbaren Erregung zu, daß Sie hier „Irrungen“ herauslesen oder sogar ein Plädoyer für die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine. Davon ist keine Rede. Ich halte diese noch immer für falsch, muß aber konstatieren, daß die derzeitigen militärischen Entwicklungen, den Befürwortern Argumente liefern. Ob dies mehr als Augenblickaufnahmen sind, wird die Geschichte zeigen, deren Ausgang weder die einen noch die anderen voraussagen können. Freilich: gehandelt werden muß, man muß eine Stellung beziehen, weil Nichtbeziehen auch schon eine ist. Unsere Ohnmacht entledigt uns nicht von Entscheidungen.

    flosfraca: Ich muss mich dann entschuldigen, da ich sie offensichtlich falsch verstanden habe. Erregt nein, zumindest äußerlich bin ich das nicht. Mich berührt es aber, dass man über Atomschläge redet, so als ob das ganz normal wäre. Dieser gesamte Konflikt hätte schon längst gelöst werden können, schon vor 2014, man wollte es aber vom so tollen „Wertewesten“ aus nicht. Hätte man die Ukraine föderalisiert, dann müssten wir vermutlich nicht mehr über das Thema sprechen. Im Übrigen lassen es sich die „engelsgleichen“ Ukrainer nicht nehmen auch die anderen ethnischen Minderheiten in ihrem Staatsgebilde zu unterdrücken. Beispielhaft seien die Ungarn in der Karpatoukraine genannt. Ich hatte im Sommer ein Gespräch mit einem ukrainischen Ungarn. Zwei Pässe, ukrainisch und ungarisch, lebte in Prag, war Offizier in der ukrainischen Armee und dachte im Traum nicht daran nach Hause zu gehen und zu kämpfen. Aber ich schweife ab. Nochmals Entschuldigung, werde demnächst mehrfach lesen, bevor ich schreibe.

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