Viro-Logisches V

Nach wie vor bin ich der Meinung, daß man sich als Laie – und auch als Experte – in virologischen, also rein medizinischen, naturwissenschaftlichen Fragen zurückhalten sollte, weil wir einfach zu wenig wissen und verstehen. Das betrifft auch alle sich daraus ergebenden politischen Probleme. Nicht, daß man sie nicht thematisieren sollte, aber wer in diesen Punkten zu absoluten Urteilen kommt, erweist sich zumeist als nicht seriös. Daher gibt es hier, auf diesem Blog, auch weiterhin nur Stichpunkte, vage Überlegungen und Beobachtungen.

  • Deutlich muß man freilich werden, wenn man die neuesten Verlautbarungen Drostens und Lauterbachs hört. In der jetzigen Situation, vier Wochen nach Entdeckung der Omikron-Mutation, Parolen wie „Für Geimpfte wird die Pandemie vorbei sein – für Ungeimpfte wird es richtig gefährlich“ oder: man sei „sehr, sehr in Sorge um die Ungeimpften“ – das ist Demagogie und grenzt schon ans Verbrecherische. Für diese verbalen Exzesse gibt es – soweit ich sehen kann – keine Evidenzgrundlage. FireShot Capture 688 - Drostens düstere Omikron-Prognose für Ungeimpfte - FOCUS Online_ - www.focus.de
  • Auch die Presse muß hier in den Fokus geraten, denn sie hat aus der Spezifizierung – man sprach von den über 60-jährigen – ein allgemeines Gebot gemacht. Aber selbst für die gilt diese Aussage nicht, ist es maximale Übertreibung und Panikmache. Es stellt sich zwangsläufig die Frage, warum die beiden repräsentativsten Köpfe just im Moment der angekündigten Entspannung – denn Omikron dürfte, verglichen mit der Indischen Variante, eher eine Erleichterung, wenn nicht gar ein Segen sein – den panic button drücken. Ich will über die Gründe nicht spekulieren – siehe oben –, mir fehlen die Einsichten, aber der Möglichkeiten gibt es nicht viele: entweder ist der allgemeine Angstzustand selbst das Ziel und man arbeitet bewußt an der Erhitzung des gesellschaftlichen Klimas oder aber man will nun mit aller Gewalt kurz vor Ende des Krieges noch alle Munition verballern, sprich jede vorhandene Dosis noch in irgendeinen Arm drücken, sei es aus Verstocktheit und Rechthaberei oder aus wirtschaftlichen oder ideologischen Interessen … Am ehesten sind die beiden nur noch durch generische Dummheit zu entschuldigen – sie glauben, was sie sagen.
  • Ähnliches dürfte auch für die Parole gelten, eine jetzige Erstimpfung „senkt bereits nach 14 Tagen das Sterberisiko drastisch.“ (Lauterbach) Wo ist dafür die Evidenz?
  • Wer sich jetzt erstimpfen läßt, hat m.E. den letzten Schuß nicht gehört, ist unter dem Druck eingeknickt, der Angst erlegen, ist Opfer der Propaganda geworden oder was weiß ich. Vielmehr scheint es jetzt für Ungeimpfte logisch zu sein, folgende Strategie zu fahren: Die Indische Variante vermeiden und sich dann der neuen Südafrikanischen auszusetzen oder auch diese zu vermeiden, denn jetzt sich Delta einzufangen, ist wie am letzten Kriegstag den Kopf aus dem Schützengraben zu recken. Wem das Vermeiden gelingt, der dürfte einen mehrfachen Nutzen haben: er hat die Impfung mit all ihren unerfreulichen Wirkungen umgangen – die unerfreulichste ist der häufig zu beobachtende Wechsel ins Lager der Intoleranz – und er wird nach Durchstehen der Krankheit, in der er auf einen vergleichsweise milden Verlauf rechnen darf, auch gegen andere Varianten hochgradig resistent sein, denn während frühere Varianten nicht gegen Omikron schützen, so scheint diese späte Variante doch Antikörper gegen andere Varianten auszubilden. Wenn das stimmt, dann sollte man sich mit Omikron impfen. Das heißt nicht, daß es nicht auch dort schwere Verläufe oder sogar Todesfälle geben wird, allein das statistische Risiko ist noch geringer als in früheren Zeiten und es betrifft fast ausschließlich nur sehr alte oder morbide Personen. Diesen freilich ist auch der Booster nach wie vor zu empfehlen und vielleicht sogar die Erstimpfung, aber eben nur diesen.
  • Zusätzlich das Immunsystem stärken: Supplementierung von Vitamin D3/K2/Magnesium mindestens 4000 i.E. pro Tag, Zink, Vitamin C, Bewegung, frische Luft …
  • All das ergibt sich konsequent aus den vorliegenden Daten und Erfahrungen – doch die Geschichte ist offen und die menschliche Intelligenz begrenzt: es kann anders kommen und ich kann mich irren … Wir sollten aber deshalb nicht in Schockstarre verfallen, sondern uns entsprechend den derzeitigen Einsichten verhalten und um mehr Einsicht ringen.
  • Meine wesentlichen Informationen beziehe ich mittlerweile bei Dr. John Campbell. Wer ihn noch nicht kennt, dem sei er empfohlen. Dieser sehr seriöse Mediziner nimmt sich die aktuellsten wissenschaftlichen Veröffentlichungen vor und erläutert sie akribisch und leicht verständlich und zieht die entsprechenden Schlüsse. Bisher hat sich alles von dem, was er angekündigt hat, auch verwirklicht. Drosten, Lauterbach, Wieler und wie sie alle heißen, hinken ihm zuverlässig zwei bis drei Wochen hinterher. Letztes Beispiel: Omikron befällt die oberen Luftwege – ähnelt oder ist also eine Bronchitis –, Delta drang tief in die Lunge ein – ähnelt mehr einer Lungenentzündung. Da bronchiale Katarre aufgrund der etwas anderen Anatomie bei Kindern schwerer ausfallen können als bei Erwachsenen, erklärt sich auch die etwas häufigere Hospitalisierung unter Kindern. Ich konnte dank Campbell bereits vor zwei Wochen Bekannten und Freunden raten, sich mit Bronchialmedizin zu versorgen, vor allem, wenn Kleinkinder im Haushalt sind.
  • https://www.youtube.com/channel/UCF9IOB2TExg3QIBupFtBDxg
  • Prinzipiell gilt: Die Lage ist ernst, es bedarf keiner künstlichen Verstärkung! Das führt zu schnell in die Lüge, die Manipulation, die Propaganda! Und es macht unglaubwürdig und diskreditiert den Verkünder. So wurden mir auch die allermeisten kritischen Kanäle vergällt, weil man sich früher oder später auf diese schiefe Bahn begibt.
  • Die Wahrheit liegt oft auf der Straße, man muß sie nur aufheben. Etwa diese Passage aus dem Wochenbericht des RKI vom 31.12.2021, Seite 14: „186 Patientinnen und Patienten waren ungeimpft, 4.020 waren vollständig geimpft,von diesen wurde für 1.137 eine Auffrischimpfung angegeben.“ Daß derzeit in Deutschland mehr Menschen geboostert als ungeimpft sein dürften, gibt diesen Zahlen eine besondere Dringlichkeit, selbst wenn man die Altersrelativierung einbezieht (unter den Geboosterten dürften mehr Vulnerable sein als unter den Ungeimpften).
  • FireShot Capture 690 - Wöchentlicher Lagebericht des RKI zu COVID-19 - Wochenbericht_2021-12-3_ -

16 Gedanken zu “Viro-Logisches V

  1. Heinz schreibt:

    Corona die V.;-) Ich versuche sowohl im Privaten als auch in den öffentlichen Medien seit geraumer Zeit dieses Thema zu meiden. Zu sehr ist die Diskussion zu einer Glaubensfrage ausgeartet. Das aber nichts mit meiner Expertise zu diesem Thema zu tun. Meine Prognosen, die ich im April 2020 gegenüber Freunden und Familie über den Verlauf der Pandemie hat sich als richtig herausgestellt. Ob dies Zufall, Intuition oder tatsächliches Wissen war, weiß ich nicht. Nur wie die Erfahrung lehrt, zumindest was die Volkswirtschaftslehre angeht, liegen die Affen im Berliner Zoo, wenn man sie befragen würde, richtiger als die studierten Experten. Also tippe ich auf „Blindes Huhn“. Als gläubiger Katholik, diskutiere ich nicht nicht mit einem Protestanten, Juden oder Moslem über die „Unbefleckte Empfängnis“ der Jungfrau Maria. Das wäre unanständig und außerdem wenig erquicklich. Wobei ich natürlich weiß, dass wir Katholiken recht haben und das Thema keiner weiteren Erörterung bedarf. Als Ergänzung zu meinen Ausführungen möchte ich noch auf einen Artikel von Ugo Bardi verweisen:
    https://thesenecaeffect.blogspot.com/2021/12/the-rise-and-fall-of-scientism-do-we.html
    Die andere Frage ist die politische. Die Antwort darauf ist meiner Meinung nach: wir sind im Krieg. Anschauungsunterricht, welche Auswirkungen es auf eine auf Krieg getrimmte Gesellschaft gibt, liefert uns das 20. Jahrhundert zur genüge. Und damit meine ich nicht nur die 2 großen Kriege, sondern auch die vielen kleinen von Vietnam bis Afghanistan, wo man bis Gutenberg gescheut hat, das Wort Krieg auch nur in den Mund zu nehmen. Unabhängig von der Frage ob der Krieg gegen das Virus jemals gewonnen werden kann – man frage das einen General;-) – gilt für jede Gesellschaft, je länger der Krieg dauert und je größer die Lasten, desto größer auch die Kriegsmüdigkeit. Irgendwann will die Masse der Menschen nicht mehr und ergibt sich. Zunächst bringt eine allgemeine Kriegsbegeisterung, um nicht zu sagen Hysterie, Vorteile für die Herrschenden. Doch das ist nicht von Dauer und je länger dieser dauert, desto mehr kehren sich diese Vorteile um. Selbst ein Sieg, nach langen dauernden Anstrengungen und hohen Lasten für die Bevölkerung kann für diese problematisch sein. Meine Prognose, spätestens um 2025 ist der Krieg gegen das Virus vorbei. Mehr als 5 Jahre lässt sich die Bevölkerung unter Berücksichtigung der zur Zeit ihr auferlegten Einschränkungen und Lasten nicht mobilisieren. Ob man dann den totalen Sieg verkündet oder nicht, auf alle Fälle wird es meiner Meinung danach einen politischen Umbruch geben. Wie diese Ordnung aussehen wird, weiß ich nicht, nur sie wird sich grundsätzlich von der heutigen unterscheiden.

    Gefällt mir

  2. Zorn Dieter schreibt:

    @ Seidwalk. Die Sozialen Medien mit ihren Twitterpossen klammere ich jetzt mal aus. Da bewege ich mich nicht. Aber sicher ist es so, dass der Druck der Regierungen zum Impfen mit neuartigen, genbasierten Stoffen Gegendruck erzeugt. Wer will leugnen, dass die Pharmaindustrie mindestens zehn Jahre gesellschaftlichen Kampf & Kosten vermeiden konnte, indem das Tor zur neuen Medizin durch Corona weit aufgestoßen wurde? Und die Veröffentlichungen von Klaus Schwab und Konsorten erwecken auch kein Vertrauen. Obwohl sie vom wissenschaftlichen Standpunkt her eher dämlich sind. Global Governance ist übrigens ein Fakt und keine Verschwörungstheorie. Aber mancher kann sein ungutes Gefühl nicht gut in Worte fassen. Das gehört an den Rändern einer demokratischen Gesellschaft dazu. Natürlich vollziehen sich gesellschaftliche Prozesse nicht aus einem Zentrum gesteuert, sondern sind das Ergebnis multipler Handlungen, die noch nicht einmal konsistent sind. – Es geht um zwei Punkte: Hat der Staat das Recht in die körperliche Unversehrheit der Bürger einzugreifen? Ja, aber nur unter engen Grenzen, die ja bekannt sind, hier aber m.E. nicht vorliegen. Die Gefahr ist das Abgleiten in den autoritären Staat. Hannah Ahrend hat gezeigt, dass Autoritarismus eine Seifenbahn zum Totalitarismus ist. Der zweite Punkt ist der Umgang des Staates mit einer durch Technik und Wissenschaft geschaffenen Risikogesellschaft. Wenn Ulrich Beck noch leben würde, hätte er in Corona das größte Beispiel dafür, dass der Staat und seine Bürger, fünfunddreißig Jahre nach Erscheinen seines Buches noch nicht im Ansatz gelernt haben, mit diesen Risiken vernünftig umzugehen.

    Gefällt mir

  3. Michael B. schreibt:

    Prinzipiell gilt: Die Lage ist ernst, es bedarf keiner künstlichen Verstärkung!

    Weder aus Ihrem Artikel noch auch Campbells Video ist das fuer mich ableitbar.

    Campbell bringt relativ zu Beginn erste Kurven. Unge“impfte“ vs. Andere. Summe ca. 250000 Personen aus ca. 68 Millionen, die taeglich symptomatisch bei irgendeinem Arzt erscheinen.

    0,4%.

    Man muss zuallererst einmal immer die Ordinate eines Diagramms ansehen und in Kontext setzen, bevor man irgendetwas Weitergehendes tut. Die Symptome sind im Wesentlichen die eines grippalen Infekts. Ende Dezember. Ich gehe auf die 60 zu und kann nur einmal in sehr weiten Grenzen vergleichbar alte Leute bitten, mit leichtem Zen 5m Abstand zum Thema C einzunehmen und sich zu ueberlegen, was eine solche kombinierte Aussage (mit den 0,4% zusammen) als Meldung vor 20 oder meinetwegen auch 3 Jahren Jahren bei ihnen ausgeloest haette. Prognose: Nichts.
    Es ist dasselbe iwie schon bis zum Erbrechen zu den „Inzidenzen“ gesagt. Es werden Kurvendiskussionen mit Begriffen wie exponentiell oder nicht auf winzigen Grundgesamtheiten gefuehrt, dazu noch auf kleinsten zeitlichen Abszissen, die solche qualitativen UNterscheidungen der Wachstumsstaerke ueberhaupt nicht erlauben. Campbell macht das auch gelegentlich, im Fall London bemerkt er spaeter aber wenigstens, dass ein steilerer Anstieg nicht zwingend exponentiell, sondern z.B. auch linear sein kann. Und noch einmal: Immer noch alles im unter einstelligem Prozentbereich. Das ist nicht ganz, aber fast Kaffeesatzleserei.

    Dieser gesamte Punkt der Verhaeltnismaessigkeit weckt aber in mir viel staerkere Befuerchtungen viel allgemeinerer Natur.
    Nehmen wir an, wir kommen aus dem Thema C irgendwie raus. Wir haben dann eine Bevoelkerung, die auf lange – sehr lange, gerade die Juengeren und auch ihre Abkoemmlinge, denn das ist fuer alle diese ein Trauma – Zeit hoechstgradig ueberreizt ist. Im positivsten Fall haben sie es so satt, dass sie das gesamte verantwortliche Personal weggefegt haben. Das wird aber wohl nicht passieren. Bleiben sie in diesem psychologischen Zustand der Uebersensibilitaet, dann steht das Tor fuer neue Ausnutzung einer dann um Groessenordnungen staerkeren ganz irrationalen Angst vor Krankheit fuer jeden politischen oder sonstigen Akteur zu jeder Zeit weit offen. Sagen wir eine Epidemie mit wirklich statistisch nicht vernachlaessigbarer Morbiditaet, die aber immer noch lange nicht Ebola ist. Vor C haette die Chance bestanden, auch diese rational anzugehen. Das wird dann nicht passieren. Das gehoert zu den eigentlichen Folgeschaeden dieser Jahre, die die besten Zuege menschlichen Daseins als Ganzes zurueck wirft. Durch einen bewusst ausgeloesten Formationsprozess, das ist meine feste Ueberzeugung dazu, aber mein Argument haengt nicht an dieser Absichtlichkeit. Was C selbst betrifft ist fuer micht der bedrohendste Punkt eine allgemeine Impfpflicht und nach meiner Einschaetzung ist es das, was die Leute auf jetzt zunehmend auf die Strasse treibt. In dem Zusammenhang auch:

    Nach wie vor bin ich der Meinung, daß man sich als Laie – und auch als Experte – in virologischen, also rein medizinischen, naturwissenschaftlichen Fragen zurückhalten sollte, weil wir einfach zu wenig wissen und verstehen.

    Da ist nichts in dieser Hinsicht einfach. Einfach ist aber deer Zwang, sich eine Meinung bilden zu muessen. Und das funktioniert fuer viele Leute ganz ohne wissenschaftliche credentials. Was ich sehr gut finde.

    Anderer Punkt:

    sprich jede vorhandene Dosis noch in irgendeinen Arm drücken

    Soweit ich weiss, ist ein Abheben auf Restdosen sehr verfrueht. M.W. wurden gerade wieder 1,8 Milliarden Dosen gekauft. Quelle muesste ich suchen, aber auch generell ist das lange nicht vom Tisch.

    Als Abschluss nur ein ganz unwesentlicher Punkt:

    Vitamin D3/K2/Magnesium mindestens 4000 i.E. pro Tag

    Jetzt einmal selbst ganz als Laie: Sie wissen schon, dass 4000/Tag die empfohlene Hoechstgrenze ist, oder? Es gibt ja Leute die stolz 50-60000 taeglich zu sich nehmen. Fuer die gibts dann aber durchaus auch z.B. klinisch kausale Ausfaelle der Niere, die zur lebenslangen Dialyse fuehren soweit ich gehoert habe. Also, alles in Massen (langes ‚a‘).

    Gefällt mir

    • „Die Lage ist ernst“ gilt allgemein, nicht auf Omikron bezogen – nach jetzigem Wissensstand. Delta war eine Belastung und daher ernster. Gemeint ist hier aber die gesellschaftliche Lage, das sich andeutende Ende der „demokratischen“ Gesellschaften.

      Mittelteil sehe ich ähnlich.

      Vitamin D3: Das Faszinierende daran ist, daß das vor 20 Jahren – ähnlich wie z.B. die Frage der Kuhmilch – als Verschwörungstheorie galt, heute aber wohl allgemein anerkannt ist. Über die Dosis wird gestritten. In D sind 1000i.E. pro Tag empfohlen, in GB 400 usw. Diese Dosen gelten heute als deutlich zu niedrig, sogar MayLab halt 4000 Einheiten für unbedenklich. Ohne die biochemischen Zusammenhänge durchschauen zu können, die sehr komplex sind, sehe und lese ich immer wieder , daß deutlich höhere Dosen problemlos sind. Zuletzt etwa im „Patientenratgeber Corona, Influenza und Co.“m der in der Apotheke ausliegt. Dort wird für eine „supportive Therapie“ eine Initialdosis von 200.000 i.E. erwähnt, gefolgt von einer Woche 20.000, dann sukzessive 10.000 und 5000 täglich. Das erwähne ich nur, um die Dimensionen deutlich zu machen. Ich schätze, daß eine tägliche Dosis von 4000-10000 hilfreich ist, gerade in Hinblick auf Corona-Erkrankungen. Nieren- und Knochenschäden können bei langwierigen und extremen Überdosierungen entstehen. Wer sicher gehen will, sollte sich seinen D3-Gehalt im Blut messen lassen, kosten 30 Euro im Blutbild. „Ein optimaler Vitamin-D-Spiegel liegt bei 25-OH-Vitamin-D-Spiegeln zwischen 30 – 50 µg/l vor“, viele Fachleute empfehlen 70-100.

      Dazu kann man Unmengen im Netz finden. Ich empfehle hierzu Dr. Wiechert, ganz generell

      https://www.youtube.com/results?search_query=dr.+wiechert

      und Prof. Spitz (mit Fragezeichen) zu D3

      https://www.youtube.com/results?search_query=J%C3%B6rg+Spitz

      Gefällt mir

      • Michael B. schreibt:

        Vitamin D:

        Das Beste ist wahrscheinlich Sonne. Frueher bin ich regelmaessig in den Sueden Tauchen gefahren. Zwei Wochen auf einem Schiff im Roten Meer oft auch im Winter machten das Problem wahrscheinlich irrelevant.
        Diesen Winter habe ich den Wert aus reinem Interesse erstmalig messen lassen, natuerlich voll ‚depletiert‘, obwohl ich schon oefter draussen bin. Als Versuch nehme ich jetzt bis zum Fruehjahr 20000 einmal die Woche, dann wird man sehen.

        Das Schoene an der Sonne ist ja, dass dabei wohl ein Zuviel irgendwie keine Rolle spielt, waehrend das Tablettenzeug in ein Depot kommt und sich anreichert.

        Sorry fuer die Abschweifung.

        Gefällt mir

        • Nee, keine Abschweifung – ich halte das für ein wichtiges Thema. Statt permanenten Impfdruck auszuüben, hätte man die Zeit ja auch nutzen können, um Prävention zu betreiben. Dann würde es jetzt eine breite Diskussion über D3, Zink, Cystus, Vitamin C hochdosiert, Rotalgennasenspray, Karex-Mundspülung etc. und natürlich allg. Lebensweise geben.

          Der UV-Faktor der Sonne ist von Oktober bis April in unseren Breiten zu gering, um D3 zu generieren. Alternative wäre max. Sonnenstudio, die wohl auch nicht mehr krebserregend sein sollen. Die Nordmänner aßen Fischöl, Lebertran etc. Da sich D3 abbaut, ist ein Speicher schwer zu halten. Warum werden Menschen im Winter krank? Könnte es am D3 liegen?

          Besser als hohe Einmaldosen sind wohl tägliche und gleichmäßige. Wenn Pulver, dann mit Öl zusammen nehmen, da fettlöslich. K2 ist ein Muß wegen Kalziumspiegel und Magnesium fördert die Aufnahme. Gibt es als Kombination zu kaufen. Das wohl beste Produkt ist dieses https://lipofy.com/shop/liposomales-vitamin-d3-k2-magnesium/ – gerade ausverkauft, wohl wegen Nachfrage.

          Gefällt mir

          • Stefanie schreibt:

            Ich hatte, glaube ich, hier im Blog, schon mal vom Einfluß des Vitamin D im Immunsystem geschrieben: es ist eine Vorstufe vo Interferon, das bei der Aktivierung und Koordinierung der T-Zell-Abwehr ein große Rolle spielt. Der Bedarf bei einer akuten Entzündungsreaktion wird daher deutlich höher sein, als beim „Normalbetrieb“ (bei Vitamin C und Zink gilt sicher das Gleiche).
            Der oben genannte Dr. Spitz erwähnte in einem Vortrag mal eine Studie, wieviel Vitamin D der Mensch eigentlich bilden kann: junge, leicht bekleidete Student*innen in der kalifornischen Sonne konnten ca. 15000-20000 i.E. in 20 Minuten bilden (nageln sie mich nicht fest, aber es war in etwa die Größenordnung). Mit 4000 Einheiten wird man sich also kaum vergiften können. Derselbe Dr. Spitz empfiehlt ca. 50-70 Einheiten je kg Körpergewicht und Tag. Nun mag er aus irgendwelchen Gründen als nicht seriös gelten und als Vertreter der Nahrungsergänzungslobby. – Erstaunlich finde ich das allerdings schon, welche kritischen Töne in den (MS-)Medien bei diesen Pülverchen angeschlagen werden – alles nur Geschäftemacherei etc. Während man bei den Arzneimitteln, die später gegen Krankheiten verschrieben werden, die z.B. durch entsprechenden Nährstoffmangel begünstigt, entstehen, die finanziellen Aspekte eigentlich kaum beleuchtet werden.

            Beim Menschen bin ich nun keine qualifizierte und zertifizierte Expertin, für Pflanzen darf ich aber sprechen – dort gilt das Gesetz vom Minimum: derjenige (essentielle) Nährstoff, der den geringsten Mengenanteil des Bedarfs ausmacht, bestimmt den Gesamtertrag. Fehlt es an Stickstoff, bringt jedes mehr an Stickstoff mehr Ertrag, bis zum Sättigungspunkt, dann sinkt der Ertrag recht schnell, bis zum Totalverlust durch Toxizität.
            (Die entsprechende Darstellung in bezug auf verschiedene Wachstumsfaktoren ist übrigens eine Wachstumskurve : https://duckduckgo.com/?t=ffab&q=wachstumskurve+stickstoff&atb=v225-1&iax=images&ia=images – diese ähneln vor allem im linken Abschnitt stark den uns als exponentiell verkauften „Fallzahlen“ bestimmter Viren)
            Der Totalverlust muß nicht beudeuten, daß gar nichts wächst: heuer hatt ich z.B. . reichlich Innenfäule bei Kohlrüben und zum Teil auch in Brokoli- und Blumenkohlstengeln. Boden und Düngung war dieselbe wie sonst, die Pflanzen bildeten auch reichlich Masse, aber der Bor war wahrscheinlich durch den vielen Regen aus Boden bzw. auch Pflanzen ausgewaschen wurden und führte zu den typischen Mangelsymptomen – wenn (warum auch immer) nicht bei allen Pflanzen.
            Veranschaulicht wird das Phänomen gerne mit Liebigs Tonne (https://duckduckgo.com/?t=ffab&q=Liebigs+Tonne+&atb=v225-1&iax=images&ia=images).

            Zu den Stoffen, die es sich in Bezug aufs Immunsystem lohnen würde zu substituieren gehört auch Selen – gerade die europäischen Böden sind in dieser Hinsicht ziemlich ausgelaugt. Man konzentriert sich bei der Düngung vor allem auf die Makronährstoffe (N,P,K, Ca, Mg) je nach Kultur auch noch Schwefel, Eisen, Zink oder eben Mikronährstoffe wie Bor oder Mangan, die beim Mangel zu Pflanzenschäden führen. Alle anderen Stoffe sind eben nur in der Menge verfügbar, die der Boden bei der Verwitterung freisetzt (was wiederum von Bodenart, Witterung, pH-wert etc. abhängt) Wer vom Pflanzenbau lebt, schaut in erster Linie nach dem Ertrag und die Qualität wird in erster Linie nach dem Aussehen beurteilt, bei weiterverabeiteten Produkten wird vielleicht noch auf einzelne Inhaltsstoffe geachtet (Proteingehalt beim Brotgetreide, Wirkstoffgehalt bei Heilpflanzen). Zum Teil kann man an den Produkten wahrnehmen, ob sie langsam gewachsen oder „getrieben“ worden sind – gerade die sekundären Inhaltsstoffen bestimmen den Geschmack – bei Weiterverarbeitung oder längerer Lagerung verschwinden aber ebenfalls Vitamine, Enzyme etc. Das Problem ließe sich noch am ehesten durch eine extensivere Landnutzung erreichen – die dann geringeren Flächenerträge beißen sich dann allerdings wieder mit dem wachsendem Nahrungsbedarf einer wachsenden Weltbevölkerung. (Insofern sind diese Georgia Guidestones dann wieder nur konsquent…)
            Wenn man keine Pülverchen und Tropfen essen will, würde ich auf Produkte aus extensiver Weidewirtschaft setzen: Milch, Käse, Eier und nicht nur das Muskelfleisch der Tiere, sondern auch Fett, Innereien, Knochenbrühe… (Vorteil für ethische Beinahe-Vegetarier: je mehr man vom Tier ist, desto weniger müssen für einen geschlachtet werden).

            Der Mangelfakor beim Menschen war in unserer Gegend dieses Jahr definitiv die Sonne. Nicht nur war sie selten zu sehen – es war auch schon im Augut und September meistens zu kalt um mit kurzen Klamotten etwas mehr Haut zu zeigen. Dementsprechend häuften sich heuer im Herbst -im Gegensatz zum Vorjahr – in meinem Umfeld die Erkältungskrankheiten mit und ohne postiven Test. Den Anfang machte erstaunlicherweise Mitte September mein Mann, der sonst nie was hat und wir reichten das dann so in der Familie herum – allerdings eben kein Corona (Schnelltest mußte ich ja machen). Persönlich kenne ich inzwischen auch einige die z.T. auch etwas schwerer erkrankt waren, Tote eigentlich nur über zwei Ecken, in der Regel Männer um die 70-80.

            Die eine Ausnahme ist meine Großtante, die im Frühjahr „in Zusammenhang mit“ gestorben ist. Sie hatte sich vermutlich bei einer Schwester vom ambulanten Pflegedienst angesteckt, hatte dann auch eine mittlere Grippe (Husten, Fieber). Nach drei Tagen ging es ihr besser und als meine Tante, dann mal nicht in der Nähe war, wollte sie unbedingt alleine ins Bad. Sie stürzte und brach sich den Oberschenkelhals. Sie wurde im Krankenhaus notoperiert, vertrug aber die Narkose nicht. Sie hatte schon seit Jahren Probleme mit den Nieren und nun durch die Medikamente ein komplettes Nierenversagen. Da sie nie „an irgenwelchen Schläuchen“ hängen wollte, hatte sie eine Patientenverfügung geschrieben. Weil sich abzeichnete, daß sie wohl nicht mehr auf die Beine kommen würde, und wohl auf Dauer auf eine Dialyse angewiesen wäre, wurde die Behandlung eingestellt und sie starb ein paar Tage darauf; zwei Monate vor ihrem 91. Geburtstag. Sie wird sicherlich in die Zahl der Coronatoten eingegangen sein.

            Eine weitere Ausnahme ist eine Frau aus dem Nachbardorf, die mit Ende 50 mit Corona starb. Einzige (mir bekannte) Vorerkrankung waren Depressionen, an denen sie schon seit einigen Jahren litt. Ich hatte hier auch schon mal eine Studie aus den USA erwähnt, die die Wahrscheinlichkeit der Hospitalisierung mit bestimmten Vorerkrankungen korrellierte. Angststörungen waren auf dem 3. Platz nach Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes. Deshalb würde ich bei der Stärkung des Immunssystems auch nicht nur auf Mittelchen und Pülverchen vertrauen. Gesundheit ist eine mehrdimensionale Sache.

            Leute, die nach der Impfung irgendwelche Komplikationen hatten, kenne ich in etwa in der gleichen Größenordnung, davon auch ein paar (über zwei Ecken) , die im zeitlichen Zusammenhang dazu gestorben sind – allerdings taucht meines Wissens keiner von denen in irgendeiner Statistik auf.

            Gefällt 1 Person

            • Michael B. schreibt:

              15000-20000 i.E. in 20 Minuten bilden

              Etwas wie 12000 in einer viertel Stunde habe ich auch noch im Kopf. Ich habe oefter in meinem Leben immer wieder laengere Zeit in der Sonne zugebracht. Tiefbraun, und ausser Hautkrebsueberlegungen gab es da wenig Laengerwirkendes zu beachten. Entsprechende Voelkerschaften muessen das ja eh nicht.

              Und der Witz ist halt, man pumpt sich ganz nebenbei staendig auf Anschlag diese Depots voll, ohne sich auch bei jahrelanger Einwirkung irgendwie Gedanken um Verkalkungen, daraus resultierendem Nierenversagen etc. machen zu muessen, was man mit kuenstlicher Gabe von vergleichbaren einigen 10000 Einheiten pro Tag wohl schon erreichen kann. Sollte man sich wirklich einmal naeher ansehen, warum das so ist.

              Gefällt mir

              • Stefanie schreibt:

                Die Nierenschäden sollen mit Veränderungen im Calciumhaushalt zusammen hängen, weshalb man Magnesium als Antagonisten in genügender Höhe einnehmen soll.
                Möglicherweise – und das ist jetzt spekulativ- hat aber auch die Sonne selbst ja noch einen anderen Effekt im Körper, als nur Vitamin D herzustellen. Auch im Winter, wenn die Sonne niedrig steht, tut es doch gut, sich ihr auszusetzen. Vielleicht hat die Strahlung noch andere Wirkungen und sei es nur, daß sie die Stimmung hebt und damit eben Ängste und Depressionen abschwächt. Also Geist, der auf den Körper zurückwirkt. (Psychoneurologie heißt das Fachgebiet dazu, in das auch Placebo- und Nocebo-Effekt fallen).

                Gefällt mir

            • @ Stefanie

              Vielen Dank für Ihre immer wieder erhellenden Beiträge!

              „Gesetz vom Minimum“

              Bedeutet das auch – auf D3 bezogen -, daß – wie oft behauptet wird – es einer Minimaldosis bedarf. um überhaupt einen Effekt zu zeitigen? Spitz und Co. betonen immer wieder, daß 1000 i.E. so gut wie nichts bringen und überhaupt erst ab 4, 5000 die sinnvolle Einnahme beginnt.

              Gefällt mir

              • Stefanie schreibt:

                Vitamin D ist in der Vergangenheit in erster Linie in Zusammenhang mit Rachitis gesehen wurden, daher kriegen sämtliche Babys in Deutschland prophylaktisch Vitamin D, damit sich keine Knochendeformationen bilden. Aus dem selben Grund wird es auch nach den Wechseljahren verschrieben, um Osteoporose vorzubeugen. Darauf sind die Dosisempfehlungen ausgelegt und auch der angeblich relevante Blutserumwert. Ich kann hier auch nur Spitz und van Helden zitieren, die zum einen eben auf den Effekt beim Immunsystem hinweisen (und damit indirekt bei Krebs oder Autoimmunerkrankungen), zum anderen darauf, daß bei höherem Vitamin D Spiegel mehr Gene aktiviert werden, als bei einem niedrigen – also insgesamt mehr Stoffwechselvorgänge/ Regulationen stattfinden (ob das nun positiv ist oder nicht).

                Gefällt mir

  4. Zorn Dieter schreibt:

    Warum so vorsichtig? Man kann sich zu jedem Thema eine fundierte Meinung bilden, wenn man einen klaren Verstand hat und bereit ist, sich einzulesen. Die Lage ist eben nicht für alle ernst. Sondern nur für alte Menschen mit Vorerkrankungen und geschädigtem Immunsystem. Also diejenigen, die in der Grippesaison leider immer versterben. Für 95 % der Bevölkerung ist das Virus nicht bedrohlich. Die Regierungen sperrten jedoch lieber die 95 % ein, anstatt sich um die 5 % frühzeitig zu kümmern. Es gibt jedoch auch in Deutschland noch gute Ärzte, die die Fakten zu COVID 19 akribisch zusammentragen und bei denen man sich erstklassig informieren kann: https://www.hausarzt-kenzingen.de/
    Dort auf die Corona- Seiten gehen.

    Gefällt mir

    • @ Zorn Dieter

      Selbstverständlich kann sich jeder eine Meinung bilden, sogar eine fundierte – man sollte das sogar tun! Die Frage ist, ob man diese Meinung in die Welt posaunen muß und wenn schon, dann in welchem Ton? Wir erleben eine Hyperinflation von sehr festen – meist aber wenig fundierten – Meinungen, die im hohen Brustton der Überzeugung vorgetragen werden und praktisch keine Widerrede zulassen und das in einem Bereich, in dem sich auch die Fachwelt nicht einig ist und aufgrund der Neuheit des Phänomens auch nicht einig sein kann. Und dann kommen Leute mit ihrem zusammengegoogelten Wissen und verkünden absolute Wahrheiten oder absolute Zweifel und schlimmer noch: mit darauf gründenden politischen oder religiösen Visionen. Das gilt natürlich, abgestuft, auch für Drosten, Lauterbach und Co.
      Zuletzt etwa, ob Omikron künstlich erschaffen und bewußt in Südafrika ausgesetzt wurde. Hier werden Indizien – wenn es denn welche gibt – im Handumdrehen in Fakten verwandelt und schon beginnt die „Diskussion“ darüber, warum und wieso „die Elite“ just diesen teuflischen Plan ersann und weshalb er sinnvoll sein muß usw.

      Die konkrete Frage, die Sie ansprechen, ist ja die nach der „Pandemie“ als Definition bzw. der Gefahreneinschätzung. Das ist der Schlüssel. Ehe man – Occams razor – komplizierte Konstrukte von global abgestimmten aber dennoch meist ultrageheimen Plänen und Aktionen annimmt, die sich dann auch noch gegen alle historische Erfahrung und geschichtsphilosophische Erkenntnis glatt realisieren, ist es doch deutlich einfacher, verschiedene Gefahrenwahrnehmungen zu verzeichnen und diese lassen sich historisch und sozialpsychologisch sehr gut erklären (Sicherheitsgesellschaft, Optimierung, „therapeutische Utopie etc. vs. Freiheitsverlust). Für die einen sind 5% der Rede nicht wert, die anderen halten es für gefährlich. Und das kann man in einer durch Medien bestimmten Welt auch so sehen, denn diese erzeugen aus ihrer inneren Verfaßtheit heraus Panik und Panik wirkt ab einem bestimmten Grad gesellschaftsgefährdend, was wiederum die Angst der Politik vor alles zersetzender Angst erklärt. Die Aufgabe der Politik, des Staates, ist es aber, seine Bürger zu schützen – da hatte Weißmann vollkommen Recht -, aber wie er das macht, das liegt im Ermessen der soeben Regierenden. Und egal, was die entscheiden: es muß von der Opposition kritisiert werden …

      @ Kurt Droffe
      “ nimmt man bei „Corona“ schlicht sämtliche unguten Mechanismen wahr, die zuvor schon bei anderen Themen zu beobachten waren: Hysterisierung, Aktionismus, Dissensverweigerung, Antisemitismus- und Rechtsextremismus-Vorwürfe, selektierte Gutachter mit evidenten Eigeninteressen, öffentlichrechtliche Propaganda und Kritikunfähigkeit …“

      Vollkommen einverstanden! Und die dahinter sich verbergenden Mechanismen sind verstehbar, wir haben das analytische Werkzeug dazu. Das erfordert aber sehr viel Arbeit und Mühe. Und genau diese Mühe scheuen all jene, die sofort auf den Verschwörungszug aufspringen. Das ist der Kern des Problems: Arbeitserleichterung zum einen und zum anderen das sofortige Erlangen der Diskurshoheit, denn wer die Erzählung anzweifelt, ist entweder ein Idiot bzw. blind oder aber selbst Teil der Verschwörung. Ende des Denkens.

      Gefällt 1 Person

      • Michael B. schreibt:

        Das erfordert aber sehr viel Arbeit und Mühe. Und genau diese Mühe scheuen all jene, die sofort auf den Verschwörungszug aufspringen. Das ist der Kern des Problems

        Das ist nicht der Kern. Das reale Problem ist das sich schliessende Zeitfenster zur Totalitaritaet und ihren ersten konkreten Folgen wie den unvorhersehbaren oder auch schon vorhersehbaren irreversiblen Folgen der Spritzerei. Und das muss eben jetzt und nicht irgendwann geloest werden. Auch mit einem Zustand unvollstaendigen Wissens.

        Seidwalk: Das stimmt. Wir werden eine annehmbare politische Lösung nicht finden, wenn sie auf falscher „Analyse“ basiert. Wer erfolgreich politisch-taktisch agieren will, der braucht eine tragfähige Strategie, die der Realität gerecht wird. Luftschlösser helfen nicht, im Gegenteil, sie zeihen die Kräfte von der Analyse ab.

        Gefällt mir

        • Michael B. schreibt:

          annehmbare politische Lösung nicht finden, wenn sie auf falscher „Analyse“ basiert. […] politisch-taktisch agieren

          Ich habe schon laenger das Gefuehl, dass wir darueber hinweg sind. Hier wirkt schon Eigendynamik, die noch ganz andere Formen annehmen wird. Ein Zivilisationsbruch. Mein Gott, wenn ich mich selbst hoere… Ich sehe keine existierende Struktur, die diese Energie aufnehmen kann. Der Uebergang DDR->BRD sieht in meiner Vorstellung wie ein Spielzeug dagegen aus.

          Gefällt mir

  5. Danke für den Hinweis auf John Campbell, das klingt interessant, werde ich mir gerne mal anhören. Ansonsten geht es mir ähnlich wie Ihnen: Ich bin weder Mediziner noch Epidemiologe noch Virologe und halte mich weitgehend mit Aussagen zu Corona zurück bzw. folge Experten mit gesundem Menschenverstand (zweifacher Sinn). Allerdings bin ich ein nicht ganz unerfahrener Beobachter des politischen und medialen Geschehens, und als solcher nimmt man bei „Corona“ schlicht sämtliche unguten Mechanismen wahr, die zuvor schon bei anderen Themen zu beobachten waren: Hysterisierung, Aktionismus, Dissensverweigerung, Antisemitismus- und Rechtsextremismus-Vorwürfe, selektierte Gutachter mit evidenten Eigeninteressen, öffentlichrechtliche Propaganda und Kritikunfähigkeit – you name it. Und wenn man diese Mechanismen kennt und auch hier am Werke sieht, dann darf man natürlich auch hinsichtlich der transportierten Inhalte und der unausgesprochenen Interessen mißtrauisch werden, und zwar ganz ohne die Krankheit „zu leugnen“ oder bestimmte Maßnahmen für sinnvoll zu halten. Abgesehen davon muß man eben auch kein Fachmann sein, um auf die Folgen und Folgeschäden um Corona herum das Augenmerk zu richten und hier abzuwägen; etwas, was viele, gerade auch viele Feld-, Wald- und Wiesen-Ärzte, anscheinend weder wollen noch können.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..