Goethe in Zeiten der Pandemie

Ja, die Natur reagiert nicht bloß gegen die leibliche Krankheit, sondern auch gegen die geistigen Schwächen; sie sendet in der steigenden Gefahr stärkern Mut. (Goethe, Gespräch mit Lobe)
PDF:  Goethe in Zeiten der Pandemie

Es finden sich in Goethes Werken bemerkenswerte Überlegungen und Erfahrungen, die uns heute noch inspirieren können. Denn Goethe war mehr als ein großer Autor und Denker, er war auch ein großer Kranker! Immer wieder schlugen ihn schwere, zum Teil auch lebensbedrohliche Krankheiten nieder – lernen kann man vor allem aus seinen dazugehörigen Überlegungen und aus seinem persönlichen Umgang damit.

In „Dichtung und Wahrheit“ beschreibt er gleich zu Beginn, wie ihn just in einem glücklichen Kindheitsmoment „ein Mißbehagen und ein Fieber überfiel, wodurch die Pocken sich ankündigten.“

„Die Einimpfung derselben ward bei uns noch immer für sehr problematisch angesehen, und ob sie gleich populare Schriftsteller schon faßlich und eindringlich empfohlen, so zauderten doch die deutschen Ärzte mit einer Operation, welche der Natur vorzugreifen schien. Spekulierende Engländer kamen daher aufs feste Land und impften, gegen ein ansehnliches Honorar, die Kinder solcher Personen, die sie wohlhabend und frei von Vorurteil fanden. Die Mehrzahl jedoch war noch immer dem alten Unheil ausgesetzt; die Krankheit wütete durch die Familien, tötete und entstellte viele Kinder, und wenige Eltern wagten es, nach einem Mittel zu greifen, dessen wahrscheinliche Hülfe doch schon durch den Erfolg mannigfaltig bestätigt war. Das Übel betraf nun auch unser Haus, und überfiel mich mit ganz besonderer Heftigkeit. Der ganze Körper war mit Blattern übersäet, das Gesicht zugedeckt, und ich lag mehrere Tage blind und in großen Leiden. Man suchte die möglichste Linderung, und versprach mir goldene Berge, wenn ich mich ruhig verhalten und das Übel nicht durch Reiben und Kratzen vermehren wollte. Ich gewann es über mich; indessen hielt man uns, nach herrschendem Vorurteil, so warm als möglich, und schärfte dadurch nur das Übel. Endlich, nach traurig verflossener Zeit, fiel es mir wie eine Maske vom Gesicht, ohne daß die Blattern eine sichtbare Spur auf der Haut zurückgelassen; aber die Bildung war merklich verändert.“[1]

Bei den Blattern handelt es sich um eine schwere Viruserkrankung, die zu Goethes Zeiten noch zahlreiche Opfer unter den Kindern forderte, jedes dritte bis fünfte Kind starb daran, die Überlebenden hatten oft mit fürchterlichen Entstellungen zu leben. Es war die erste Krankheit, die durch Impfung besiegt wurde. Im 16. Jahrhundert wurde in China bereits dagegen geimpft, oder besser: geritzt – Ende des 18. Jahrhunderts gelang es durch Kreuzimmunisierung mit Kuhpockenlymphe einen sicheren Impfstoff herzustellen. Goethes Bericht zeugt davon, daß schon Jahrzehnte zuvor durch „spekulierende Engländer“ damit experimentiert wurde, und das mit gutem Erfolg bei denen, die „wohlhabend und frei von Vorurteil“ waren.

Die Blattern (Pocken) @ Wikipedia

Goethes Eltern gehörten nicht dazu und so hatte der Knabe sein unbeschadetes Überleben sowohl dem Glück als auch seiner eigenen Disziplin zu verdanken. Blieb er auch ohne Narben, so schien sein Aussehen sich dennoch verändert zu haben, wie ihm eine geliebte Tante immer wieder mit dem Aufruf „Pfui Teufel! Vetter, wie garstig ist Er geworden!“ versichert hatte.

„Ich gewann es über mich.“ – dieser unscheinbare Satz ist der Schlüssel.

Krankheiten aber begleiteten den jungen Goethe sein ganzes junges Leben hindurch:

„Weder von Masern, noch Windblattern, und wie die Quälgeister der Jugend heißen mögen, blieb ich verschont, und jedesmal versicherte man mir, es wäre ein Glück, daß dieses Übel nun für immer vorüber sei; aber leider drohte schon wieder ein andres im Hintergrund und rückte heran. Alle diese Dinge vermehrten meinen Hang zum Nachdenken, und da ich, um das Peinliche der Ungeduld von mir zu entfernen, mich schon öfter im Ausdauern geübt hatte, so schienen mir die Tugenden, welche ich an den Stoikern hatte rühmen hören, höchst nachahmenswert, um so mehr, als durch die christliche Duldungslehre ein Ähnliches empfohlen wurde.“[2]

Zur „christlichen Duldungslehre“ ging Goethe später auf Distanz, aber der stoische Umgang blieb ihm und wurde – noch vor Kenntnis der eigentlichen Schriften – zur Grunderfahrung.

„Unter die Übungen des Stoizismus, den ich deshalb, so ernstlich als es einem Knaben möglich ist, bei mir ausbildete, gehörten auch die Duldungen körperlicher Leiden. Unsere Lehrer behandelten uns oft sehr unfreundlich und ungeschickt mit Schlägen und Püffen, gegen die wir uns um so mehr verhärteten, als Widersetzlichkeit oder Gegenwirkung aufs höchste verpönt war. Sehr viele Scherze der Jugend beruhen auf einem Wettstreit solcher Ertragungen: zum Beispiel, wenn man mit zwei Fingern oder der ganzen Hand sich wechselsweise bis zur Betäubung der Glieder schlägt, oder die bei gewissen Spielen verschuldeten Schläge mit mehr oder weniger Gesetztheit aushält; wenn man sich beim Ringen und Balgen durch die Kniffe der Halbüberwundenen nicht irre machen läßt; wenn man einen aus Neckerei zugefügten Schmerz unterdrückt, ja selbst das Zwicken und Kitzeln, womit junge Leute so geschäftig gegen einander sind, als etwas Gleichgültiges behandelt. Dadurch setzt man sich in einen großen Vorteil, der uns von andern so geschwind nicht abgewonnen wird.“[3]

Die bewußte Kultivierung des „Leidenstrotz“ dürfte ein wesentlicher Unterschied zu der heutigen Jugend sein. Sie dürfen und können sich auch nicht mehr – wie der junge Wolfgang – auf der Straße prügeln und wenn sie es dennoch tun, dann ist es oft enthemmt und ohne Begriffe und Gefühle, dann ist es kein Ringen, kein „Beißen, Kratzen und Treten“ mehr, kein „Kopf durch den Arm“, sondern schnell werden Messer gezückt, Kampfsporttechniken ausprobiert und der dauerhafte Schaden des Kontrahenten in Kauf genommen oder anvisiert.

Als junger Mann mußte Goethe erneut um sein Leben bangen – er selbst führte es diesmal auf eine falsche Diät zurück, der er sich „in Gefolg von mißverstandenen Anregungen Rousseau’s“ unterzogen hatte. Das aktuelle Äquivalent dürften zahlreiche esoterisch oder moralisch motivierte Diäten sein. Die Folge war ein „heftiger Blutsturz“, „und so schwankte ich mehrere Tage zwischen Leben und Tod, und selbst die Freude an einer erfolgenden Besserung wurde dadurch vergällt, daß sich, bei jener Eruption, zugleich ein Geschwulst an der linken Seite des Halses gebildet hatte, den man jetzt erst, nach vorübergegangner Gefahr, zu bemerken Zeit fand. Genesung ist jedoch immer angenehm und erfreulich, wenn sie auch langsam und kümmerlich von Statten geht, und da bei mir sich die Natur geholfen, so schien ich auch nunmehr ein anderer Mensch geworden zu sein: denn ich hatte eine größere Heiterkeit des Geistes gewonnen, als ich mir lange nicht gekannt, ich war froh, mein Inneres frei zu fühlen, wenn mich gleich äußerlich ein langwieriges Leiden bedrohte.“[4]

Erneut sehen wir Goethe gestärkt aus der Misere hervorgehen: Nicht nur ein neuer Umgang mit anderen Menschen – „Was mich aber in dieser Zeit besonders aufrichtete, war zu sehen, wie viel vorzügliche Männer mir unverdient ihre Neigung zugewendet hatten“ – blieb als Gewinn zurück, sondern auch eine intensive Beschäftigung mit medizinischen, chemischen, mystischen und vor allem alchimistischen Werken setzte ein, deren Spur man bis in den „Faust“ hinein verfolgen kann. Es kommt im Zusammenhang mit dieser Geschwulst zu einem denkwürdigen Ereignis, denn Goethe wird durch einen ungenannten geheimnisvollen Arzt mit Hilfe eines „Universalmittels“ geheilt. Es gab Gerüchte um jenes „wichtige Salz, das nur in den größten Gefahren angewendet werden durfte“. Aber „in den letzten Nöten“ wurde der Arzt geholt und verabreichte die „Universalmedizin“: „Das Salz war kaum genommen, so zeigte sich eine Erleichterung des Zustandes, und von dem Augenblick an nahm die Krankheit eine Wendung, die stufenweise zur Besserung führte. Ich darf nicht sagen, wie sehr dieses den Glauben an unsern Arzt und den Fleiß, uns eines solchen Schatzes teilhaftig zu machen, stärkte und erhöhte.“[5] Worum es sich dabei gehandelt haben könnte, ist seither ein viel diskutiertes Rätsel.

Daß der junge Goethe nach all diesen Erlebnissen zu einer gewissen Hypochondrie neigte, ist wohl nicht überraschend. Es ging ihm nun der Zusammenhang zwischen Krankheit und Angst auf – wollte man gesund bleiben, mußte man seine Ängste besiegen lernen. Er tut das auf ganz eigene Weise, indem er sich in Straßburg eine selbstauferlegte Expositionstherapie auferlegt.

„Ein starker Schall war mir zuwider, krankhafte Gegenstände erregten mir Ekel und Abscheu. Besonders aber ängstigte mich ein Schwindel, der mich jedesmal befiel, wenn ich von einer Höhe herunterblickte. Allen diesen Mängeln suchte ich abzuhelfen, und zwar, weil ich keine Zeit verlieren wollte, auf eine etwas heftige Weise. Abends beim Zapfenstreich ging ich neben der Menge Trommeln her, deren gewaltsame Wirbel und Schläge das Herz im Busen hätten zersprengen mögen. Ich erstieg ganz allein den höchsten Gipfel des Münsterturms, und saß in dem sogenannten Hals, unter dem Knopf oder der Krone, wie man’s nennt, wohl eine Viertelstunde lang, bis ich es wagte, wieder heraus in die freie Luft zu treten, wo man auf einer Platte, die kaum eine Elle ins Gevierte haben wird, ohne sich sonderlich anhalten zu können, stehend das unendliche Land vor sich sieht, indessen die nächsten Umgebungen und Zieraten die Kirche und alles, worauf und worüber man steht, verbergen. Es ist völlig, als wenn man sich auf einer Montgolfiere in die Luft erhoben sähe. Dergleichen Angst und Qual wiederholte ich so oft, bis der Eindruck mir ganz gleichgültig ward, und ich habe nachher bei Bergreisen und geologischen Studien, bei großen Bauten, wo ich mit den Zimmerleuten um die Wette über die freiliegenden Balken und über die Gesimse des Gebäudes herlief, ja in Rom, wo man eben dergleichen Wagstücke ausüben muß, um bedeutende Kunstwerke näher zu sehen, von jenen Vorübungen großen Vorteil gezogen. Die Anatomie war mir auch deshalb doppelt wert, weil sie mich den widerwärtigsten Anblick ertragen lehrte, indem sie meine Wißbegierde befriedigte. Und so besuchte ich auch das Klinikum des ältern Doktor Ehrmann, sowie die Lektionen der Entbindungskunst seines Sohns, in der doppelten Absicht, alle Zustände kennen zu lernen und mich von aller Apprehension gegen widerwärtige Dinge zu befreien. Ich habe es auch wirklich darin so weit gebracht, daß nichts dergleichen mich jemals aus der Fassung setzen konnte. Aber nicht allein gegen diese sinnlichen Eindrücke, sondern auch gegen die Anfechtungen der Einbildungskraft suchte ich mich zu stählen. Die ahndungs- und schauervollen Eindrücke der Finsternis, der Kirchhöfe, einsamer Örter, nächtlicher Kirchen und Kapellen und was hiemit verwandt sein mag, wußte ich mir ebenfalls gleichgültig zu machen; und auch darin brachte ich es so weit, daß mir Tag und Nacht und jedes Lokal völlig gleich war, ja daß, als in später Zeit mich die Lust ankam, wieder einmal in solcher Umgebung die angenehmen Schauer der Jugend zu fühlen, ich diese in mir kaum durch die seltsamsten und fürchterlichsten Bilder, die ich hervorrief, wieder einigermaßen erzwingen konnte.“[6]

Aus Goethescher Perspektive ist daher der immer wieder vorgebrachte Vorschlag, „Ungeimpfte“ den Alltag auf Intensivstationen vorzuführen und Menschen beim Sterben zusehen zu lassen, durchaus sinnvoll, denn dort könnten sie auch lernen, ihre Ängste – die nicht selten medieninduziert, zumindest aber verstärkt sind – zu überwinden und sich gegen die unleugbare Realität abzuhärten.

Wir wissen auch, daß sich Goethe mehrfach ganz bewußt in Lebensgefahr begeben hatte, um seiner Furcht Herr zu werden. Berühmt ist jene Schlachtszene, beschrieben in „Die Belagerung von Mainz“, in der sich Goethe ganz bewußt in der Schußlinie aufhielt, um die „Kugeln an sich vorbeisausen“ zu hören oder in der „Campagne in Frankreich“, als er das „Kanonenfieber“ erforschen wollte und sich dem Kanonenbeschuß, „wo die Kugeln herüber spielten“, aussetzte:

„Unter diesen Umständen konnt‘ ich jedoch bald bemerken, daß etwas Ungewöhnliches in mir vorgehe; ich achtete genau darauf, und doch würde sich die Empfindung nur gleichnisweise mitteilen lassen. Es schien, als wäre man an einem sehr heißen Orte, und zugleich von derselben Hitze völlig durchdrungen, so daß man sich mit demselben Element, in welchem man sich befindet, vollkommen gleich fühlt. Die Augen verlieren nichts an ihrer Stärke, noch Deutlichkeit; aber es ist doch, als wenn die Welt einen gewissen braunrötlichen Ton hätte, der den Zustand sowie die Gegenstände noch apprehensiver macht. Von Bewegung des Blutes habe ich nichts bemerken können, sondern mir schien vielmehr alles in jener Glut verschlungen zu sein. Hieraus erhellet nun, in welchem Sinne man diesen Zustand ein Fieber nennen könne. Bemerkenswert bleibt es indessen, daß jenes gräßlich Bängliche nur durch die Ohren zu uns gebracht wird; denn der Kanonendonner, das Heulen, Pfeifen, Schmettern der Kugeln durch die Luft ist doch eigentlich Ursache an diesen Empfindungen.“[7]

Schließlich denke man an jene amateurhafte Bergbesteigung zusammen mit Landesfürst Carl August, die Alfred Muschg in seiner Erzählung „Der weiße Freitag“ psychologisch durchleuchtete.

Sich der „Apprehension gegen widerwärtige Dinge zu befreien“ bedeutete also, seine Angst zu besiegen. Und das galt auch in Bezug auf jegliche Krankheit. In einem denkwürdigen Gespräch mit Eckermann am 8.4.1829 behauptet Goethe sogar, eine Infektion mit Fleckfieber durch reine Willensanstrengung besiegt zu haben. Das Gespräch ging über Napoleon, das „Angeborene des großen Talents“, das die „Welt behandelt, wie Hummel seinen Flügel“, also durch lange Übung erreichte Instinktsicherheit und Kunstfertigkeit. Einem solchen Menschen könne das Schicksal lange nichts anhaben:

Die Pestkranken aber hat er wirklich besucht, und zwar um ein Beispiel zu geben, daß man die Pest überwinden könne, wenn man die Furcht zu überwinden fähig sei. Und er hat recht! Ich kann aus meinem eigenen Leben ein Faktum erzählen, wo ich bei einem Faulfieber der Ansteckung unvermeidlich ausgesetzt war und wo ich bloß durch einen entschiedenen Willen die Krankheit von mir abwehrte. Es ist unglaublich, was in solchen Fällen der moralische Wille vermag. Er durchdringt gleichsam den Körper und setzt ihn in einen aktiven Zustand, der alle schädlichen Einflüsse zurückschlägt. Die Furcht dagegen ist ein Zustand träger Schwäche und Empfänglichkeit, wo es jedem Feinde leicht wird, von uns Besitz zu nehmen.“[8]

Zwei Jahre darauf kamen erneut „ärztliche Dinge an die Reihe“. Noch einmal werden die Blattern diskutiert, mithin die Frage der Impfung. In Eisenach war geimpft worden und dennoch war die Krankheit ausgebrochen und hatte viele Menschen „hingerafft“. Die Impfung geriet in Verruf. Hofrat Vogel war zu Gast und vertrat folgende Position:

„Man hielt die Schutzblattern so sicher und so untrüglich, daß man ihre Einimpfung zum Gesetz machte; nun aber dieser Vorfall in Eisenach, wo die Geimpften von den natürlichen dennoch befallen worden, macht die Unfehlbarkeit der Schutzblattern verdächtig und schwächt die Motive für das Ansehen des Gesetzes.“ Doch Goethe bestand auf seinem alten Standpunkt und erwiderte: „Dennoch aber bin ich dafür, daß man von dem strengen Gebot der Impfung auch ferner nicht abgehe, indem solche kleine Ausnahmen gegen die unübersehbaren Wohlthaten des Gesetzes gar nicht in Betracht kommen.“ Daraufhin entspann sich ein kurzer Dialog: „Ich bin auch der Meinung,“ sagte Vogel, „und möchte sogar behaupten, daß in allen solchen Fällen, wo die Schutzblattern vor den natürlichen nicht gesichert, die Impfung mangelhaft gewesen ist. Soll nämlich die Impfung schützen, so muß sie so stark sein, daß Fieber entsteht; ein bloßer Hautreiz ohne Fieber schützt nicht. Ich habe daher heute in der Session den Vorschlag gethan, eine verstärkte Impfung der Schutzblattern allen im Lande damit Beauftragten zur Pflicht zu machen.“ – „Ich hoffe, daß Ihr Vorschlag durchgegangen ist,“ sagte Goethe, „sowie ich immer dafür bin, strenge auf ein Gesetz zu halten, zumal in einer Zeit wie die jetzige, wo man aus Schwäche und übertriebener Liberalität überall mehr nachgiebt als billig.“[9]

Goethe gibt sich hier als Verfechter der Stärke des Staates zu erkennen, der sich der zunehmenden „Schwäche und übertriebenen Liberalität“ entgegenstellt – er plädiert für eine Art Impfpflicht. Natürlich kann keine Parallele zu unserer Situation gezogen werden, die sich zweierlei von der Goetheschen unterscheidet: einer Todesrate von bis zu 30% plus Verstümmelungen vieler anderer. Zudem handelt es sich um einen vollkommen natürlich und mit einfacher Prozedur gewonnenen, über Jahrzehnte und Generationen erprobten Impfstoff.

Der Begriff der Stärke strahlt bei Goethe vor allem auch in eine andere Richtung aus. Man kann sich demnach auf Krankheiten vorbereiten und zwar durch stoische Gelassenheit, durch Abhärtung, durch Mäßigung und durch Übung. Ins heutige Vokabular übertragen können wir von einem „gesunden Lebensstil“ sprechen – es ist ganz sicher kein Zufall, daß die meisten fatalen Opfer des heutigen Virus zuvor Opfer des westlichen Lebensstils und seiner langjährigen Ernährung waren.

In einem früheren Gespräch mit Eckermann nannte Goethe Poeten, die schreiben, „als wären sie krank und die ganze Welt ein Lazarett“, die immer nur „von den Leiden und dem Jammer der Erde“ sprechen, die „einer den anderen aufhetzen“, „Lazarett-Poeten“: „Ich habe ein gutes Wort gefunden, fuhr Goethe fort, um diese Herren zu ärgern. Ich will ihre Poesie die Lazarett-Poesie nennen; dagegen die echt tyrtäische diejenige, die nicht bloß Schlachtlieder singt, sondern auch den Menschen mit Mut ausrüstet, die Kämpfe des Lebens zu bestehen.“[10] In einem Brief an Zelter zwei Jahre darauf beklagte er die „Tendenz der Zeit, alles ins Schwache und Jämmerliche herunterzuziehen.“[11]

Der wahre Grund der Misere – darauf hat Manfred Osten in mehreren Anläufen hingewiesen[12] – liegt für Goethe im „Veloziferischen“, im „Ultra“, im zu Schnellen und Heftigen und zu Vielen der Zeit, das des Teufels ist.  An Zelter schrieb er 1825 die paradigmatischen Zeilen:

„Alles aber, mein Teuerster, ist jetzt ultra, alles transzendiert unaufhaltsam, im Denken wie im Tun. Niemand kennt sich mehr, niemand begreift das Element worin er schwebt und wirkt, niemand den Stoff den er bearbeitet. Von reiner Einfalt kann die Rede nicht sein; einfältiges Zeug gibt es genug. Junge Leute werden viel zu früh aufgeregt und dann im Zeitstrudel fortgerissen; Reichtum und Schnelligkeit ist was die Welt bewundert und wornach jeder strebt; Eisenbahnen, Schnellposten, Dampfschiffe und alle mögliche Fazilitäten der Kommunikation sind es worauf die gebildete Welt ausgeht, sich zu überbieten, zu überbilden und dadurch in der Mittelmäßigkeit zu verharren. Und das ist ja auch das Resultat der Allgemeinheit, daß eine mittlere Kultur gemein werde, dahin streben die Bibelgesellschaften, die Lankasterische Lehrmethode, und was nicht alles. Eigentlich ist es das Jahrhundert für die fähigen Köpfe, für leichtfassende praktische Menschen, die, mit einer gewissen Gewandtheit ausgestattet, ihre Superiorität über die Menge fühlen, wenn sie gleich selbst nicht zum Höchsten begabt sind. Laß uns soviel als möglich an der Gesinnung halten in der wir herankamen, wir werden, mit vielleicht noch wenigen, die Letzten sein einer Epoche die sobald nicht wiederkehrt.“[13]

Sich enthalten, sich selbst üben, entsagen und verzichten lernen, sich abhärten und der Natur entsprechend leben, Angst und Furcht aktiv besiegen, das ist der Weg Goethes. Otto Friedrich Bollnow fand dafür das passende Wort: „Nur als ständiges Üben erfüllt sich das menschliche Leben.“[14]

Johann-Wolfgang-Goethe+J-W-Goethe-Sämtliche-Werke-nach-Epochen-seines-Schaffens-Münchner-Ausgabe

Das Nonplusultra der Goethe-Edition: die Münchner Ausgabe, nach Chronologie organisiert und daher ideal für Kontextstudien
[1] Dichtung und Wahrheit. In: Goethe Sämtliche Werke. Münchner Ausgabe Band 16, S. 39 – alle Zitate entstammen dieser Ausgabe. Hervorhebungen von mir.
[2] Ebda. 40
[3] Ebda. 72
[4] Ebda. 355
[5] Ebda. 367
[6] Ebda. 404f.
[7] Sämtliche Werke Band 14, S. 384
[8] J.P. Eckermanns Gespräche mit Goethe. In: Goethe Sämtliche Werke 19, Münchner Ausgabe S. 314
[9] Ebda. 412
[10] Ebda. 242
[11] Sämtliche Werke 20.2, S. 1198
[12] Denen ich die Anregung verdanke. Vor allem: Manfred Osten: Die Welt »ein großes Hospital« – Goethe und die Erziehung des Menschen zum »humanen Krankenwärter«, Wallstein-Verlag, Göttingen 2021; aber auch: Alles veloziferisch oder Goethes Entdeckung der Langsamkeit. Zur Modernität eines Klassikers im 21. Jahrhundert, Insel Verlag, Frankfurt am Main/ Leipzig 2003, sowie: Das geraubte Gedächtnis: digitale Systeme und die Zerstörung der Erinnerungskultur; eine kleine Geschichte des Vergessens. Insel-Verlag, Frankfurt am Main/ Leipzig 2004
[13] Sämtliche Werke 20.1, S. 850f.
[14] Otto Friedrich Bollnow: Vom Geist des Übens. Eine Rückbesinnung auf elementare didaktische Erfahrungen. Freiburg 1978, S. 68

20 Gedanken zu “Goethe in Zeiten der Pandemie

  1. „Die Intelligenz des Wesens namens »Menschenmenge« ist nicht höher als die Quadratwurzel der Anzahl aller Personen.“(Terry Pratchett)

    Im Kontext zu Sloterdijks und Ecos Ansichten zum Thema Verschwörungen (natürlich äußerst grob und vereinfacht zusammengefasst und paraphrasiert: a) Der Menschheit fehle es an Intelligenz für eine derart geplante/koordinierte Steuerung der Politik, wie Verschwörungstheorien nahelegen – die die Geschichte insbesondere der letzten 100 Jahre (oder 200, je nach Theorie) als eine von Eliten in Richtung Totalherrschaft gelenkte betrachten. b) Verschwörungstheorien seien letztlich das Produkt von verwirrten Geistern – im Falle des „Friedhofs von Prag“ das Produkt von urkundenfälschenden, über Leichen gehenden Soziopathen – und hätten ziemlich fatale Folgen. Wobei im Kontext dieses Buches interressant ist, dass es von Freimaurern, die in der Geschichte des 19. Jahrhunderts eine nicht unbedeutende Rolle spielten (wie bsp. die italienische Nationalbewegung an sich), nur so wimmelt.

    In einem Leben ist es üblich – oder sollte es sein -, dass man seine Ansichten ändert – Irgendwann einmal, in der Mitte oder der Blüte des Alters entscheidet man sich, nachdem man alles, was man im Leben erlebt, gelesen und erfahren hat, zu einem Fazit zusammenfasst. (Idealerweise. Zunehmend sieht es eher danach aus, dass dies bildungstechnisch von Staatswegen her tunlichst zu vermeiden sei. )
    Beschreiben wir es doch mal metaphorisch und anhand meines eigenen Beispiels:

    Stellen wir uns ein riesiges Grundstück vor, dessen Mittelpunkt ein großes Gebäude ziert. Das Gebäude selbst zu beschreiben, würde selbst so einen stilistisch begabten wie bescheidenen Autor wie mich vor Probleme stellen, denn es sieht so aus, als haben sich – abwechselnd oder gleichzeitig – verschiedene Architekten ganz unterschiedlicher Schulen daran ausgetobt: Viktorianische Giebel, Maurische Bögen, ein mittelalterlicher aus Holz geschnitzter Erker als Kontrast zur damit gänzlich unpassenden roten Backsteinmauer auf der Westfassade… wer sich von Süden her dem Gebäude nähert und Kenntnisse über die Architektur des 20. Jahrhunderts besitzt, wird sich denken: „Aha. Ein besonders großes, riesiges Bauhaus-Exemplar mit organischen Elementen. Aber was soll diese Statue, die irgendwas zwischen Sozialistischem Realismus und arischer Verherrlichung darstellt inmitten des Jugendstils-Brunnens davor?“

    Werfe derselbe Besucher einen Blick auf das Baugerüst vor der Ostfassade, würde ihm deutlich werden, dass ein Ende des ganzen architektonischen Tohuwabohus offenbar noch nicht abzusehen ist. Schön kann so ein Gebäude jedenfalls nicht sein, oder doch? Ich weiß es nicht. Was ich weiß ist, dass man das,
    Ich schweife ab. Zurück zum Gebäude.

    Fragte man den Pförtner nach dem Grund, wieso denn offensichtlich wiedereinmal Renovierungen an der Fassade stattfinden, wird er Ihnen antworten: „Weil ein riesiger Haufen neuer Bücher eingetroffen ist und der Aufzeichnungsraum mit den Tonbändern überquillt.“
    Und man wird selbstverständlich als konservativ erzogener und belesener Gast, der nicht die Bibel, wohl aber den Knigge predigt, sich höflich zeigen und sich bemühen, kein allzu albernes Gesicht zu machen oder gar, Gott bewahre, mit „Hä?“ zu antworten.

    Der Pförtner wird Ihnen leider keine bessere Antwort bieten können – außer in einem Berliner Dialekt anmerken, dass er die Renovierungen an der Ostfassade für „rausjeschmissenes Jeld“ hält, und er wisse wovon er rede, immerhin war er in Gebäuden wie dem Europäischen Patemtamt am Halleschen Ufer tätig. „Wissense um wieviel die Kosten sich verdoppelt hamm? Mindestens um dat dreifache. Ick sach Ihnen, die hamm‘ hier alle nen Knall. Und ick weeß, wovon ick red, war ja schließlich Pförtner uff Bonnies Ranch. Wat? Det kennse nich? Na die Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik. Aber im Vergleich dazu ist dat hier dat reinste Irrenhaus…“

    Und so weiter. Aber verlassen wir nun meinen verwirrenden metaphorischen Geist und schreiten als „erklärender Autor“ hier ein: Was sich in den letzten zwei Jahren abspielt, hat mich dazu veranlasst, mich mit Themen wie Transformation der Gesellschaft, Transhumanismus, Biogenetik etc. gründlichst wie möglich zu befassen. Alles dazu zu lesen, sowohl von Befürwortern als auch von Gegnern. Ansonsten habe ich – wo Bildungslücken vorhanden sind – Freunde, die auf ihrem eigenen Gebiet, sei es Nachrichtentechnik, Informatik oder Biochemie, mir beim Lückenschließen helfen können. Soweit es mir als Nichtbiologen, Nichtphysiker und Nichtmediziner eben möglich ist. Zumindest könnte mein Abschluss in „International Economics“ mich dazu verleiten, zu der Überzeugung zu gelangen, ein großes Bild erkennen zu können. Der Aufzeichnungsraum – nun, dort ist natürlich all das gesammelt, was ich je gelesen, gehört oder gesehen habe. Zu meinem Segen und zu meinem Fluch zugleich besitze ich ein eidetisches Gedächtnis. Und die Zahl der Widersprüche im offiziellen Narrativ, und Aussagen von Befürwortern dieses gigantischen Umbaus ist…ich vergaß, ob es eine Steigerung von „Legion“ gibt – womit ich das mit dem eidetischem Gedächtnis in Frage stelle. Man sollte also stets höchst skeptisch gegenüber der eigenen geistigen Fähigkeit sein. Sagen wir einfach, die Widersprüche sind für mich nicht zu ignorieren.

    Was man gelesen hat, nicht wieder ungelesen machen kann – es sei denn man unterzieht sich einer Lobotomie oder hofft darauf, an Demenz zu erkranken, einfach weil der Lebenswille mancher Menschen darauf ausgerichtet ist, eine Zeit zu erleben, in der man all die Sorgen und Dinge, die einem den Schlaf rauben, wieder vergessen kann und man sich der Illusion hingeben kann, man erlebe eine unaufhörliche Aneinanderreihung von One-Night-Stands statt 40 Jahren Ehe.

    Wenn – um ein Beispiel herauszugrefien – ein Klaus Schwab meint, dass Corona eine harmlose Pandemie, jedoch ein nützliches Vehikel zur kreativen Zerstörung der Wirtschaft darstelle, dann denke ich mit Nostalgie an die Zeiten zurück, an denen solche Voraussagen wie hier (Frühling 2020) noch als Verschwörungstheorie galt. Ich hab mir den „Spaß“ erlaubt, den kompletten Transkript des Event 201 nebst kursierenden Videos der Diskussionen zu lesen/zuschauen Kaum etwas verdeutlich mehr das Versagen der öffentlichen Intellektuellen:

    https://miloszmatuschek.substack.com/p/ein-bodybuilder-hat-mehr-durchblick

    (um den ganzen empfehlswerten Artikel zu lesen, bedarf es eines (kostenlosen) Abos).

    P.S.

    Ich bin Theist, und als Theist ist man – zumindest wenn man diese Angelegenheit versteht und Ernst nimmt – grundsätzlich Verschwörungstheorien gegenüber skeptisch eingestellt (denn in der Regel gilt die Angst vor Verschwörungen als mangelndes Gottvertrauen). Wenn jedoch 10.000 Forscher und Ärzte – darunter international renommierte Experten auf ihrem Gebiet – eine Deklaration – verbunden mit konkreten Vorschlägen und Forderungen – unterzeichnen, in der die aktuelle Covid-Politik als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ dargestellt wird, so machte dies selbst einen gelassenen Laien wie mich diese Wortwahl sowie die völlige Abwesenheit von Kritikern in den Medien zumindest hellhörig.

    P.P.S.

    Was den Artikel selbst angeht, so finde ich ihn lesenswert. Der für mich Wesentliche Aspekt ist, dass man aus Leiden gestärkt hervorgehen kann und sollte und das deckt sich rein zufällig mit dem, was ich aus dem woran ich glaube, deckt. Aber lesenswert ist er mir nicht deshalb, sondern weil er mir ein paar Lücken, die ich zu Goethes Biographie hatte, schloss.

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    • Michael B. schreibt:

      Und wer es etwas konkreter an treibenden Kraeften mag:

      https://thephilosophicalsalon.com/a-self-fulfilling-prophecy-systemic-collapse-and-pandemic-simulation/

      Ob er es nun als Facette, Ursache, oder was auch immer ansieht. Ob er bei den Folgerungen mitgeht oder nicht, schon die Zeitleiste allein ist interessant. Und ja, das hat stattgefunden. An mein Kopfzerbrechen zum Einordnen des Sprungs der Reposaetze kann ich mich noch gut erinnern.

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      • Der Text ist sicher besser, als das meiste was dieser Tage so durch die Chats geistert. Es bleiben freilich viele Fragen offen und auch das teleologische Element ist argumentationslogisch immer schwierig. Gut wäre auch gewesen, wenn man sich solche Assoziationsketten wir Popper-Open Society – Soros sparen würde. Aber das das ist nebensächlich. Ich teile jedenfalls die Analyse des Autors in Hinblick auf den kommenden Kollaps.

        Ohne Zweifel gibt es Gewinner der Pandemie. Aber haben diese jene inszeniert? Ist die „social transformation“ ein bewußt gesteuerter Prozeß oder nicht doch eher ein quasi naturgesetzlicher Prozeß, an dessen Spitze sich nur immer wieder neue Akteure setzen wollen?

        Einige der grundlegenden Fragen sind diese:

        Es gibt so eine Art umgekehrten Kapitalfetischismus, d.h. die handelnden Menschen verschwinden hinter dem agierenden Kapital. Das wäre kein Problem, wenn man versuchte – wie Marx das tat – die menschliche Komponente zu verobjektivieren, wenn also davon ausgegangen wird, daß die Handelnden objektiven Zwängen unterliegen, denen sie dienen müssen und das zumeist ohne sich dessen bewußt zu sein. Hier wird aber immer ein subjektiver Wille und auch die individuelle Macht, diesen umzusetzen, unterstellt, und da ist die Theorie der Verschwörung, der Glaube an das Hinterzimmer als tragendes Agens von Geschichte nicht weit. Wäre dem so, dann wären die Probleme der Welt ja recht einfach zu lösen: Man muß einfach diese Leute loswerden.
        Da es sich um lebende Menschen handeln muß, dürften sie sterblich sein, d.h. Virus und Spritze gehen nicht spurlos an ihnen vorbei. Ein häufiger Fehler der VT – das Ausblenden der Eigenbluttherapie.
        Ähnliches gilt auch für die Frage des Geldes. Warum sollten jene, die gerade das Geld in Massen scheffeln, ein Interesse am Kollaps haben, der doch das Geld letztlich entwertet, vor allem jenes Luft-Geld?
        „The only thing that matters for the clique directing the health emergency orchestra is to feed the profit-making machine, and every move is planned to this end, with the support of a political and media front motivated by opportunism.“ – Das berühmte Planungsparadigma. Ich hatte hier ja schon mehrfach Engels zitiert: „„Die mannigfaltig durcheinanderkreuzenden Bestrebungen der Ritter wie der Bürger, der Bauern wie der Plebejer, der souveränitätssüchtigen Fürsten wie der niederen Geistlichkeit, der mystifizierenden verborgenen Sekten wie der gelehrten und satirisch-burlesken Schriftstelleropposition erhielten in ihnen einen zunächst gemeinsamen, allgemeinen Ausdruck, um den sie sich mit überraschender Schnelligkeit gruppierten.“ Geschichte ist die Summe der „mannigfaltig durcheinanderkreuzenden Bestrebungen“ und ihr Ergebnis. ihr „allgemeiner Ausdruck“, wird keiner dieser Bestrebungen gerecht, maximal für eine kurze hist. Phase.
        Die Absolutheit solcher Ansätze macht diese kaputt, weil sie die Kategorie der Massen nicht mit bedenkt. Die würden irgendwann ausscheren und das ganze „System“ zum Zusammenbruch bringen und manchmal genügt auch nur ein einziger Mensch um dies zu schaffen, sofern es ihm gelingt, einen neuralgischen Punkt zu berühren.
        Konkret: Warum China? Warum Wuhan? Ist das Virus ein Geheimdienstjob? Oder steckt China in der Verschwörung drin? Wie soll das zu erklären sein?

        usw.

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        • Michael B. schreibt:

          Da es sich um lebende Menschen handeln muß, dürften sie sterblich sein, d.h. Virus und Spritze gehen nicht spurlos an ihnen vorbei. Ein häufiger Fehler der VT – das Ausblenden der Eigenbluttherapie.

          Das ist das schwaechste Argument. Dafuer zu sorgen, dass die Spritze vorbeigeht ist natuerlich eine Finger- -oder besser gar keine- Uebung fuer solche Leute. Der Virus laesst sich auch behandeln. Auch so ein aktuelles Kampffeld, warum man das mit aller Gewalt nicht in Erwaegung ziehen will, fuer diese Leute aber sicher nicht.
          Von der Frage seiner ueberhaupt vorhandenen Staerke immer noch abgesehen. Das Risiko der eigenen Sterblichkeit ist fuer diesen Kreis also erst einmal minimal.
          Wenn das Virus jetzt durch die Massenspritzung unter Selektionsdruck kommen sollte wird man weitersehen. Schadenfreude darueber, dass sie das vielleicht nicht bedacht haben will sich aber bei nicht so recht einstellen.

          das teleologische Element ist argumentationslogisch immer schwierig.

          Das heisst aber nicht, dass man es umgehen sollte. Im Gegenteil. Je mehr es ins Strategische geht, desto unbestimmter wird es, ja. Im Taktischen sind die Muster aber sehr klar. Dort ist zielgerichteter Verstand sicht- und auch belegbar und nicht Getriebensein.
          Wer Worte aendert – wie den Begriff Pandemie – so dass sie passen, der hat eine Intention. Wer Leute – wie Wodarg in Deutschland – die in der Vergangenheit erfolgreich gegen Scharlatanerie vorgegangen sind, sofort mundtot stellt, der weiss was er macht (gerade so frueh, man wusste und erwartete also, dass er anruecken wuerde!). Ausgerechnet den entlarvten Scharlatan auch noch als einzigen Guru aufzustellen hat dann eher Chuzpe – aber es hat auch geklappt.
          Wer Obduktionen verbietet, wer Forschung und Datenerhebung generell unterbindet und/oder manipuliert, der weiss was er macht. Und der braucht Vorlauf dazu. Wer Papiere schreibt wie das Beruechtigte des Innenministeriums zur Angsterzeugung, der weiss was er macht. Wer Vertrage mit Pharmafirmen schliesst, die noch einmal Etagen tiefer als jegliche vorstellbare Sittenwidrigkeit liegen, der weiss in der Rolle einer Regierung mit all ihren unbeschraenkten buerokratischen und juristischen Ressourcen, was ermacht.

          Vielleicht weiss er nicht vollstandig warum, aber zielgerichtetes Handeln ist nicht uebersehbar.

          Ähnliches gilt auch für die Frage des Geldes. Warum sollten jene, die gerade das Geld in Massen scheffeln, ein Interesse am Kollaps haben, der doch das Geld letztlich entwertet, vor allem jenes Luft-Geld?

          Geld ist wenn es einmal da ist Geld. Da gibt es kein Gutes und Schlechtes. Lesen Sie sich die Argumentation des Artikels noch einmal durch. Das ist seine Hauptthese: Das Geld entwertet nicht durch den Kollaps im Sinn der Coronamassnahmen – sondern, wenn man es in die reale Wirtschaft und Welt durchdringen liesse (als Hyperinflation). Andersherum, der genannte Kollaps nimmt Hitze aus diesem Prozess, indem er die Wirtschaft herunterfaehrt. Dann kommen weitere Argumente zum zu einem darueber hinausgehenden systemimmanenten Konflikt zwischen Ueberhang an Leuten als Arbeitskraefte und deren gleichzeitiger Rolle als Konsument.

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        • „Warum China? Warum Wuhan? Ist das Virus ein Geheimdienstjob? Oder steckt China in der Verschwörung drin? Wie soll das zu erklären sein?“ (seidwalk)

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          „Virus-Bezeichnungen sollten keine ethnischen oder regionalen Gruppen verletzen, argumentierte die UN-Organisation.“ (aus einer Tagesschau-Meldung).

          Dies wird als Begründung offiziell angeführt, wieso es keine Mutante Xi gab (wir sprangen von Ny zu Omikron). Doch wo wir bei Xi sind…

          In den letzten zehn Jahren hat sich Xi Jinping allmählich zu einem der Aushängeschilder des Weltwirtschaftsforums (WEF) entwickelt. Man tippe seinen Namen auf der Homepage des WEF und klicke sich durch die 1.000 Suchergebnisse (Vorträge, Artikel, etc.).(Check) Dazu vergleiche man Chinas Investionen im Bereich Künstliche Intelligenz mit Klaus Schwabs Vision der 4. Industriellen Revolution und wie er sich die Menschheit in naher Zukunft vorstellt. (Check). Spoileralarm: Die Frage nach dem „warum China“ erübrigt sich danach. Darum waren beim bereits erwähnten Event 201 selbstverständlich hochrangige chinesische Vertreter anwesend – hier haben wir George Gao – Generaldirektor des Chinesischen Zentrums für Krankheitskontrolle und -prävention:

          Die Frau neben ihm ist übrigens Avril Haines – Direktorin des US-amerikanischen National Intelligence. Hier ein paar Highlights der Veranstaltung:

          Warum Wuhan? Lassen wir mal good old Jon Stewart zu Wort kommen:

          P.S.

          Mein ex-Landsmann Slavoj Zizek spricht ja seit Jahren auf Vorträgen oder in Rededuellen davon, dass das Beispiel China aufzeige, dass Fortschritt nicht zwingend mit Freiheit verbunden sein müsse. Darauf angesprochen, dass er – als bekannter Kritiker des Liberalismus – damit China lobe, entgegnet er: Nein, er tue das genaue Gegenteil, er warne davor, dass Chinas Beispiel im Westen Schule machen könnte.

          Die Frage, wieso sich die Masse nicht solcher Leute entledigt, hat m.M.n. Herr Reiner Mausfeld in seinem „Warum schweigen die Lämmer“ schlüssig dargestellt.

          Steve Pinker stellte die Geschichte des Westens der vergangenen 200 Jahre als den Versuch dar, Gewalt zu minimieren. Ich stimme dem teilweise zu, füge allerdings hinter „Gewalt“ das Wort „untereinander“ hinzu. Und füge ebenfalls hinzu, dass es natürlich darum geht, wie man die Herrschaftsverhältnisse möglichst beim Alten lassen sollte – man lese hierfür die Federal Papers der Gründungsväter der USA. Aber dies ist ein anderes Thema. Richtig ist, so Mausfeld – wenn man staatliche Gewalt herunterfährt, muss man andererseits Propaganda hochfahren und ebenfalls ein Bildungssystem aufbauen, dass so etwas wie potentielle Revolution verhindert, untergräbt. Sehr aufschlussreich in dieser Hinsicht beschreibt er die für den Staat dementsprechend wichtige Funktion des Faches „Soziologie“ – als ein Beispiel.

          Dass eine reiche Elite als kreative Schöpfer des Systems tätig sind (wie vor 100 Jahren Morgen, Rockefeller und Co. => Federal Reserve Bank) , und dabei nicht nach Milde oder Nächstenliebe, sondern nach „rationalen Egoismus“ vorgingen, lehrte bekanntlich Ayn Rand in ihrem „Atlas Shrugged“ – und Rand – Mentorin und Freundin von Alan Greenspan, dessen Wirken wir die Blase 2008 mitzuverdanken haben – wird in den USA geradezu angebetet. Es heißt, dass sie in naher Zukunft die erste Frau, die auf einem Dollarschein abgebildet ist, sein wird.

          Mit anderen Worten: Es gibt sicherlich aktiv agierende Subjekte bzw. eine Ideologie, Philosophie dahinter. Nur ist die Philosophie jenseits des üblichen Links-Rechts-Denkens.Die konservativen Neocons waren nützlich, als es darum ging, den – wie man das in der Wirtschaftsgeschichte heute nennt – „Aufstand der Reichen“ (ab 1979) einzuleiten – heute sind es Feministen, Identitäts- und Klimaaktivisten, LBTQ samt einem ganzen Rudel an Biogenetikern, Transhumanisten.
          Man bekommt eine Ahnung von dem Ganzen, wenn man sich die Werbevideos und Plakate auf der Homepage des WEF anschaut, wie man sich das Jahr 2030 – offenbar sowas wie ein Schlüsseldatum** – so vorstellt: Der Bürger, der sich um nichts mehr sorgen braucht und jenen Leuten auf dem Raumschiff im Animationsfilm Wall-E ähneln, die benebelt-infantil-glücklich vor ihrem Bildschirm sitzen
          Deckt sich s mit dem PDF – Titel „Smart City“ – das man sich auf der Seite des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat herunterladen kann.

          Und dies alles hier schreibt jemand, der wie bereits gesagt, Verschwörungstheorien skeptisch gegenübersteht und im Grunde ihre vorgebrachten Einwendungen generell teilt.

          **Schlüsseldatum für Leute wie diesen hier:

          https://1e9.community/t/fm-2030-der-vergessene-prophet-des-transhumanismus/3597

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  2. Stefanie schreibt:

    „so zauderten doch die deutschen Ärzte mit einer Operation, welche der Natur vorzugreifen schien. Spekulierende Engländer kamen daher aufs feste Land und impften, gegen ein ansehnliches Honorar, die Kinder solcher Personen, die sie wohlhabend und frei von Vorurteil fanden“
    In der Kindheit Goethes (1750er) impfte man noch nicht mit dem Kuhpockenvirus (Edward Jenner, ein Altersgenosse Goethes führte die ersten Experimente in den 1790ern aus), sondern okkulierte mit Sekret von an Pocken Erkrankten, meist Waisenkindern, die teilweise eben zu diesem Zweck mit den Pocken infiziert wurden. Lady Montagu hatte die Kenntnis von diesem Verfahren Anfang des 18. Jhd. von einer Türkeireise mitgebracht, in China war die „Inokkulation“ vermutlich schon deutlich eher bekannt. Die Sterblichkeit der Impflinge soll bei ca. 2% gelegen haben. -Nicht alle waren so „Vorurteilsfrei“ es an ihren Kindern auszuprobieren. Daher war eben die Entdeckung Edward Jenners (bzw. die Bestätigung der volkstümlichen Beobachtung), daß man nach einer Erkrankung an den deutlich harmloseren Kuhpocken ebenfalls gegen die echten Pocken immun wurde. (siehe Wikipediaartikel oder Ronald D. Gerstes „Wie Krankheiten Geschichte machen“)
    Zu diesem Zeitpunkt waren selbst Bakterien noch eher metaphysisches Konstrukt, als biologische Tatsache. Die Virentheorie, Elektronenmikroskope, DNA und RNA, Pharmaindustrie, pharmalogische Forschung, RNA und DNA-Sequenzierung, Biotechnologie… an all das war Ende des 18.Jhds. noch gar nicht zu denken. Die Entdeckung dieses Impfverfahrens war eine Mischung aus glücklichem Zufall und gründlicher Naturbeobachtung – kein rationales, technisch ausgefuchstes Verfahren in einer institutionalisierten und kommerzialisierte Forschung. Es dauerte noch knapp 200 Jahre bis man die Krankheit als erste (und bisher auch einzige) Viruserkrankung ausgerottet hatte.

    „Ich bin auch der Meinung,“ sagte Vogel, „und möchte sogar behaupten, daß in allen solchen Fällen, wo die Schutzblattern vor den natürlichen nicht gesichert, die Impfung mangelhaft gewesen ist. Soll nämlich die Impfung schützen, so muß sie so stark sein, daß Fieber entsteht; ein bloßer Hautreiz ohne Fieber schützt nicht. Ich habe daher heute in der Session den Vorschlag gethan, eine verstärkte Impfung der Schutzblattern allen im Lande damit Beauftragten zur Pflicht zu machen.“

    Manche Dinge bleiben halt immer gleich: „mehr vom selben“, „endlich mal richtig durchgreifen“
    So schnallt man sich seinen Booster auf die V2 und wartet auf das angekündigte Impfwunder, im „Krieg Spezies gegen Spezies“ (Habermas)

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  3. Michael B. schreibt:

    Dazu vielleicht auch einmal dieser Film zur Unterlegung medieninduzierter Aengste:

    https://rumble.com/vn212d-the-testimonies-project-the-movie.html

    Klar, ich koennte auch mit Fakten wie Zahlen argumentieren. Das waere dann aber zu abgehaertet.

    Aber inzwischen vermute ich ja: Das war ein Test @seidwalk, oder? Satire. Denn jemand wie Sie kennt natuerlich Sprache viel zu gut um unvorsichtig Sentenzen wie „unleugbare Realitaet“ en passant fuer sich selbst zu vereinnahmen oder nicht die Gefahren des Irrationalen zu kennen, und trotzdem auf das Niveau pauschal unterstellter Aengste zu wechseln.

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    • Ich verstehe nicht recht, worauf Sie hinaus wollen, ob Sie sich an einer Formulierung stoßen und an welcher?

      Natürlich hat die um die Ecke argumentierende Konklusion aus Goethes Selbsttherapie eine ironische Seite – die liegt freilich schon in der Sache selbst und braucht keine sprachliche Hilfe.

      Die „unleugbare Realität“ meint hier natürlich den Tod als solchen, die Sterblichkeit des Menschen, seine Endlichkeit. Ein mögliches Mittel, sich von dieser Angst zu kurieren wäre demnach das sich bewußte Aussetzen dieser Wahrheit, denn es dürfte Konsens sein, daß die panische Angst des modernen Menschen vor dem Tod, die in dieser Form wohl historisch einmalig sein dürfte, durch die Leugnung der Sterblichkeit, durch das Delegieren des Sterbens in die Kliniken mit verursacht ist. Daneben enthalten die Kliniken, wie das gesamte Gesundheitsbusiness, absurderweise das Versprechen des „therapeutischen Utopismus“ (Sloterdijk) – als letzte hartnäckig überlebende Utopieform -, die Versicherung also, „es“ doch noch irgendwie aufhalten zu können und das just an dem Ort, an dem man heutzutage die meisten Menschen vereinsamt und mit Schläuchen zugehängt sterben läßt.

      Selbiges gilt auch für das Leid und den Schmerz. Goethe hat Leid, Schmerz, Krankheit und Angst nicht zufällig kombiniert, sondern den Nexus ganz klar gesehen.

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      • Michael B. schreibt:

        Sie meinen es also doch ernst. Ich staune, aber ich wundere mich nicht.

        @Robert hat es eigentlich schon deutlicher gemacht. Und Goethe – gerade seine von Ihnen skizzierte Herangehensweise – unterlegt das sogar noch. Goethe will Abstand, um zu „funktionieren“. Er will sich seinen Verstand, seine Faehigkeit zum rationalen Schliessen, nicht wegnehmen lassen.

        Aber die Adressaten, die Sie sich fuer ein solches Herangehen herausgesucht haben, sind im Schnitt gerade die Falschen. Die machen das naemlich schon. Die lassen sich eben nicht mit genau der reinen Emotionaliatet gegen die sich Goethe abhaerten will hinter die Fichte fuehren, die die wirkstarken player der Behandlung des Covidthemas von Beginn an als ihr manipulatives Hauptwerkzeug benutzen. So ist „die panische Angst des modernen Menschen vor dem Tod“ eben nicht gleichmaessig verteilt und die Trennung ‚geimpft‘-‚ungeimpft‘ zeigt eine statistisch dahingehend relevante Bruchlinie u.a. gerade in dieser Eigenschaft.

        Insofern finde ich es komplett vermessen, nun gerade denen „Realitaet“ beibringen zu wollen, die das eher zuletzt benoetigen. Und @Roberts Vorschlag duerfte auch nach hinten losgehen, denn die schon i.o.g.S. gemeinten mental vorgeschaedigten ‚Geimpften‘ duerften sich nach Konfrontation mit maximalem Geroechel sofort weiter bestaetigt fuehlen. Denn die gehen gerade nicht mit der Goetheschen Intention an die Sache heran.

        Nebenbei haetten sie das auch all die Jahre vorher tun koennen, in denen auf den ITS schon keine paradiesischen Zustaende herrscheten. Corona bringt da nicht viel Neues dazu, wie auch – jetzt muss ich doch einmal – die nuechternen Zahlen zeigen:

        https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1246685/umfrage/auslastung-von-intensivbetten-in-deutschland/

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        • Ihr Ton signalisiert mir Skandal, so als hätte ich etwas Verfängliches geschrieben, aber ich kann Ihren Zeilen nicht entnehmen, was dieses Verfängliche sein soll.
          Ich will niemandem „etwas beibringen“ wie kommen Sie darauf? Auch ist dieser Blog hier keine geschlossene Veranstaltung, keine Chat-Gruppe, in der nur Gleichgesinnte zueinander sprächen. Jeder kann das mitlesen und es wird auch von Leuten mitgelesen, die mir in allem widersprechen würden. Aber selbst denen will ich nichts „beibringen“.
          Ich verstehe noch immer nicht recht, worauf Sie hinauswollen und habe daher auf die Meinung zweier Mitleser gewartet – und die verstehen es auch nicht. Seien Sie also bitte so freundlich und erklären Sie uns in klaren, konkreten Worten, was Ihrer Meinung nach das Problem am diesem Text sein soll.

          @ Roberts Einwurf habe ich als Bestätigung gelesen, wenn gleich er insofern etwas irrt. als er anzunehmen scheint, daß alle Ungeimpften „das Risiko der eigenen Erkrankung einzuschätzen“ würden. Das ist natürlich übertrieben. Es gibt mittlerweile genügend Beispiele von ungeimpften Alten oder Leuten aus offensichtlichen Risikogruppen, die jetzt in den ITS liegen und zuvor nie ernsthaft über eine Impfung nachgedacht haben oder blind der Meinung irgendwelcher Leute folgten. Für diese Menschen wäre die Impfung – Stand heute – ganz sicher das weitaus geringere Risiko gewesen. Sie kennen auch meistens wohl Goethe nicht.

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          • Michael B. schreibt:

            Also @seidwalk, das steht doch ganz deutlich zitiert schon in meinem allerersten posting dazu. Und unter weiterer Aufdroeselei dann in den Weiteren. Aber dann noch einmal:

            Aus Goethescher Perspektive ist daher der immer wieder vorgebrachte Vorschlag, „Ungeimpfte“ den Alltag auf Intensivstationen vorzuführen und Menschen beim Sterben zusehen zu lassen, durchaus sinnvoll, denn dort könnten sie auch lernen, ihre Ängste – die nicht selten medieninduziert, zumindest aber verstärkt sind – zu überwinden und sich gegen die unleugbare Realität abzuhärten.

            1) Von welchen spezifischen(wichtig: Sie waehlen die ganz bestimmte Gruppe „Ungeimpfter“ fuer das Folgende aus. Sie muessen also einen Grund dafuer haben) Aengsten sprechen Sie? Welche sollten das sein?

            2) Vor welcher unleugbaren Realitaet sollten sich diese „Ungeimpften“ abhaerten lassen? Dass dort gestorben wird? Das war schon immer so. Was sollten ausgerechnet ‚“Ungeimpfte“ dort lernen? Die sich – ich wiederhole mich – das Goethesche Ziel der Erhaltung der Faehigkeit zum rationalen Denken und Fragen gerade im Gegensatz zum allergroessten Teil der „Geimpften“ die ihre Spritze glaeubig empfangen haben auch unter Konfrontation mit widriger „unleugbarer“ (wer soll hier eigentlich der sein, der was auch immer leugnen will?) Realitaet und Anwuerfen einer Meute aufrechterhalten. Ich spreche nicht von den Opportunisten unter den Impflingen, die sind um Laengen rationaler als die Angsbestimmten und in dieser Hinsicht gut mit den „Ungeimpften“ vergleichbar.

            Und zuletzt noch einmal. Diese ITS-Realitaet hat sich inter Thema C ja ueberhaupt nicht substantiell geaendert. Deswegen die Zahlen. Wenn die grossen Medien morgen aufhoeren darueber zu schreiben, ist diese „Pandemie“ komplett vorbei und dort wo sie hingehoert. In der Abstellkammer der Horrorbeispiele menschlicher Manipulationsanfaelligkeit und Aberglaubens.

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            • Jetzt sehe ich, was Sie (vermutlich) meinen. Der Fehler liegt bei mir. Ich war meinen eigenen Zeilen gegenüber blind.
              Vielleicht hätte das Mißverständnis vermieden werden können, wenn ich in etwa so geschrieben hätte:

              „Aus Goethescher Perspektive ist daher der immer wieder von den Hauptmedien vorgebrachte Vorschlag, „Ungeimpfte“ den Alltag auf Intensivstationen vorzuführen und Menschen beim Sterben zusehen zu lassen, durchaus sinnvoll, denn dort könnten sie (ebenso wie die reflektierenden Geimpften), auch lernen, ihre eventuellen Ängste – die nicht selten erst medieninduziert, zumindest aber verstärkt sind –, zu überwinden und sich gegen die unleugbare Realität ihrer Sterblichkeit abzuhärten.“

              Die Ungeimpften wählte ich deshalb, weil sie im medialen Fokus stehen.

              Insofern hatte ich auch @ Robert falsch verstanden, dessen „das sehe ich genauso“ sich nicht auf meine, sondern auf Ihre Aussage bezog.

              Das Problem entsteht wohl schon durch die unzulässigen Generalisierungen der Begriffe „Geimpfte“ und „Ungeimpfte“, die ja nichts anderes beschreiben als den tatsächlichen Impfstatus. Tatsächlich differenzieren die Gruppen natürlich enorm hinsichtlich der Motivation, der Informationstiefe und der Reflektionshöhe. Ungeimpft kann man etwa aus Ignoranz, Schlampigkeit, Autoritätshörigkeit, Autoritätsaufmüpfigkeit, Widerstand, Konservatismus – was ich für mich in Anspruch nehmen -, Fehlinformation, Richtiginformation, aus Angst, aus weltanschaulicher und religiöser Überzeugung usw. sein.

              Daß Ungeimpfte keine Angst vor dem Virus hätten, ist daher natürlich falsch. Wenige werden das Virus direkt als Stahlbad haben wollen und niemand kann das statistische Risiko, im Zuge der Infektion dauerhaft geschädigt zu werden, völlig ausblenden. Daher versuche ich den Kontakt mit dem Virus so weit als möglich und in vernünftiger Relation zum Leben zu meiden. Auch Leute wie Liefers sind nur unter einer gewissen Grundangst denkbar, die dann durch den ITS-Besuch handlungsleitend wurde.

              Es wäre arrogant, den Eindruck, den die Erfahrung machen kann, zu banalisieren oder so zu tun, als ginge das apokalyptische Gerede in den Medien vollkommen unbeschadet an uns vorbei. Was man auf der ITS im Regelfall zu sehen bekommen dürfte, sind überwiegend Alte, Übergewichtige und Morbide, weshalb der Besuch den halbwegs Gesunden eben auch von der Nichtnotwendigkeit der Impfung hinsichtlich des Selbstschutzes überzeugen könnte. Liefers sah nun vornehmlich junge Leute, ob zufällig oder arrangiert, das wissen wir nicht. Es gibt auf jede (suggestive)Frage nun mal (mindestens) zwei Antworten: Ja und Nein. Der Fehler der panic-mongers ist, die Entscheidungsfreiheit der Menschen zu unterschätzen – man kann immer auch das Gegenteil wollen.

              Also die Angst sollte man nicht leugnen. Gerade Goethe zeigt uns das ja. Er war angstbesessen! Es war ihm ja nicht gleichgültig – deswegen ging er auf Friedhöfe udn Schlachtfelder und stieg in den Straßburger Münster. Die andere Antwort auf die Frage nach der Angst wäre gewesen, just diese Orte zu meiden – beide Antworten sind möglich. Abhärtung setzt die Angst oder die Sorge überhaupt erst voraus. Der Gleichgültige sollte auch der Übung gegenüber gleichgültig bleiben – das wäre dann der Typus Oblomow oder Stopfkuchen.

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              • Stefanie schreibt:

                Die Angstbekämpfung könnte durchaus auch ein wirksames Präventionsmittel gegen einen Schweren Verlauf sein:

                „Anxiety and fear-related disorders were a prevalent condition in our sample; they were also the second highest risk factor for death among the underlying conditions considered in our study. The reasons for this finding are likely multifactorial and may include a reduced ability to prevent infection among patients with anxiety disorders, the immunomodulatory and/or cardiovascular effects of medications used to treat these disorders, or severe COVID-19 illness exacerbating anxiety disorders (19,20). In a subset of patients with pre-COVID encounters in our study, anxiety diagnosed before COVID-19 was not independently associated with death or IMV during COVID-19 hospitalization and, therefore, it is also plausible that anxiety was diagnosed during COVID-19 illness and may be a resulting sequela of COVID-19 (21). Future studies could explore the temporal and causal associations between anxiety disorders and severe COVID-19 illness.“

                https://www.cdc.gov/pcd/issues/2021/21_0123.htm#contribAff

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              • Michael B. schreibt:

                Als Erklaerung besser – und ohne die Paternalistik, die die erste Lesart enthielt. Die zur Heftigkeit meiner Reaktion nicht unentscheidend beitrug.

                Aber trotzdem noch nicht schluessig. Erst einmal der undiskutierbare Teil zu Goethe: Natuerlich sind das Aengste, veranlagt und erworben. Persoenlich hatte ich die wie Goethe zum Thema Schwindel. Ich habe eine leichte, im Alltag irrelevante, Hoehenangst. Unter extremeren Umstaenden kann die aber relevant werden. Fuer mich war das als junger Mensch das erstmalige Klettern in der Saechsischen Schweiz. Hoch auf 25m, kein Problem. Dann auf der ungefaehr Dreiquadratmeter-Spitze frei aufstehen – Riesenproblem. „Unleugbar“, um im Text zu bleiben :-).
                Es war eine Doppelspitze mit einem 10m tiefen Riss von reichlich einem Meter Breite zum Nachbarn, nach Flaeche etwas groesser. Mein Goethe bestand darin mich zu zwingen aufzustehen, und solange zwischen beiden hin- und herzuspringen bis das flaue Gefuehl weg war. Abgeschwaecht das Ganze als 10m-Turm im Freibad. Vorgehen dasselbe, Springen „bis der Arzt kommt“. Gruppenzwang und Maedchen waren dabei hilfreich.

                Jetzt dazu, wo es nicht passt. Bei allen Relativierungen zu den Motiven der Gruppen „geimpft“ und „ungeimpft“ bleibt das, was @Robert sagt – Angst vor dem Virus selbst und seinen gesundheitlichen Folgen ist ein signifikanter Unterschied zwischen diesen Gruppen – oder genauer der der „Ungeimpften“ + opportunistisch bewegten „Geimpften“ und dem was uebrigbleibt.

                Das aendert die ITS nicht. Denn der Geist arbeitet schon: Warum sind die hier? Gibt es einen Unterschied zu frueher? Wo kommt der her? Was haben die ueberhaupt als Krankheit? Das fragt der irrational konditionierteTeil der Gespritzten nicht, never.

                Ich habe selbst mehrere Pflegeleute und anderes Gesundheitspersonal in der Familie. Auch deren Antworten muss man letztlich einordnen. Es gibt unter ihnen grosse Unterschiede, die aber unter Einbeziehung der Kenntnis der jeweiligen Gesamtperson dann doch ein konsistenteres Bild ergeben.

                Seidwalk: Das erscheint logisch, daß die Verteilung der Angst vor der Infektion in den Gruppen unterschiedlich verteilt sein dürfte – hier bräuchte man statistische Erhebungen, um herauszufinden, in welchem Grad und auch, ob das Gesamtangstlevel differiert, denn unter den Ungeimpften dürfte Angst ebenso präsent sein. Ich habe schon eine ganze Reihe an Telefonaten mit Ungeimpften aus Familie und Freundeskreis geführt, deren Motor die Angst (und Wut) war: vor Impfung, vor Zwang, vor Unübersichtlichkeit, vor Ohnmacht, vor Spaltung, vor Verlust der Arbeit, vor Kinderimpfung, vor Diktatur etc.

                Michael B.: Ja, sicher. Aber das sind ganz andere Aengste. Mit fortlaufend neuen Bestaetigungen in den letzten 20 Monaten. Ueber diese Art Unterschiede kann man sich auch inhaltlich unterhalten. Angst=Angst gibt hier allerdings nicht viel her. Nicht jede Angst ist irrational.

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          • Stefanie schreibt:

            „Für diese Menschen wäre die Impfung – Stand heute – ganz sicher das weitaus geringere Risiko gewesen.“ Mit dieser Aussage lehnen Sie sich ganz schön weit aus dem Fenster. Selbst wenn Sie diese Aussage statistisch unterfüttern können, sollten Sie bei den konkreten Krankheitsfällen das individuelle Risiko bewerten (und die entsprechenden Statisken strotzen seit anderthalb Jahren vor Taschenspielertricks, sowohl bei der Erhebung, als auch bei der Auswertung. Wie man die Wirksamkeit von Vakzinen leicht statistisch fingieren könnte, lesen Sie hier: https://www.novo-argumente.com/artikel/pandemie_der_placebo_ungeimpften_waere_denkbar). Es spricht einiges dafür, daß vom Virus schwer Erkrankte, auch durch das isolierte Spike-Protein schwerer geschädigt werden könnten oder trotz erfolgreicher „Immunisierung“, z.B auf Grund ihres Alters oder ihrer Beleibtheit ein allgemein schwächeres Immunssytem besitzen, welches zwar „seine Pappenheimer kennt“, aber physisch nicht in der Lage zur Virusbekämpfung ist( Wissen vs. Können) Oder sie haben durch ungünstige gegenetische Disposition ein erhöhtes Risiko: z.B. beim Gerinnungsfaktor (siehe Obduktionen Prof.Püschel: Mikrothromben in der Lunge als Todesursache der meisten Covid-Toten und die z.T. tötlichen Thrombosen nach der Impfung bei jungen Frauen) oder dasY-Chromosom (mehr Rezeptoren für das Spike Protein, insbesondere an den Endothelzellen).
            Hinzu kommt bei der Impfung noch ein weiteres Problem, daß wahrscheinlich auch der oben erwähnte Dr. Vogel hatte: wir wissen gar nicht so genau was in dem Impfserum wirklich drin ist. Vogel spekuliert herum, daß die betroffenen Eisenacher nicht ordentlich geimpft seien, und deshalb die Impfung bei allen im Lande zu wiederholen sei. Die wahrscheinlichste Ursache, daß nämlich gar keine Kuhpockenviren in der applizierten Lymphe enthalten waren, konnte er gar nicht kennen, weil er weder unsere Vorstellung von Viren kannte, noch ein Elektronenmikroskop hatte, noch eine DNA- bzw. RNA-Sequenzierungsmethode besaß.
            Daß das mRNA-Verfahren bisher noch nicht in diesem Maßstab angewendet wurde, bedeutet auch, daß bisher keine Erfahrungen zur Großtechnischnischen Produktion vorhanden sind und auch die Überwachungsbehörden bisher keine Erfahrungen mit der Qualitätskontrolle haben. Michael B. hatte hier schon vor einiger Zeit ein Corona-Ausschuß-Video verlinkt, in dem eine Molekularbiologin auf die entsprechende Problematik hingewiesen hatte. Das ganze erhält durch folgende Entdeckung nun Aktualität:
            https://dailyexpose.uk/2021/10/31/100-percent-of-covid-19-vaccine-deaths-caused-by-just-5-percent-of-the-batches-produced/
            Durch den Abgleich der in den USA gemeldeten Todesfälle und schweren Nebenwirkungen stellte sich heraus, daß sämtliche Todesfälle letztlich auf 5% der Chargen zurückzuführen sind.
            Das bedeutet erstens: die Todesfälle sind tatsächlich auch sehr wahrscheinlich auf den Impfstoff zurückzuführung, bei zufällig („mit“) nach der Impfung verstorbenen, wäre eine Streuung über sämtliche Chargen zu erwarten.
            Zweitens: die verschiedenen Chargen der Impfstoffe sind pharmakologisch nicht identisch. Irgendetwas lief im Herstellungsverfahren schief. In der Konsequenz sollten nun eigentlich die Rückstellproben darauf untersucht werden welche Stoffe enthalten sind, welche Gensequenzen in der RNA codiert sind, in-vitro und in-vivo-Versuche (Zellkultur/Versuchstiere) welches Protein genau gebildet wird und dessen pharmakologische Wirkung (bei Proteinen spielt nicht nur die chemische Zusammensetzung, sondern auch die Art der Faltung eine große Rolle bei der Biowirksamkeit).
            Drittens: Sollte man die gleiche Art Untersuchung auch in Hinblick auf die „Impfdurchbrüche“ machen, um ggf. unwirksame Chargen identifizieren zu können (um nicht „alle im Lande“ boostern zu müssen).
            Viertens: Die Chargen mit dem mangelhaften(?) Impfstoff wurden sehr breit gestreut in den gesamten USA verimpft, während die harmlosen(?) Dosen meistens lokal, in einem oder zwei Staaten verimpft wurden. Wie kam es dazu? (hat etwas den Ruch einer Verschleierungstaktik, kann aber natürlich auch nur Zufall sein)

            Zum eigentlichen Diskusionspunkt : Wir alle, die ganze Fernsehgemeinde befinden uns audiovisuell schon seit fas zwei Jahren auf der Intensivstation. Warum denken Sie, würde persönliche Anwesenheit bei den“ Coronaskeptikern“ soviel mehr Eindruck machen, als das dauernde Mediengewitter? Vielleicht würde eine Expositionstherapie gerade den „Coronoiikern“ helfen „gegen die Anfechtungen der Einbildungskraft (sich) zu stählen?“

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            • @ Stefanie

              Keine Ahnung – so weit fühle ich mich da nicht aus dem Fenster gelehnt. Zugegeben, aus bereits dargelegten Gründen stecke ich nicht so in der Materie wie Sie. Aber es sind doch relativ viele Wenn und Aber in Ihren Überlegungen. Wenn etwa nur 5% der Chargen problematisch waren, dann würde ich das als überlegenen Beweis der 95% werten.

              Tatsche scheint doch zu sein, daß weder das Virus noch die Impfung ohne Risiko ist, daß aber das statistische Risiko durch Erkrankung geschädigt zu werden, deutlich höher ist – Stand jetzt, Zukunft offen gelassen – als durch die Impfung … allerdings sehr ungleich verteilt.

              Es gab vor kurzem einen sehr ausgewogenen Beitrag in der BZ, den ich für bedeutsam erachte, auch wenn er für Ihresgleichen vermutlich nur Oberfläche ist:

              https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/corona-politik-mich-befaellt-als-wissenschaftler-grosses-unbehagen-li.196263

              Wichtig ist er deswegen, weil er die Relationen sichtbar macht und die besagen, daß es ganz fest definierte Risikogruppen gibt. Das deckt sich auch mit der „anekdotischen Evidenz“ eines Arztes, mit dem ich letztens sprach. Bei ihm liegen im Verhältnis 1 (geimpft) zu 5 (ungeimpft) Alte auf der ITS nebst eines Korsakow-Syndroms. Zuletzt kam ein junger Mann hinzu – große Aufregung. Es stellte sich dann heraus, daß er 200 kg auf die Waage bringt und für das Pflegepersonal eine Zumutung darstellt.

              Nun darf man schon davon ausgehen, daß die alle oder die meisten von denen dort nicht lägen, wären sie geimpft gewesen. Das sind ganz eindeutig Risikogruppen und wer sich mit 85 Jahren oder 200 kg bis heute nicht hat impfen lassen, der muß sich schon fragen lassen, wo er bisher gelebt hat. Umgekehrt liegt eine Bekannte – ungeimpft, mittleren Alters, keine VE – seit zwei Wochen mit Röhre im Hals und im Koma ebenfalls auf der ITS. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, daß das keinen Eindruck auf mich macht.

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              • Stefanie schreibt:

                „Wenn etwa nur 5% der Chargen problematisch waren, dann würde ich das als überlegenen Beweis der 95% werten“

                Wenn in einer Revolvertrommel nur eine von zwanzig Kammern belegt ist, spricht das klar für die Sicherheit des Spiels, vor allem, weil man ja auch in den meisten Fällen noch daneben schießt 🙂
                (Oder wenn nur in einer von zwanzig Joghurtchargen Glassplitter sind – Warum der Aufwand des Rückrufs?)
                Außerdem betrifft das nur die Sicherheit, die Wirksamkeit steht noch auf einem anderen Blatt.

                Gerade die Hochrisikogruppen (Alte, Menschen die auf Grund von Vorerkrankungen andere Medikamente nehmen), waren bei den Phase II Zulassungsstudien nicht zugelassen. Ich weiß nicht, ob es post hoc Studien dazu gibt. Kurz: es gab vor der Zulassung und der Empfehlung besonders Hochrisikogruppen zu impfen, keine Daten, ob diese bei Ihnen überhaupt wirken.

                Daneben gibt es durchaus Contraindikation, die gegen ein Impfung sprechen könnten (Herzprobleme, Gerinnungsstörungen). Auch könnten man sich bei schwerkranken Menschen, die nur noch eine begrenzte Lebenserwartung haben (Krebs im Endstadium, alte Multmorbide) fragen, ob eine Covid-Impfung noch sinnvoll wäre. Es gibt Berichte, daß nach der Impfung bei Krebskranken Metastasen geradzu explodieren oder bei als geheilt Geltenden auf einmal wieder Tumore auftauchen, Schübe bei MS-Patienten… All das sind Mitglieder der Risikogruppe. Sicher alles nur anektotische Berichte – aber woran soll man sich orientieren, wenn keine systematische Erfassung dieser Ereignisse erfolgt, bzw. an die Öffentlichkeit dringt? Auch Menschen der Risikogruppe haben (noch?) das Recht medizinische Behandlungen an sich abzulehnen. Genauso wie sie Rauchen, Saufen, sich fettfressen und selbst von der Brücke springen dürfen. Es wäre wünschenswert sie davon abzubringen, aber wenn man sie als autonome, freie Wesen ansieht – nicht als Teil eines „Volkskörpers“, dem man nicht entkommen kann, ist es ihr Recht.
                Sie hatten vor einiger Zeit ein Buch vorgestellt, in dem ein Hauptdarsteller sich entschließt seine Schilddrüsenhormone nicht mehr zu nehmen um danach an Verfettung zu Grunde zu gehen. Wäre das heute eine legitime Haltung, wo man doch das Gesundheitswesen übermäßig belastet?

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  4. Michael B. schreibt:

    Ich hatte auch alle moeglichen Kinderkrankheiten inklusive der Windblattern, Masern und Roeteln , zweimal Scharlach (immer zu Weihnachten mit >40 Fieber) im Alter zwischen 3 und 6 – aber ab dem Schulalter war ich sehr viele Jahre kerngesund. Auch die Goetheschen Abhaertungen durch Aussetzen habe ich immer wieder betrieben, z.T. auch in den beschriebenen Themen.

    Bis hierhin habe ich zunehmend interessiert gelesen. Aber das? Aengste? Die finde ich in Unmenge , zunehmend irrationaler Form und wachsender Zahl gerade bei „Geimpften“. Dazu gehoert gerade und auch massive Realitaetsleugnung.

    Aus Goethescher Perspektive ist daher der immer wieder vorgebrachte Vorschlag, „Ungeimpfte“ den Alltag auf Intensivstationen vorzuführen und Menschen beim Sterben zusehen zu lassen, durchaus sinnvoll, denn dort könnten sie auch lernen, ihre Ängste – die nicht selten medieninduziert, zumindest aber verstärkt sind – zu überwinden und sich gegen die unleugbare Realität abzuhärten.

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    • Robert schreibt:

      Das sehe ich ähnlich. Gerade die nicht Geimpften haben ja keine Angst vorm Krankwerden bzw. Sterben und sehen sich in der Lage, das Risiko der eigenen Erkrankung einzuschätzen. Wenn es diese Therapie braucht, dann tatsächlich für die völlig verängstigte Masse, die Maskenträger beim Waldspaziergang. Denn Ängste haben die „Ungeimpften“ nicht vor der Erkrankung, sondern vor den Folgen der Impfung genannten Gentherapie. Und diese Ängste werden sie beim Besuch eines Krankenhauses nicht abbauen können, eher noch im Gegenteil werden sie dort erkennen müssen, dass der versprochene Nutzen der Spritze häufig nicht auszumachen ist.

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