Grau denken

Wenn man Peter Sloterdijk heißt, kann man über alles schreiben – warum nicht auch mal über die Farbe Grau? Man darf dann auch die Warnung Hans Blumenbergs, daß „Metaphern dirigieren, führen und verführen“ nonchalant übergehen, ja das Flottieren sogar zur Tugend machen und „gleichsam einer Laune nachgebend“ – das sind die original Eingangsworte! – oder einem „Reflex folgend“ seinen Assoziationen nachsinnen und daraus ein neues Buch machen. Wenn man Sloterdijk heißt, dann darf man das, denn es kommt dennoch Wesentliches zum Vorschein. Dann darf man auch einen Satz Cézannes – „Solange man kein Grau gemalt hat, ist man kein Maler“ auf das Denken und den Philosophen beziehen: das war die Ausgangsintuition; ihrem inneren Witz freudvoll und ausschweifend nachzugehen, ist dem lachenden Philosophen anzumerken. Weiterlesen