Über die Anpassung

Sándor Márai: Das Kräuterbuch XXVI

Wichtiger als alles andere ist es, unsere Arbeit, unsere Neigungen und unseren Lebenstakt dem großen und ewigen Rhythmus der Natur anzupassen.

Der Lauf des Mondes, das Drehen des Windes, die Gluthitze der Sonne, die Ströme der Nacht, all das formt auch unser persönliches Schicksal, unser dienstägliches oder mittwöchliches Leben: man vernimmt, von weit entfernt, die Mahnungen und Warnungen, die schützend-richtungsweisenden Geräusche des Universums.

Man soll in Übereinstimmung mit der Sonne, mit dem Mond, mit den Fluten des Wassers, mit der Kälte und der Wärme leben: niemals dagegen, sich stets in den Einklang der Welt einschmiegend, in die große Ordnung von Schöpfung und Zerstörung. Nur diejenigen stolpern im Leben, die innerlich irgendwie taub sind für die Stimmen der Welt.

10262915

Übersetzung: Seidwalk

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